Hallo,
ich komme einfach nicht weiter. Ich habe hier
(Beitrag "Störungen im Verstärker LM386") schon mal mein Problem
geschildert, und auch alle Tips versucht, das Ergebnis ist ernüchternd.
Ich möchte an den Klinkenstecker meines Raspberrys einen Miniverstärker
anschließen, damit ich die Lautstärke über einen Poti regeln kann.
Gleichzeitig möchte ich einen Spannungswandler verwenden (LM2575), um
die 12 V aus einem Bleigelakku auf 5 V für den Pi anzupassen. Leider
habe ich immer Störungen im Lautsprecher. Als Verstärker verwende ich
den LM386, der soll aber wohl sehr empfindlich sein.
Was ich bisher versucht habe:
- ich habe alle Kabel in geschirmter Ausführung verwendet, um zu
verhindern, dass hierüber Störungen eingefangen werden
- ich habe den Spannungswandler und den Verstärker auf der Platine so
weit wie möglich entfernt angebracht. Es gibt nur einen Knotenpunkt von
Plus und Minus
- ich habe alle Massenbahnen so groß wie möglich gemacht (Tip eines
Freundes)
- ich habe mehrere Kondensatoren und eine Spule vor die
Spannungsversorgung des LM386 gesetzt
Ich bemerke keine Verbesserung. Ist es ggf. ratsam einen völlig andern
IC für die Verstärkung zu verwenden?
Danke,
Gerd
Gerdchen03 schrieb:> Ist es ggf. ratsam einen völlig andern> IC für die Verstärkung zu verwenden?
Nein. Fehlersuchen wäre da eher hilfreich.
- Mach mal einen kompletten (!!!) Schaltplan von Deiner Schaltung und
poste den mal. Dann weiss man wenigstens wovon man redet. (Eagle oder
ähnliches gibts ja auch kostenlos in "Hobbyvarianten")
- Beschreibe mal das Fehlerbild etwas genauer. Knackt es, brummt es,
pfeift es. Oder klingt es wie eine kreischende Stimme, die "Mach den
Krach leiser" schreit ?
Wenn Du den Amp OHNE RPi betreibst, ist die Störung dann immer noch
hörbar ?
GGf. den Eingang mit 1K-10K Widerständen gegen GND (direkt am Eingang,
bzw. Stecker zum RPi) kurzschließen (damit Du nur noch die "On-Board"
Effekte hörst).
Du hast ja ein Oszilloskop. Kannst Du da die Störungen sehen, bzw.
aufzeichnen und posten ?
Grüße
Andreas
Hallo Andreas,
danke für deine Hilfe. Ich hänge hie mal einen Schaltplan an. Er ist
etwas chaotisch, weil ich immer wieder Veränderungen vorgenommen habe,
bitte ein Auge zudrücken ;-)
- Ich höre im Lautsprecher das Arbeiten der CPU. Ein leichtes Pfeifen
ist auch hörbar, aber das geht noch.
- Wenn ich Raspberry und meine Schaltung nur mit dem Spannungsanschluss
für den Pi verbunden habe, höre ich das Pfeifen immer noch. Stecke ich
den Klinkenstecker z.B. in mein Handy, sind die Töne weg.
- Ich habe ein Oszi. Reicht ein Photo, oder besser ein Video?
Das leichte Pfeifen wird an der Art der Sounderzeugung auf dem Pi
liegen, soweit ich weiß ist das nur eine schnelle PWM. Solange der
Klinkenstecker nirgendwo drinsteckt, ist er eine prima Antenne. Schalte
mal etwa 1k zwischen Signal und Masse.
Dass man das Arbeiten der CPU hört ist auch kein Wunder, Stichwort
Masseschleife. Abhilfe schafft meist nur eine galvanische Trennung der
beiden Schaltungen. Versuch mal folgendes: Versorge den Pi per USB mit
einem Handyladegerät, den LM386 mit deinem Akku. Einzige Verbindung ist
das Klinkenkabel.
Auch die Beschaltung des LM386 kommt mir nicht ganz koscher vor. Kuck
mal in dessen Datenblatt, da sollten passende Beispielschaltungen drin
sein.
Bei galvanischer Trennung habe ich keine Störungen mehr im Lautsprecher.
