12V anstelle 5V

OP #6887044
Hallo, habe für meine Wärmepumpe das Gerät fürs Energiemanagement 
fälschlicherweise an 12V anstelle 5V angeschlossen. Tut nun keinen mux 
mehr, auch die PowerLED (D3) bleibt aus. Sichtbar ist nichts geschmort, 
ich denke irgendeine Komponente war aber wohl die Sollbruchstelle. Ist 
da was zu retten?

Wenn ich 5V anschließe und messe, stehen an folgenden Komponenten auch 
5V an: LineFilter (WE 600Y), Var1, D6, C40,C41,C21

IC4 (Spannungskonverter) ist mit IF0503S XP beschriftet, 
Ausgangsspannung 3.3V. Am C25 (der ist nachgelagert?) liegen 3.2V an.

Danke für Eure Hilfe und ggfs Ansätze.
René
Angehängte Dateien:
Gast
René K. schrieb:
> Tut nun keinen mux
> mehr, auch die PowerLED (D3) bleibt aus. Sichtbar ist nichts geschmort,
> ich denke irgendeine Komponente war aber wohl die Sollbruchstelle. Ist
> da was zu retten?

Guck dir an, auf welchem Weg die PowerLED zu ihrer Betriebsspannung 
kommen soll und prüfe ob die anliegt. Vor der Sollbruchstelle sollte 
einen passende Spannung vorhanden sein, dahinter nicht mehr.
Gast
An C36, C37 sollte was messbar sein. 3,3 oder 5 Volt. Wenn da nix ist, 
hat es der Rest vieleicht überlebt, aber die Spannungserzeugung unten 
links erwischt.
René K. schrieb:

> ich denke irgendeine Komponente war aber wohl die Sollbruchstelle. Ist
> da was zu retten?

Ja, Du könntest sämtliche aktiven Bauelemente auswechseln.
Zusätzlich noch alle Elkos mit einer Nennspannung von <12V.
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 70% wird Dein Gerät dann
wieder funktionieren (wenn Du beim Auswechseln keine zusätz-
lichen Fehler reinbaust.
Gast
Laut Datasheet macht der LM2743 bis 16V Input mit. Und wenn am Pin 5 
(VCC) von diesen eine Spannung (3,3V oder 5V) anliegen, sollte der den 
T1 takten. Und dann muss an den Tantals C36, C37 was da sein.

Oszi vorhanden?
Gast
Aber nicht im eingeschalteten Zustand mit 'dicker' Messpitze messen. 
Wenn Du abrutscht, ist der hinüber. Da sind 2 Widerstände als 
Spannungsteiler in der Nähe. Im ausgeschalteten Zustand den Mittelpunkt 
dieser beiden finden, und dort messen. Dieser geht zu Pin 5.
Gast
René K. schrieb:
> R39 (01X) hat unbestromt 90 Ohm, während Bestromung kein Wert messbar,
> danach 200 Ohm

Man misst niemals Widerstände während das Gerät mit Strom versorgt ist. 
Dabei kann nichts sinnvolles heraus kommen. Du riskiert dein Multimeter 
und das Gerät zu zerstören.
OP
Mittlerweile wurde der IC7, R39 und der daneben liegende C26 getauscht. 
Er scheint wieder aufzustarten, aber nur bedingt zufriedenstellend...

- Power LED (D3) leuchtet (rechts neben dem 5V Eingang)
- T1 scheint nicht beschädigt, die beiden Kreise geben 1.5 und 3.3V aus, 
...das wechselt zylklisch (ich verstehe nicht warum)
- Ethernet Stecker: Link/Activity LED bleiben aus. An meinem Router 
linkt die Activity LED
- die beiden anderen LEDs (D1/D2), die anzeigen, das er eine IP hat und 
das er eine CAN Verbindung hat, bleiben aus
- IP Adresse bezieht er nicht
- Reset (S1) ganz links unten, scheint zu funktionieren - die LAN 
Activity LED auf dem Atmel Board (10/) geht kurz aus (scheint also zu 
rebooten)

Auf dem Board befindet sich ein DIL/NetPC DNP/9265 
(http://www.dilnetpc.com/dnp0096.htm). HW Doku befindet sich auch unter 
dem Link

- der SDRAM wird knapp 120°C heiß

Vermutung ist, dass der DIL/NetPC DNP/9265 die 12V gesehen hat und eine 
der Komponenten defekt ist...
Angehängte Dateien:
Gast
Schön schon mal. Dann mess doch bitte mal, ob auf den 3,3 und 1,5 V ein 
Wechselspannungsanteil drauf ist.
dann hätte es die gelben Elkos/Tantal mit zerlegt.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite
Stefan ⛄ F. schrieb:
> René K. schrieb:
>> der SDRAM wird knapp 120°C heiß
> Ich glaube das ist nicht normal :-)
Ich glaube, du hast Recht.

PC-Freak schrieb:
> Das ist für beide Chips definitiv zu viele. Die sind hinüber.
Der µC dürfte vom defekten RAM "mitgeheizt" werden.

René K. schrieb:
> - Reset (S1) ganz links unten, scheint zu funktionieren - die LAN
> Activity LED auf dem Atmel Board (10/) geht kurz aus (scheint also zu
> rebooten)
Die LED wird vermutlich vom Phy angesteuert. So wie es aussieht hat der 
die Überspannung dank der rustikaleren, "analogen" Fertigungstechnik 
noch überlebt, das RAM aber sicher nicht, und der µC könnte zumindest 
"angemackt" sein. Auch die feinen Strukturen des Flashs auf der 
Untereite dürften Probleme mit der Überspannung gehabt haben.
René K. schrieb:
> Auf dem Board befindet sich ein DIL/NetPC DNP/9265

Ich denke mal, den wirst Du komplett wechseln müssen. Das ganze 
empfindliche 3,3V Zeugs wird es gerissen haben. Die Frage ist nur, hat 
er spezielle geheime Firmware oder holt er sich alles vom Netz.

IC9 ist der CAN-Chip, den kann man leicht ersetzen.

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