Hallo,
ich hab eine Frage bezüglich meiner Herdanschlussdose/Netzwerk. Es
handelt sich dabei um eine solche Dose (unterputz)
http://herdanschliessen.de/wp-content/uploads/2016/01/Herdanschlussdose.jpg
welche wie im Bild angegeben angeschlossen ist. Auch die Farbgebung der
Kabel ist identisch.
Was mich stutzig machte, dass ich zwischen L1,L2,L3|N 230V aber zwischen
L1|L2 bzw. L2|L3 und L1|L3 keine ~400V messen kann. An meinem
Stromzähler sah ich dann, dass nur L1 im Display steht, was laut
Handbuch bedeutet, das nur Wechselstrom anliegt. Soweit so gut, ich hab
also nur Wechselstrom.
Ich frage mich jetzt nur noch, wieso wurde diese Dose dann so
angeschlossen? Und wieso wurde im Sicherungskasten alles so aufgebaut
als ob man 3 Phasen hätte (3x16A Sicherungen)? Gibt es dazu eine
sinnvolle Begründung?
Ein Problem bei dieser Verkabelung stellt jetzt zum Beispiel der
Herdanschluss dar. Ich kann diesen nur 1-phasig betreiben um den
N-Leiter nicht zu überlasten. Habe aber nur ein 5 poliges
Herdanschlusskabel. Die zwei nicht verwendeten Außenleiter des
Herdanschlusskabels in der Herdanschlussdose "baumeln" zu lassen, im
Wissen das auf L2 und L3 -> L1 anliegt kommt mir nicht besonders schlau
vor. Wie würdet ihr die 2 nicht verwendeten Leiter in der
Herdanschlussdose abschließen und vor Kontakt schützen?
Gruß
Chris
Chris schrieb:> Ich frage mich jetzt nur noch, wieso wurde diese Dose dann so> angeschlossen?
wie sollte sie denn sonst angeschlossen werden?
sieht es einfach als Verlängern für das Kabel. 5 Adern kommen von der
Verteilung und gehen bis zu Herd - erst einmal alles gut.
> Und wieso wurde im Sicherungskasten alles so aufgebaut> als ob man 3 Phasen hätte (3x16A Sicherungen)? Gibt es dazu eine> sinnvolle Begründung?
Geplant und gebaut für 3 Phasen - später wollte jemand Geld sparen und
hat nur Wechselstrom beantragt.
Man müsste in der Verteilung ein 25A LS einbauen und jeweils 2 Adern für
Phase und N verwenden. Dann hat man aber das Problem das der GnGe zu
dünn ist.
Oder einfach auf Drehstrom umstellen.
Gleich fallen sie wieder über uns her. Ich würde aber trotzdem den Herd
so beschalten, als hättest du 2 Phasen (also auf 2 LS 16A verteilen),
und den dann überzähligen Aussenleiter als zweiten N zurückführen. Dann
hast du ausreichende Kabelquerschnitte und nur das Problem, den neuen N
entsprechend zu markieren und in der Unterverteilung mit auf N zu legen.
Also wenn die Dose tatsächlich mit 3 mal L1 belegt ist, ist die
Konstruktion fahrlässig und falsch.
Allerdings halte ich deinen Beitrag für einen dämlichen Trollbeitrag.
Die Dose ist überhaupt nicht angeschlossen. Es ist nur das flexible
Kabel montiert, das zum Herd führt, und es geht gar keine Spannung in
die Dose hinein. PE Oben in der Mitte wird, selbst wenn sie etwas länger
ist, zumindest nicht als letzte abgerissen, wenn man das Kabel durch
die Zugentlastung zieht.
Man merkt wieder ein mal, daß es sinnvoll ist, wenn man
Elektronstallationsarbeiten nur Elektrikern überlässt. Also: Überlasse
den Herdanschluss einem Elektriker wie es auch vorgeschrieben ist und
stell hier beine Trollfragen.
Ich kann mich an kaum was erinnern, was du nicht für einen Trollbeitrag
gehalten hast. Lauter Trolle!!1
Occams Razor: Erkläre nichts mit Dummheit oder bösem Willen, was sich
auch durch Faulheit ausreichend gut erklären lässt.
Matthias S. schrieb:> das Problem, den neuen N> entsprechend zu markieren und in der Unterverteilung mit auf N zu legen.
Während die Zuordnung "gelbgrün" und SL zwingend ist, trifft das für
"blau" und N nicht zu. Trotzdem würde ich den "neuen" N mit blauem
Isolierband umwickeln, um Missverständnisse zu vermeiden. Grundsätz-
lich verlasse ich mich bei Arbeiten in fremden Installationen aber
nie auf die Farben, sondern messe immer nach.