Das Problem ist nur, dass ich dort, wo ich die Schaltung einsetzen will
nur einen Akku habe. Ich kann dort also keine galvanische Trennung
durchführen.
Die Beschaltung des LM386 schaue ich mir heute Nschmittag genau an
Danke!
nimm einen galvanisch getrennten Step-Down Schaltregler. Stichwort:
Flyback-Converter oder einen fertigen von Murata, Traco oder Recom.
Nicht den LM2575.
Hallo,
denkst du, dieser könnte gehen? Wenn ja, würde ich den mal in Schaltplan
einsetzen, und den Plan neu posten.
Du hattest ja noch die Beschallung des LM386 angesprochen. Kannst du
bitte etwas konkretisieren, was dir komisch vorkommt?
Gruß
Gerd
Hi Gerdchen03
Gerdchen03 schrieb:> Ich hänge hie mal einen Schaltplan an. Er ist> etwas chaotisch, weil ich immer wieder Veränderungen vorgenommen habe,> bitte ein Auge zudrücken
Sorry, aber mit diesem "Ding" komme ich nicht klar. Welchen LM2575 hast
Du denn da verbaut ? Ich kenne keinen, bei dem diese Pinbelegung passen
würde^^
Schau mal ins Datenblatt des LM386. Da findest Du die typischen
Eingangsbeschaltungen. Bei Deiner Schaltung wundert mich, dass überhapt
was rauskommt.
Und der Rxx sollte einen echten Wert haben. Der bestimmt nämlich den
Gain des LM386. Den sollte man kennen.
Andreas H. schrieb:> Wenn Du den Amp OHNE RPi betreibst, ist die Störung dann immer noch> hörbar ?> GGf. den Eingang mit 1K-10K Widerständen gegen GND (direkt am Eingang,> bzw. Stecker zum RPi) kurzschließen (damit Du nur noch die "On-Board"> Effekte hörst).
Hast Du das mal probiert ? Scope Bild würde hier reichen.
Ansonsten würde ich eine Step-by-step Inbetriebnahme empfehlen. Erst den
LM2575, dann den LM386 und ZUM SCHLUSS den RPi anschliessen.
Wenn Du da nicht klarkommst, können wir Dir da auch sicher eine kleine
Anleitung basteln.
Kriegt man alles hin ;-)
Grüße
Andreas
Hallo Andreas,
ich habe den P 3596 L-5,0 von Reichelt verwendet. Rxx habe ich
absichtlich so genannt, weil ich da mit verschiedenem Gain
experimentiert hatte. Im Moment ist eine Brücke drin, also Gain 200
eingestellt.
Was den LM386 angeht, ist mir gerade eingefallen, dass das Schaltsymbol
im Plan nicht zum LM386 passt. Ich hatte kein passendes gefunden, und
irgend eines genommen, das 8 Anschlüsse hat und ähnlich aussah. Die
PIN-Belegung sollte aber stimmen. Lediglich die Kondensatoren C8 und C7
sind im Datenblatt mit anderen Werten angegeben. Die Kondensatoren C9,
C12, C4 und C11 (100müF, 100nF, 10nF und 1nF) und die Spule L2 habe ich
zu Versuchszwecken angebracht, um die Störungen zu eliminieren.
Andreas H. schrieb:
> Wenn Du den Amp OHNE RPi betreibst, ist die Störung dann immer noch> hörbar ?> GGf. den Eingang mit 1K-10K Widerständen gegen GND (direkt am Eingang,> bzw. Stecker zum RPi) kurzschließen (damit Du nur noch die "On-Board"> Effekte hörst).
Das habe ich noch nicht versucht, weil ich dachte mit der galvanischen
Trennung die Lösung gefunden zu haben. Daher wollte ich mich nun auf die
Neukonstruierung des Spannungsregler konzentrieren.
Ich würde nun gerne so vorgehen:
Den Spannungsregler neu aufbauen mit einer galvanischen Trennung und
diesen an den LM386 anschließen wie er bisher ist. Je nach Resultat
möchte ich dann weitersuchen, aber nach dem Versuch mit zwei
unterschiedlichen Spannungsquellen bin ich da recht hoffnungsvoll, dass
danach mein Problem gelöst ist.
Korrektur:
>Was den LM386 angeht, ist mir gerade eingefallen, dass das Schaltsymbol>im Plan nicht zum LM386 passt. Ich hatte kein passendes gefunden, und>irgend eines genommen, das 8 Anschlüsse hat und ähnlich aussah.
