Stromzähler zählen z.T. deutlich zu viel Uni Twente

#4925011
Lesenswert?

Je nach Modell und Last bis zu 582%
"The greatest inaccuracies were seen when dimmers combined with energy 
saving light bulbs and LED bulbs were connected to the system."
Das freut den Stromsparer doch mal so richtig nach den ganzen 
Verteuerungen der letzten Jahre...
https://www.utwente.nl/en/news/!/2017/3/313543/electronic-energy-meters-false-readings-almost-six-times-higher-than-actual-energy-consumption
#4925025
Lesenswert?

Arc N. schrieb:
> Je nach Modell und Last bis zu 582%
> "The greatest inaccuracies were seen when dimmers combined with energy
> saving light bulbs and LED bulbs were connected to the system."
> Das freut den Stromsparer doch mal so richtig nach den ganzen
> Verteuerungen der letzten Jahre...
> https://www.utwente.nl/en/news/!/2017/3/313543/ele...

Zuerst dachte ich: Unsinn, da hat einer Geräte gemessen nach dem sie per 
Magnet von aussen lahmgelegt worden sind.

Aber dann

http://ieeexplore.ieee.org/document/7866234/
http://ieeexplore.ieee.org/document/7739298/

Leider bin ich kein IEEE Mitglied.
#4925930
Lesenswert?

Der Andere schrieb:
> Und welche der beiden Aussagen stimmt jetzt nicht?

Es stimmt quasi beides ;D

Der Stromverbrauch sämtlicher zur Messung gehörender Artikel und 
Zusatzgeräte geht zu Lasten des Netzbetreibers. Ganz egal ob 
Ferrariszähler, SmartMeter, Schaltuhr, Wandler oder Modem. Alles andere 
stellt einen Verstoß gegen die Eichgesetze dar. Genaueres kann ich jetzt 
leider nicht liefern.

Wie gesagt, grundsätzlich geht der Stromverbrauch IMMER zu Lasten des 
Netzbetreibers. Allerdings werden diese kW/h dann (genauso wie die 
allgemeinen Netzverluste) über die in den Netzentgelten enthaltenen 
Verlustkilowattstunden den Kunden in Rechnung gestellt. Diese müssen 
übrigens immer auf der Homepage der Netzbetreiber veröffentlicht werden.

PS: Auch die Stromdiebstähle werden so der Allgemeinheit in Rechnung 
gestellt. Der Netzbetreiber trägt hier keinen Schaden davon. Nur der 
Lieferant bleibt auf den Kosten sitzen, wenn die Rechnung nicht bezahlt 
wird (dazu müssen aber auch die kW/h erfasst werden, was bei 
manipulierten/überbrückten Zählern ja nicht der Fall sein kann).

PPS: In Deutschland darf ein Ferrariszähler im ungünstigsten Fall sogar 
+-8% Toleranz haben.
Gast #4925952
Lesenswert?

Arc N. schrieb:
> Bernd schrieb:
>> Kann das hier in De auch Passieren? Eher nicht, Energiezähler benötigen
>> recht strenge Auflagen wie z.B MID-Zulassung.
>
> Sind die Niederlande aus der EU ausgetreten?
>
> @Kein IEEE-Mitglied: Es gibt seit einigen Jahren eine Seite, die einen
> Wikipedia-Eintrag hat und mit Sci- anfängt und z.Z. mit Hub.ac
> aufhört...

Auf https://sci-hub.ac/ ist der Artikel noch nicht :angekommen'.
#4926148
Lesenswert?

Kurt schrieb:
> Arc N. schrieb:
>> @Kein IEEE-Mitglied: Es gibt seit einigen Jahren eine Seite, die einen
>> Wikipedia-Eintrag hat und mit Sci- anfängt und z.Z. mit Hub.ac
>> aufhört...
>
> Auf https://sci-hub.ac/ ist der Artikel noch nicht :angekommen'.

Eine Suche dort mit dem DOI 10.1109/MEMC.2016.7866234 fördert bei mir 
das Dokument zu Tage.
Gast #4926597
Lesenswert?

Christian K. schrieb:
> Kurt schrieb:
>> Arc N. schrieb:
>>> @Kein IEEE-Mitglied: Es gibt seit einigen Jahren eine Seite, die einen
>>> Wikipedia-Eintrag hat und mit Sci- anfängt und z.Z. mit Hub.ac
>>> aufhört...
>>
>> Auf https://sci-hub.ac/ ist der Artikel noch nicht :angekommen'.
>
> Eine Suche dort mit dem DOI 10.1109/MEMC.2016.7866234 fördert bei mir
> das Dokument zu Tage.

Danke.
Gast #4927166
Lesenswert?

Torben H. schrieb:
> Der Stromverbrauch sämtlicher zur Messung gehörender Artikel und
> Zusatzgeräte geht zu Lasten des Netzbetreibers.

