Hallo,
in der hoffnung das ich (und natürlich auch andere) sinnvolle Hinweise
oder Vorschläge bekomme möchte ich folgendes Fragen:
Wie muß ein "joule thief" mit besten Wirkungsgrad aufgebaut werden, also
wo möglichst geringe Verluste in Form von Wärme, Umladungsverlusten usw.
enstehen?
Ich nehme an das durch die Verwendung von MOSFETs mit niederigsten
Rds(on) und Spulen mit geringen DC Widerstand einiges zu machen ist.
Aber sind bei den zu erwartenden Schaltfrequenzen schon Treiberbausteine
für die MOSFETS notwendig ?
Die hohe Gate to Source Voltage wird auch Probleme machen ? (logik Level
MOSFET brauchbar ?)
Was muß bei der Spule sonst noch beachtet werden ?
Welche Werte des Kernmaterials (Ringkern) sind zur Auswahl entscheidend
?
Gibt es eventuell irgendwelche Wettbewerbe (im Netz) wo nach den
"besten" joule thiefs gesucht wird ?
Über aussagekräftige und sinnvolle Infos würde ich mich freuen.
Esoteriker, Wundergläubige und ähnliche "Spezialisten" möchten aber
bitte in anderen Foren posten.
Danke
Elektroniknutzer
Für "den besten", schaust du einfach mal bei "[[Versorgung aus einer
Zelle]]" vorbei, da gibts ein paar Ansätze, zumindest "Besser als der
Original-Schaltplan".
Alternativ: bei Linear oder einem anderen Schaltregler-IC-Hersteller
vorbeischauen.
In der Original-Schaltung hab ich mal erfolglos versucht den Transistor
durch einen BS170 zu ersetzen, vielleicht hast du mehr Glück. Auf der
Sekundär-Seite ist da sicher mehr zu holen, z.B. Schottky statt LED als
Gleichrichter.
Netter Gast. schrieb:> Der neue LTC3108-1 läuft mit unglaublichen 20mV an.
Genau an den hatte ich auch gedacht, war die Titelstory im letzten LT
Magazin.
Wenn von "Bester" Joule Thief die Rede ist, sollte man vielleicht über
die Kosten einer solchen Schaltung sprechen. Und jetzt sage bitte
keiner, er hätte eh "zufällig" einen LTC-irgenwas in seiner Grabbelkiste
gefunden.
Ich meine, wieviel Restladung steckt wohl in einer Primärzelle, wenn
ihre Ausgangsspannung einmal 1.0V unterschritten hat? Sicher nicht mehr
als 5%. Eine Aldi-Mignon-Zelle kostet 25 Cent. Daher gilt es, einen Wert
von 1.25 Cent zu nutzbar zu machen. Da muss man aber schon viele fast
leere Zellen herumliegen haben, um mit zusätzlichem elektronischen
Aufwand in die Gewinnzone zu rutschen. Der Einsatz von LT-Bausteinen ist
generell zwecklos, da bei LT die Preisgestaltung grundsätzlich bei 5
Euro beginnt (sicher, für Heimanwender).
Wenn, dann kann es also wirklich nur eine einfach Schaltung mit
niedrigem Kostenfaktor sein, die hier Land gewinnt.
Abgesehen davon halte ich den LTC3108-1 auch für ein tolles Bauteil. Mir
fehlt nur noch das passende Problem...
Du brauchst erst mal die richtigen Bauteile.
Die Spule muss auf dem richtigen Kern gewickelt werden. Welche zum
Entstören sind nicht geeignet, am besten aus einem alten Gerät holen.
Können die bekannten Ringkerne sein oder genauso welche die aussehen wie
Nähgarnspulen nur kleiner. Die Größe ist egal, nur die Drahtdicke sollte
verhältnismäßig dazu passen. Den Kupferdraht kann man aus
Transformatoren, Spulen, Elektromagneten etc. holen.
Dann das zweit wichtigste Bauteil ist ein regelbarer Widerstand. Nur mit
dem kannst du den Basisstrom für den Transistor genau einstellen. Da
würde ich maximal 5K empfehlen,sonst wird es zu ungenau. Man stellt den
Widerstand auf maximal und dreht dann langsam runter, dann fängt die Led
an zu leuchten, dreht man weiter kommt man zu einem Punkt wo die Led
aufblitzt, das ist der perfekte Widerstand. Wenn man dann den Widerstand
noch weiter verkleinert wird die Led nicht heller, aber die Schaltung
verbraucht mehr Strom.
Man kann die Schaltung noch weiter verbessern indem man statt der Diode
einen Kondensator über eine Diode lädt und an den Kondenstor dann die
Led anschließt. Dann leuchtet die Led bis zu 30% heller und hat ihr
originales Farbspektrum.
So bekomme ich Schaltungen hin, die 22mA zur Led bringen und 60-80mA aus
der Batterie ziehen. Die kann man sehr klein machen, so hab ich eine Led
mit Taster in eine Gardinenspule gesteckt und in diese dann eine Zelle
aus einer 9V Batterie gepackt. Sehr klein, sehr robust, hell genug um
sich gut den Weg zu leuchten.
Allergings sind 22mA das maximale was ich dieser Schaltung entlocken
konnte. Will man mehr Helligkeit oder gar Leistungsstärkere Leds
betreiben empfiehlt sich der Einsatz von diesen einfachen ICs:
PR 4402
MCP 1640
LT1073
oder eben ein passender anderer Led Treiber bzw. Dc/Dc Wandler. Am
einfachsten kauft man sich eine billige Taschenlampe und nimmt die
Bauteile da heraus.
Noch eine Anmerkung zu der Spule. Die muss richtig gewickelt sein, und
die Anschlüsse müssen passen. Am besten nimmt man den Draht doppelt,
wickelt 20 Windungen auf seinen Kern und beschriftet die Enden jeweils
mit A1 - A2 und B1 - B2. A1 und B2 kommen an +. Da wo der
Basiswiderstand dranhängt kommt an die Basis des Transistors, das kann
A2 oder B1 sein. Der übrig gebliebene kommt an den Collektor.
NPN Transistoren findet man am einfachsten, indem man das Voltmeter auf
Diodenprüfung stellt und die rote Strippe an die Basis, (meist in der
Mitte) des Transistors hält. Die schwarze Strippe dann an den Collektor,
Widerstand ist etwas kleiner als am Emitter. Man sollte auch PNP nehmen
können, dann muss man die Batteriepole und die Led- und Dioden- Polung
tauschen.
Elektroniknutzer schrieb:> Wie muß ein "joule thief" mit besten Wirkungsgrad aufgebaut werden
In dem man keinen joule thief baut.
Manche Leute sind halt sehr leichgläubig, die denken, wenn etwas "Dieb"
heisst, bekommen sie etwas gratis oder zumindest sehr günstig.
Das ist natürlich niemals so, die Strafe folgt immer, beim joule thief
durch dis absolut mieserablen unterordischen Wirkungsgrad. Der Wandler
funktioniert schliesslich, in dem er die Spule in Sättigung treibt, mit
entsprechenden Verlusten. Und dazu hängt das Funktionieren noch extrem
stark von den jweiligen Wertden (und Nebenwerten, bei Spule also
Streukapazität, beim Transistor Stromverstärkung etc.) der Bauteile ab.
Wenn man was zuverlässiges mit hohem Wirklungsgrad will, baut man
richtige Schaltregler, das kann vom Pr4401 bis zum genannten LTC3108
gehen, je nach Problem.
Hier sind viele Leute mit vielen Experimenten und deren Ergebnissen
zu finden:
http://www.b-kainka.de/bastel36.htm
Ich habe 4 Taschenlampen nach diesem Prinzip gebaut und in jeder Jacke
und im Handschuhfach des Autos eine davon liegen. Die funktionieren
immer.
MfG Paul
Mensch Marwin, jetzt sei nicht so, der Joule Thief ist vom Wirkungsgrad
her durchaus mit denen von gekauften billigen Taschenlampen mit einem
CX6010 ua. vergleichbar. Mit dem Kondensator war der JouleThief sogar um
Weiten besser als eine gekaufte ohne Kondensator. Nun gut, also mit den
Bauteilen hast du recht, deshalb hab ich ne Handvoll Transistoren
probiert und ein SS8050 sowie ein BC337 haben sich als die besten
herausgestellt. Mit denen bekommt die Led über 20mA. Mit BC549BC548 und
Anderen bekomme ich maximal 10mA. Würde mich interessieren welcher Wert
des Transistors nun für dieses Ergebnis zuständig ist.
So und die funktionierende Schaltung habe ich als Bild angehängt. Man
kann damit immer nur eine LED betreiben. Zwei bekommen auch nicht mehr
Strom. Und Experimente mit 2 Batterien haben bei mir immer zu einem zu
heißen Transistor geführt.
Der Joulethief ist toll, man kann ihn wirklich aus Elektroschrott
zusammenstellen und oft ist das für die Problemstellung völlig
ausreichend.
Zum Bildformat, es ist ein Scan eines Schaltplans, also kam der Scan
zuerst, deshalb JPG.
Gaßtgeber schrieb:> Würde mich interessieren welcher Wert> des Transistors nun für dieses Ergebnis zuständig ist.
Na, dann stelle es doch fest.
Miß mal die Stromverstärkungsfaktoren, das wird das Ausschlaggebende
sein.
MfG Paul
MaWin schrieb:> Die funktioniert nicht, so viel kann ich jetzt schon mal sagen.
Also bei der Schaltung sind tatsächlich mindestens drei Dinge nicht
richtig...
MaWin schrieb:> Die funktioniert nicht, so viel kann ich jetzt schon mal sagen.
sage bitte, daß die Dioden und der C in der Nähe der LED weggelassen
werden sollen. Und schon ist ok.
Gute Schaltung ist auch bei B.Kainka der "ewige Blinker". Mit kleineren
Werten für die C leuchtet der quasi-kontinuierlich. Nicht hell, dafür
aber mit einer leeren Batt noch monatelang.
In den Datenblättern die ich im Netz gefunden habe bieten die
Verstärkungsfaktoren keinen Hinweis. Messen kann ich das noch nicht.
Die Schaltung funktioniert, ich habe sie so aufgebaut und genauso aufs
Papier übertragen. Die Spule hat die Dimensionen 10x10mm und der Draht
0,3mm. Der Kondensator 16v 330uF hat vollgeladen 20V und haut die Led
bei vollgeladenem Zustand sofort kaputt. Deshalb die Led zuerst
anschließen, dann die Schaltung mit Strom versorgen.
Wirkungsgrad würde ich so abschätzen:
Verstärkungsfaktor 1,2V auf 3,4V = 3,2/1,2=2,7
80mA von Batterie und 25mA zur Led ergibt 25/(80/2,7)=0.83%
> Die Schaltung funktioniert, ich habe sie so aufgebaut und genauso aufs> Papier übertragen.
Arbeitshypothese: Wahrscheinlichkeit f. d. o. beträgt 0 %.
> Verstärkungsfaktor 1,2V auf 3,4V = 3,2/1,2=2,7> 80mA von Batterie und 25mA zur Led ergibt 25/(80/2,7)=0.83%
Erstklassige Herleitung. Du hast echt Talent. Aus dir wird noch was,
wenn du erst einmal aus der Vorschule in die 1. Klasse kommst.
Echt schade, dass es hier so blöde Spammer gibt. Motek ich weiß ja nicht
ob deine folgenden Beiträge von dir kommen, aber zu deinem Ersten:
Schaltungssimulation ist hier nicht aussagekräftig. Bei der Schaltung
kommt es auf die individuellen physikalischen Eigenschaften der Bauteile
an. Es ist keine logische Schaltung, sondern eine Art Konstrukt, was man
aber als Sperrschwinger bezeichnen kann, nur eben unorthodox.
> Schaltungssimulation ist hier nicht aussagekräftig. Bei der Schaltung> kommt es auf die individuellen physikalischen Eigenschaften der Bauteile> an. Es ist keine logische Schaltung, sondern eine Art Konstrukt, was man> aber als Sperrschwinger bezeichnen kann, nur eben unorthodox.
Deine Schaltung funktioniert nicht. ETX.
DANKE, na da kann die Schaltung aber wirklich mit den Stepup ICs
mithalten. Im Datenblatt vom PR4402 sind 80% angegeben. Ich beschäftige
mich nur am Rande mit Elektronik, da war meine Herleitung nicht so
zutreffend wie die von Calculator.
