Ersa M6000 ersetzen?

OP #7219935
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Hallo zusammen, ich habe eine Ersa M6000, bei der der Controller-Chip 
(Ersa 111/Telefunken U106 BS) gestorben ist. Dazu gehört ein Ersa Te40 
Lötkolben, den ich gerne weiterbenutzen würde, indem ich eine neue 
schaltung aufbaue und diese in das alte Gehäuse einbaue. Weiß jemand, 
wie das geht? Hat das schonmal jemand gemacht?
Danke schonmal im vorraus!
LG
Moritz
Gast #7220946
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> ... Ersa M6000, bei der der Controller-Chip
> (Ersa 111/Telefunken U106 BS) gestorben ist

Ist er das?
  Dachte ich bei meiner MS6000 auch einmal, nach sorgfältigem Nachlöten 
aller Lötstellen funktionierte die Station wieder einwandfrei, 
mittlerweile seit einigen Jahren.
OP #7222555
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Erstmal danke für die antworten.
Nachlöten habe ich pobiert, leider ohne erfolg. Was macht denn der 111 
von der Funktion her? Kann man den durch einen chip mit ähnlicher 
Funktion und anderen pins ersetzen, indem man eine adapterplatine o.ä. 
baut?
Oder gibt es da eine schaltung die man mit dem sockel verbinden könnte?
Gast #7222916
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> hauptsächlich mal die funktion von dem ding

?
  Ist doch in der von HabNix verlinkten Diskussion zu finden. Oder auch 
direkt bei 'kurtz ersa' unter 'Resistronic': "Temperaturregelungstechnik 
von Lötwerkzeugen mit Hilfe eines Heizelements das über seinen 
Widerstand einen Temperaturwert liefert".
  Wird Ihnen aber wohl kaum weiterhelfen.
#7223049
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#7976650
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Hallo, ich möchte mich hier an der Wortklauberei der Kleingeister nicht beteiligen. Mögen sie sich selbst wegspülen! Wie armseelig!!! Ich hätte schon oft auch etwas beitragen oder fragen wollen, aber nachdem hier im Forum ungestraft und folgenlos gar manches dummfrech und wichtigtuerisch zerredet wird und mancher unbedingt "den Größeren" haben möchte, hab' ich auch anderswo gefunden, was ich suchte.

Der Grund für meine späte Ergänzung ist meine Lötstation Ersa MS60. Sie ist es fraglos mehr als wert! Lt. Platinenaufdruck ca. 1985 hergestellt und von mir tagtäglich intensiv gebraucht seit der Anschaffung Ende der 80iger Jahre. Ohne Fehler oder Defekte (wenn man mal verschlissene Lötspitzen ausnimmt).

Doch nun war es soweit. Gestern wollte ich sie nochmal in Betrieb nehmen für eine Kleinigkeit. Doch das erwartete Aufleuchten der LED blieb aus. Nichts regte sich. Hmmmm... Verwundert war nach einigen Versuchen zu konstatieren, daß sie tatsächlich den Geist aufgegeben hatte... Zumindest scheinbar.

Also erstmal die üblichen Verdächtigen überprüft (Sicherung neben dem Trafo, Leiterbahnen, Lötstellen, Anschlußdrähte usw.) und dann schließlich der Trafo, die Zuleitungen, die Stecker - nichts. War alles in Ordnung. Auch ein erster Test von Komponenten (Poti/Trimmer, Halbleiter, soweit unausgelötet möglich, Widerstände optisch usw.) Nichts - alles war offenbar in Ordnung. Das IC und der Leistungshalbleiter konnten mangels Kenntnis der Daten nicht überprüft werden. Ratlosigkeit machte sich breit und ich begann beim Hersteller (jawoll - den gibt's noch!!!) und in Foren herum zu lesen und die eigene Angst vor der Unreparierbarkeit zu schüren, waren seit der Herstellung ja nun schon ca. 40 Jahre fleißigen Einsatzes vergangen. Heute abend schon beinahe hoffnungslos noch einmal von vorne das Ganze. Wieder nichts. Wieder schien alles in Ordnung.

Schließlich fiel der beim Ausbau der Trafoplatine angefallene Ein-/Ausschalter des Gerätes in mein Blickfeld. Mehr aus Verzweiflung den Piepser drangehalten und - nichts. Kein Durchgang, in keiner der beiden Stellungen!!! Sollte das der Fehler sein? Wenn ich den aufmache, kriege ich den nie mehr zu. Aber ich hatte ja Zeit, es war mittlerweile Samstag nachmittag geworden. Hilfe, gleich in welcher Form, war in den nächsten beiden Tagen nicht zu erwarten. Also doch behutsam mit einer Cutterspitze aufgehebelt und die sogleich herausfallende kleine Feder und die noch kleinere Kugel gerade noch aufgefangen...

Wie es in dem Schalter aussah, ist schier unglaublich. Niemand stellt sich vor, welche Menge Dreck und feinster Staub sich da ansammelt. Also erstmal sauber gemacht und vor allem die Kontaktwippe mit dem Schaltkontakt mittels eines scharfen Hartholzspanes und viel Geduld von Verunreinigungen und vor allem Oxid gereinigt, so gut es ging. Der Zusammenbau des Schalters verlief unerwartet glatt. Die Kugel und die Feder hab ich mit Kontaktfett aus meiner RC-Modellbauabteilung provisorisch "festgeklebt" und dann mit behutsamer Gewalt (mit vui G'fui...) wieder in die richtige Stellung bekommen.

Natürlich piepste der Piepser nun wieder am Schalter. Cool. Das Gerät nun gar fertig komplettiert - Stecker rein und...

Die LED blinkte wieder, er heizte wieder. Der Tag war gerettet. Die nächsten 40 Jahre können kommen... ;-)

Was ich mit dieser langatmigen Schilderung sagen will ist, daß man gerade dieses unbeachtete Bauteil nicht zuallererst auf seiner Liste stehen hat und ein Defekt nach nunmehr schon über 40 Jahren erstaunt und unerwartet zur Kenntnis genommen wird, hatte man den Rest des Gerätes doch einigermaßen in Schuß gehalten.

Also an die glücklicherweise nicht zahlreichen Ratlosen mit ihren defekten Ersa-Lötstationen: Den Piepser auch mal an den Ein-/Ausschalter halten - man wird sich evtl. wundern...

Tschüßla, der Michael

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