Ist Quatsch! Ich habe in Eagle den LM386 mit folgender PIN-Belegung
verwendet:
1 und 8: Gain
2 und 4 Masse
3 Audio IN
5 Audio OUT
7 Bypass über 100nF
Das stimmst doch, oder übersehe ich was?
Der Recom ist isoliert.
Vielleicht könntest du deine Störungen auch minimieren, indem du den 386
invertiert betreibst. Dabei gleich einen kleinen Tiefpaß am Eingang
spendieren, der HF aus dem RPi abfängt. Ungefähr siehe Bild.
Gerdchen03 schrieb:> ich habe den P 3596 L-5,0 von Reichelt verwendet.
Auch da passt das Pinning überhaupt nicht. So wie Du es im Schaltplan
hast, wäre der Regulator permanent im Shutdown. Sollte ja eher nicht
sein, oder ?
Gerdchen03 schrieb:> Das habe ich noch nicht versucht, weil ich dachte mit der galvanischen> Trennung die Lösung gefunden zu haben. Daher wollte ich mich nun auf die> Neukonstruierung des Spannungsregler konzentrieren.
Wo hilft Dir die galvanische Trennung ? Ich habe hier auch LM386 in
einer ähnlichen Application OHNE galvanische Trennung problemlos am
laufen.
Hilfreich wäre es eventuell eher, sich mal anzusehen, was man überhaupt
aufgebaut hat.
Der aktuelle Schaltplan passt ja irgendwie vorn und hinten nicht.
Dann ist aber alles Andere nur Spekulation^^
>> Ich würde nun gerne so vorgehen:> Den Spannungsregler neu aufbauen mit einer galvanischen Trennung und> diesen an den LM386 anschließen wie er bisher ist.
Mach, wie Du denkst.
Ich würde zuerst mal +5V aus dem Regulator rauskitzeln (Hast Du die 5V
am Regulator mal nachgemessen ?).
Erst dann den LM386 bestücken und zum laufen bringen (erst mal ohne
Eingangssignal, sondern mit 1K gg. GND).
Wenn es dann Störungen gibt, den Regulator provisorisch durch eine
Batterie ersetzen. Usw. usw.
Grüße
Andreas
Wenn Du etwas mehr Geld übrig hast, schau Dir mal das HifiBerry-Projekt
an (http://www.hifiberry.com). Mir war das etwas teuer, deshalb habe ich
mir den dort benutzten DA-Wandler(PCM5102A) und den Low-Noise
Spannungsregler(TPS73133) besorgt und für mein PI-Radio eingesetzt:
klasse Sound!
Gruß Andreas
Ich finde den LM2575 nicht in meinen Libraries in Eagle. Daher passt das
Symbol im Schaltplan nicht zu meinem Aufbau. Ich messe aber exakte 5 V.
Ich werd nächste Woche mal die Vorschläge von Andreas H. durcharbeiten.
Gerdchen03 schrieb:> Ich finde den LM2575 nicht in meinen Libraries in Eagle. Daher passt das> Symbol im Schaltplan nicht zu meinem Aufbau.
Das man auch selber Symbols anlegen kann weisst Du ?
> Ich messe aber exakte 5 V.
Schon mal gut.
Grüße
Andreas
So, hier noch mal meine Ergebnisse:
Ich habe nun als DC/DC Wandler den REC5-1205SRW/H4/A von Recom
verwendet. Ich höre noch immer die CPU. Mit galvanischer Trennung komme
ich also nicht weiter. Zusätzlich habe ich an meiner Platine die beiden
Pole des Audiokabels vom Raspberry kommend mit 1k gebückt. Keine
Veränderung. Dann habe ich mit dem Oszi gemessen, und ich habe bereits
an der Versporgungsspannung (12V) des DC/DC-Wandlers
Spannungsschwankungen, die dann wohl hörbar werden. Ich habe mal Bilder
angehängt. Das erste Bild zeigt die Schwankungen 12V seidig am Recom,
die anderen beiden 5V seitig.
Huhu Gerdchen03
Gerdchen03 schrieb:> Zusätzlich habe ich an meiner Platine die beiden> Pole des Audiokabels vom Raspberry kommend mit 1k gebückt. Keine> Veränderung.
