vorab: ich bin kein Freund von ebay. Aber manche Sachen bekommt man
anders einfach nicht los, wenn man sie denn nicht einfach wegwerfen
will.
-Telefunken-Röhrennetztrafo, mehrfach für 10€ Sofortkauf angeboten,
keiner.
Versteigerung ab 1€ : 28€
-passive nVidia-Grafikkarte. Für 5€ wollte die keiner, ab 1€ für 28€
weggegangen
-LM12CLK, keiner wollte sie für 25€ haben, Versteigerung für 47€
Was geht in den Leuten vor?? Macht der Jagdtrieb tatsächlich blöd? Oder
sind das nur zeitliche Zufälligkeiten?
Was viele wollen ist halt einfach interessanter.
Der erste bietet meist auch nur einen Euro, nach dem Motto, wenn ich es
bekomme ist gut, wenn nicht, auch.
Und dann irgendwann sehen es andere und bieten mit...
Ebay ist überschwemmt mit neuen Artikeln, als Bastler versucht man halt
sich diese durch Filterung vom Laib zu halten. Also Artikelzustand
gebraucht, Sofortkauf ausblenden, und schauen was übrig bleibt. Mit
deiner 1€ Auktion hast du sicherlich mehr potentielle Kundschaft
anlocken können.
Vermutlich ist beim Versteigern auch viel mit "Jetzt kaufen, sonst ist
es später weg und kommt nie wieder" mit dabei.
Dieses Gefühl von "einmalige Chance" hat man bei Sofortkauf nicht.
Die TV-Ramschhändler machen es ja genau so. "Nur noch 17 Stück auf
Lager" oder "Nur diese Stunde",...
Scheint ja zu funktionieren, deswegen machen die es. Und ich glaube, die
haben ihren research gemacht, so viel Kohle wie dahinter steckt.
Ja, irgendwie scheint es ja zu funktionieren.
Ich mach es aber eher andersherum wenn ich denn mal was suche, nur
Sofortkaufen. Tagelang warten und sich kurz vor Schluss überschlagen? So
rar ist selten was.
H.Joachim S. schrieb:> Ich mach es aber eher andersherum wenn ich denn mal was suche, nur> Sofortkaufen.
Es kommt halt immer drauf an, ob man es wirklich und am Besten gleich
und sofort braucht, oder ob es nur "nice to have" ist.
Wenn ich etwas gerne hätte, aber nicht um jeden Preis, dann biete ich
halt immer mal wieder mit.
>Tagelang warten und sich kurz vor Schluss überschlagen? So rar ist selten was.
Ja ohne Sinn und Verstand zu bieten, das muss nicht sein. Aber man sieht
ja bei Kunst und ähnlichen, was doch für einfache Dinge für manche viel
wert ist.
Eine Zeit lang hat man bei Ebay kistenweise Bücher für wenig Geld
bekommen, mittlerweile scheint man begriffen zu haben, das auch Bücher
etwas wert sind.
Eine ganze Kiste habe ich seit Jahren nicht mehr ersteigert.
Der Effekt ist unabhängig von ebay und dem Prinzip Versteigerung. Vor
Jahrzehnten musste ein Kollege im Rahmen eines Umzuges zwei
Küchenhängeschränke von Ikea loswerden. Mehrere Kleinanzeigen in den
damals verbreiteten Anzeigenblättern (Avis, AT, Melan ...) mit VB 20
DM/Stück brachten null Interesse. Irgendwann hatte er einen Geistesblitz
und hat den Kram parallel für fix 80 DM/stck inseriert. Er konnte sich
der Anrufe kaum erwehren ...
ein Grund dürften auch die Suchfilter sein
(automatische Benachrichtigung per e-mail)
wenn man LM12CLK (was auch immer das ist) "Schnäppchen" finden will,
gibt man eben 10€ Maximalbetrag ein..
man bekommt also für das 25€ Teil überhaupt keine Benachrichtigung, für
die 1€ Auktion aber schon
Robert L. schrieb:> man bekommt also für das 25€ Teil überhaupt keine Benachrichtigung, für> die 1€ Auktion aber schon
und dann gehts einem so, wie (angeblich) dem Frosch im Kochtopf…
(Bei der Geschichte mit dem Frosch handelt es sich um ein Märchen - wenn
es einem echten Frosch zu warm wird, springt er einfach aus dem Topf.)
H.Joachim S. schrieb:> Was geht in den Leuten vor??
Die allermeisten sortieren nach Preis, sehen also nur 1 EUR
und welche die höherpreisig starten also gar nicht mehr.
Daß sie dann beim mitbieten eventuell den Preis überschreiten,
den ein Artikl vor 4 Wochen schon mal gekostet hat, wissen sie
ja nicht.