SORRY, da wo der Topf in der Led ist, ist die Kathode, da ist dann auch
der Sperrstrich im Schaltzeichen. Na dann muss man die Led in dem
Schaltkreis noch UMPOLEN.
Gaßtgeber schrieb:> Nun zum überheblichen Motek.
Er ist keineswegs überheblich, bloss ironisch und du verstehst es nicht.
Du hingegen bist wahnsinnig überheblich und sehr merkbefreit.
Aber es ist normal, daß man sich selbst nicht erkennt.
Calculator schrieb:> Wie soll durch gegeneinander geschaltete Dioden ein Strom fliessen> können?
Ab 20V oder so schon, aber dann leuchtet die LED nicht, sondern BRENNT
;-)
0815 schrieb:> dann leuchtet die LED nicht, sondern BRENNT
Wir haben aber doch noch garnicht Sylvester.
;-)
@Gaßtgeber
Schau Dir doch mal an, wo bei einem Sperrwandler normalerweise die
Gleichrichter-Diode sitzt und wie die gepolt ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sperrwandler
Übrigens kann man die LED auch gepulst betreiben und Gleichrichter-Diode
und Kondensator weglassen.
abc.def schrieb:> daß die Dioden und der C in der Nähe der LED weggelassen> werden sollen. Und schon ist ok.
Interessant finde ich vor allem die bildhaften Eselsbrücken für
Transistor und LED...
Das mit den Dioden im Transistor ist ja noch ok und nur komisch, aber
die Polarität der LED am Innenaufbau klar zu machen, führt sehr bald zu
einer BRENNENDEN LED...;-)
MaWin schrieb:> Du hingegen bist wahnsinnig überheblich und sehr merkbefreit.>> Aber es ist normal, daß man sich selbst nicht erkennt.
Das sagt der RICHTIGE!
Brüllendes Gelächter!
:-))))
0815 schrieb:> Interessant finde ich vor allem die bildhaften Eselsbrücken für> Transistor und LED...
Hast DU nicht auch mal so angefangen?
> Das mit den Dioden im Transistor ist ja noch ok und nur komisch
Ist das nicht das übliche Hilfs-Schema zum Durchmessen?
> aber> die Polarität der LED am Innenaufbau klar zu machen,
Wie machst Du das, wenn Du eine LED mit gleich langen Beinchen hast?
Lange Zeit dachte ich ja, Wanne = Kathode, aber denkste:
Hab hier rote ultrahelle LEDs mit Wanne = Anode...
> führt sehr bald zu> einer BRENNENDEN LED...;-)
Dieser Gedanke scheint Dich ja wirklich zu faszinieren....
;-)
Simpel schrieb:> Ich finds jedenfalls immer interessant, wenn Bastler auch ohne> abgehobene Theorie an die Grenzen des mit einfachen Mitteln Machbaren> vorstossen...
Naja, so ein Sperrwandler ist simple Technik, die seit über
50 Jahren bekannt ist. Wenn man da den Wirkungsgrad verbessern
will, kommt man mit "einfachen Mitteln" nicht mehr weiter, sondern
nur noch mit komplizierten Optimierungsrechnungen.
Gruss
Harald
So, danke für die Beiträge. Ich hoffe nur dass ich MaWin und Motek nie
persönlich kennen lernen muss. Bei den Dioden sieht das auf den ersten
Blick tatsächlich komisch aus. Aber es ist so aufgebaut und es läuft. Da
wird der Kondensator über die Diode geladen und die Led zieht ihren
Strom aus dem Kondensator. Im gepulsten Betrieb ist sie nicht so hell
und die Farbe ist auch bleicher bzw. blaustichig.
Gaßtgeber schrieb:> Da> wird der Kondensator über die Diode geladen und die Led zieht ihren> Strom aus dem Kondensator.
Dann vermute ich aber doch mal, dass die Diode anders herum gepolt ist:
Kathode (der Strich) zeigt nach Batterie-Minus. Oder?
Gaßtgeber schrieb:> Aber es ist so aufgebaut und es läuft.
Schau dir mal die unbezeichnete Diode an. Die ist garantiert falschrum.
Wenn man die rumdreht, gehts. Abgesehen davon, daß deine Variante nach
dem Drehen der Diode auch funktioniert, macht man die Diode
normalerweise nicht an den Emitter, sondern an den Collector, mit Anode
am Collector.
So, habe jetzt die Diode nachgemessen. In beide Richtungen Durchgang,
ist wohl kaputt. Hab sie gegen eine Andre getauscht aber diesmal anders
herum, als wie im Schaltplan abgebildet. Und es funktioniert. Jetzt
fließen zur Led 30mA und aus der Batterie 107mA. Das ist für mich der
helle Wahnsinn, endlich mal ein Joule Thief der die Led auch zur vollen
Leuchtkraft bringt.
Hab auch eine Diode an den Collektor angeschlossen. Aber wie vermutet,
fließen dann nicht mehr die zum Oszillieren notwendigen Spulenströme und
es funktioniert dann auch nicht.
Gaßtgeber schrieb:> Hab auch eine Diode an den Collektor angeschlossen. Aber wie vermutet,> fließen dann nicht mehr die zum Oszillieren notwendigen Spulenströme und> es funktioniert dann auch nicht.
Nee, die Diode am Collector in Richtung Leuchtdiode. Nicht vom
Collector zur Spule hin!
Gaßtgeber schrieb:> Habs gleich aufgebaut und es funktioniert> genauso mit 107mA/30mA.
Ja, ist elektrisch gesehen äquivalent,
ob Du eine Reihenschaltung Diode - Kondensator
oder eine Reihenschaltung Kondensator - Diode machst.
(die LED jeweils parallel zum Kondensator)
Wenn Du für die Diode eine Schottky nimmst,
kannst Du noch ein bisschen mehr an Wirkungsgrad herausholen.
binkeindiebundhabkeinpech
Dass eine Schaltung schon bei 20mV arbeiten kann
wie weiter oben erzählt wurde ist zwar schön falls
es wahr ist.Im elektronischen Umfeld ist das aber
ein an langen Haaren herbeigezogener Fall bzw nur
etwas für Träumer !
Senner auf der Heidi schrieb:> Dass eine Schaltung schon bei 20mV arbeiten kann> wie weiter oben erzählt wurde ist zwar schön falls> es wahr ist.
Ist wahr!
> ein an langen Haaren herbeigezogener Fall bzw nur> etwas für Träumer !
Meinst Du damit jetzt die Heidi?
;-)
Calculator schrieb:>> Dass eine Schaltung schon bei 20mV arbeiten kann>> wie weiter oben erzählt wurde ist zwar schön falls>> es wahr ist.>> Ist wahr!
Aber sicherlich nur, wenn der IC zuvor bereits mit höherer Spannung
versorgt wurde.
So gesehen kann jeder Anfänger eine entsprechende Schaltung mit Trafo
und z.B. Mosfet bauen, die gut und gern auch mit nur 1mv versorgt werden
kann.
Interessant wäre dann eigentlich nur noch, wie man "hohe" Spannungen von
z.B. 1,5V handhaben will...;-)
Diese ganzen Joule thiefs haben doch aber eigentlich keinen echten
Nutzen. Allenfalls kann man sich damit im Bau von Schaltreglern üben, um
dann später mal was Sinnvolles anzugehen.
0815 schrieb:> Aber sicherlich nur, wenn der IC zuvor bereits mit höherer Spannung> versorgt wurde.
Wenn du dir den Link mal angeschaut hättest, wäre deine Äußerung nicht
notwendig gewesen. Da steht eindeutig:
1
The LTC®3108-1 is a highly integrated DC/DC converter ideal for
2
harvesting and managing surplus energy from extremely low input
3
voltage sources such as TEGs (thermoelectric generators),
4
thermopiles and small solar cells. The step-up topology operates
Vielleicht sollte man doch eine Anmeldung in Betracht ziehen, dann kann
man Spammer samt deren Beiträge einfach löschen.
Nun, die Joule Thief ist eine sehr einfache Schaltung, ein paar alte
Platinen oder ein Besuch im Elektronikhandel reichen, um an die Bauteile
zu kommen. Man kann damit einiges über Elektrotechnik lernen und extrem
kleine Taschenlampen bauen.
Weiße Leds benötigen mehr Volt als ein einzelner Akku oder Batterie
liefern kann, will man also eine Minnitaschenlampe bauen, die mit nur
einer Zelle arbeitet, braucht man einen Wandler. Nun sollten die
Bauteile dieses Wandlers günstig sein und auch schön klein. Die Joule
Thief Schaltung ist hierfür sozusagen prädestiniert. Ein weiterer
Vorteil dieser Schaltung ist, neben der technischen Herausforderung,
dass immer nur ein Akku leer gemacht wird, und man sich nicht um 3 oder
mehr kümmern muss, von denen immer welche nur zum Teil entladen werden.
Meine Schaltung kann also eine Led mit 30mA versorgen. Bestimmt sind
auch Schaltungen möglich, welche mehr als 30mA liefern. Gibts ja schon
als IC zu kaufen. Aber die JouleThief Schaltung hat eben doch ihren ganz
besonderen Reiz.
Im Anhang befindet sich noch mal der korrigierte Schaltplan.
Freie Energie schrieb:> Oh, welch wunderbare Energievermehrung... ;-)> (120mW In -> 135mW Out)
Du musst die Messergebnisse schon akzeptieren, da wir es hier mit einem
hervorragenden Entwickler zu tun haben (siehe seine technische
Einlassungen in Wort & Bild).
http://www.psiram.com/ge/index.php/Freie_Energie
Esoterisches pseudowissenschaftliches Geschwafel, gesellt sich gut zu
leihenhaften Ernährungs und Medizin Gurus, sowie den altbekannten
Verschwörungsgeschichten und anderem Getrolle.
Wenn die Schaltung so 80 - 90 % Wirkungsgrad erreicht, dann ist sie sehr
gut. Aber ein normaler Transformator hat einen Wirkungsgrad von nahezu
100 %. Es wird gewandelt und zwar unter VERLUSTEN. Ein Auto hat auch nur
40% Wirkungsgrad, der Rest geht durch Abwärme verloren. Windenergie
Sonnenenergie und Energieübertragung durch die Luft, in Form von Lasern
oder Induktionsspulen oder elektromagnetischer Strahlung (Rundfunk),
sind das was zur Zeit möglich ist, aber eben alles im Rahmen der
physikalischen Gesetze. Es wird immer nur umgewandelt. Öl in
Bewegungsenergie und Abwärme. Sonnenlicht in Strom und Abwärme. Da geht
immer nur was bei verloren, eben durch Abwärme und Verschleiß bzw.
Alterung.
Gaßtgeber schrieb:> Aber ein normaler Transformator hat einen Wirkungsgrad von nahezu> 100 %.
Ui ui, der dicke im Umspannwerk vielleicht, aber schon ein 1 Watt (1VA)
Netztrafo reisst normalerweise die 50% Marke.
Gaßtgeber schrieb:> Ein Auto hat auch nur 40% Wirkungsgrad
Benzin zu Bewegungsenergie. Bei Elektroautos sieht das mit über 90%
schon besser aus.
Kommt drauf an wo der Strom für die Elektroautos herkommt. Und dann muss
man auch noch berücksichtigen wie die Bauteile des Elektroautos
hergestellt wurden. Wenn man ökologische Berechnungen durchführt muss
man die Grenzen sehr weit setzen und das Ganze Bild betrachten. Aber
zurück zum Wirkungsgrad. Der Muskel wandelt Nahrungskalorien in Bewegung
um, und Wärme. Das merkt man dann, wenn es einem warm wird.
Gaßtgeber schrieb:> Nun, die Joule Thief ist eine sehr einfache Schaltung, ein paar alte> Platinen oder ein Besuch im Elektronikhandel reichen, um an die Bauteile> zu kommen. Man kann damit einiges über Elektrotechnik lernen und extrem> kleine Taschenlampen bauen.>
Hallo und Danke das Du uns trotz des massiven Widerstands diese
orthodoxe Schaltung näher bringen möchtest.
