Auswertung Feuchtesensor?

OP #2083752
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Hallo, wollte mal fragen wie man diesen Feuchtesensor mit einem µC 
auswertet, das Datenblatt gibt außer den techn. Daten nichts her?

http://www.reichelt.de/Sensoren/KFS-140-FA/index.html?;ARTICLE=82301
http://www.reichelt.de/index.html?;ACTION=7;LA=28;OPEN=0;INDEX=0;FILENAME=B400%252FKFS140FA_dbd.pdf

Liefert der eine Wechselspannung die ich gleichrichten und glätten muss 
um das ganze an den ADC zu geben, muss die Frequenz ausgewertet werden 
oder braucht man gar einen Impedanzwandler?
#2083761
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Thomas O. schrieb:
> Liefert der eine Wechselspannung die ich gleichrichten und glätten muss
> um das ganze an den ADC zu geben, muss die Frequenz ausgewertet werden
> oder braucht man gar einen Impedanzwandler?

Nein, steht doch alles auf der Seite:

> Allgemeines
> Typ  kapazitiver Feuchtesensor
> Steigung  0,25 pF/%rF
> Temperaturbereich  -60 ... +150 °C

Das bedeutet, dass sich die Kapazität mit der Feuchtigkeit ändert.
Du musst also die Kapazität in eine Spannung oder Frequenz umwandeln, 
welche du leicht mit deinem µcontroller messen kannst.
OP #2083773
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hast du einen Vorschlag wie das aussehen könnte?

Kapazität würde ich so messen: Kondensator(Feuchtesensor) aufladen und 
beim Entladen die Zeit bis zu einer Schwelle messen natürlich über einen 
sehr hochohmigen Widerstand da die Kapazität ja sehr gering ist.

Könnte das so funktionieren?
Gast #2083815
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> http://www.reichelt.de/Sensoren/KFS-140-FA/index.h...

Bin ich blind, oder wollen die ihre Kunden veräppeln ?

Auf dem ganzen Datenblatt stehen keinerlei Genauigkeitsangaben.

Und auch auf hygrosense.com findet sich nichts anderes.

Lediglich 150pF+/-50pF, also -33%/+25%.

Die absolute Genauigkeit ist also unter aller Sau,
und selbst wenn man aber diesen Wert kalibrieren würde,
bleibt die Frage wie wiederholgenau das Ding nach Kalibrierung ist,
und wie präzise es die Steigung einhält.

Ein Hersteller, der KEINE belastbaren Angaben zur Genauigkeit
liefert, sondern nur solche Veraschrungszahlen wie "Hysterese
1.5%" die den Kunden irgendwas vorspiegeln sollen, ist
absolute vertrauensunwürdig.

Kauf dir lieber einen ordentlichen Sensor.

http://darisusgmbh.de/shop/index.php?cat=c881_Feuchte.html
http://www.tme.eu/de/katalog/feuchtigkeitsgeber_100525/

Die sind auch billiger.
#2083930
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Thomas O. schrieb:

> Kapazität würde ich so messen: Kondensator(Feuchtesensor) aufladen und
> beim Entladen die Zeit bis zu einer Schwelle messen natürlich über einen
> sehr hochohmigen Widerstand da die Kapazität ja sehr gering ist.

Eine Variante, die eine deutliche Entfernung zwischen Sensor und µC 
erlaubt: CMOS-555 Oszillator mit Feuchtesensor als Zeitkondensator bauen 
und Frequenz/Periode messen.
Gast #2085060
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> Eine Variante, die eine deutliche Entfernung zwischen Sensor und µC
> erlaubt: CMOS-555 Oszillator mit Feuchtesensor als Zeitkondensator bauen
> und Frequenz/Periode messen.

So machen es die Profis (na ja, die Chinesen)
http://www.hoperf.com/upfile/hh10d.pdf
vor allem mit dem Trick durch das EEPROM und
"Ausleseanleitung" trotz miserabler
Fertigungstoleranz eine Austauschbarkeit zu
erreichen.

Leider hat Pollin die nicht mehr.
#2085136
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MaWin schrieb:

> So machen es die Profis (na ja, die Chinesen)

;-)

Ich habe es mit einem HS1101 Aussensensor so realisiert, gemäss Vorbild 
im Datasheet. Die Messung der das Ergebnis nicht unerheblich 
beeinflussenden Streukapazität erwies sich als simpel: Sensorverlötung 
öffnen und ohne offiziellem Kondensator die Frequenz messen - das 
Ergebnis passte mit 6pF ungefähr in die erwartete Region. Vielleicht 
nicht die beste und genaueste Methode, aber Präzisionsmessung war bei 
dem Sensor sowieso nicht vorgesehen, die Kurve wichtiger als der 
absolute Wert.

Hum/Freq-Umsetzung ist recht praktisch, wenn der Sensor 10m entfernt 
sitzt und die beiderseitige Hardware nicht bei jedem Gewitter die 
Grätsche machen soll (und wenn doch, dann lieber den 74HC14 am Eingang 
als den LPC2119). Weit praktischer jedenfalls, als über diese 10m bloss 
wegen dem dämlichen EEPROM einen I2C verlegen zu müssen. Das Dings 
müsste man wahrscheinlich anfangs mal auslesen und dann ignorieren.

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