Pseudo/Drehstrom Haushaltsinstallation

Gast #4926575
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Hallo,

ich hab eine Frage bezüglich meiner Herdanschlussdose/Netzwerk. Es 
handelt sich dabei um eine solche Dose (unterputz) 
http://herdanschliessen.de/wp-content/uploads/2016/01/Herdanschlussdose.jpg 
welche wie im Bild angegeben angeschlossen ist. Auch die Farbgebung der 
Kabel ist identisch.

Was mich stutzig machte, dass ich zwischen L1,L2,L3|N 230V aber zwischen 
L1|L2 bzw. L2|L3 und L1|L3 keine ~400V messen kann. An meinem 
Stromzähler sah ich dann, dass nur L1 im Display steht, was laut 
Handbuch bedeutet, das nur Wechselstrom anliegt. Soweit so gut, ich hab 
also nur Wechselstrom.

Ich frage mich jetzt nur noch, wieso wurde diese Dose dann so 
angeschlossen? Und wieso wurde im Sicherungskasten alles so aufgebaut 
als ob man 3 Phasen hätte (3x16A Sicherungen)? Gibt es dazu eine 
sinnvolle Begründung?

Ein Problem bei dieser Verkabelung stellt jetzt zum Beispiel der 
Herdanschluss dar. Ich kann diesen nur 1-phasig betreiben um den 
N-Leiter nicht zu überlasten. Habe aber nur ein 5 poliges 
Herdanschlusskabel. Die zwei nicht verwendeten Außenleiter des 
Herdanschlusskabels in der Herdanschlussdose "baumeln" zu lassen, im 
Wissen das auf L2 und L3 -> L1 anliegt kommt mir nicht besonders schlau 
vor. Wie würdet ihr die 2 nicht verwendeten Leiter in der 
Herdanschlussdose abschließen und vor Kontakt schützen?

Gruß
Chris
Gast #4926592
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Chris schrieb:
> Ich frage mich jetzt nur noch, wieso wurde diese Dose dann so
> angeschlossen?
wie sollte sie denn sonst angeschlossen werden?

sieht es einfach als Verlängern für das Kabel. 5 Adern kommen von der 
Verteilung und gehen bis zu Herd - erst einmal alles gut.

> Und wieso wurde im Sicherungskasten alles so aufgebaut
> als ob man 3 Phasen hätte (3x16A Sicherungen)? Gibt es dazu eine
> sinnvolle Begründung?

Geplant und gebaut für 3 Phasen - später wollte jemand Geld sparen und 
hat nur Wechselstrom beantragt.

Man müsste in der Verteilung ein 25A LS einbauen und jeweils 2 Adern für 
Phase und N verwenden. Dann hat man aber das Problem das der GnGe zu 
dünn ist.

Oder einfach auf Drehstrom umstellen.
(Firma: matzetronics) #4926594
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Gleich fallen sie wieder über uns her. Ich würde aber trotzdem den Herd 
so beschalten, als hättest du 2 Phasen (also auf 2 LS 16A verteilen), 
und den dann überzähligen Aussenleiter als zweiten N zurückführen. Dann 
hast du ausreichende Kabelquerschnitte und nur das Problem, den neuen N 
entsprechend zu markieren und in der Unterverteilung mit auf N zu legen.
#4926596
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Also wenn die Dose tatsächlich mit 3 mal L1 belegt ist, ist die 
Konstruktion fahrlässig und falsch.

Allerdings halte ich deinen Beitrag für einen dämlichen Trollbeitrag. 
Die Dose ist überhaupt nicht angeschlossen. Es ist nur das flexible 
Kabel montiert, das zum Herd führt, und es geht gar keine Spannung in 
die Dose hinein. PE Oben in der Mitte wird, selbst wenn sie etwas länger 
ist,  zumindest nicht als letzte abgerissen, wenn man das Kabel durch 
die Zugentlastung zieht.

Man merkt wieder ein mal, daß es sinnvoll ist, wenn man 
Elektronstallationsarbeiten nur Elektrikern überlässt. Also: Überlasse 
den Herdanschluss einem Elektriker wie es auch vorgeschrieben ist und 
stell hier beine Trollfragen.
Gast #4926625
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Ich kann mich an kaum was erinnern, was du nicht für einen Trollbeitrag 
gehalten hast. Lauter Trolle!!1

Occams Razor: Erkläre nichts mit Dummheit oder bösem Willen, was sich 
auch durch Faulheit ausreichend gut erklären lässt.
#4926673
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Matthias S. schrieb:

> das Problem, den neuen N
> entsprechend zu markieren und in der Unterverteilung mit auf N zu legen.

Während die Zuordnung "gelbgrün" und SL zwingend ist, trifft das für
"blau" und N nicht zu. Trotzdem würde ich den "neuen" N mit blauem
Isolierband umwickeln, um Missverständnisse zu vermeiden. Grundsätz-
lich verlasse ich mich bei Arbeiten in fremden Installationen aber
nie auf die Farben, sondern messe immer nach.
Gast #4927164
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Chris schrieb:

>
> Ich frage mich jetzt nur noch, wieso wurde diese Dose dann so
> angeschlossen? Und wieso wurde im Sicherungskasten alles so aufgebaut
> als ob man 3 Phasen hätte (3x16A Sicherungen)? Gibt es dazu eine
> sinnvolle Begründung?
>

Wie alt ist das Gebäude?
Der Sicherungskasten selber könnte ja auch ggf. schon einmal neu 
ausgestattet worden sein.