Ich finde es toll das diese Schaltung mit Standardbauteilen auskommt und
nur eine Zelle nutzt. Ich habe ein LED-Nachtlicht am Nachttischchen das
noch mit vier richtig ausgenudelten Zellen arbeitet und vier weiße 5mm
LEDs die parrallel verschaltet sind speisen. Ausgenudelt deshalb, weil
es kaum ein Ladegerät gibt, das diese Akkus läd, aber ich sie dennoch
schon über viele Jahre in dieser Anwendung nutze und dazu eine
Nachbau-Ladeschaltung nutze.
http://www.cithraidt.de/trxcharger/index.html>> Du brauchst erst mal die richtigen Bauteile.>> Die Spule muss auf dem richtigen Kern gewickelt werden. Welche zum> Entstören sind nicht geeignet, am besten aus einem alten Gerät holen.> Können die bekannten Ringkerne sein oder genauso welche die aussehen wie> Nähgarnspulen nur kleiner. Die Größe ist egal, nur die Drahtdicke sollte> verhältnismäßig dazu passen.>
Könntest Du noch näheres zum Kern sagen bzw. den Wert der so
entstandenen Induktivität ?
Es sieht so aus als ob man diese radialen Ferrite Bauform 07, 09, 11
dazu verwenden könnte. Hier mal ein Link um zu zeigen was ich meine :
http://www.reichelt.de/Fest-Induktivitaeten-radial/2/index.html?&ACTION=2&LA=2&GROUPID=3180Gaßtgeber schrieb:> Vielleicht sollte man doch eine Anmeldung in Betracht ziehen, dann kann> man Spammer samt deren Beiträge einfach löschen.>
Einfach löschen ? Das wäre mir neu und auch nicht gut, aber im
Unterforum Offtopic muss man sich anmelden um seinen Senf dazu zu
geben.
Zum Wirkungsgrad würde ich keine Angaben machen, da diese gepulsten
Klamotten mit ihren meist hohen Frequenzen nicht mit den üblichen
Multimetern weder in der Spannung noch im Strom richtig angezeigt
werden. Mess einfach mal an einem elektronischen Trafo für
12V-Halogenleuchtmittel die Sekundärspannung, dann weißt Du was ich
meine.
Beitrag "Elektronischer Halogenlampentrafo => Wirkungsgrad ermitteln"
Bernd_Stein
Hi Bernd, also das ist kein Widerstand sondern einfach nur blödes
Gelaber, weil man das hier so leicht absetzen kann. Deshalb störe ich
mich daran auch nicht.
Ja, diese Spulen sind es. Meine hat 1cm Durchmesser und ist 1cm hoch.
Man dann die Spule besonders leicht wickeln und die Geometrie scheint
auch sehr geeignet zu sein. Hab sie aus ner alten Plantine irgendeines
Gerätes herausgelötet. Der Kupferlackdraht stammt aus einem
Transformator und ist 0.3mm dick. Ich habe ca. 1 Meter Draht doppelt
genommen und schön sauber auf den Kern gewickelt. Immer die zwei Drähte
nebeneinander. Das dann so 2-3 Lagen, bis ich genau 20 Wicklungen hatte.
Vielleicht solltest du dir ein Schnelladegerät besorgen, ein hoher
Ladestrom tut den NiMhs gut. Sollten so 1A sein. Die Akkus muss man aber
rausholen bevor sie zu warm werden. Und ab und zu sollte man sie
komplett entladen. Das mach ich in einem alten Ladegerät über einen 5
Ohm Widerstand und eine JOULE THIEF zeigt mir an ob sie schon leer
sind :-) Und eine Diode schützt die Zellen vor Tiefentladung.
> ... blödes Gelaber ...
Du bist technisch so unbegabt bzw. so dumm, dass du "(120mW In -> 135mW
Out)" als Ergebnis trötest und bezichtigst andere des "blöden Gelaber"?
In welcher Realität lebst du eigentlich?
Urgan schrieb:> In welcher Realität lebst du eigentlich?
Noch nicht verstanden? Das ist ein Kunstprojekt.... Die Themenstellung
ist:
a.) wie verzapfe ich gerade soviel Unsinn daß es nicht gelöscht wird
b.) zumindest eine Person inhaltlich drauf antwortet
c.) wieviele können sich nicht zurückhalten und lästern nur rum
Er hat immerhin seinen Spaß, druckt sich den Scherz aus und wir sind
seine unbekannten Protagonisten, die im da auch noch drauf
reinfallen....
Oder hst Du eine andere/bessere Erklärung für das, was der uns hier
beehrende Künstler mit profundem Halbwissen da auftischt?
Grüße
MiWi
Bernd Stein schrieb:> Zum Wirkungsgrad würde ich keine Angaben machen, da diese gepulsten> Klamotten mit ihren meist hohen Frequenzen nicht mit den üblichen> Multimetern weder in der Spannung noch im Strom richtig angezeigt> werden.
Nun, das ist gut möglich, ich hab aber die gleiche Led nochmals über
einen Vorwiderstand betrieben und die ist bei 30mA genauso hell.
Motek schrieb:> (120mW In -> 135mW Out)
Wie viel Volt die Led bekommt weiß ich nun nicht, nur dass es im Rahmen
2.8 - 4.5 Volt sein müssen.
Die Leute die hier so unkonstruktiv posten, müssen einem einfach leid
tun. Obwohl man sie einfach ignorieren müsste. Es geht hier um ein
nettes Bastelprojekt, welches für Kinder sehr gut geeignet ist.
Gaßtgeber schrieb:> . Es geht hier um ein nettes Bastelprojekt, welches für Kinder sehr gut> geeignet ist
Eine Schaltung die nur manchmal funktioniert, selbst wenn man Bauteile
mit passenden Werten benutzt, weil es auf Nebenwerte ankommt?
Das macht Frust und vergrault Kinder nachhaltig.
meingott:
ihr Kinderlein kommet
es weihnachtet in der Stube beim gassssgeber !
Eine Led , die mit 30mA sogar leuchtet !
Und das soll Harvesting sein ?
Kleine Kinder haben schon bemerkt, dass viele Leds schon mit
zwei mA leuchten .
Eine andere Herleitung vom Wirkungsgrad:
3xAAA * 30mA = 90mA (mit Vorwiderstand)
1xAAA * 100mA = 100mA (mit Joule Thief)
Macht 10 Prozent Verlust, bei der Einsparung von 2 Batterien. Allerdings
muss man dann auch 3,3 mal so oft die Batterie tauschen. Bei 1000mAh
bedeutet das alle 10 Stunden einen Batteriewechsel.
Nun zum Plantinen Layout. Ich nehme zuerst die Lötstellen, wo die
meisten festen Bauteile dran verlötet sind. Z.B. Widerstand, Transistor
und Kondensator. Die freien Bauteile haben flexible Lötstellen, wie + -
und Spule. Dann zeichne ich die festen Lötstellen möglichst in die Mitte
der Plantine, damit ich Platz sparen kann. Und von dort aus kann ich
mich logisch auf der Plantine ausbreiten. Hier der Schaltplan zum
Joulethief. Die Bauteilanschlüsse 1 2 und 3 sind jeweils von links oben
nach rechts unten durchnummeriert. Wie oben auf dem Schaltplan:
--A2-----TC--D1--|--R1--p--A1--
--TB--------B1---|--Led2-C2-D2-
--Led1-m-TE--C1--|--R2--B2----- (p+ m-)
So sieht die Schaltung auf eine Plantine fertig verlötet aus. Will man
eine Minnitaschenlampe bauen, verzichtet man auf die Plantine und lötet
die Bauteile direkt aneinander und gießt die Teile in Kunstharz, direkt
ins Gehäuse.
Gaßtgeber schrieb:> Hi Bernd, also das ist kein Widerstand sondern...>
Es ist schon Widerstand und zwar im möglichem Rahmen. Sie möchten halt,
das Du aufhörst so etwas zu verbreiten.
Und nun zur Sache.
>> Ich habe ca. 1 Meter Draht doppelt> genommen und schön sauber auf den Kern gewickelt. Immer die zwei Drähte> nebeneinander. Das dann so 2-3 Lagen, bis ich genau 20 Wicklungen hatte.>
Das zu verstehen, habe ich so meine Probleme, da ich es immer mit Deiner
Zeichnung vergleiche, die eigentlich eine Bifilare-Wicklung zeigt.
Was aber dann für mein Verständnis nicht zum Text passt, da ich dann
zwei mal ein Meter doppelten Draht wickeln müsste.
Wenn Du die rechte Wicklungsart meinst, wo einfach zwei Drähte parallel
gewickelt werden, dann wäre allerdings in deiner Zeichung
oben links A1 & B1 und unten rechts A2 & B2.
Das Bild mit der bifilaren Wicklung entstammt hier her:
http://elektronik-kurs.net/elektrotechnik/festwertwiderstande-arten-und-herstellungsverfahren/
Das ist so meistens das Hauptproblem, wenn man irgend welche Schaltungen
nachbauen möchte und die Sichtweisen anders sind von dem was versucht
wird zu vermitteln. Oder die Angaben sind so nicht zu gebrauchen wie
z.B. in diesem Video, wo einfach was abgewickelt wurde und ein Nachbau
mit neuen Spulen nicht funktioniert und die Meisten bestimmt keine Lust
haben immer eine Wicklung weniger zu machen und wieder zu testen.
Das Hauptproblem dürfte sein, das es anscheinend immer wieder mal ein
paar Laien gelingt etwas hin zu bekommen, sie aber nicht wissen welche
Information man benötigt, um es nachbauen zu können.
https://www.youtube.com/watch?v=4AhJ7iDhodg>> Vielleicht solltest du dir ein Schnelladegerät besorgen,...>
Denn Link zum Reflex-Lader hast Du dir natürlich nicht durchgelesen,
passt ja auch nicht zum Thema, denn dies ist ein " Schnelllader " der
mit dem damals patentierten Entladeimpuls für eine effektive Ladung
sorgt.
Bernd_Stein
Bernd Stein schrieb:> Wenn Du die rechte Wicklungsart meinst, wo einfach zwei Drähte parallel> gewickelt werden, dann wäre allerdings in deiner Zeichung> oben links A1 & B1 und unten rechts A2 & B2.
Völlig richtig, dieser Fehler ist im Schaltplan, ich hab das im nächsten
Post unter dem Schaltplan noch mal korrigiert. Du wickelst einfach die
Spule und mit 2x 50cm Draht mit 20 Windungen auf. Dann ermittelst du mit
dem Durchgangsmesser welche Enden zusammen gehören. Dann lötest du an
einen Draht den Widerstand, und die andren Enden nimmst du über Kreuz
und genau so kannst du es in den Aufbau einsetzen.
Ein weiterer möglicher Fehler ist das Vertauschen von Kollektor und
Emitter, sowie eine durchgebrannte Led.
Auch noch eine gute Idee ist eine 0.2A Sicherung, für alle Fälle.
Zur Sicherung:
Hab mal ne Alkali C Baby LR14 Zelle kurzgeschlossen. Fließen dann 0.7A.
Mit ner NiMh der gleichen Größe fließen schon beachtliche 18A!!! Da
fängt der Draht dann auch schon das Glühen an.
Gaßtgeber schrieb:> Alkali C Baby LR14 Zelle kurzgeschlossen. Fließen dann 0.7A.
Also die war dann aber schon leer. Da schafft ja jede AAA-Batterie mehr.
Gaßtgeber schrieb:> 5A
Hätte mehr geschätzt. Liegt vielleicht am Multimeter-Innenwiderstand +
Zuleitungen? Falls 2 Batterien in Reihe deutlich mehr bringen, wäre es
das.
So genau interessiert mich das nicht, der Strom reicht, damit ich mich
darum kümmern muss, dass kein Kurzschluss entsteht.
So hab mal mit meinen Taschenlampen aus dem Preissegment 3-8€
verglichen. Die sind bis zu 50% dunkler mit ca. 8% mehr Stromaufnahme.
Joule Thief WINS!
Hi...
Hast du mal die "supercharged" Version getestet, die ich oben verlinkt
habe? Würde mich mal interesieren, ob der Wirkungsgrad so deutlich
steigt, wie angepriesen...
Nein, die hab ich nicht probiert. Der sagt ja, sie ist nur dunkler
geworden und darauf kann ich verzichten.
Ich habe aber den ganzen Spaß nochmals in meine 1xAA Billigtaschenlampe
reingebaut. Diesmal mit dem winzigen Spulenkern, der schon in der Lampe
drin war. Und da leuchtet die Lampe ein Stück schwächer. Die andre
Diode und Kondensator dürften dafür nicht verantwortlich sein. Weil ich
hab ja den Vergleich zu dem Licht der großen Spule ohne Kondensator. Aus
der Batterie werden 130mA gezogen. An der Led hab ich 100mA gemessen.