Michael B. schrieb:> Daß sie dann beim mitbieten eventuell den Preis überschreiten,> den ein Artikl vor 4 Wochen schon mal gekostet hat, wissen sie> ja nicht.
Also wenn ich ein Sparfuchs bin werf ich vorher mal einen kurzen (oder
im Zweifel auch mal einen ausgiebigen) Blick auf die beendeten Auktionen
gleichartiger Artikel um zu sehen was geht.
IncreasingVoltage .. schrieb:> Vermutlich ist beim Versteigern auch viel mit "Jetzt kaufen, sonst ist> es später weg und kommt nie wieder" mit dabei.>> Dieses Gefühl von "einmalige Chance" hat man bei Sofortkauf nicht.
Ich frage mich gerade ob das selbe auch bei einer Rückwärtsauktion
funktioniert.
Was das ist (mit Rechenbeispiel):
https://www.preissetzung.de/hollaendische-auktion-rueckwaertsauktion/
H.Joachim S. schrieb:> Was geht in den Leuten vor?? Macht der Jagdtrieb tatsächlich blöd?
1. Für viele Leute ist Ebay immer noch das klassische Auktionshaus und
sie filtern SofortKauf einfach aus. Viele suchen auch gezielt nach den
Auktionen ab 1 Euro.
2. Viele wollen wenig bezahlen und bieten nach dem Motto: Wenn ich das
für paar Euro kriege, nehme ich das. Dann stehen da schon mal paar
Gebote an.
3. Wegen dem gigantischen Überfluss an Angeboten schauen Leute bevorzugt
nur da, wo andere Leute schon bieten. Die anderen sind sozusagen ein
weiteres Vorfilter. Wenn da so viele Leute bieten, muss man auch mal
schauen, was da abgeht.
4. Wenn man dann mitbietet, hat man oft schon viel Zeit mit Suchen
investiert und man will dann nicht nochmal neu suchen und nochmal viel
Zeit investieren. Dann legt man eben nochmal 10 oder 20 Euro oben drauf,
damit man einen Strich drunter machen kann. Man hat schließlich noch was
anderes zu tun.
Gustav K. schrieb:> H.Joachim S. schrieb:>> Was geht in den Leuten vor?? Macht der Jagdtrieb tatsächlich blöd?>> 1. Für viele Leute ist Ebay immer noch das klassische Auktionshaus und> sie filtern SofortKauf einfach aus. Viele suchen auch gezielt nach den> Auktionen ab 1 Euro.>
Selbst schuld.
> 2. Viele wollen wenig bezahlen und bieten nach dem Motto: Wenn ich das> für paar Euro kriege, nehme ich das.
Kann man machen.
> Dann stehen da schon mal paar> Gebote an.>> 3. Wegen dem gigantischen Überfluss an Angeboten schauen Leute bevorzugt> nur da, wo andere Leute schon bieten. Die anderen sind sozusagen ein> weiteres Vorfilter. Wenn da so viele Leute bieten, muss man auch mal> schauen, was da abgeht.>
Schön blöd ...
> 4. Wenn man dann mitbietet, hat man oft schon viel Zeit mit Suchen> investiert und man will dann nicht nochmal neu suchen und nochmal viel> Zeit investieren. Dann legt man eben nochmal 10 oder 20 Euro oben drauf,> damit man einen Strich drunter machen kann. Man hat schließlich noch was> anderes zu tun.
... und es nicht besser verdient.
Besonders amüsant finde ich die Spaßvögel, die 837 Auktionen ähnlicher
Artikel als Anbieter gleichzeitig laufen haben, aber darauf bestehen, es
sei ein Privatverkauf und der Erwerber habe lediglich das Recht,
ordentlich viel abzudrucken.
Wer besonders viel Spaß haben will, befasst sich mit den eBay
Kleinanzeigen!
ich hatte das bei den Auktionen, die mit 1EUR starteten eher so,
das es auch bei 1 Thaler blieb. Durchaus auch nach mehreren Geboten.
Deshalb:
Kleinanzeigen und drin stehen lassen.
Nach 2 Wochen löschen und neu rein stellen.
Vor langer Zeit war Ebay eine Auktionsplattform, auf der Privatleute
Auktionen von gebrauchten Dingen einstellen konnten. Seit über 5 Jahren
ist Ebay ein Versandhändler, der zum Festpreis Neuwaren von als
Subunternehmern eingespannten gewerblichen Händlern anbietet. Bei vielen
Dingen ist das Verhältnis Neu- zu Gebrauchtwaren 1:1000 oder 1:10000.
