Windrad Laststeuerung

OP #2975639
Hallo zusammen...
Ich bin schon länger daran ein Windrad zu bauen und mitlerweile 
funktioniert es mech. ganz gut, nur leider habe ich noch ein großes 
Probleme mit der Elektronik.
Mein größtes Problem ist der weite Spannungsbereich meines Generators 
(Gear Works 180V DC  4800Uprm 7A ) rein rechnerisch komme ich bei meinem 
Windrad mit der Übersetzung auf 70V.(2,8m Windrad Durchmesser)
Leider finde ich nirgendwo Step Down Converter die von ca. 14V bis ca. 
100V gehen und mir 12V Ausgangspannung geben.

Vieleicht hat ja einer eine ganz andere Lösung oder Idee ich bin für 
alles offen ...
Gast
Normale Generatoren (siehe unser Stromnetz) haben ab einer bestimmten 
Mindestdrehzahl eine eher konstante Spannung, also ist gerade die 
Spannung selten das Problem. Das Problem ist eher, was man tut, wenn der 
Akku voll ist oder der Wind zu stark.

Der LM5116 erlaubt (mit externen MOSFETs die 7A problemlos schalten) 
zumindest eine optimale Nutzung der Windradenergie (MPP) so lange dieses 
im Nennbereich läuft.
Gast
@MaWin (Gast) um 14:42:

"Normale" Generatoren mit konstanter Erregung haben eine 
drehzahlproportionale Ausgangsspannung.

Die ( allermeisten ) Generatoren für unser Stromnetz laufen 
netzsynchron.
Gast
Klar, statt der "allermeisten" meinte ich natürlich die "grossen" 
Synchronmaschinen der Grosskraftwerke.

Windgeneratoren haben natürlich i.d.R. ihren eigenen Umrichter und 
laufen zu diesem synchron bzw. knapp übersynchron ...

Bei konstanter Erregung ist die Ausgangsspannung aber immer 
drehzahlproportional.
Gast
Michael Moerix schrieb:
> Vieleicht hat ja einer eine ganz andere Lösung oder Idee ich bin für
> alles offen ...

Bei diesem geringen Strom führt man die KWEA direkt über einen 
Gleichrichter auf die Batterie und betreibt diese als Stromquelle. 
Buckconverter lohnen den Aufwand nicht... Die Ladeschlussspannung der 
Batterie wird überwacht und bei erreichen dieser eine Last per PWM 
zugeregelt.

MaWin schrieb:
> zumindest eine optimale Nutzung der Windradenergie (MPP) so lange dieses

Ein MPPT ist bei einer KWEA eher kontraproduktiv, leider machen das 
viele Hersteller von Einspeiseumrochtern für KWEA falsch... Einen 
optimalen Energieertrag erreicht man nur eine Leistungskennlinie des 
Generator bzw. Rotors. Ein MPPT ist zumal zu langsam für eine KWEA.



Ingo
Gast
Ja das Problem ist der Anstellwinkel ist  fest vorgegeben durch die 
Flügelaufnahme.
Der LM 5116 Scheint mir für diese Aufgabe gar nicht schlecht geeignet zu 
sein.
Regeln lässt sich das Windrad eigentlich nur über die Windfahne die bei 
unterschiedlichem Winddruck seitlich weg klappt.
Das ich die Last abnehmen kann ist im Moment noch kein Problem, habe 
einfach mal ein paar Leuchtmittel dran gehängt.
Der Wirkungsgrad ist mir im Moment auch nicht so wichtig weil der Wind 
kostet nichts und das Windrad hat mich bis jetzt vielleicht 200€ 
gekostet in allem.
Leider habe ich auch keine Kennlinie von diesem Generator mit der ich 
sagen könnte wo der MPP ist.
(Firma: TravelRec.) Persönliche Seite
Man kann die optimale Generatordrehzahl auch empirisch ermittlen. Dann 
baut man die Regelung so, dass der Generator immer annähernd auf dieser 
Drehzahl gehalten wird. Wird der Wind stärker, verringert man den 
Innenwiderstand des Reglers (gibt dem Akku also mehr Strom), wird der 
Wind schwächer, erhöht man den Innenwiderstand. Ist der Akku voll, 
klemmt man einen Heizwiderstand anstelle des Akkus an oder schaltet 
diesen "weich" mit in die Regelung.
Gast
Bei einem Verbund von Batterie, DC-Generator, Windrad hat man einen 
Parameter zum Verstaellen, den PWM Duty-Cycle. Man kann den ja um den 
jeweiligen Arbeitspunkt zittern lassen, mit einer Zeitkonstante 
langsamer als die Mechanische Zeitkonstannte des Systems. Und so auf MPP 
optimieren.
(Firma: TravelRec.) Persönliche Seite
Michael M. schrieb:
> Der Wirkungsgrad ist mir im Moment auch nicht so wichtig weil der Wind
> kostet nichts und das Windrad hat mich bis jetzt vielleicht 200€
> gekostet in allem.

Es stellt sich die Frage, wie wichtig Dir der erzeugte Strom ist und wie 
zuverlässig Du ihn abnehmen willst. Ein optimal abgestimmtes 
Generator-Akku-Verhältnis kann hier zwischen Nutzen und Ärger 
entscheiden und da kommt dann der Regler in´s Spiel. Nicht zuletzt hat 
dieser auch Einfluss auf die Laufruhe des Windrades und somit auf die 
Lebensdauer der Mechanik. Die Sicherheit bei hohen Windgeschwindigkeiten 
kann der Regler in gewisser Weise auch günstig beeinflussen. Das hängt 
natürlich alles von der Skalierung ab. Bei einem 5Watt-Windrad ist jede 
Regelung eigentlich Unfug, da reicht es, den Akku rechtzeitig 
abzuklemmen.

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 13 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.