Du hast das Eingangssignal vom RPi abgezogen (!!) und dann beide Kanäle
am Stecker mit 1K gegen GND geschlossen ?
Mit anderen Worten: Die Scopebilder zeigen nur den (eingangsseitig
terminierten) LM386 & DC/DC Converter ? Und der RPi liegt stromlos, ohne
Verbindung zum Rest, irgendwo anders ?
> Dann habe ich mit dem Oszi gemessen, und ich habe bereits> an der Versporgungsspannung (12V) des DC/DC-Wandlers> Spannungsschwankungen, die dann wohl hörbar werden
Wie ist denn die Zeit-/Amplitudeneinstellung am Scope ? Kann man leider
nicht sehen.
> Das erste Bild zeigt die Schwankungen 12V seidig am Recom,> die anderen beiden 5V seitig
12V seitig hängt am Recom nur Dein Accu ? Hast Du statt dem DC/DC
Konverter mal einen Linearregler angeschlossen ? Nur probehalber ?
Grüße
Andreas
Das Eingangssignal vom Raspberry war abgezogen. Ich nutze nur ein
Signal, und habe dies mit 1k gegen Masse geschaltet. Der Raspberry war
angeschlossen.
> Mit anderen Worten: Die Scopebilder zeigen nur den (eingangsseitig >
terminierten) LM386 & DC/DC Converter ?
Ja, die 12V kommen vom Akku und versorgen den Recom und den LM386.
12V-seitig war die Amplitude 10mV/cm, 5V-seitig 20mV/cm. Die Zeit ist
auf 1müsekunde/cm eingestellt. Einen Linearregler hab ich noch nicht
versucht.
Wenn ich den Raspberry abklemme, pfeift der Recom. Im ersten hier
angehängten Bild siehst du 12V-seitig die Schankungen bei einer
Amplitude von 0,1V/cm und im zweiten 5V-seitig bei 0,2V/cm. Die Zeit ist
wieder 1müsekunde/cm.
Hallochen,
das von dir beschriebene Problem habe ich in einer ähnlichen Weise
ebenfalls schon vorgefunden. Bei mir gab es den Pi, eine USB Soundkarte
und daran dann noch LM1036 zur Klangregelung. Der PI und die USB
Soundkarte bekamen ihren Strom aus einem SNT, der LM1036 bekam seine 12V
aus selbigen Netzteil (Meanwell 60W mit 12 und 5V). Problem war bei mir
ebenfalls, dass die Arbeitsgeräusche des Pis zu hören waren.
Auf der Versorgungsspannung war das auch mit dem Oszi zu beobachten.
Da die 12V von der 5V Leitung und deren Regelung abhängt, hatte ich also
ein Problem.
Gelöst hat die ganze Misere ein LT1086, eingestellt auf 9V
Ausgangsspannung zwischen Netzteil und LM1036. Dieser Low-Drop
Spannungsregler dämpft die doch sehr niederfrequenten Störungen
einwandfrei.
Könntest du evtl. auch mal ein Bild von deinem Aufbau posten?
Generell solltest du VOR und nach dem Recom Pi Filter vorsehen, damit
weder Störungen auf Ausgangsseite rauskommen, noch zurück auf die
Eingangsseite geschoben werden.
Gi Gerdchen03
Gerdchen03 schrieb:> Ja, die 12V kommen vom Akku und versorgen den Recom und den LM386.> 12V-seitig war die Amplitude 10mV/cm, 5V-seitig 20mV/cm. Die Zeit ist> auf 1müsekunde/cm eingestellt. Einen Linearregler hab ich noch nicht> versucht.>> Wenn ich den Raspberry abklemme, pfeift der Recom. Im ersten hier> angehängten Bild siehst du 12V-seitig die Schankungen bei einer> Amplitude von 0,1V/cm und im zweiten 5V-seitig bei 0,2V/cm. Die Zeit ist> wieder 1müsekunde/cm.
Du drehst Dich da im Kreis.
Die einfachste Vorgehensweise ist doch, von N möglichen Störquellen erst
mal N-1 rauszunehmen (was hier ja relativ gut gehen würde) und dann die
Störungen der Letzten zu beseitigen. Das Ganze wiederholt man solange,
bis die Schaltung einigermassen stabil läuft.