Dazu kommt die umgestellte Suche, die nichts mehr findet und den
Interessenten ganz bewußt Dinge anzeigt, die sie gar nicht wollen. Nicht
nur gekaufte Anzeigen von Konkurrenzprodukten, sondern auch völliger
Unsinn der "künstlichen Intelligenz", die die Ergebnisse würfelt.
Ein Labornetz* kann man schon lange nicht mehr suchen oder gar finden.
Als Verkäufer sieht man das auch an den Besucherzahlen, die höchstens
noch ein Zehntel bis ein Hundertstel von denen zu den besten Zeiten
betragen.
Eine Auktion für 1 Euro einzustellen, bedeutet meist auch, den Artikel
für einen Euro zu verkaufen. Liegt natürlich auch daran, daß wir seit 75
Jahren keinen Krieg mehr hatten. Alles was vor der geplanten
Obsololeszenz hergestellt wurde, ist noch erhalten und überschwemmt bei
Haushaltsauflösungen den Markt. Das sieht man auch auf Flohmärkten, wo
viele Stände ein Museum edler Haushaltswaren geworden sind. Und so gibt
es bei Ebay gar keinen Grund mehr, viel zu bieten, weil jeder Artikel
dauernd neu reinkommt und schon dutzendfach drin ist. Selbst eine
fünfzackige Nixieröhre mit Leninporträt zum XX. Parteitag der KpdSU.
Seit Sofortkaufen keine Einstellstrafe von 4 Euro und mehr kostet, habe
ich damit gute Erfahrungen gemacht. Den höchsten Preis gleicher
verkaufter Artikel nehmen, ein halbes oder ganzes Jahr immer wieder
einstellen und warten, und irgendwann kauft jemand für 70-100% dieses
Preises. Bis dahin steht das Zeug rum und schimmelt.
Ich fand es schöner, einfach eine Auktion für 1 Euro einzustellen und
durch gute Beschreibung und Bilder etwas mehr als die anderen zu
bekommen. Ebay hatte eine stabile Preisfindung, ähnlich wie bei
DAX-Aktien, und wenn man gerade mal ein Ferienwochenende erwischte,
bekam man halt etwas weniger als den Durchschnitt, aber selten nichts.
Das hat aber Ebay ganz bewußt zerstört. Ricardo wurde aufgekauft und
geschlossen. In der Schweiz hat man sich damit, soweit ich das von außen
sehen kann, diese guten alten Zeiten behalten. In Deutschland hat man
nun stattdessen eine Amikrake, die sich zum zweiten Amazon machen will.
Aktuell bedroht Ebay viele Händler mit lebenslanger Sperre, wenn sie
Kontaktdaten mit den Käufern austauschen. Ist das Mitlesen von privaten
Nachrichten in der EU überhaupt noch erlaubt?
viel besser wie Wollvieh kann man es nicht sagen. Ebay ist schon lange
nicht mehr das was es mal war.
Ebay Kleinanzeigen ist ja auch so ein Ding was nur ins Leben gerufen
wurde um den Gebrauchtmarkt von der Hauptplattform zu lösen
Das Bewertungssystem hat mich von ebay als Anbieter weg gebracht.
Käufer können den grössten Bockmist schreiben
und ein Anbieter kann keine Antort dagegen halten.
Nach der ersten neg. Bewertung, hatte da über 300 Verkäufe getätigt,
lief irgendwie garnichts mehr.
Eine "rote eins" wiegt offensichtlich viel schwerer
als alle anderen Sterne...
Wobei sich viele VK auch viel rausnehmen.
-Bilden einen VPE mit 10 Stück ab, im Angebot steht klein, sie bieten
auf ein Stück
-Artikelstandort Berlin, Versand erfolgt aber direkt aus China
-Bilden eine PV-Anlage ab, tatsächlich bietet man auf eine Beratung
usw.
Ich finds ehrlich gesagt nicht so schlimm. Und eben die einzige
Möglichkeit, theoretisch noch verwendbare, aber eben nicht mehr
benötigte Sachen noch einem sinnvollen Verwendungszweck zuzuführen. Und
der eine oder andere freut sich drüber und sucht genau das. Biete aber
nur alten Kram an der sich so im Lauf der Zeit angesammelt hat.
Verdienen kann man dabei nichts, da bleibt i.a. nur ein Taschengeld
über. Dennoch besser als direkt im Müll versenken. Und ich hatte auch
noch keinen Ärger mit komischen Käufern.
Um mal bei dem og. Röhrentrafo zu bleiben: solche Teile sind inzwischen
wirklich rar und es gibt Leute die sowas liebend gerne nehmen. Aber geh
mal in ein x-beliebiges Vakuumforum und biete was an - da kommen
Heerscharen von selbsternannten Aufpassern, die meinen dir erklären zu
müssen, dass das nicht so gern gesehen ist, bitte erst mal vorstellen,
eh zu teuer usw. Da habe ich gar keine Lust auf solche Wichser.
