Hallo,
wollte wissen, ob es Probleme machen kann, wenn man mehrere
Abwärtswandler auf dem selben Board nutzt, die unterschiedliche
Schaltfrequenzen haben (gutes Layout vorausgesetzt)?
Ich hab da 2 Fälle:
1. Fall
Wandler mit unterschiedlichen Schaltfrequenzen, die hintereinander
geschaltet sind.
2. Fall
Wandler mit unterschiedlichen Schaltfrequenzen, die NICHT hintereinander
geschaltet sind ABER an der selben Spannungsquelle hängen.
Vielen Dank
Transient65 schrieb:> (gutes Layout vorausgesetzt)
Definiere "gutes Layout".
Gutes Layout würde solche Probleme brerücksichtigen und entsprechende
Filter einbauen.
Aber ja, es gibt Effekte bei hintereinander geschalteten Schaltreglern.
Wir hatten bei einem Prototypen mal das Problem mit Sepic (vom Lipo) +
Schaltregler (für µC 3.3V), da kamen statt 3,3V so eher 6V am µC an weil
sich die Frequenzen ungünstig überlappt hatten.
Wir haben dann den Sepic durch einen dicken LDO ersetzt, und dann ins
Datenblatt weniger Betriebszeit pro Akkuladung geschrieben.
Jim M. schrieb:>> Definiere "gutes Layout".>
Layout nach Herstellerangaben im Datenblatt. Dort fehlt aber oft der
Fall von mehreren Wandlern hintereinander.
Ich würde versuchen einen Tiefpass am Eingang des zweiten Wandlers zu
platzieren aber bin für bessere Vorschläge offen
Um wie viel sollen die Taktfrequenzen denn auseinander liegen? Probleme
wirst du bekommen, wenn die Reglerbandbreite von einem Wandler höher
ist, als die Schaltfrequenz von einem anderen.
Transient65 schrieb:> Was die Schaltfrequenzen angeht, würde ich dieselbe nehmen.
Dieselbe Schaltfrequenz bekommst du nur hin, wenn du die Wandler
synchronisierst. Sonst hat du immer irgendwelche Unterschiede.
Wolfgang schrieb:>> Dieselbe Schaltfrequenz bekommst du nur hin, wenn du die Wandler> synchronisierst. Sonst hat du immer irgendwelche Unterschiede.>
Würde es trotzdem zu den anfangs erwähnten Störungen kommen, wenn beide
Wandler intern auf ca. 500kHz eingestellt werden? Sie müssten doch
geringer sein, als wenn ich 2 komplett unterschiedliche Frequenzen
nutze, oder?
Falls es nicht hilft, dann würde ich einen Wandler von 48V auf 12V
nehmen, der extern einstellbar ist.
Transient65 schrieb:> Würde es trotzdem zu den anfangs erwähnten Störungen kommen, wenn beide> Wandler intern auf ca. 500kHz eingestellt werden? Sie müssten doch> geringer sein, als wenn ich 2 komplett unterschiedliche Frequenzen> nutze, oder?
Nicht unbedingt. Gerade bei ähnlichen Frequenzen bekommt man eine sehr
niedrigfrequente Schwebung.
Der Wandler von Infenion hat ja einen Sync-Eingang. Such dir doch für 48
auf 12 einen Wandler, der das ebenfalls kann, dann kannst du die Wandler
zusammenschalten und wirst keine Probleme mit Schwebungen haben.
Oder du siehst eine Filterung vor, die die Schwingung stark genug
dämpft, bei 500kHz sollten sich die Größe dafür ja in Grenzen halten.
Transient65 schrieb:> Sie müssten doch geringer sein, als wenn ich 2 komplett> unterschiedliche Frequenzen nutze, oder?
Ne, gerade nicht. Bei ähnlichen Frequenzen hast du unter Umständen lange
schwebungsperioden. Wenn dann entweder synchronisieren oder ein
Frequenzabstand inkl. Oberwellen größer als die Reglerbandbreite. 500
kHz und 1.5 MHz würde ich zb nicht wählen. Betreibe hier einen lm5166
gefolgt von einem 2.2 MHz tps6xxxx bisher ohne Probleme.
Eine vernünftige Entkopplung mit ausreichend niederimpedanten C und
einem ferrit schadet sicher auch nicht...
jz23 schrieb:> Der Wandler von Infenion hat ja einen Sync-Eingang. (...)
Man kann Festfrequenz Wandler aus einer Clock takten,
wenn beide einen Sync Eingang haben. Wäre ideal.
Aber wenn der 2. (also hintere) einen hat, wie hier, muß
der 1. nicht unbedingt einen haben...
Man kann auch die Gatesignale des 1. Wandlers hochohmig
abgegriffen (und evtl. noch über Schmitt-Trigger) auf den
Sync des 2. leiten.
Ergibt durch das Delay minimal veränderte Strombelastung
beim Ausgangs-C von 1 / Eingangs-C von 2, was aber so
gering ist, daß vernachlässigbar.
Oder nicht? Ist kein Erfahrungswert, müßte aber gehen.