Mein (etwas verkürzter) Vorschlag (immer noch): Klemm den RPi erst mal
KOMPLETT ab. Dann siehst Du erst, welche Störungen vom Rest kommen. Das
wird vermutlich der Schaltregler sein.
Dann ersetze den Recom durch einen Linearregler. Eigentlich sollte die
Schaltung dann sauber sein (die beiden bekannten (!) Störquellen sind ja
weg).
Wenn Du jetzt noch Störungen hast, dann brauchen wir ein Bild vom Aufbau
(wurde ja auch schon von Philipp M. vorgeschlagen). Hier suchen wir dann
auch noch einmal irgendwelche GND-Schleifen.
Jetzt können z.B. ein TFT Monitor oder Beleuchtung (z.B. Neonröhren) als
Störquelle dazukommen. Das findest Du heraus, indem Du Diese mal
ausschaltest oder den Aufbau abschirmst.
Ist die Shcaltung (irgendwann) soweit sauber, dann wird der Linearregler
wieder durch den Recon ersetzt, man schaut sich an welche Störungen
dazugekommen sind und fängt an, diese zu beseitigen.
Hat das funktioniert (und erst dann !!!) wird der RPi wieder
angeschlossen.
Dann sind nämlich die Störungen, die man jetzt hat, wirklich vom RPi.
Nur als Denkanstoss: Die Störungen, die auf Deinen Scopebildern zu sehen
sind wurden mit 1us/cm aufgezeichnen. D.h. über den gesamten Schirm hast
Du 10us, was 100KHz entspricht. Ich bewundere Dein Gehör^^.
Oder sehen wir die eigentlichen Störungen noch garnicht, weil sie viel
niederfrequenter sind ?
Andere Möglichkewit: Du hörst da ein Mischprodukt irgendwelcher
Störsignale (eigentlich die häufigste Ursache, die ich bis jetzt
beobachtet habe)
Dann hau mal rein ;-)
Grüße
Andreas
Andreas H. schrieb:> Oder sehen wir die eigentlichen Störungen noch garnicht, weil sie viel> niederfrequenter sind ?
Da er davon spricht, dass er die CPU-Last im Lautsprecher hört, kann ich
aus erfahrung sagen, dass diese Störungen sehr niederfrequenz sind.
Der LM386 ist doch einfach nur ein fetter Opamp.
Betreib den halt als Differenz-verstärker, damit sparst du dir die
Galv.-Trennung.
Indem du Differenz zwischen dem GND-Terminal am 3,5mm-Stecker und dem
Audio-Signal auswertest rechnest du dir automatisch die Störungen
weg....
Du verbindest in deinem Design den invertierenden Eingang (der mit dem -
Zeichen im Schaltbild) mit der Masse deiner Schaltung. Würdest du ihn
stattdessen mit der "Masse" die aus der 3,5mm Buchse kommt verbinden
würdest du die Masseschleife eliminieren und dir schonmal die CPU-Sounds
sparen. Wieviel von der PWM noch durchkommt weiß ich nicht, es dürfte
aber auch abnehmen ....
Hallo Max,
in meinem Plan ist die Masse vom Klinkenstecker mit der Masse der
restlichen Schaltung verbunden. Meinst du, dass Masse von Klinke nur mit
PIN 2 des LM386 verbunden sein sollte?
Danke
Gerd
Genau, dann verstärkt er nur das was aus dem Ausgang rauskommt.
Gegen "weglaufen" wenn der Pin offen ist kann man noch zwei Widerstände
(~1k) von "audio-gnd" und Signal-eingang nach GND legen ....
Ich hatte in den letzten Tagen nur wenig Zeit zum Basteln, und hab daher
nur ein paar von euren Tips umgesetzt.
- der Tip von Max D, die Masse der LM386 und des Klinkensteckers
zusammenzulegen brachte nichts
- der Tip von Philipp M brachte auch nichts. Ich habe den Recom wieder
entfernt und den P 3596 L-5,0 eingelötet, da die Störungen mit dem Recom
nicht weniger wurden. Zusätzlich habe ich den LT1086 eingestellt auf 9 V
vor den P 3596 L-5,0 geschaltet. Das brachte auch keine Änderung
Den Linearregler werde ich demnächst testen und weitere Ergebnisse hier
posten.
Danke schon mal für die Hilfe!