Ich habe mich einfach gewundert über das Kaufverhalten, aber nun ist mir
einiges klarer geworden.
H.Joachim S. schrieb:> Dennoch besser als direkt im Müll versenken.
das sehe auch in mittlerweile anders.
Wenn ich für ein Mutterbrett auf dem Schrottplatz mehr bekomme,
als in der Bucht für den ganzen PC,
wandert das Ding eben auf den Schrottplatz.
-und das leere Gehäuse geht dann für 10 EUR weg.
A. K. schrieb:> Max M. schrieb:>> Ebay ist schon lange nicht mehr das was es mal war.>> Ob Ebay wirklich jemals das war, was es mal war?
Ja. ich weiß echt nicht was da alle immer für ein Problem mit eBay
haben. Wenn da Gebrauchtes gut weg geht, dann wird auch wieder
gemeckert.
eBay brummt und ist der größte Marktplatz den es gibt. Und ohne große
Hürden für jeden Zugänglich. Was will man mehr.
Ich kaufe da sowohl RICHTIG ein, d.h. bei deutschen Händlern Neuware,
als auch China Elektronik, Bauteile, Kabel, Stecker usw. Und erst
letztens konnte ich gebrauchte Modellflug Sachen losschlagen.
Die These dass eBay nur noch gewerblich ist, ist schon immer da und war
schon immer falsch. Da tummelt sich alles wild gemischt. Ich finde das
super.
Was müssen da jetzt irgendwelche Altchen wieder rumgrandeln, habt ihr
keine spielenden Kinder in der Nachbarschaft dir ihr anbrüllen könnt?
Cyblord -. schrieb:> Die These dass eBay nur noch gewerblich ist, ist schon immer da und war> schon immer falsch. Da tummelt sich alles wild gemischt. Ich finde das> super.
Für den Käufer ist es ja auch prima, wenn Du plötzlich gewerblich
auftrittst, bloß weil Du die Münzsammlung aus Opas Nachlass stückweise
verhökerst. §§ 474 ff BGB sind eine feine Sache für den Käufer.
> Was müssen da jetzt irgendwelche Altchen wieder rumgrandeln, habt ihr> keine spielenden Kinder in der Nachbarschaft dir ihr anbrüllen könnt?
Wasche Dir bitte die Hände, wenn Du fertig bist.
Percy N. schrieb:> Für den Käufer ist es ja auch prima, wenn Du plötzlich gewerblich> auftrittst, bloß weil Du die Münzsammlung aus Opas Nachlass stückweise> verhökerst. §§ 474 ff BGB sind eine feine Sache für den Käufer.
Heul halt.
Percy N. schrieb:> Für den Käufer ist es ja auch prima, wenn Du plötzlich gewerblich> auftrittst, bloß weil Du die Münzsammlung aus Opas Nachlass stückweise> verhökerst. §§ 474 ff BGB sind eine feine Sache für den Käufer.>
Das ist aber allein Gesetzes Sache und hat doch nichts wirklich mit Ebay
zutun. WÄRE das als gewerblich einzustufen, würde das auch für
altmodische Zeitungsinserate und Aushänge am Brett im Supermarkt gelten.
Einzelne Stücke aus eine Erbschaft sind in der Regel aber kein Problem.
Was gewerblich gilt, ist zwar tendenziell eine Einzellfallsentscheidung,
aber soweit ich gelesen habe wird es erst bei hunderten Artikeln im
Jahr, oder bei mehreren gleichartigen Artikeln problematisch! Und
natürlich bei Neuware.
Gut, wenn man einzeln verkauft, kann das bei einer Münzsammlung
womöglich dazu kommen.
Was meinst du eigentlich genau? Gibt es Urteile wo Käufer in
Schwierigkeiten gekommen sind nachdem der Kauf hinterher als gewerblich
eingestuft wurde?
Denkbar wäre es wohl, dass man die 19% mwst. nachreichen müsste. Hab
aber noch nichts dergleichen gelesen. Das hätte nen Aufschrei gegeben.
Für ein paar Euro fährt das Finanzamt wahrwcheinlich nicht die Geschütze
auf, jeden Käufer anzuschreiben.
Cyblord -. schrieb:> Percy N. schrieb:>> Für den Käufer ist es ja auch prima, wenn Du plötzlich gewerblich>> auftrittst, bloß weil Du die Münzsammlung aus Opas Nachlass stückweise>> verhökerst. §§ 474 ff BGB sind eine feine Sache für den Käufer.>> Heul halt.