Wird wohl der Faktor sein, den Bernd angesprochen hat. Das wären dann
geschätze 70% für diesen Schaltkreis.
Vermutlich ist in der ersten Schaltung der größere Ferritkern und der
dickere Kupferdraht das Ausschlaggebende.
2 kleine Tips:
Ich hatte gute Ergebnisse mit 2SC2655 als Transistor.
Als Übertrager eignet sich gut ein Steuer-Ringkern aus einer
ausgebrannten Energiesparlampe, da reichen 3-4 Windungen aus.
Herzlichen Dank für diese Tipps Helge.
So ich hab jetzt mal den Effizienz Test gemacht, wie in meinem Post hier
postuliert: Beitrag "Wettbewerb schlampigster "Joule Thief""
Also die Helligkeit der Joulethief an eine Vorwiderstand betriebene Led
anpassen und somit die Betriebsdaten der Led herausfinden.
Da kommen bei 4x1,5V 31mA für meine kleine Taschenlampe und 45mA für
meine Beleuchtung raus. Nun berechnen wir:
Den Wirkungsgrad n von 4xAAA@31mA mit Vorwiderstand
U=6V-133 Ohm*0.031A=1.9V
(Was die Batterien liefern, minus was der Vorwiderstand an Spannung
vernichtet, was die Led bekommt.
n=1.9V*0.031A/(6V*0.031A)=0.32%
(n=Pout/Pin, P=U*I, 32% Wirkungsgrad bzw. Effizienz)
Den Wirkungsgrad n von der Taschenlampe
U=6V-133 Ohm*0.031A=1.9V
n=1.9V*0.031A/(1.2V*0.13A)=0.37
Den Wirkungsgrad n von der Beleuchtung
U=49 Ohm*0.045A=2.2V
n45=2.2V*0.045A/(1.2V*0.107A)=0.77
Also erreicht die Taschenlampe gerade mal 48% vom Wirkungsgrad der
Beleuchtung. Hier schlägt also die Beschaffenheit der Spule absolut zu.
Hab mal mit meiner besten 1AA Taschenlampen verglichen, die ist 3x so
hell mit genauso 0.13A Stromaufnahme. 3x37=111%. Die hat auch nur 3€
gekostet. Aber da haben wir natürlich nur einen Vergleich, keine
verlässliche Zahl. Weil wir haben ja die Effizienz von der Led nicht
berücksichtigt. Die ist bei der 3€ Taschenlampe deutlich besser als die
weißen Leds die ich aus ner alten Led Retrobirne gelötet hab. Oben im
Beispiel haben wir ja nur mit Hilfe der Leuchtkraft einer bekannten Led
die elektrischen Größen übertragen, also spielt da die Effizienz der Led
absolut keine Rolle, also absolut korrekt. Dann haben wir den
Wirkungsgrad rein mit den elektrischen Größen berechnet, erst recht
absolut korrekt. Aber beim Helligkeitsvergleich haben wir eine ganz
andre Led mit unbekanntem Wirkungsgrad, da kann man also nicht auf den
Wirkungsgrad schließen. Wollte ich das, müsste ich die Led gegen die
Vergleichsled tauschen.
Test mit leerwerdender Batterie:
Ringkern 20x6x1 88mAin ca.20mAout
Ringkern 3,65x10x.35 70mAin ca.15mAout
Axialspule 10x10x.4 und über die bestehende einfach noch 20 über
35xBasis gewickelt 120mAin ca.15mAout
Axialspule 10x10x.4 80mAin ca.20mAout
Axialspule 10x10x.1 91mAin ca.15mAout
Test mit voller Batterie:
Ringkern 20x6x1 174mAin 45mAout
Ringkern 3,65x10x.35 100mAin 18mAout
Axialspule 10x10x.35 130mAin 40mAout
Fazit, die Axialspule hat besseren Wirkungsgrad als ein Ringkern. Desto
größer, desto mehr mA landen bei der Led. Schottky oder nicht, macht
keinen Unterschied. mA lassen sich mit Kodensator und Diode sehr gut
messen. Kupferdraht mit Feuerzeug und Nagelfeile abisolieren.
Hab mal ne Reihe Transistoren ausprobiert und den Verbrauch gemessen.
Der SS8050 scheint für die Aufgabe absolut perfekt zu sein. Der liefert
die meisten mA zur Led, nimmt am wenigsten Strom auf und lässt sich über
einen sehr weiten Bereich mit dem Vorwiderstand einstellen, ganze 5kOhm.
Bisher habe ich keine Alternative zum SS8050 gefunden.
Auch der BC337 war nicht geeignet, der macht die Led zwar schön hell,
aber in einem kleinen Widerstandsbereich und braucht dann auch gut 200mA
aus der Batterie.
Gaßtgeber schrieb:> die Axialspule hat besseren Wirkungsgrad als ein Ringkern.
Zufällig ja. Weil die Axialspule grundsätzlich einen "Luftspalt" hat,
der Ferrit-Ringkern nicht. Aber ein solcher wird benötigt.
Ein sehr kleiner Eisenpulver-Ringkern hätte einen noch besseren
Wirkungsgrad. Oder (noch besser) ein winziger Topfkern mit Spalt.
Vermutlich sollte der Ringkern möglichst hoch sein und möglichst schmal.
Die Spule möglichst niedrig und möglichst breit. Ich hab mal nen
Ringkern über die Spule, und das hat die Led etwas heller gemacht.
Ich habe eine Reihe Transistoren ausprobiert, nur der D468C liefert
bisher exakt die gleichen Ergebnisse. Andere liefern entweder zu wenig
Strom zur Led, und nehmen meistens auch verhältnismäßig viel zu viel
Strom aus der Batterie. Darunter auch größere Transistoren mit
Kühlkörper.
Die Beiden Transistoren SS8050 und D468C
http://www.alldatasheet.com/datasheet-pdf/pdf/247021/RENESAS/2SD468CTZ-E.html
liefern Ic=1A und vertragen um ein Watt. Das ist im
Kleinleistungsbereich wohl das Maximum.
Der BC238C ist noch in Ordnung liefert 20/100
BC548C 15/100
Also ich habe so einen "Joule Thief" noch nie gebaut, aber wenn auch wie
MaWin sagt der Wirkungsgrad grottenschlecht sein sollte oder gerade
deswegen, dann sollte man doch wirklich daran weiter arbeiten, neue
Ideen finden und probieren.
Ebenso lasse ich das Argument mit den billigen Batterien nicht stehen.
Die Weltbevölkerung hat sich in den letzten 50 Jahren verdoppelt und sie
wird sich in den nächsten 30 Jahren wieder verdoppelt haben. Daher
werden wir ein gewaltigen Energiebedarf bekommen (neben allen anderen
Folgen).
Ich finde wir dürfen heute kein Milliwatt vergeuden. Darauf sollte wir
alle hin arbeiten.
Ich finde das sehr spannend und werde mich damit sicher auch
beschäftigen.
Wäre es nicht toll, wenn das Handy sich über die Körperwärme aufläd und
die Bewegungsenergie die beim Laufen entsteht nutzen zu können?
Wenn es dann auf dem Schreibtisch liegt, läd es sich durch Sonne und
Kunstlicht auf. Natürlich braucht es auch kaum noch Strom.
Wenn alle so denken würden wie MaWin und der Pfennigfuchser, dann würde
heute kein Flugzeug fliegen und kein Auto fahren und der Defibrillator
wurde auch kein Leben retten.
MaWin, dann mach diese Schaltung doch besser oder mach eine bessere.
Du hast das Wissen. Nicht immer alles mit "geht nicht" und "bringt
nichts" belegen.
Ich schätze deine Beiträge sehr, aber diese typisch deutsche Problem,
erstmal alles schlecht zu reden, das muss verschwinden.
F. Fo schrieb:> Ich finde wir dürfen heute kein Milliwatt vergeuden. Darauf sollte wir> alle hin arbeiten.
Dann sollte man eher die Hersteller verpflichten, keine Geräte mehr zu
verkaufen, die bei noch halb vollen Batterien ihren Dienst einstellen.
> Wäre es nicht toll, wenn das Handy sich über die Körperwärme aufläd und> die Bewegungsenergie die beim Laufen entsteht nutzen zu können?
Auch diese Energie bekommst Du nicht geschenkt. Du musst mehr
essen, zm den Energieverlust auszugleichen. Auch wenn Du das
vielleicht nicht so genau merkst.
> Wenn es dann auf dem Schreibtisch liegt, läd es sich durch Sonne und> Kunstlicht auf.
Hierbei sollte man nicht vergessen, das für die Herstellung von
Solarzellen sehr viel elektrische Energie benötigt wird.
> MaWin, dann mach diese Schaltung doch besser
Es bringt ganz einfach nichts, hier ein paar Milliwatt zu retten.
Grundsätzlich ist es kein Problem, Schaltregler mit gutem Wirkungs-
grad zu bauen. Es gibt da jede Menge Infos im Netz. Bei kleinen
Spannungen ist es zwar etwas schwieriger, aber mit genauer Berech-
nung lässt sich da noch so manches optimieren. Einfach irgendwelche
Kerne zu suchen und wahllos ein paar mehr oder weniger Wicklungen
aufzubringen, ist jedenfalls der falsche Weg.
Gruss
Harald
Ich hab mal diese Supercharged Version probiert. Ist eine
Verschlechterung. Eseidenn man macht nen Faktor 1000 größeren
Kondensator rein, dann hat man ein sekundengetaktetes Blitzlicht.
foldi, es gibt fertige Ics zu kaufen. Die Joulethief ist nicht
grottenschlecht, mit den Bauteilen ca. 1cm Axialspule bzw. Topfkern mit
2x20 Windungen ca.150Ohm und SS8050 bzw. D468C kann man eine Led mit
40mA befeuern und der Wirkungsgrad kommt an die 80%. Das gleichauf mit
fertigen guten Ics. Die ICs, die in meinen billigen Taschenlampen drin
waren, waren alle viel schlechter als die Joule Thief, das waren CX-....
Chips.
Kann schon sein, dass einmal Joule Thiefs und selbstgebastelte
Batteriezellen für die Lichtversorgung der Menschen dienen wird :-) Die
Leute wissen nicht was sie brauchen und sie wissen nicht was sie haben.
Sie sparen z.B. mit Energiesparlampen Strom, verpesten mit dem
Quecksilber die Umwelt und vergeuden gleichzeitig mit ihrem "Gamingpc"
oder Gefrierschrank den Strom. Green ist nicht schlecht, nur manchmal
wird Green ungrün hergestellt. Am meisten kann man wohl noch in der
Wirtschaft sparen. Dort werden Sollbruchstellen eingebaut, so dass Teile
von Fachpersonal immer wieder gewechselt werden müssen, mit Anreise,
Arbeitszeit, Bürokratie, auf Hersteller, als auch Kundenseite usw. Die
jetzige Wirtschaft bedeutet zwangsweise unendliches Wachstum und dazu
exponentiell ansteigender Ressourcenverbrauch. Das hat man so um 1920
gebraucht, da gabs zu wenig Wachstum und genug Ressourcen.
MaWin hat in diesem Bastelthreat nur persönlich beleidigende Abwertungen
abgegeben, so wie man das von frustrierten sozialgestörten Trollen
kennt. Ich kann mir nicht vorstellen, das er sinnvolle Beiträge leisten
kann.
Harald Wilhelms schrieb:> Einfach irgendwelche> Kerne zu suchen und wahllos ein paar mehr oder weniger Wicklungen> aufzubringen, ist jedenfalls der falsche Weg.
Stimmt nicht, es ist kein Transformator, die Basiswicklung schaltet nur
den Transistor. Die Anodenwicklung gibt bei größerer Windungszahl höhere
Spannung, die man nicht braucht, damit verringert sich auch der
Wirkungsgrad. 20 Windungen haben sich scheinbar als gut erwiesen.
Theoretisch sind wenig Windungen besser. Höherer Wirkungsgrad mehr Strom
zur Led. Ich schätze am besten ist möglichst flacher Schalenkern mit so
8mm Durchmesser und .3mm Draht.
Die Joulethief, hat einen schwingenden Transistor und dieser leitet den
Strom in die Spule. Desto mehr die Spule speichern kann, dh. den Kern
magnetisieren kann, desto besser der Wirkungsgrad. Die Schwingfrequenz
kann man mit dem Basiswiderstand bestimmen. Optimal ist es, wenn sich
die Spule noch rechzeitig entleeren kann, bevor der Transistor wieder
schaltet. Ics schwingen auch und leiten den Strom in eine Spule, desto
mehr mH die Spule hat, desto dunkler, desto höher der Wirkungsgrad. Die
Schaltungen arbeiten nach dem gleichen Prinzip, nur der Ic hat eine
festgelegte Frequenz. Ich würde sagen, man kann die Joule Thief genauer
einstellen/optimieren.