Gerdchen03 schrieb:> der Tip von Philipp M brachte auch nichts. Ich habe den Recom wieder> entfernt und den P 3596 L-5,0 eingelötet, da die Störungen mit dem Recom> nicht weniger wurden. Zusätzlich habe ich den LT1086 eingestellt auf 9 V> vor den P 3596 L-5,0 geschaltet. Das brachte auch keine Änderung
Ich bin mir nicht sicher ob ich mich undeutlich ausgedrückt hatte.
In meinem Fall nutzte ich den Linearregler für den Audiopart. Und
ausschließlich dafür. Wenn du daran wieder den Schaltregler hängst,
machst du dir alles kaputt.
Also wie folgt:
12V Akku ----> DCDC ----> Raspberry PI
I
----------> LT1086 --> LM386
Damit kann der LT alles was an Dreck aus Richtung Schaltregler kommt
ausgleichen, sofern es sich hierbei um die gleichen niederfrequenten
Störungen handelt, welche ich aufgrund der CPU-Auslastung bei mir
beobachten konnte.
Beim mir war das dann so:
SMPS ---5V---> Raspberry PI
I
-----12V---> LT1086 ---9V---> LM1036 etc.
ein Foto vom Aufbau wäre immernoch hilfreich :)
>Da er davon spricht, dass er die CPU-Last im Lautsprecher hört, kann ich>aus erfahrung sagen, dass diese Störungen sehr niederfrequenz sind.
Das kann auch die niedefrequente Modulation von HF sein. Oder
Intermodulationsverzerrungen, deren Subtraktionsfrequenzen in den
NF-Bereich fallen.
Gerdchen, wenn du nicht weißt, wie man einen LM2575 oder einen
DC/DC-Wandler fachmännisch mit Pi-Filtern entstört, ist der Mißerfolg
vorprogrammiert!
Dann mußt du zwei Massen unterscheiden: Die Versorgungsmasse und die
Signalmasse. Die Signalmasse findest du im Raspberry dort, wo das
NF-Signal erzeugt und vorgefiltert wird. An der Masse dieses Filtercaps
ist deine Signalmasse. Diese Masse ist garantiert gegenüber der
Versorgungsmasse, die du in der Nähe des Versorgungsspannungseingang des
Raspberrys hast, HF-mäßig verseucht. Deswegen solltest du das NF-Signal
erst mal mit einem Differenzverstärker von der HF der Versorgungsmasse
entseuchen. Den LM386 kannst du dann trotzdem mit seiner
Versorgungsmasse an die Versorgungsmasse des Raspberry hängen.
Statt des LM386 würde ich eventuell einen Verstärker nehmen, der schon
symmetrische Eingänge hat. Im Datenblatt des TDA7256 ist erklärt, was
ich meine.
Die Betriebsspannungsentkopplung des LM386 ist völliger Murks.
Wahrscheinlich hast du da eine riesige Resonanz eingebaut. Aber mehr
sage ich erst, wenn du uns einen wirklich brauchbaren Schaltplan zeigst.
Sorry Philipp, hatte mich verschrieben. Hab ich hab den LT1086 natürlich
an den LM386 angeschlossen.
Nun zur schrittweisen Eingrenzung:
- Wenn ich die Schaltung betreibe, und kein Pi angeschlossen ist, dann
höre ich lediglich ein leichtes rauschen, das überhaupt nicht stört.
- Hänge ich den Pi dran gibt es zwei unterschiedliche Fälle:
1. der Klinkenstecker ist nicht im Pi eingesteckt: Ich höre die CPU
nur ganz leise, stört nicht
2. der Klinkenstecker ist im Pi eingesteckt: Ich höre die CPU sehr
laut. Stecke ich einen Kopfhörer ein, höre ich die CPU nicht.
Das bedeutet doch, wenn ich das richtig interpretiere, dass die
Störungen durch das Kabel eingespeist werden, oder? Ich hab es extra
schon geschirmt.
Die einzige Masseverbindung zwischen dem Verstärker und dem Raspberry Pi
darf nur am Klinkenstecker sein, um das
Gerdchen03 schrieb:> 2. der Klinkenstecker ist im Pi eingesteckt: Ich höre die CPU sehr> laut.
zu verhindern. Was Du bis jetzt als Störung hörst, ist die
Spannungsabfall am Punkt der Masseverbindung des Klinkensteckers auf dem
Raspberry Pi entsprechend seiner Stromaufnahme. Denn diese Schwankungen
an dem Massepunkt sind 1:1 im Audiosignal mit drin.