Warum sollte ich?
Ich habe den Vorteil davon ...
Irgendwann wirst vielleicht auch Du das verstehen.
Alex G. schrieb:> Percy N. schrieb:>> Für den Käufer ist es ja auch prima, wenn Du plötzlich gewerblich>> auftrittst, bloß weil Du die Münzsammlung aus Opas Nachlass stückweise>> verhökerst. §§ 474 ff BGB sind eine feine Sache für den Käufer.>>> Das ist aber allein Gesetzes Sache und hat doch nichts wirklich mit Ebay> zutun. WÄRE das als gewerblich einzustufen, würde das auch für> altmodische Zeitungsinserate und Aushänge am Brett im Supermarkt gelten.>
Du hast insoweit Recht, als es zB wesentlich auf den Umfang ankomnen
kann.
> Einzelne Stücke aus eine Erbschaft sind in der Regel aber kein Problem.> Was gewerblich gilt, ist zwar tendenziell eine Einzellfallsentscheidung,> aber soweit ich gelesen habe wird es erst bei hunderten Artikeln im> Jahr,
Weiter oben schrieb ich genau von dieser Konstellation.
> oder bei mehreren gleichartigen Artikeln problematisch! Und
Woraus besteht Deiner Meinung nach Opas Münzsammlung? Ein Krüger Rand,
zwei Kochlöffel und ein Märklin-Trafo?
> natürlich bei Neuware.> Gut, wenn man einzeln verkauft, kann das bei einer Münzsammlung> womöglich dazu kommen.>
Nicht nur da. Ich halte es zwar auch für unsinnig, aber selbst
derjenige, der "entwachsene" Kinderkleidung abstößt, handelt
möglicherweise gewerblich.
> Was meinst du eigentlich genau? Gibt es Urteile wo Käufer in> Schwierigkeiten gekommen sind nachdem der Kauf hinterher als gewerblich> eingestuft wurde?> Denkbar wäre es wohl, dass man die 19% mwst. nachreichen müsste. Hab
Das wäre das geringste Problem, zumal dafür der Jahresumsatz ziemlich
hoch srin müsste. Bei Opas Münzsammlung kann das natürlich passieren.
> aber noch nichts dergleichen gelesen. Das hätte nen Aufschrei gegeben.> Für ein paar Euro fährt das Finanzamt wahrwcheinlich nicht die Geschütze> auf, jeden Käufer anzuschreiben.
Nö, das wäre auch falsch. Der Verkäufer muss die Steuer abführen, soweit
sie angefallen ist, was selbst bei Vielverkäufern an der Bagatellgrenze
scheitern wird.
Das Problem ist eher die unabdingbare Sachmängelhaftung. Und diese
"Gesetzes Sache", wie Du es nennst, macht um ebay keinen Bogen.
Die psychologischen Phänomäne wurden ja schon ganz gut erklärt,
allerdings gibt es das auch anders herum:
Ich und meine Verflossene haben zu unserer Hochzeit vor über 25 Jahren
eine Austin Figur "Naked Embrace" (
https://www.pinterest.de/pin/569986896576300390/ ) geschenkt bekommen.
Meine "Ex" hat sich dann schnell aus dem Staub gemacht und hat mir die
Figur zum Trost zurückgelassen. Ihre Nachfolgerin - meine heutige Frau -
meinte, die Figur passe nicht in unser neues Heim, somit fristete sie
über 20 Jahre lang ein trostloses Dasein in einem Kellerregal - also die
Figur natürlich. Irgendwann hatte ich sie wieder in der Hand und wollte
sie entsorgen, fand es aber zu schade und habe sie doch noch auf Ebay
zur Auktion eingestellt (Startpreis 1 €), Ergebnis: keiner gekauft. Dann
nochmal verlängert, wieder keiner gekauft. 4 Wochen später für 50 €
Festpreis eingestellt, nach 2 Stunden war sie weg...
Mein Spatzl und ich gingen dann antändig davon essen.
Gruß
thoern
● J-A V. schrieb:> Wenn ich für ein Mutterbrett auf dem Schrottplatz mehr bekomme,> als in der Bucht für den ganzen PC,
Bekommst du aber nicht.
Cyblord -. schrieb:> Die These dass eBay nur noch gewerblich ist, ist schon immer da und war> schon immer falsch. Da tummelt sich alles wild gemischt
Na ja, viele private Anbieter sind auf das kostenlose eBay Kleinanzeige
gewechselt.
Allerdings ist dort der Betrugsfaktor grösser.
Percy N. schrieb:> aber selbst derjenige, der "entwachsene" Kinderkleidung abstößt,> handelt möglicherweise gewerblich.