Michael B. schrieb:> Die Dose ist überhaupt nicht angeschlossen. Es ist nur das flexible> Kabel montiert, das zum Herd führt, und es geht gar keine Spannung in> die Dose hinein.
Der To schreib ja auch "... eine Dose wie im Bild", nicht dass das Bild
ein Photo seiner Dose wäre.
Falsch bleibt es mit nur einer Phase in der Unterverteilung trotzdem.
Thomas F. schrieb:> eine Dose wie im Bild", nicht dass das Bild ein Photo seiner Dose wäre.
Sag ich doch, er hat keine, kann sie daher auch nicht photographieren,
er trollt bloss, das ist in kurzer Zeit zumindest der dritte
Elektroinstallationstrollthread.
Sorry, habe den Thread von der Arbeit aus erstellt. Werde wenn ich nach
Hause komme ein Bild von der Dose machen und jeweils die Spannungen
einzeichnen.
> Grundsätzlich verlasse ich mich bei Arbeiten in fremden Installationen> aber nie auf die Farben, sondern messe immer nach.
Es gibt also doch noch Leute, die mal etwas davon gehört haben:
https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnf_Sicherheitsregeln
Chris schrieb:>> Ich frage mich jetzt nur noch, wieso wurde diese Dose dann so> angeschlossen? Und wieso wurde im Sicherungskasten alles so aufgebaut> als ob man 3 Phasen hätte (3x16A Sicherungen)? Gibt es dazu eine> sinnvolle Begründung?>
Wie alt ist das Gebäude?
Der Sicherungskasten selber könnte ja auch ggf. schon einmal neu
ausgestattet worden sein.
In den 60ern evtl. auch noch bis in die 70ger war das wohl nicht
unüblich.
Bei mir waren es ursprünglich 3x10A mit einem 5adrigen Kabel. Jetzt
werden eben nur noch zwei Adern benutzt und eine ist abgeklemmt.
Alle Platten auf Dampf und gleichzeitg backen fällt halt flach bis zur
ersten Kernsanierung.
So hier die Bilder.
Alter des Gebäude ist schwer festzusetzen. Das Objekt liegt in Dresden
und Sanierungen wurden/werden Stückchen für Stückchen erledigt.
Chris schrieb:> So hier die Bilder.
sieht doch gar nicht so schlecht aus. In der Verteilung ist alles auf 3
Phasen ausgelegt. Irgendwo muss ja die Brücke von einer Phase auf 3
Phasen gemacht werden.
Wie sieht es unter der Abdeckung über den Zähler aus?
Die DREWAG-Netz hat mir soeben endlich meine Anfrage beantwortet, dass
ein Elektriker vor Ort die Installation begutachten muss, und falls
dieser das Okay gibt ein Drehstromzähler eingebaut werden könnte.
Ich frage mich da gerade nur wieso alles vorbereitet wurde, nur der
Zähler nicht passt? Nun gut vielleicht bekomme ich ja bald Drehstrom
dann hat sich das Problem mit dem Herd eh erledigt.
Danke für die vielen Infos, damit konnte ich mein eingestaubtes
E-Technik wissen updaten und ebenfalls der Drewag-Netz und meinem
Vermieter mit fundierten Wissen begegnen. Ich entschuldige falls der
Startthread zu "trollig" ist, war nicht beabsichtigt.
Chris schrieb:> Ich frage mich da gerade nur wieso alles vorbereitet wurde, nur der> Zähler nicht passt?
weil Wechselstrom billiger als Drehstrom ist. (zumindest der Grundpreis)
- da wollte wohl jemand sparen.
Chris schrieb:> 20170307_174801.jpg>> 210 KB, 50 Downloads
Das Kabel von der Herdanschlussdose zum Herd muss flexible Leitung (z.B.
H05-VV 5G2.5) sein, nicht NYM.
THOR schrieb:> Occams Razor: Erkläre nichts mit Dummheit oder bösem Willen, was sich> auch durch Faulheit ausreichend gut erklären lässt.
„Schreibe nicht der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend
erklärbar ist“
https://de.wikipedia.org/wiki/Hanlon%E2%80%99s_Razor
Chris schrieb:> Nun gut vielleicht bekomme ich ja bald Drehstrom> dann hat sich das Problem mit dem Herd eh erledigt.> Ich frage mich da gerade nur wieso alles vorbereitet> wurde, nur der Zähler nicht passt?
Drehstrom ist teurer als Wechselstrom. Du solltest Dich also
vor dem Umbau bei Deinem EVU nach den Kosten erkundigen.
Chris schrieb:> Ich frage mich da gerade nur wieso alles vorbereitet wurde, nur der> Zähler nicht passt?