In den 60ern evtl. auch noch bis in die 70ger war das wohl nicht 
unüblich.
Bei mir waren es ursprünglich 3x10A mit einem 5adrigen Kabel. Jetzt 
werden eben nur noch zwei Adern benutzt und eine ist abgeklemmt.
Alle Platten auf Dampf und gleichzeitg backen fällt halt flach bis zur 
ersten Kernsanierung.
Gast #4927305
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Die DREWAG-Netz hat mir soeben endlich meine Anfrage beantwortet, dass 
ein Elektriker vor Ort die Installation begutachten muss, und falls 
dieser das Okay gibt ein Drehstromzähler eingebaut werden könnte.

Ich frage mich da gerade nur wieso alles vorbereitet wurde, nur der 
Zähler nicht passt? Nun gut vielleicht bekomme ich ja bald Drehstrom 
dann hat sich das Problem mit dem Herd eh erledigt.

Danke für die vielen Infos, damit konnte ich mein eingestaubtes 
E-Technik wissen updaten und ebenfalls der Drewag-Netz und meinem 
Vermieter mit fundierten Wissen begegnen. Ich entschuldige falls der 
Startthread zu "trollig" ist, war nicht beabsichtigt.
#4927692
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Wenn ich mir das Bild vom Verteiler betrachte,ist hier der Pfusch.
Der Sicherungszugang erfolgt immer von unten,deswegen gibt es auch DS-
Kammschienen.
Sicherungsabgänge sind immer oben. Das hat mit Sicherheit keine Firma
Installiert oder der zuständige Meister sollte seinen Meisterbrief 
abgeben.
Gast #4927779
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Tommi schrieb:
> Bei Drehstrom muessen die drei Phasen gemeinsam abgesichert sein. Den
> Sicherungsautomat zu tauschen sollte aber kein Problem sein.

so genau ist das beim Herd nicht definiert. Dann er ist eigentlich kein 
Drehstrom Verbraucher. 3 einzelne Sicherungen sind hier üblich.
Gast #4927780
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Frank T. schrieb:
> Wenn ich mir das Bild vom Verteiler betrachte,ist hier der Pfusch.
> Der Sicherungszugang erfolgt immer von unten,deswegen gibt es auch DS-
> Kammschienen.
> Sicherungsabgänge sind immer oben. Das hat mit Sicherheit keine Firma

Es ist beides zulässig, wenn ich nicht üblich. Oft geht man auch oben in 
den FI rein um dann unten auf die Kammschiene zu gehen.

Es gibt zumindest keine Vorschrift wo drin steht, wie man es zu machen 
hast.

> Installiert oder der zuständige Meister sollte seinen Meisterbrief
> abgeben.
oder er hat mehr wissen als du. Es gibt keine schönheitspreis für eine 
Verteilung.
(Firma: matzetronics) #4927845
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Man kann den Installateuren höchstens vorwerfen, das sie mit den Farben 
der Phasenleitungen nicht ganz konsequent waren. Aber da habe ich von 
Fachbetrieben schon viel schlimmere Sachen gesehen als diesen Kasten, wo 
sich sogar jemand mit dem Abwinkeln der Kabel immerhin ein wenig Mühe 
gemacht hat.
Der FI sollte allerdings wirklich ein 40A Typ werden, da hat jemand zu 
sehr gespart.

Frank T. schrieb:
> Der Sicherungszugang erfolgt immer von unten,deswegen gibt es auch DS-
> Kammschienen.
> Sicherungsabgänge sind immer oben.

Nö, wie hinz schon sagte. Wäre das so, müssten an den LS und FI 
Beschriftungen sein, wie es richtig zu machen wäre. Bei 
Einschraubsicherungen hast du recht, da war das vorgeschrieben, aber 
nicht bei diesen Gerätschaften hier.
Ich habe damit selber rumexperimentiert, sowohl dem LS als auch dem FI 
ist es völlig egal, wo Ein- und Ausgang sind, auslösen tun sie immer wie 
gewünscht.
Gast #4927919
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Frank T. schrieb:
> Na denn,verbindet mal oben 8 aufgerastete Automaten mit 1 aufgeraseten
> FI mit
> einer 11TE DS-Kammschiene. Das möchte ich auf einem Foto sehen.

wo sieht du da ein Problem? Klar müssen das Automaten sein, wo man 
Kammschiene oben reinstecken kann - geht nicht bei allen Herstellern.

Oder wegen der 11er länge?
Gast #4928209
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Hi

ihr hab recht der Zähler muss nicht ausgewechselt werden, sehr wohl muss 
die Beschaltung erneuert/verändert werden.

Zu dem NYM Kabel: Der Herd steht mitten im Raum, integriert in einer 
Kücheninsel. Daher musste von der einen Wandseite die Herdanschlussdose 
verlängert werden (Länge 3m). Dazu wurde ein NYM 5-poliges 2.5mm^2 Kabel 
überputz oberhalb des Sockels verlegt und fixiert! Am anderen Ende 
befindet sich eine Verteilerdose/Abzweigdose an der dann mittels 
flexiblen Kabel der Herd angeschlossen wird.

Gruß,
Chris
Gast #4928646
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Hallo,

in unserem vor einiger Zeit erwobenem Haus lag eine 4-adrige flexible 
Leitung unter Putz vom Sicherungskasten zum Herd ohne Anschlußdose. Im 
Herd waren jeweils gn/ge und bl sowie sw und sw in Lüsterklemme zusammen 
gezwirbelt. Im Sicherungskasten desgleichen an 20A Porzellansicherung. 
Ohne Schutzleiter! Ist nach Angabe der Vorbesitzer ca. 50 Jahre so 
benutzt worden...

Schönen Abend noch
Rainer

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