Blödsinn.
Gekauft, 1 Jahr besessen, dann verkauft ist
1. sowieso ein Verlustgeschäft, da ist nix mit Steuern auf Gewinn
2. sowieso ausserhalb der Spekulationsgrenze
3. das Geschäft war sowieso nicht auf nachhaltigen gewinn ausgelegt
Michael B. schrieb:> ● J-A V. schrieb:>> Wenn ich für ein Mutterbrett auf dem Schrottplatz mehr bekomme,>> als in der Bucht für den ganzen PC,>> Bekommst du aber nicht.
na? wir wissen es wieder mal besser?
Einen PC für einen Euro verhökern,
weil man es gewagt hat einen solchen mit diesem Startpreis anzubieten,
ist also besser als 3EUR Schrottwert an der Presse?
erkläre mir bitte nicht wie meine Erfahrungen mit der Bucht sind.
und nein, ich fahre nicht nur für'n einzelnen Rechner dahin.
Michael B. schrieb:> Percy N. schrieb:>> aber selbst derjenige, der "entwachsene" Kinderkleidung abstößt,>> handelt möglicherweise gewerblich.>> Blödsinn.> Gekauft, 1 Jahr besessen, dann verkauft ist> 1. sowieso ein Verlustgeschäft, da ist nix mit Steuern auf Gewinn> 2. sowieso ausserhalb der Spekulationsgrenze> 3. das Geschäft war sowieso nicht auf nachhaltigen gewinn ausgelegt
Na prima, Du hast ausformuliert, warum ich es als unsinnig bezeichnet
habe. Glaubst Du wirklich, alle anderen hier wären begriffsstutzig?
Percy N. schrieb:> Das Problem ist eher die unabdingbare Sachmängelhaftung. Und diese> "Gesetzes Sache", wie Du es nennst, macht um ebay keinen Bogen.
Grade die ist aber eher ein Vorteil für den Käufer. Jedenfalls kein
Nachteil.
Oder hab ich die missverstanden dass du Probleme beim Kauf siehst?
Dass ein VERkäufer damit in die Bredulie geraten kann, ist klar,
allerdings kann man notfalls auch rückabwickeln.
Der Käufer hat zwar anspruch auf 3 Versuche Mängel zu beseitigen, aber
das Gesetz verlangt nichts unmögliches.
Percy N. schrieb:> Na prima, Du hast ausformuliert, warum ich es als unsinnig bezeichnet> habe. Glaubst Du wirklich, alle anderen hier wären begriffsstutzig?
Er hat ausgeführt wieso das Gesetz grade NICHT greift!
Michael B. schrieb:> Na ja, viele private Anbieter sind auf das kostenlose eBay Kleinanzeige> gewechselt.> Allerdings ist dort der Betrugsfaktor grösser.
Wobei ich bei Kleinanzeigen ausschließlich lokal suche und nur Abholung
akzeptiere. So ist das ja eigentlich auch gedacht. Kleinanzeigen und
dann via Versand ist albern. Natürlich wird da betrogen.
Für standortunabhängige Geschäfte nimmt man das richtige eBay.
Alex G. schrieb:> Percy N. schrieb:>> Das Problem ist eher die unabdingbare Sachmängelhaftung. Und diese>> "Gesetzes Sache", wie Du es nennst, macht um ebay keinen Bogen.> Grade die ist aber eher ein Vorteil für den Käufer. Jedenfalls kein> Nachteil.
Meine Rede!
> Oder hab ich die missverstanden dass du Probleme beim Kauf siehst?>> Der Käufer hat zwar anspruch auf 3 Versuche Mängel zu beseitigen, aber
Anderer Meinung nur der Gesetzgeber, vgl § 440 BGB.
> das Gesetz verlangt nichts unmögliches.>> Percy N. schrieb:>> Na prima, Du hast ausformuliert, warum ich es als unsinnig bezeichnet>> habe. Glaubst Du wirklich, alle anderen hier wären begriffsstutzig?> Er hat ausgeführt wieso das Gesetz grade NICHT greift!
Dann sehen wir drei das ähnlich, was aber nicht bedeuten muss, dass das
jeder Amtsrichter zwangsläufig genauso sehen muss. Leider sitzt
letzterer am längeren Hebel!
Aber immerhin scheint mindestens einer hier tatsächlich so
begriffsstutzig zu sein.
Hat eigentlich irgendjemand von denen, die hier eine tolle Meinung zu
Ebay haben, auch Erfahrung damit oder gar Kenntnis von Fakten?
Nur weil jeder Ebay kennt, heißt das noch lange nicht, daß jeder
qualifiziert mitreden kann, der schonmal eine Auktion angeschaut hat.