Bzgl. "nur":
Bei Drehstrom muessen die drei Phasen gemeinsam abgesichert sein. Den
Sicherungsautomat zu tauschen sollte aber kein Problem sein.
Wenn ich mir das Bild vom Verteiler betrachte,ist hier der Pfusch.
Der Sicherungszugang erfolgt immer von unten,deswegen gibt es auch DS-
Kammschienen.
Sicherungsabgänge sind immer oben. Das hat mit Sicherheit keine Firma
Installiert oder der zuständige Meister sollte seinen Meisterbrief
abgeben.
Tommi schrieb:> Bei Drehstrom muessen die drei Phasen gemeinsam abgesichert sein. Den> Sicherungsautomat zu tauschen sollte aber kein Problem sein.
so genau ist das beim Herd nicht definiert. Dann er ist eigentlich kein
Drehstrom Verbraucher. 3 einzelne Sicherungen sind hier üblich.
Frank T. schrieb:> Wenn ich mir das Bild vom Verteiler betrachte,ist hier der Pfusch.> Der Sicherungszugang erfolgt immer von unten,deswegen gibt es auch DS-> Kammschienen.> Sicherungsabgänge sind immer oben. Das hat mit Sicherheit keine Firma
Es ist beides zulässig, wenn ich nicht üblich. Oft geht man auch oben in
den FI rein um dann unten auf die Kammschiene zu gehen.
Es gibt zumindest keine Vorschrift wo drin steht, wie man es zu machen
hast.
> Installiert oder der zuständige Meister sollte seinen Meisterbrief> abgeben.
oder er hat mehr wissen als du. Es gibt keine schönheitspreis für eine
Verteilung.
Man kann den Installateuren höchstens vorwerfen, das sie mit den Farben
der Phasenleitungen nicht ganz konsequent waren. Aber da habe ich von
Fachbetrieben schon viel schlimmere Sachen gesehen als diesen Kasten, wo
sich sogar jemand mit dem Abwinkeln der Kabel immerhin ein wenig Mühe
gemacht hat.
Der FI sollte allerdings wirklich ein 40A Typ werden, da hat jemand zu
sehr gespart.
Frank T. schrieb:> Der Sicherungszugang erfolgt immer von unten,deswegen gibt es auch DS-> Kammschienen.> Sicherungsabgänge sind immer oben.
Nö, wie hinz schon sagte. Wäre das so, müssten an den LS und FI
Beschriftungen sein, wie es richtig zu machen wäre. Bei
Einschraubsicherungen hast du recht, da war das vorgeschrieben, aber
nicht bei diesen Gerätschaften hier.
Ich habe damit selber rumexperimentiert, sowohl dem LS als auch dem FI
ist es völlig egal, wo Ein- und Ausgang sind, auslösen tun sie immer wie
gewünscht.
Frank T. schrieb:> Na denn,verbindet mal oben 8 aufgerastete Automaten mit 1 aufgeraseten> FI mit> einer 11TE DS-Kammschiene. Das möchte ich auf einem Foto sehen.
wo sieht du da ein Problem? Klar müssen das Automaten sein, wo man
Kammschiene oben reinstecken kann - geht nicht bei allen Herstellern.
Oder wegen der 11er länge?
Frank T. schrieb:> Das Problem ist je nach Hersteller ein Höhenunterschied von bis zu 8mm> zwischen Automaten und FI.
naja, die Hersteller die Kammschienen oben vorsehen, habe dann keinen
Höhenunterschied.
Hi
ihr hab recht der Zähler muss nicht ausgewechselt werden, sehr wohl muss
die Beschaltung erneuert/verändert werden.
Zu dem NYM Kabel: Der Herd steht mitten im Raum, integriert in einer
Kücheninsel. Daher musste von der einen Wandseite die Herdanschlussdose
verlängert werden (Länge 3m). Dazu wurde ein NYM 5-poliges 2.5mm^2 Kabel
überputz oberhalb des Sockels verlegt und fixiert! Am anderen Ende
befindet sich eine Verteilerdose/Abzweigdose an der dann mittels
flexiblen Kabel der Herd angeschlossen wird.
Gruß,
Chris
Hallo,
in unserem vor einiger Zeit erwobenem Haus lag eine 4-adrige flexible
Leitung unter Putz vom Sicherungskasten zum Herd ohne Anschlußdose. Im
Herd waren jeweils gn/ge und bl sowie sw und sw in Lüsterklemme zusammen
gezwirbelt. Im Sicherungskasten desgleichen an 20A Porzellansicherung.
Ohne Schutzleiter! Ist nach Angabe der Vorbesitzer ca. 50 Jahre so
benutzt worden...
Schönen Abend noch
Rainer