Elektroniknutzer schrieb:> Wie muß ein "joule thief" mit besten Wirkungsgrad aufgebaut werden,
Am besten mit einem PR440x und einer dazu passenden Spule laut
Datenblatt.
Der PR4402 ist im Vergleich zu meiner Joule Thief richtig miserabel. Der
PR4402 liegt laut den Diagrammen im Datenblatt bei 35mA Ledstrom mit
1,5V Batterie bei 68% Wirkungsgrad. Meine Joule Thief liefert mir da
45mA bei einer Effizienz von 77% und die kann man noch optimieren, was
den Induktor betrifft. Für eine kleine Taschenlampe würde ich der
JouleThief absolut den Vorzug geben.
Der d2575 npn Transistor aus einem alten Kamerablitz TOPPT den SS8050
noch mal bei Weitem. Für den reichen nicht mal 2kohm zum justieren, der
bringt 40mA 150mA bei 2kohm.
Dem SS8050 ebenbürtig waren D1616 ST9014C und SM945 sowie c3068 c5001
PNP 2N3906 liefert 130/20 Dioden +- vertauschen.
Interessant! Ich hatte früher zwar auch SS8050 und 9014 ausprobiert,
aber die schienen mir schlechter zu sein als das, was in den aktuellen
Datenblättern steht. Zu meinem Favoriten 2SC2655 (Toshiba) hab ich aber
auch schon viel schlechtere von "irgendwo" gehabt.
"Leider" hat mich vorhin das Bastelfieber gepackt, da mich ein
Winzig-Ringkern 7x4x2mm anlachte. L1 4 Windungen und L2 7 Windungen
draufgewickelt. Rein ungefähr 1,5V/25mA, raus ungefähr 6V/5mA. Ungefähr,
weil ich nit gleichzeitig alle Spannungen und Ströme gemessen habe.
Meßfehler sind also wahrscheinlich. Für "mal schnell" aber OK.
Schaltplänchen anbei als Ideengeber für interessierte.
Bei den Transistoren die ich gefunden habe ist mir in den Datenblättern
aufgefallen, dass sie sehr große Ströme schalten, beim 2sd2575, dem
bisher besten, sind es ganze 5A
Rein logisch müsste der Transistor möglichst schnell komplett aufmachen,
damit er die Spule voll laden kann. Die niedrigen Voltzahlen in den
Datenblättern sorgen dafür, dass er schnell schaltet und die hohen
Ströme, dass er keinen Widerstand bietet.
Wie wärs mit nem J-Fet... der leitet im Normalzustand, d.h gleich beim
Einschalten, und man könnte die nötige Gate-Sperrspannung relativ
hochohmig aus der Sekundärwicklung ableiten.
Jetzt kommt der Wahnsinn, 150/50 mit nem D965 aus nem alten Fotoblitz.
Und auch mit dem kann man die Helligkeit sehr genau einstellen. Da
reichen meine 2kOhm nicht aus um den dunkler zu regeln.
Auch aus einem Blitz D2470 mit 160/40
B772 pnp nicht BC773. Desto mehr Strom zur Led fließt, desto mehr fällt
ein Kondensator an der Led ins Gewicht.
An der Batterie löten wie oben im Bild ist nicht empfehlenswert, die
kann einem um die Ohren fliegen wenn sie zu warm wird.
Ein SMD npn Transistor, da steht J3 vorne drauf, der bringt 130/36, bei
dem wird erst bei 12 kOhm die Led dunkel. Vermutlich könnte man die
Schaltung auch mit SMD Spule, SMD Diode, SMD Widerstand, SMD Kondensator
und SMD Schalter in Winzig nachbauen.
Weil der SMD Transistor so gut ist, mach ich eine Effizienzauswertung,
ich nenne sie "Standard Joule Thief Faktor" aka SJTF: (Strom 1,5V /
Strom Led)
Ohm: 200-400 1000 2000 3700 5300 7000
SJTF: 124/34 75/22 63/17 50/13 37/7,5 25/3
SJTF: 3,6 3,4 3,7 3,85 4,9 8,3
Wir sehen, der Wirkungsgrad ist bei 1kOhm am besten, nun wissen wir
auch, warum in den JT's immer 1k im Schaltplan steht. Wir sehen, wir
können die Effizienz noch mals um 6% heben, wenn wir 1kOhm nehmen:
Gaßtgeber schrieb:> Den Wirkungsgrad n von der Beleuchtung> U=49 Ohm*0.045A=2.2V> n45=2.2V*0.045A/(1.2V*0.107A)=0.77
würde dann 83% machen, mit einem Schalenkern kommen wir vielleicht so
auf 86%.
Das sind ja Sperrschwinger. Geschaltet wird bei Sättigung des Kerns, die
bestimmt die Frequenz. Je größer dein Kern ist, um so mehr Feld mußt du
aufbauen. Daher hast du auch recht große Ströme, außer du wickelst noch
viel mehr Windungen drauf. Und jede Windung macht wieder ein wenig
Verluste. Daher denke ich, kleine Kerne dürften den Versuch effizienter
machen. Jedenfalls so lange wir uns noch im kHz-Bereich bewegen und es
nur darum geht, mit wenig Batterie auszukommen.
Um einen richtig gute Schaltung aufzubauen, die Verluste betrachten:
- Schaltverluste: Schnell schalten und den zur ausreichenden
Übersteuerung notwendigen Strom möglichst genau über die gesamte
Einschaltzeit erreichen.
- Verluste in der Induktivität: Der Kern sollte möglichst nit
übersteuert werden, Wicklungsverluste minimieren.
- Diodenverluste: Kleine Schwellspannung und geringe Kapazität der Diode
hilft. Doppelte Ausgangsspannung dürfte die Diodenverluste fast
halbieren.
Was bei allen diesen einfachen Schaltungen noch fehlt, ist eine
brauchbare Konstantstromregelung. Aber da sind viele fertige IC-Lösungen
genau so schlecht.
F. Fo schrieb:> neue Ideen finden und probieren.
Das hat man doch schon.
Reihenweise schöne und effiziente Schaltregler mit Kurzschlussschutz und
geregeltem Ausgangsstrom wie PR4401, ZXSC300, LT1073, LT1110, die
weniger Bauteile brauchen und effizienter sind.
F. Fo schrieb:> Wenn alle so denken würden wie MaWin und der Pfennigfuchser, dann würde> heute kein Flugzeug fliegen und kein Auto fahren und der Defibrillator> wurde auch kein Leben retten.
Im Gegenteil, wer heute noch 1-Transistor Sperrscwinger baut, so wie vor
50 Jahren, der fährt noch mit dem Dreirad.
Udo Schmitt schrieb:> Könntest du deinen Nick bitte aus der deutschen Sprache entnehmen, so> kriegt man echt Augenkrebs beim lesen.
Es hilft, einfach die Ergüsse eines Hobbybastlers der zum ersten mal in
seinem Leben mit Schaltreglern, nein, beim Regler ist er noch nicht,
Schalt-un-reglern, in Berührung kommt, nicht zu lesen.
MaWin schrieb:> F. Fo schrieb:>> neue Ideen finden und probieren.>> Das hat man doch schon.>> Reihenweise schöne und effiziente Schaltregler mit Kurzschlussschutz und> geregeltem Ausgangsstrom wie PR4401, ZXSC300, LT1073, LT1110, die> weniger Bauteile brauchen und effizienter sind.>> F. Fo schrieb:>> Wenn alle so denken würden wie MaWin und der Pfennigfuchser, dann würde>> heute kein Flugzeug fliegen und kein Auto fahren und der Defibrillator>> wurde auch kein Leben retten.>> Im Gegenteil, wer heute noch 1-Transistor Sperrscwinger baut, so wie vor> 50 Jahren, der fährt noch mit dem Dreirad.
Gut gekonntert!
MaWin, ich habe mich schon mit Schaltnetzteilen und Schaltreglern
auseinander gesetzt und weiß nun das Prinzip, aber natürlich kenne ich
noch längs nicht annähernd so viele Bauteile wie du.
Werde da aber mal gegen Ende des Jahres wieder einiges zu lesen.
Da du ja immer so irre gute Links postest, bitte poste doch noch was für
die Weihnachtstage.
Vielen Dank!
Gaßtgeber schrieb:> Vielleicht meinst du das:
40mA rein und 4,8mA raus ist ein schlechter Wirkungsgrad. Jedenfalls bei
1,5V -> 3V. Sobald man einem solchen Freischwinger nur über den
Basisstrom beizukommen versucht, normal.
Sicherlich, aber das liegt mit Sicherheit an dem Ringkern und den
Transistoren die er verwendet. Ringkern hat keinen Luftspalt. Luftspalt
ist das wo die Windungen drin sind. Die sollten komplett mit Ferrit
umgeben sein. Am besten ein Schalenkern und der Draht so dick das grad
2x20 Windungen rein passen. Desto größer der Kern, desto mehr Strom kann
zur Led fließen. Wir reden hier von Schalenkerndimensionen von 0,5-5cm.
Es sei dazu gesagt, dass die 1cmx1cm Spule den doppelten Wirkungsgrad
(77%) die halb so große Spule aus der Taschenlampe hatte. Alle Bauteile
waren bis auf den Widerstand gleich.
Guten Abend!
Interessantes Thema.
Wenn man das "beste Joule Thief" bauen möchte, sollte man sich
möglicherweise mal die Grundlagen dieses Schaltungsprinzip anschauen und
dort optimieren.
Und nicht irgendwelche Transistor/- Widerstands Kombinationen
ausprobieren.
Man kann die Dinger auf "relativ" feste Frequenz dimensionieren mit
zusätzlichen Bauteilen, um damit so einen Kern optimal auszulegen. Auch
gibt es die Möglichkeit bei den Dingern eine kernsättigung zu
verhindern.
Zusätzliche Sachen wie z.b. Streufeldenergierückgewinnung oder sanftes
Schalten wäre auch ein Ansatz.
Aber für so popel Sachen wohl kaum die Mühe wert.
Mit dem deutschen Begriff kommt man bei Google leider nicht weit(s.
"Sperrschwinger"). Allerdings wenn man google mit "blocking oscillator"
füttert, kommen nützliche Info's heraus.
Gutes Bier noch :)
Die Joule Thief ist
* EINFACH
jedes technisch interessierte Kind kann damit experimentieren. Hat 3-5
Bauteile.
Sie ist
* PRAKTISCH
da man damit sehr leicht helle Taschenlampen aus Elektroschrott bauen
kann, wie z.B. Leds aus einer kaputten Led Birne. Transistor aus
Fotoblitz usw. Auch für Beleuchtungszwecke, an denen man keine feste
Lampe installieren will. Z.B. Nachtlicht. Man könnte auch den Flur
ausleuchten, indem man eine einfache Zeitschaltung realisiert.
Sie ist
* EFFIZIENT
ca. 80%, wenn man ein bisschen probiert und nachmisst, Multimeter
reicht.
Und sie macht SPAß.
Ich bekomme also so im Schnitt 40-50mA zur Led. Das ist für die meisten
Anwendungen völlig ausreichend.
Wenn man noch etwas verschlimmbessern will, dann kann man das als
weiterführende Forschung aus Interesse bezeichnen.
Will man nur nur schnell etwas funktionsfähiges haben ohne selbst etwas
dafür tun zu müssen, kauft man sich IC's oder gleich das fertige Gerät.
Was ich an selbstgebauten Taschenlampen mag, ist das warme Licht der
verwendeten Leds und die gleichmäßige Ausleuchtung ohne den grellen
Punkt in der Mitte.
40-50mA sind übrigens schon viel für eine Led, mehr würde ich da nicht
durchjagen, die fangen da schon an ein bisschen warm zu werden. Standard
sind 20mA. Mit 1kOhm bekommt man so 30.
F3 "SJTF" ergibt:
Gaßtgeber schrieb:> "Standard Joule Thief Faktor
(Strom 1,5V / Strom Led) Stellt die Kenngröße zum Wirkungsgrad eines DC
Aufwärtswandlers dar. Bei der Joulethief sind die Bauelemente die den
Faktor beeinflussen: Transistor und Spule. Den hab SJTF hab ich
erfunden, um die Effizienz von z.B. Joulethiefs oder anderen Schaltungen
vergleichen zu können.