Dabei kommen dann so unsinnige Behauptungen raus, daß heute genau
gleichviele gewerbliche Neuwaren zum Sofortkaufen-Preis drin sind wie
vor 10 Jahren.
Beispiel Suche nach "BMW": 4 Millionen Treffer. Davon gerade mal 17000
gebrauchte Auktionen (gewerbliche noch nicht rausgerechnet.) Geht auch
mit "Fluke": 2500 zu 49. "Logische" Schlußfolgerung: Auf Ebay gibt es
wie früher nur Auktionen.
Genauso die Besuchszahlen auf Auktionen. Früher kamen da über die
Laufzeit mehrere 100 bei gängigen Artikeln, heute kann man froh sein,
wenn man einen halben bis ganzen Besucher pro Tag hat. Früher waren es
meist mehr Beobachter als heute Besucher.
Und es ist in egal welchem Bereich deutlich zu sehen, daß sehr viele
Auktionen weit unter dem Wert der Artikel ablaufen. Oft mit einem
einzigen Gebot, weil sich über die Laufzeit keine zwei Interessenten
mehr gleichzeitig fanden. Selbst wenn man sich weigert, Dingen einen
objektiv feststellbaren Wert zuzusprechen, erkennt man das an den
Preisspannen. Wenn ein Gerät, im vergleichbaren Zustand mal für 5 und
mal für 50 Euro weggeht, dann ist das keine stabile Preisbildung.
Hier hat doch niemand Apple angegriffen, nur Ebay, aber die
Reaktionsmuster sind bei einigen Leuten dieselben.
Wollvieh W. schrieb:> Hat eigentlich irgendjemand von denen, die hier eine tolle Meinung zu> Ebay haben, auch Erfahrung damit oder gar Kenntnis von Fakten?> Nur weil jeder Ebay kennt, heißt das noch lange nicht, daß jeder> qualifiziert mitreden kann, der schonmal eine Auktion angeschaut hat.
Nein, nur du hast Ahnung und Erfahrung. Alle anderen raten nur.
Ich lehne mich jetzt mal raus und behaupte ich habe schon mehr Zeug über
eBay vertickert und gekauft als du je besitzen wirst.
> Beispiel Suche nach "BMW": 4 Millionen Treffer. Davon gerade mal 17000> gebrauchte Auktionen (gewerbliche noch nicht rausgerechnet.) Geht auch> mit "Fluke": 2500 zu 49. "Logische" Schlußfolgerung: Auf Ebay gibt es> wie früher nur Auktionen.
Nur tun die gewerblichen Anbieter nicht weh. Im Gegenteil. Wieso sollte
man nur private Auktionen wollen? Wo steht dass das besser ist?
Aber privat gibt es eben immer noch viel bei eBay. Und das reicht.
> Genauso die Besuchszahlen auf Auktionen. Früher kamen da über die> Laufzeit mehrere 100 bei gängigen Artikeln, heute kann man froh sein,> wenn man einen halben bis ganzen Besucher pro Tag hat. Früher waren es> meist mehr Beobachter als heute Besucher.
Unsinn. Bauchgefühl. Durch nichts belegt.
> Hier hat doch niemand Apple angegriffen, nur Ebay, aber die> Reaktionsmuster sind bei einigen Leuten dieselben.
Nein andersrum. eBay ist groß und bekannt, darum ist es böse.
Automatisch. Wie Amazon, Google und Facebook. Ach und PayPal.
Percy N. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> ● J-A V. schrieb:>>> sind halt alles die gleichen Steuerbetrüger>>>> Vergiss die Hungerlöhne nicht.>> Und die Hehler!
Außerdem ist Bezos häßlich und er soll stinken. Hab ich gehört.
● J-A V. schrieb:> das sind die Leute, die dann meinen durch Sparsamkeit> (auch am falschen Ende) etwas geworden zu sein.
Man kann ja sparen, und trotzdem reinlich sein. Ich kaufe z.B.
gebrauchte Zahnbürsten und Einweg-Rasierer billig bei Ebay. Die sind so
gut wie neue, und tun noch viele Jahre ihren Dienst.
Manchmal muss man normale Supermärkte aber auch nicht verstehen.
In Frankreich hat einer im Supermarkt eine Konsole auf die Waage gelegt
und für 9EUR als Obst gekauft.
mit ner echtem Personal an der Kasse statt dieser SB-Kassen
wäre das nicht passiert
● J-A V. schrieb:> In Frankreich hat einer im Supermarkt eine Konsole auf die Waage gelegt> und für 9EUR als Obst gekauft.> mit ner echtem Personal an der Kasse statt dieser SB-Kassen> wäre das nicht passiert
Eigentlich hat der Typ von mir sogar sowas wie Bewunderung, einfache
Idee und so.