Die zweite Möglichkeit wäre der Einsatz von sowas:
http://www.reichelt.de/KFZ-NF-FILTER/3/index.html?&ACTION=3&LA=446&ARTICLE=48085&artnr=KFZ+NF-FILTER&SEARCH=mantelstromfilter
, sofern noch ein Audioübertrager enthalten sein sollte.
Hi Gerdchen03
verbinde mal alle Massepins der Pfostenbuchse (P1) mit ordentlich
Querschnitt auf den zentralen Massepunkt der Print. Dann mach vom
Audiokabel einseitig die Masse ab (damit hat es nur mehr Schirmwirkung,
kann aber keinen Strom mehr leiten der ins Audiosignal einkoppelt).
Auch die +5V sind am Pfostenstecker 2x vorgesehen und gehören natürlich
auch verbunden. Und nicht mit so rachitischem Querschnitt und möglichst
lange Leitungsführung. Das gehört wegen der Pulsströme kurz und knackig
direkt an den Sieb-Elko (C2?, hoffentlich extralow ESR) deines
Schaltreglers verbunden der mit seiner Masse ebenfalls möglichst direkt
am zentralen Massepunkt sitzen sollte. Die 5V Einspeisung über USB ist
nicht nötig, bei V1.0 sogar ungünstig.
Dann wirds auch etwas mit dem Hörvergnügen (soweit halt mit Raspi
Technologie möglich).
Heute hatte ich endlich wieder zeit weiter zu basteln. Ich glaube, ich
bin dem Ziel sehr nahe. Was habe ich gemacht?
- Die Kondensatoren C4, C9, C10, C11, C12 und die Spule L2 entfernt. Sie
haben tatsächlich mehr gestört als genutzt
- Ich habe die Masse der Schaltung strikt von der des Audioteils
getrennt.
- alle Massen des Pfostensteckers P1 des Raspberry mit einem
vernünftigen Querschnitt verbunden
- 5V PINs des P1 verbunden, und am Schaltregler angeschlossen -> USB
entfällt
Das Ergebnis ist schon sehr gut, aber ein neues Problem tritt auf. Mit
Hilfe eines Potis wird die Lautstärke eingestellt. Der Poti ist im
Schaltplan nicht enthalten, weil er mit Hilfe einen Pfostensteckers mit
der Schaltung verbunden wird. Ich habe die entsprechenden PINs im
Schaltplan markiert. Wenn ich die Lautstärke erhöhe, kommt ein Pfeifen
aus dem Lautsprecher, das man fast tot umfällt. Auch wenn ich den
mittleren PIN des Potis berühre, der zum PIN 3 des LM386 geht, kommen
starke Störungen. Muss ich einen geschirmten Poti verenden?
G. H. schrieb:> Dann mach vom> Audiokabel einseitig die Masse ab (damit hat es nur mehr Schirmwirkung,> kann aber keinen Strom mehr leiten der ins Audiosignal einkoppelt).
Du meinst nur noch Schirm (an Masse) und Plus am Klinkenstecker
anklemmen, oder?
Danke für eure Hilfe, bisher habt ihr mir schon sehr geholfen.
Hi,
Das mit den getrennten Massen ist Qatsch. Verbinde die Masse des
Audioteils wieder mit ordentlich Querschnitt mit dem zentralen
Massepunkt, sonst fließt erst wieder Strom über den Schirm der
Audioleitung (nämlich die ganze Versorgung des LM386).
Dann einfach von der Audioleitung den Schirm verstärkerseitig an
zentralen Massepunkt und im Stecker einfach nicht anlöten sondern
isolieren, die Signalleitung (Spitzenkontakt) über C5 an Aussenanschluss
von Poti. Schleifer gehört Eingang von LM386.
Das Poti ist hoffentlich ebenfalls über ein geschirmtes Kabel verbunden?
Abschirmung wieder an zentralen MP, beim Poti an anderen Aussenanschluss
und Gehäuse.
G. H. schrieb:> Das mit den getrennten Massen ist Qatsch. Verbinde die Masse des> Audioteils wieder mit ordentlich Querschnitt mit dem zentralen> Massepunkt, sonst fließt erst wieder Strom über den Schirm der> Audioleitung (nämlich die ganze Versorgung des LM386).