Gaßtgeber schrieb:> SJTF
Und ich dachte schon sowas wie single junction troll factor
Also frei übersetzt, wie stark ein Troll Selbstgespräche führt...;-)
Zusammenfassung:
* Ferritkern sollte aussehen wie eine Nähgarnspule, oder noch besser ein
Topf oder Schalenkern sein. Zwei mal 20 Windungen sind optimal, man
nimmt einfach einen Kupferlackdraht doppelt und wickelt ihn 20mal
drumherum. Bei Kernen bei denen die Windungen komplett von Ferrit
umgeben sind kann man so dicken Draht nehmen, dass der Platz
aufgebraucht wird. Bei Spulen sollte man zwecks Wirkungsgrad die Spule
ca. nur 1/3 vollwickeln.
* Transistoren kann man prüfen indem man das Multimeter auf
Diodenprüfung stellt und rot an einen Transistorkontakt hält, wenn man
bei den beiden anden Kontakten mit dem schwarzen Messkontakt Durchgang
hat, hat man einen NPN. Anders herum ist es ein PNP und die Batterie
sowie die Led müssen umgepolt werden. "Getunt" wird das ganze über
Vorwiderstand, der gerade so verkleinert wird, dass die Led bei
gewünschter V_in am hellsten ist. Geeignete Transistoren funktionieren
immer bei 1kOhm. Also kann man mit dem Wert auch die Transistoren
durchtesten. Der SJTF gibt an wie gut, in Abhängigkeit zur Spule, der
Transistor ist. I_bat/I_led kann bestenfalls 3 ergeben (Wirkungsggrad so
knapp an die 90%), sehr ungünstig ist 15 oder mehr. In diesem Thread
sind schon eine handvoll sehr gute Transistoren aufgeführt z.B. aus
Fotoblitz. Der I_led kann dabei gut 50mA erreichen.
* Man muss den Vorwiderstand auf die Voltzahl abstimmen, die zum
Betreiben verwendet werden soll. Dazu 1-10kOhm immer weiter verringern,
bis die maximale Effizienz, oder der maximale Led-Strom erreicht ist.
* Zur Spule, ich habe experimentiert und bin zu dem Ergebnis gekommen:
dickerer Draht, bedeutet mehr Strom für die Led. Optimal 0.2-0.3mm. Mehr
Wicklungen bedeutet größerer Wirkungsgrad, also mindestens 20 bis 60
Windungen (doppelt). Man kann auch einen Dünnen für die Basis nehmen und
einen Dicken für den Collektorkreis. Einfach beide auf gleiche Länge
bringen, den Dünnen schön gleichmäßig und stramm aufspulen und darüber
schön gleichmäßig im gleichen Windungsssinn den Dicken.
* Zum Kondensator. Low ESR funktioniert wesentlich besser als Normale.
Erkennt man an 105°C, ist aber kein sicheres Kriterium, auf Motherboards
und Grafikkarten werden Low ESR verlötet. 16V 100uF ist optimal.
*Zur Diode: Durchtesten, kleinere Dioden sind meist besser. Am besten
Schottky, wobei die meisten Normalen, die gleichen Werte erreichen.
* Zum Widerstand: Zwängt man die Teile eng zusammen auf kleinsten Raum,
dann empfiehlt es sich 1kOhm zu nehmen, denn der ermittelte Widerstand
stimmt nicht mehr. Was im Aufbau geklappt hat, klappt dann nicht mehr
und der Verbrauch steigt, wärend die Leistung sinkt. Es ist wohl von
Vorteil, die Teile auf eine Plantine zu löten
So habe ich einen SJTF von 2,97 erreicht:
137/46
Wieso sind eigentlich in den beliebten Garten-Solarlampen keine
Joule-Thiefs drin, sondern so Sperrschwinger mit 1 Drossel, mal
dumm-dreist dazwischengefragt?
Was ist denn nun (energie-)effizienter?
batman schrieb:> Wieso sind eigentlich in den beliebten Garten-Solarlampen keine> Joule-Thiefs drin, sondern so Sperrschwinger mit 1 Drossel, mal> dumm-dreist dazwischengefragt?
Ein Joule Thief IST ein Sperrschwinger :-)
batman schrieb:> Wieso sind eigentlich in den beliebten Garten-Solarlampen keine> Joule-Thiefs drin, sondern so Sperrschwinger mit 1 Drossel
Es gibt keine Sperrschwinger mit 1 Drossel.
Sperrschwinger haben einen Übertrager mit >=2 Wicklungen.
In den beliebten Garten-Solarlampen sind Step-Ups drin mit 1 Drossel.
Keine Sperrschwinger.
batman schrieb:> Aber wieso nimmt man da keinen Joule-Thief?
Was ist ein Joule-Thief?
Der kleine 4-beinige Chip da drin macht nicht nur step-up mit gutem
Wirkungsgrad, sondern auch noch die übrige Steuerung.
batman schrieb:> Achso ja danke. Aber wieso nimmt man da keinen Joule-Thief?
Warum sollte man da unbedingt eine schlechtere Schaltung mit höherem
Aufwand nehmen? Die Technik von Schaltreglern zur Erzeugung von
höheren Spannungen ist seit Jahrzehnten bekannt. "Joulethiefs" sind
nichts Neues, sondern Schaltungen, mit denen man Kinder zum Staunen
bringt. Irgendeinen komerziellen Nutzen haben solche Schaltungen nicht.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Schaltungen, mit denen man Kinder zum Staunen> bringt.
Ich staune immer wie ein Kind, wenn in der Dämmerung im ganzen Dorf wie
von Geisterhand all die Solarleuchten angehen...
;-)
Solarlampen sollen billig sein, und dazu müssen Teile eingespart werden.
Dafür gibt es dann Stepup ICs. Außerdem schalten die Chips in
Solarlampen bei Lichteinfall den Akkuladestrom und bei Lichtausfall den
Strom für die Led. Der Wirkungsgrad dieser ICs ist sehr verschieden.
Manchmal nur 30%, und sie sind oft nicht besonders gut darin die Led zu
versorgen, so dass diese nur schwach leuchtet. Es gibt auch gute Ics.
Aber die sind in besseren Taschenlampen drin.
Die Joule Thief ist eine sehr gute Schaltung - wenn man sie richtig
aufbaut, was ich in diesem Thread ja ausführlich dokumentiert habe. Ich
habe einen Wirkungsgrad mindestens 90% erreicht, das dürfte besser sein,
als die allermeisten ICs. Man kann sie auch sehr klein bauen, mit SMD
Bauteilen. Der Joule Thief ist optimal um 1 Led zu versorgen. Will man
High Power Leds versorgen, dann ist mir kein Joule thief bekannt der das
schaffen kann.
Stepup-ICs sind ja nicht gerade billig und deshalb wohl auch selten in
Garten-Solarlampen zu finden. Ich hatte leichtsinnigerweise als bekannt
vorausgesetzt, daß da meist nur 2, manchmal auch nur 1 Transistor drin
ist.
Aber Stichwort Stepup bringt mich auf die mögliche Erklärung: Der Akku
(meist NiMH) soll ja nicht, wie beim Joule-Thief, bis zum letzten
leergelutscht werden, weil es sonst dessen Lebensdauer stark reduzieren
würde?
batman schrieb:> Stepup-ICs sind ja nicht gerade billig und deshalb wohl auch selten in> Garten-Solarlampen zu finden. Ich hatte leichtsinnigerweise als bekannt> vorausgesetzt, daß da meist nur 2, manchmal auch nur 1 Transistor drin> ist.
Das hat sich in den letzten Jahren wohl geändert. Selbst in meiner
1€-Lampe steckt ein IC.
> Aber Stichwort Stepup bringt mich auf die mögliche Erklärung: Der Akku> (meist NiMH) soll ja nicht, wie beim Joule-Thief, bis zum letzten> leergelutscht werden, weil es sonst dessen Lebensdauer stark reduzieren> würde?
NiCd-Zellen schadet es überhaupt nicht, wenn sie bis auf 0V entladen
werden. Der Kurzschluss ist sogar die empfohlene Lagermethode. Bei
NiMH-Zellen sind die Meinungen uneinheitlich, aber Entladung auf
0,5V dürfte denen auch nicht schaden. Übel nehmen NI-Zellen es nur,
wenn sie unter 0V entladen, also umgepolt werden und das kann ja bei
Ein-Zellen-Betrieb nicht passieren.
Gruss
Harald
2 Transistoren bekommt man immer billiger als so ein IC. Ok, jetzt mal
so eine Schaltung rausgesucht, von der ich rede, im Prinzip wie:
http://www.b-kainka.de/bastel36.htm
Diese wollte ich also dem Joule-Thief gegenüberstellen. Ist ja auch was
für den Schrottsammler.
Gaßtgeber schrieb:> Der Joule Thief ist optimal um 1 Led zu versorgen.
Kommt auf die Auslegung an. Die "Altlast" im Anhang hat aus 5-12V einen
Konstantstrom von 20mA erzeugt bei Spannungen zwischen 15V und 35V.
Harald Wilhelms schrieb:> Übel nehmen NI-Zellen es nur,> wenn sie unter 0V entladen, also umgepolt werden
Ich habe auch nie Probleme gehabt meine Ni-Mhs tief zu entladen. Hab die
schon Jahre im Einsatz und sie halten immer noch fast wie am Anfang.
Sind vom Discounter. Es kommt auf den richtigen Umgang an.
Ich bezweifle, dass Transistoren billiger sind. Zudem ist es meistens
teurer mehrere Bauteile zu verlöten.
batman schrieb:> Diese wollte ich also dem Joule-Thief gegenüberstellen.
Man sieht schon im Text, dass diese Schaltung nicht mit der Joule thief
konkurrieren kann. Aber probieren schadet nicht. Vor allem die Vampir
Schaltung ist interessant.
* Zum Kern:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Spule
Ferrit Kern, kein Eisenpulver. Mit Luftspalt. D.h. die Windungen sind
von nicht verbundenem Ferrit umgeben.
* Zu größeren Joulethiefs:
Hab mal eine 3V mit einem B139 gebaut, liefert 105mA bei ca. 222mA
Stromaufnahme. Die Spannung zu erhöhen und evtl. einen stärkeren
Transistor zu nehmen ist die mir bis jetzt einzige Möglichkeit mehr
Leistung zu bekommen. Die weiße Led leuchtet unglaublich hell, aber
erwärmt sich ein bisschen. Dürfte kein Problem sein für die Led, solange
sie nicht heiß wird.
Gaßtgeber schrieb:> BD139!>
Nur als Tipp zum Handling hier im Forum.
Man kann sein Posting nach dem Absenden noch bearbeiten, so lange noch
niemand darauf geantwortet hat und man dies innerhalb von 60 Minuten tut
( unten im Menü erscheint dann zusätzlich => Bearbeiten ).
Dies aber wahrscheinlich nur wenn man angemeldet ist.
Bernd_Stein
http://www.mikrocontroller.net/articles/Versorgung_aus_einer_ZelleLTC3401: Desto höher die Frequenz, desto kleiner kann die Spule sein,
desto höher der Wirkungsgrad.
Hab mal eine Stromkompensierte Drossel als Spule genommen, und die
piepst. Warum weiß nicht nicht, entweder weil die Drähte oder das Ferrit
anfangen zu schwingen. Dabei geht natürlich Energie durch Reibung
verloren. Aber interessant war daran, dass sich durch Verkleinern des
Widerstands, die Frequenz abgesenkt hat.
Die Schaltung gefällt mir sehr gut. Wenn ich damit 9 Leds parallel
anschließe, liefert die Schaltung 150mA, ich kann dann keinen
Kondensator mehr parallel schalten, geht nur durch Reihenschaltung der
Leds.
Gaßtgeber schrieb:> dass sich durch Verkleinern des Widerstands die Frequenz absenkt
kommt aus der "größeren Sättigung", bei der der Transistor dann
umschaltet. Platt gesagt. Damit erhöhen sich die Kernverluste.
Ja, der Basisstrom kann leichter fließen, der Transistor schaltet länger
durch. Der Kern hat mehr Zeit das Feld zu laden. Somit wird die Spule
näher an die Grenze gebracht. Dabei sinkt der Wirkungsgrad, aber der
Strom für die Leds steigt. D.h. will man möglichst viel Strom an den
Leds haben braucht man einen Induktor, der zum einen ein sehr hohes
Magnetfeld aufbauen kann, sowie das Magnetfeld schnell umschalten kann.