Aber dann geht der Depp nochmal in den gleichen Supermarkt und versucht
das nochmal abzuziehen....
Das SB Konzept hat sich bei Tankstellen ja genau so durchgesetzt wie es
auch bei Kassen sein wird.
Da könntest du auch einfach nach dem Tanken ohne zu zahlen weg fahren.
Dann sucht die Polizei halt per Überwachungskamera-Bilder nach einem.
Sollte beim Supermarkt nicht gänzlich anders sein.
Ich kenn das Selbstbedienungssystem bislang nur bei Ikea und Bauhaus. In
beiden Fällen jedenfalls sinnvoll.
Matthias S. schrieb:> Eigentlich hat der Typ von mir sogar sowas wie Bewunderung, einfache> Idee und so.
originalle Ideen ohne Personenschäden bewundere ich auch ;)
Man muss das System halt mit den eigenen Waffen schlagen
Alex G. schrieb:> Ich kenn das Selbstbedienungssystem bislang nur bei Ikea und Bauhaus. In> beiden Fällen jedenfalls sinnvoll.
Ich kenne das auch von einem Netto hier. Altstadtlage, praktisch nur zu
Fuß zu erreichen. Entsprechend machen da auch die wenigsten ihre
Wocheeinkäufe, sondern eher das was halt gerade ansteht.
Der hat hat eine seiner normalen Kassen abgebaut, damit nur noch 4, und
dafür 6 SB-Kassen hingestellt. Zusammen mit dem kontaktlosen Zahlen ist
es ein Traum wenn man nur schnell ein paar Scheiben Brot, Wurst & Jogurt
für die Brotzeit holt.
Tatsächlich fällt mir da aber auch auf, dass es immer wieder Kassen
gibt, an denen Artikel eingescannt, aber nicht bezahlt wurden. Mit ist
da meistens unbekannt, ob da die "Kunden" wegen irgendwelcher Probleme
dann zur normalen Kasse gewechselt sind, oder halt ohne zu bezahlen
gegangen sind.
Auch sind die Kassen dadurch auch blockiert, und dann läuft von den 6
SB-Kassen nur noch eine. Und auf den anderen Kassen stehen so viele
Leute an, dass die keine Zeit haben, sich mal schnell da drum zu
kümmern.
Unter'm Strich gehört sich da in meinen Augen eine extra Kassenperson
nur für die SB-Kassen her. So wie es z.B. Ikea auch hat.
Unsere beiden "Globus" (eigentlich wäre ja "Globen" der Plural) hier
haben übrigens nochmal ein anderes SB-Kassensystem. Da holt man sich zu
Beginn des Einkaufes so einen Scanner und alle Artikel die in den Wagen
landen, scannt man vor dem reinlegen.
Beim (SB-)Bezahlen braucht man dann nicht mal mehr seinen Einkaufswagen
leer räumen.
Matthias S. schrieb:> Unter'm Strich gehört sich da in meinen Augen eine extra Kassenperson> nur für die SB-Kassen her. So wie es z.B. Ikea auch hat.
Ja, bei Bauhaus ist da auch eine Person die anleitet wenn man das System
noch nicht benutzt hat.
> Unsere beiden "Globus" (eigentlich wäre ja "Globen" der Plural) hier> haben übrigens nochmal ein anderes SB-Kassensystem. Da holt man sich zu> Beginn des Einkaufes so einen Scanner und alle Artikel die in den Wagen> landen, scannt man vor dem reinlegen.> Beim (SB-)Bezahlen braucht man dann nicht mal mehr seinen Einkaufswagen> leer räumen.
Hmm, das hat dann aber schon recht viel Missbrauchspotential. Zu leicht
kann man was ungescanntes zwischen dem anderem Zeug verstecken und das
ist mir herkömmlicher Überwachungstechnik nicht wirklich erfassbar.
Höchstens wenn man dann irgendwie das Gewicht ganz exakt prüfen würde.
Genau das macht ein japanisches System habe ich mal gelesen und das gilt
auch als Schwachstelle da öfters False-Positives.
Interessant ist auch Amazons Methode. Massive Kamera-Ausstattung die
direkt erfasst was man aus dem Regal entnommen hat. Dann muss man
garnichts scannen und kann auch nichts verstecken.
Zuverlässigkeit war aber noch nicht bei 100%.
Alex G. schrieb:> Zuverlässigkeit war aber noch nicht bei 100%.
Aber bei 90%. Der Rest ist eingrepreist. Sind ja keine Billig Läden
welche das System im Moment nutzen. Sondern eher so 7Eleven Preise.