Sobald ich das mache, werden die Störungen deutlich lauter.
G. H. schrieb:> Dann einfach von der Audioleitung den Schirm verstärkerseitig an> zentralen Massepunkt und im Stecker einfach nicht anlöten sondern> isolieren, die Signalleitung (Spitzenkontakt) über C5 an Aussenanschluss> von Poti. Schleifer gehört Eingang von LM386.
Hatte ich bereits so
G. H. schrieb:> Das Poti ist hoffentlich ebenfalls über ein geschirmtes Kabel verbunden?
Ja, das Kabel ist geschirmt
Das starke Pfeifen konnte ich beheben. An meinem Pi hängt eine
VOX-Schaltung, die zwischen zwei Audiokanälen umschaltet. Da war ein
Massefehler.
In der Schaltung vom Pi habe ich jetzt nur noch ein leichtes Rauschen,
was an sich nicht schlimm wäre, wenn dadurch nicht die VOX-Schaltung zu
früh anspringen würde. Das kann theoretisch aber auch vom Netzteil
kommen, mit dem ich die Schaltung betreibe. Eine 12V Batterie habe ich
im Moment nicht griffbereit.
hmmm, also deine Antwort auf Punkt 1 & 2 widersprechen sich. Denn lt.
deinem Schaltplan hätte der LM386 dann keine Masse also keine
Versorgung.
Da er trotzdem läuft schließe ich daraus, dass es doch eine (nicht
eingezeichnete) Masseverbindung gibt. Da kommt es dann offenbar bei der
von mir vorgeschlagenen soliden Masseverbindung zu einer Masseschleife
-> Störgeräusch.
Da von eimen VOX bisher keinerlei Rede war und der Rest zufriedenstellen
funktioniert betrachte ich das Problem als gelöst. Die biherige
Erfahrung sollte dir ja zeien, wo es bei solchen Problemen grundsätzlich
lang geht ...
G. H. schrieb:> hmmm, also deine Antwort auf Punkt 1 & 2 widersprechen sich. Denn lt.> deinem Schaltplan hätte der LM386 dann keine Masse also keine> Versorgung.
Stimmt, hab ich blöd formuliert. Ich habe den Schirm verstärkerseitig
mit der Signalmasse verbunden, nicht mit der Schaltungsmasse. Ich habe
also nach wie vor eine strikte Trennung der beiden Massen. Wenn ich die
Massen zusammenführe bekomme ich starke Störungen.
Hallo liebe Forengemeinde!
Auch wenn der Beitrag schon etwas älter ist, will ich ihn noch mal hoch
holen.Ich habe mich extra für diesen Beitrag angemeldet, nämlich um
meinen Dank auszurichten!
Er hat mir viel Arbeit, Ausprobiererei und Nerven erspart.
Mein Projekt ist: Meinen Pi als W-Lan Radio zu betreiben. Die
Stromversorgung passiert über einen 78S05. An dem Pi steckt ein
HifiBerry an dem dann über einen Stereopoti die Aktivboxen hängen. Die
Netzwerkverbindung geschieht über einen W-Lan Stick der mit einer
USB-Verlängerung aus dem Metallgehäuse geführt ist.
Nach dem ich alles zusammen gebaut hatte, hatte ich genau auch wie der
Threadersteller die CPU-Geräusche auf den Lautsprechern.
Nun habe ich überlegt was es sein könnte. Erst hatte ich das W-Lan bzw.
die USB-Leitung in Verdacht. Dann dachte ich es wäre der Pi der in die
ungeschirmten Audioadern strahlt. Ich war schon drauf und dran die Adern
und den Pi zu schirmen. Insgeheim habe ich aber nach einer einfacheren
Lösung gesucht (Was ja auch meistens der Fall ist). Und da las ich sie:
Man muss die Massen trennen. Und so war es dann auch. Meine
Stromversorgungs- und Audiomasse waren bei mir über das Metallgehäuse
verbunden. Jetzt habe ich den Audioteil aus dem Gehäuse genommen und was
soll ich sagen, die Störgeräusche sind weg.
Jetzt isoliere ich bloß die Teile die mit dem Gehäuse verbunden sind und
fröne dann endlich meinem Radio.
Danke noch mal alles Beteiligten und schönes Osterfeiertage!
Patrice