Der Transistor müsste möglichst vollständig ab einem bestimmten
(zeitlich möglichst günstigem) Moment vollständig und schnell schalten,
damit die Spule möglichst auf einen Schlag entleert, bzw. gefüllt wird.
Und ein Widerstand CE sollte in geschaltetem Zustand möglichst nicht
vorhanden sein.
Ein gelb-weißer Ringkern 20bx11h mit .8 Draht vollständig umwickelt und
.45 Draht als Basiswicklung neben dem Andren gewickelt ergibt 12mA bei 8
Leds und zieht 196mA. Grad noch im Messbereich meines Multimeters. Also
schneidet er ein ganzes Stück besser ab als die 10hx8b Spule, mit .15
Draht als Basiswicklung (nur einmal von links nach rechts) und .35 fast
ganz voll gewickelt. Dennoch schneidet die Spule im Verhältnis
wesentlich besser ab, weil sie nur ein Bruchteil des Volumens und
Gewichtes hat. Mit dem Ringkern leuchten 6 Leds ohne Kondensator und 7
mit Kondensator in Reihe.
Der Elko hat die Funktion die Energie aus der Spule zu speichern. Und
zwar kommt aus der Spule eine Sägezahnspannung, der untere Teil fließt
einfach so durch die Led ab, ohne Licht zu geben. Deshalb ist es
sinnvoll die Spitzen, als auch die Täler abzufangen und in einen
Kondensator zu laden, der die Led mit einem konstanten Strom versorgt.
Die Diode ist dazu da, damit sich der Kondensator nicht über die CE
Strecke entlädt.
Den Wirkungsgrad schätzt man nicht ab, sondern berechnet ihn, in diesem
Fall sehr einfach.
Wirkungsgrad ist immer abgegebene Leistung geteilt durch zugeführte
leistung.
also (ohne Einheiten, die kürzen sich sowieso raus bei mA und V)
(3,4 x 25) / (1,2 x 80) ergibt 88,5, ein guter Wert, verglichen ,mit
fertigen IC's.
gruß
Zündelmännchen
So da war noch ein Fehler im Schaltplan.
Der BD139 ist bis jetzt der interessanteste Transistor. Man kann damit
auch 4x1,5 Volt betreiben. Hab eine 4 Euro 3,5 Watt Birne mit 250 Lumen
geöffnet und mit dem Feuerzeug die Kühlplatte heiß gemacht und die 3 SMD
Leds runter geschüttelt und diese dann auf normale Plantinen gelötet.
Die Leds bekomm ich mit 30V aus 9V Blöcken nicht zum leuchten, auch ein
24V Netzteil mit Brückengleichrichter bringt sie nur leicht zum Glimmen.
Aber mit der Joule Thief ist sie Lichtausbeute sensationell. Die Led
muss 30-50V haben. Erst mit einem 50V 1uF Elko ist sie 4x so hell wie
ohne. Elkos mit niedriger Voltzahl funktionieren überhaupt nicht. Die
Schaltung verbraucht dabei auch nur 100mA. Ein aus dieser Joule Thief
geladener Folienkondensator aus einem Starter für Neonröhren zeigt 250V
an. Die Dinger können ein paar tausend Volt laden, deshalb hab ich ihn
dafür genommen.
So, das Ganze hat jetzt gerade so in das Gehäuse der Lampe von oben im
Thread reingepasst. Sogar mit Reflektor. Verglichen mit einer Lampe von
einem namhaften Hersteller für 5 Euro ist sie jetzt genauso hell, nur
eben dieses wundervolle warme Licht mit 2700K. Sie zieht dabei 90mA, im
Gegensatz zu der Andren, die braucht ca.170mA. Damit ist entgültig
bewiesen, dass die Joule Thief hier bei 1,5V die Nase um ne ganze
Dimension besser ist als ICs.
zündelmännchen schrieb:> (3,4 x 25) / (1,2 x 80) ergibt 88,5, ein guter Wert, verglichen ,mit> fertigen IC's.
Habe nichts gerechnet, noch habe ich im Moment den Kopf dafür, aber das
ist sogar ein sehr guter Wert.
Hab mal ne ganz vollgewickelte Spule genommen, und da fangen die Leds an
zu flackern und gehen kaputt. Sie haben danach in 2 Richtungen
Durchgang. Die SMD Leds haben sogar das Rauchen angefangen.. bei 5mA.
Ich schätze mal dass die Spannungsspitzen einfach zu hoch sind. Mit
einer entsprechenden Zehnerdiode parallel zur Led könnte man das
beheben, oder weniger Wicklungen. Weiß jemand was da war? Heiß geworden
sind die Leds nicht, nur direkt das Substrat der SMDs hat geraucht.
Vielleicht ein Funkendurchschlag? Dass die Spannungen sehr hoch sind
erkennt man auch daran, dass wenn man mit der einen Hand die Anode der
Led festhält und mit der andren die Kathode der Diode, die Diode anfängt
hell zu glühen.
So hab mal ein Experiment gemacht und eine 5mm Led an 2kV gehalten. Da
sind die Funken innerhalb der Led sichtbar gesprungen und hinterher hat
sie nicht mehr geleuchtet und in beide Richtungen Durchgang gehabt. Das
ist also Hinweis, dass der Joule Thief zu viel Spannung aufgebaut hat.
Ich schätze mal auf 80 Wicklungen. Dann würde ich zur Sicherheit nur
noch 40 nehmen.
Das kann gut sein, dass manche der alten Dinger nichts mehr taugen. Sind
ja auch giftig, hab auch Netzteile mit aufgeblähten Kondensatoren, die
stinken fürchterlich. Sowas sollte man nicht in der Wohnung haben. Aber
in diesem Fall war es die Wicklung, hab die Wicklungen runter und dann
ist den Leds nichts mehr passiert.
Hab mich getäuscht, den SMD Leds gehts gut. Der Hauptgrund für die
Probleme waren die Lötstellen. Man muss die SMD Bauteile auf dem Zinn in
die richtige Position schwimmen lassen. Sie richten sich sogar von
selbst aus wenn sie schwimmen und nirgends hängen. Gequalmt haben sie
trotzdem, aber das macht wohl nichts, war wohl das Lötfett. Hab auch
SMDs aus einer 26 Led Birne. Die liefen mit ner 9V Batterie mit 180mA.
Haben da auch ganz schön gequalmt und das Stück Planine ist heiss
geworden, und die waren HELL. Haben aber keine Leistungseinbußen davon.
Trotzdem kann die hohe Spannung bei großer Wicklungszahl die 5mm Leds
zerstören.
An der Joule Thief ergeben sich folgende Messwerte (Multimter):
1,5V 75mA (1k an der Basis)
3-Led-3,5W 1,2 mA 42 V (60V4,7uF)
26-Led-5W 13 mA 5,7 V (16V330uF)
1,5V 106mA (?)
3-Led-3,5W 2,4 mA 42 V (60V4,7uF)
Hallo,
erstmal ein Kompliment, dass du dich damit auseinandersetzt.
Du könntest ja mal Oszi Bilder von deinen Schaltungen reinstellen.
Vielleicht kannst du ja auch mal die Schwingfrequenz messen. Auch
könntest du mal verschiedene Luftspalte testen, sofern du die
Möglichkeit dazu hast, oder mal gar eine Luftspule benutzen.
Mich würde das mal Interessen, welche Unterschiede sich da ergeben.
Ein anderer Anreiz, hast du mal Transistoren von Zetex(z.b. ztx618 in
e-line oder fcx617 in sog) getestet? Die haben sehr gute
Schalt-Eigenschaften.
Nur mal ein paar Anregungen von mir.
Gruß
Sehr gute Anregungen Interessierter, aber ich habe leider kein Oszi. Die
Frequenz die ich mal aus ner Spule fiepen gehört habe dürften so 12khz
sein. Und wie testet man verschiedene Luftspalte? Mit Luftspule meinst
du wohl einfach auf ein Stück Holz wickeln? Was würde sich daraus für
ein Vorteil ergeben? Das Ferrit verstärkt doch das Magnetfeld und führt
es. Nur Luft würde bedeuten, dass weniger Energie gespeichert werden
kann und würde zu geringerer Leistung führen, soweit ich das weiß.
Ich hab allerhand Transistoren getestet, ob da diese dabei waren weiß
ich nicht. An so eine Bezeichnung kann ich mich auch nicht erinnern,
also eher unwahrscheinlich. Die meisten Transistoren funktionieren, der
BC549 zB. da leuchtet die Led, aber mit maximal 10mA und der
Wirkungsgrad ist auch nicht sehr gut, würde ich aber nehmen wenn ich
z.B. eine rote Signalled betreiben wollte, die nicht blenden soll.
Hab mal ne Diode mit der Aufschrift C2 5 probiert, vermutlich
Zehnerdiode. Da hat die Led geflackert.
In einem Sperrwandler / Schwinger, wird der größte der Teil der Energie
im Luftspalt transportiert(gespeichert). Nur ein sehr kleiner Teil wird
im Kern gespeichert/transportiert. Deshalb ist es notwendig, einen Kern
zu nehmen, der einen Luftspalt halt, deswegen die Anregung mit
verschiedenen Luftspalten.
Es gibt / gab mal ein Thema dazu hier im uC.net.
Zur Luftspule, man könnte ja ein Stück von einem Kulli nehmen oder so.
Weil es zwei Spulen sind, es muss aber eine Spule mit zwei Windungen
sein, die hab ich in LT Spice nicht gefunden. Würde mich zudem auch
wundern wenn LT Spice diese Schaltung korrekt simulieren würde.
Gaßtgeber schrieb:> Weil es zwei Spulen sind, es muss aber eine Spule mit zwei Windungen> sein
Nein. Es kommt nur darauf an, dass die Spulen magnetisch gekoppelt sind
(Trafo mit 2 Wicklungen, nicht Windungen!) und richtig herum
angeschlossen werden, das ist hier mMn gegeben. Die Schaltung
funktioniert nicht, weil die magnetische Sättigung nicht simuliert wird.
Setze einen richtigen Transistor ein, auch eine richtige LED, mache die
Simulationszeit größer als 10ms und die Option "startup" hilft auch beim
Anschwingen.
Naja, die Simulation nutzt Eigenschaften des Transistors
(Stromverstärkung, Ucesat) bei großen Strömen zum Umkippen, aber nicht
die Sättigung des Kerns. Die schwingt zwar, verhält sich aber deutlich
anders als in der Realität.
Nein, es wundert mich, dass die Simulation tatsächlich funktioniert. Ich
habe die Induktivitäten geändert und nun funktioniert die Simulation
tadellos. Du hast alles richtig gemacht Alf. Der K Faktor verbindet die
beiden Spulen ja mit dem Verbindungskoeffizienten 0.97.
Gaßtgeber schrieb:> Ich habe die Induktivitäten geändert und nun funktioniert die Simulation> tadellos.
Wenn du die Diode vom Alf dringelassen hättest, würde es nicht
funktionieren. An den Induktivitäten liegt es nicht, die hast du nur
kleiner gemacht und kriegst damit eine höhere Schwingfrequenz. Ich habe
in meinem Beitrag die Induktivitäten so gelassen, wie Alf sie hatte und
die Schaltung schwingt auch. Aber eben mit LED! Und die Simulationszeit
habe ich größer gemacht, damit man mehr als eine Schwingung sieht, weil
die Induktivitäten ja größer sind und die Schaltung deswegen langsamer
schwingt.
Aber es liegt nicht an den Induktivitäten, daß die Schaltung von Alf
nicht schwingt!
Richtig, die hab ich aus der Teileliste gewählt. Nun hier die Schaltung
wie ich denke, dass sie der Realität nahe kommt. Stimmt auch mit meinen
Erfahrungen mit diesem Versuchsaufbau überein. Nun, da steht was von
Efficiency Calculation, aber Mark Start und End sind grau hinterlegt,
kann man von dem Programm auch die Effizienz berechnen lassen?
Guten Abend zusammen,
Ich versuche gerade irgendwie die schwingfrequenz herzuleiten. Komme
allerdings nicht so recht weiter.
Bisher habe ich versucht die Einschaltzeit zu definieren(Korrektur gerne
gesehen!):
Angenommen sei folgendes:
Ferritkern: RM12, L=57mm, Ue=78, Bmax=200mT, Je 39Wdg, Lm je ca. 361uH
Transistor: FCX617 mit Ucesat ~ 30mV(Diagramm), Hfe ca. 450 und R1 mit
1k.
Sättigungsstrom:
Isat = Bmax * L / N u0 uE
Isat = 298mA
Einschaltzeit:
Anstiegsgeschwindigkeit: dI / dT = Ub - Uce / Lp
Bissle umstellen, das erspar ich mir hier.
Ton = Lp * Isat / Ub - Uce
Ton = 73,2 uS
Kann das hinhauen oder habe ich etwas vergessen?
Wie könnte man die Abschaltzeit herleiten, jemand Anregungen?
Vielen Dank !
Gruß Interessierter
Habe mal Leistungstransistoren durchprobiert und die funktionieren
einfach alle:
NPN:
bd139 c1419 c4106 c5302 bd249c D2061 C3296 schlecht: C5027F
PNP:TIP32C A1120Y
Dann hab ich mal in der LTspice Simulation versucht weitere
Sekundärspulen parallel zur Ersten zu schalten. Ergebnis war ein höherer
Strom an der Led. Auch die Schaltstärkeren 5A und 7A Transistoren haben
mehr Strom ergeben. An der wirklichen Schaltung hat es durch die Spulen
in reihe oder parallel weniger Strom gegeben.
Was auch noch interessant ist, dass die kleinen Transistoren, sofern sie
gut funktionieren und so weit ich in Erinnerung habe, immer einen Punkt
haben, an dem sie deutlich dunkler werden, sobald der Basiswiderstand zu
klein wird, ca. 60 Ohm.
Habe mal ne Spule mit ca. 4cm ausprobiert. Die ging nur bifilar 30-40x
gewickelt und hatte keine Vorteile den 1cm gegenüber.
2 Batterien BD139 und 2.4-3V mit einer 6V SMD Led ergeben: Led:6,2V-60mA
Akku:2,4V-180mA n=86%. Mit einem kleinere Widerstand saugt das Teil dann
.5A aus der Stromversorgung und ist hammerhell. Vergleichbar mit einer
hochwertigen geregelten China Leuchte.
Die Joule Thief hat sogar einen integrierten PWM Dimmer. Über den
Vorwiderstand kann man die Leistung einstellen die in den Kondensator
gepumpt wird. Da sich damit die Schwingfrequenz der Schaltung ändert hat
man eine Pulsweitenmodulation und somit wird auch gleichzeitig nur so
viel Strom aus der Batterie entnommen wie nötig und nicht am Poti oder
Z-Dioden verbraten. Somit ist sie auch den geregelten Ics gleichauf.
Ach ja mit über 1,5 Volt kommt man auch mit Leistungstransistoren an den
Punkt, an den der Vorwiderstand zu klein wird und die Oszillation
stoppt. So bei 2.4-3V.
In dem Zusammenhang habe ich jetzt mal eine Batterie gemessen (AAA), die
ich schon ziemlich lange in einer dieser kleinen Led-Lampen habe. Diese
Lampe ist von Aldi und zu schade sie auseinander zu nehmen, aber eine
Regelung dieser Art muss schon vorhanden sein, denn sie leuchtete mit
der ziemlich leeren Batterie (0,9V) noch brauchbar.
Schaltregler und Schaltnetzteile habe ich auch vor noch nicht all zu
langer Zeit zum Lernen studiert und auch mal verschiedene Aufbauten
getestet, aber auch wenn ich mehr für echte Test statt Simulation bin,
hier hört es langsam auf.
Auch wenn ich das Eingangs anders schrieb. Irgendwann ist dieses Thema,
wenn man nicht ganz neue Ansätze verfolgt, doch irgendwann erschöpft und
Literatur gibt es schon sehr viel dazu.
F. Fo schrieb:> Irgendwann ist dieses Thema,> wenn man nicht ganz neue Ansätze verfolgt, doch irgendwann erschöpft und> Literatur gibt es schon sehr viel dazu.
Das sehe ich auch so. Und Induktivitäten und Basisvorwiderstände
probiert man nicht aus, sondern berechnet sie. Dazu braucht man
auch kein Simulationsprogramm, sondern nur ein gewisses, elektro-
nisches Grundwissen.
Gruss
Harald
Sehe ich nicht so.
Viele haben mit basteln und probieren angefangen und sind auf Grund der
ersten Erfolgserlebnisse dann tiefer in die Materie eingedrungen. Die
meisten Neueinsteiger nährten ihr Interesse anfangs durch die
Faszination der persönlichen Pioniererfahrungen und dem 'try and error'
auf ihrem "Neuland".
Irgendwann kommt man alleine dahinter, dass es dabei Grenzen gibt und
dass die einschlägigen Formeln und die Werte der Datenblätter eine
Vereinfachung bei der Lösungsfindung bieten.
Lasst die Kinder spielen, solange sie noch nicht unter der Knute des
fremdbestimmten Erwartungs- und Leistungsdrucks stehen... diese Zeit ist
recht kurz heutzutage.. ;-)
Sicher man kann alles berechnen, die Frage ist ob man Spaß daran hat und
die Zeit dazu. Hinterher muss man doch probieren und findet Fehler und
darf dann noch ein paar mal nachrechnen.
Als Tipp kann ich geben: Bei 1er Batterie tut es ein
Kleinleistungstransistor, man kann ihn zur vollen Helligkeit regeln. Bei
2 sollte ein Leistungstransistor her, den kann man dann auch bis zur
vollen Helligkeit regeln. Die besten Ergebnisse hatte ich als ich SMD
Kondensatoren, (SMD-Keramik-Vielschicht-3-4mm), und die Diode, direkt an
die Led gelötet hab.
Gaßtgeber schrieb:> Sicher man kann alles berechnen, die Frage ist ob man Spaß daran hat und> die Zeit dazu. Hinterher muss man doch probieren und findet Fehler und> darf dann noch ein paar mal nachrechnen.
Naja, rechnen geht wesentlich schneller als probieren. Voraussetzung
ist natürlich, das man auch richtig rechnen kann, möglichst ohne
nachrechnen zu müssen. :-)
Es scheint von Vorteil zu sein, wenn die Verbindungen möglichst kurz
sind. So habe ich alle Komponenten direkt aneinandergelötet
(SMD-Kondensator-Diode-Led), und habe die Lichtleistung eines 86%
Aufbaus nochmals verbessern können, so dass ich annehmen muss, die 90%
Marke geknackt zu haben.
Hier mal der mit einem Multimeter gemessene Wirkungsgrad einiger
Ringkerne. Am besten scheint eine 1cm große Spule abzuschneiden, noch
etwas besser wenn sie nochmals von Ferrit umgeben ist. So eine wie ganz
rechts. Aber diese misst 2.2cm.
Gaßtgeber schrieb:> Hier mal der mit einem Multimeter gemessene Wirkungsgrad einiger> Ringkerne.
...und wieviele dieser Kerne sind Funkentstördrosseln? Die werden
nämlich bewusst auf möglichst hohe Verluste ausgelegt.
Die Größe und Form des Kerns sagt wenig aus. Die Materialeigenschaften
des Kerns sind auch sehr wichtig. Beispiel Ringkern 8x4mm, η≈80%.
War ein Steuerübertrager in einer Energiesparlampe.
Interessant. Die Ringkerne hab ich über die Jahre gesammelt, da hab ich
von den Eigenschaften des Ferrites noch nichts gewusst. Rechts unten,
der ist aus einem PC-Netzteil, die Spule ganz rechts ist aus einem CRT
Monitor.
Ferritkernschürfer aufgepasst: Die Kondensatoren in den Geräten können
einen tödlichen elektrischen Schlag abgeben, da sie mit Hochspannung
geladen sein können. Da muss man sehr vorsichtig sein, genauso wie bei
Mikrowelle, Waschmaschine und co.
nr1 ist selber Kern, nr 3 sind Teilstücke einer CRT Monitor Spule. Der
lange Kern dürfte ein Mantelwellenfilter irgendeines Kabels gewesen
sein, also auch zur Entstörung; Dafür aber guter n-Wert.
Hier nochmals die Kerne im Überblick. Ich bin auf die Idee gekommen,
dass die Dichte des Kernmaterials mit dem Wirkungsgrad zusammenhängen
könnte. Nun hab ich mit einer improvisierten Balkenwaage und einer 20ml
Spritze das Gewicht austariert und mit einem Messschieber die Volumina
berechnet. Ganz hinten der Faktor der nahelegt, dass da wirklich ein
Zusammenhang besteht.
F. Fo schrieb:> Helge A. schrieb:>> War ein Steuerübertrager in einer Energiesparlampe.>> So wie du ihn dort benutzt?
Ich habe mit Kern Nr.5 den Aufbau von Helge nachgestellt, 5 Windungen
auf jede Seite, und ich komme exakt auf das gleiche Ergebnis wie in
meinem Testaufbau: (7 Windungen, doppelt, auf eine Stelle) von 69%.
Die Wicklung von Helge scheint sehr geeignet zu sein. Hab mal die
Primärwicklung auf 17 erhöht und die Steuerwicklung bei 7 gelassen.
Ergebnis ist wieder exakt das selbe.
Dann hab ich die bewährte 1cm Spule gemessen: 75% mit diesem
Versuchsaufbau. Ich denke, Spule ist günstiger als Ringkern. Die 80% von
Helge kann auch auf seinen restlichen Versuchsaufbau zurückzuführen
sein. Aber das Material ist eindeutig ausschlaggebender als die Form.
Ich kann mir vorstellen, dass diese Art von Pot Core bzw. Schalenkern
die besten Ergebnissen liefern könnte. Man wickelt den Draht auf die
Kunststoffspule und steckt jeweils eine Ferritschale oben und unten
darauf. Dann hat man die Form einer Spule, nur das Ganze ist außen auch
noch mit Ferrit umgeben.
Guten Abend
Verpass deinen Versuchsaufbauten dochmal eine primitive
Zweipunktregelung und mess mal dann den Wirkungsgrad im eingeschwungenen
Zustand.
Also Zener Diode (z.b. 3.3v) an den Ausgang, welche einen kleinen
Kondensator lädt(10nF) und dann über einen Widerstand(1k) zur Basis
eines zweiten Transistors(unkritisch welcher typ) welcher zwischen Basis
und Masse deines Haupttransistors liegt.
Eine Shunt Regelung würde zuviel Leistung am Shunt vernichten(mieser
Wirkungsgrad als vorher). Nur zur Erwähnung, falls jemand meint
konstanter Strom wäre sinnvoller.
gruss
schließe ich die Wicklung die mit auf dem Ringkern drauf ist nicht an
den Collektor an sondern gleich an + Led - dann addiert sich zur
Batteriespannung die induzierte Spannung. Dann leuchten beide in etwa
gleich hell, aber man bekommt nicht mehr Leistung. Schließt man die
Spule vom Ringkern oder der separaten Spule an C und E an, dann
verändert sich nichts.
Hier ein sehr guter Tipp, dieser Transistor hat die gleiche Performance
wie ein SS8050 es gibt ihn in einem gängigen Bauelemente Versandt:
SD 965 Japantransistor Ic=5A Ucbo=40V
Es gibt nur eine Handvoll Transistoren die so eine gute Performance mit
1,5V liefern.
Ansonsten gibt es ja Filter nach denen mal auswählen kann. Da fängt man
mit dem höchsten Ic an, oder der niedrigsten Spannung, je nachdem was
man wählen kann. Dann nimmt was gleich groß oder kleiner ist wie ein
TO-92 Kleinleistungstransistor. Das sollten die Typen sein die am
geeignetsten sind. Z.B.:
BC 868 SMD
BC 636
BC 368
BCP 68-25 SMD
BC 637
diese habe ich nicht getestet, sondern mit Hilfe des Filters
herausgesucht.
Gaßtgeber schrieb:> Ein Experiment: Eine Joule Thief, ein Ringkern 3 Wicklungen, 2 Leds.> Wenn ich die zweite Led an die dritte Wicklung anschließe wird die erste> Led halb so hell. Die Stromaufnahme bleibt gleich. Was begrenzt hier?> Der Transistor kann es nicht sein, es muss also der Ringkern sein. Ist> die Sättigung des Kernes also schon von der ersten Wicklung voll> ausgenutzt?
Ich such schon ne ganze Weile verzweifelt die 2.LED und die 3.Wicklung
..... wo sind die ?
Geht sowas mit einem FET auch ?