Wie schon gesagt:
Beim Ferrariszähler liegt die Last in Reihe mit der Stromspule (bei 
jeder Phase), die Netzspannung wird vor dieser Spule gemessen.
Die Spannung an der Last ist etwas geringer; die (relativ kleine) 
Wirkleistung dieser Spule bezahlt der Kunde.
#4927575
Lesenswert?

Uhu U. schrieb:
> Was sind static und electronic energy meters?

Da steht "oder".

Schau mal hier:
http://www.reiljp.com/spmeter.html

Da steht:"Static Energy Meter is based on state-of-the-art electronics 
technology."

Dieses "Static" hat also die Bedeutung von "aktuelle oder moderne 
Technologie".

Dieses "static or electronic" bedeutet hier dass man für eine Sorte von 
Gerät  zwei unterschiedliche Bezeichnungen nutzt.


Arc N. schrieb:
> Je nach Modell und Last bis zu 582%

Besonders mit LED-Lampen fiel der Fehler sehr groß aus.
Ist das Absicht um den fehlenden Energieverbrauch bei den Nutzern 
auszugleichen? XD

Die haben geschrieben dass diese Strommesstechnik das Problem darstellt, 
denn die haben keine billigen Shunts genommen, so wie es in den normalen 
15 Euro China-Energiemessgeräten der Fall ist, sondern eine 
Rogowskispule.

Scheinbar kann man damit ungleichmäßige Ströme nicht so genau messen.


Abdul K. schrieb:
> Die Frage ist doch eher umgekehrt interessant

Sicher ist das interessant, aber letztendlich ist es nur ein Fehler im 
System der entweder der einen Seite Probleme macht oder der anderen 
Seite.

Mein Zähler dreht sich im übrigen schon wenn ich nur eine kleine 2,5W 
LED-Lampe als Last nutze. Angeblich gibt es ja eine Grenze ab der er 
noch nicht zählt.
Gast #4927965
Lesenswert?

> ? Gibt es auch weitere unabhängige Untersuchungen zu den Toleranzen ?!

Natürlich, aber die kommen alle zu dem Ergebnis dass die Smartmeter OK 
sind. Was in besagtem Paper auch erwähnt wurde dass die Smartmeter die 
geforderte Genauigkeit durchaus einhalten wenn man die Testfälle aus der 
Norm nimmt. Das neue Paper hat eben auch andere Verbraucher an die 
Zähler gehängt, die nicht in der Norm stehen aber in einem normalen 
Haushalt oft vorkommen. Die größten Abweichung haben wohl LED-Lampen an 
Dimmern (vermutlich Phasen_ab_schnittdimmern) gebracht, diese Art Last 
zu testen schreibt die Norm nicht vor (dort wird nur eine 
Messgenauigkeit bei Glühlampen an Phasen_an_schnitt-Dimmern gefordert).
Solche und ähnlich Situationen bewirken dass die Zähler laut Norm OK 
sind, aber in realen Situationen erhebliche Abweichungen zeigen.
Gast #4928053
Lesenswert?

Cyborg schrieb:
> Torben H. schrieb:
>> kW/h
>
> Du bezahlst Kilowattstunden und nicht Kilowatt pro Stunde.

Nein, das stimmt schon. Das ist aber keine SI-Einheit sondern enstammt 
dem Galileo-PM-Einheitensystem (ebenso wie "Haare", "Badewannen", "kmh" 
usw usf).

Was das bedeutet weiß keiner so genau. Aber da Galileo-Zuschauer und 
PM-Leser sowieso keinen blassen Dunst haben, was Energie ist, ist das ja 
auch wurscht. Ist halt "das da mit dem Strom oder so".

@Topic:
Ich tippe darauf, dass die Zähler schon richtig funktionieren, aber sich 
die "modernen" Lasten nicht an gängige EMV -Normen halten. Würden die 
Lasten die Grenzwerte für Störströme und Netzoberwellen einhalten, 
würden auch die Zähler vermutlich auch richtig messen.

Denn dann dürften steile Strompeaks nämlich gar nicht auftreten.

Nur interessieren den Billigchinesen die EMV-Normen natürlich einen 
feuchten Dreck, drum wirds da eben Problem geben.

Ich finde es nur folgerichtig, dass es eine Deppensteuer für 
Billiggerätekäufer gibt. Schließlich versauen die das ganze Stromnetz 
mit ihren Chinaböllern...
#4928057
Lesenswert?

zu  asd (Gast)
Phasen_an_schnitt-Dimmer  sind schon aber seit langem 
Standardanwendungen....
Also messen sie nicht wirklich,
sondern schätzen sehr grob und glauben an den Norm-Sinus...  :-(

zu Hurra (Gast)
Die Geräte wählt der E-Lieferant aus.... und natürlich könnte man auch 
die Verzerrungen bei einer echten Messung mit berücksichtigen ...
und Powerline-Anwendungen sind auch nicht gerade "Geräuschneutral"
#4928232
Lesenswert?

asd schrieb:
> diese Art Last
> zu testen schreibt die Norm nicht vor (dort wird nur eine
> Messgenauigkeit bei Glühlampen an Phasen_an_schnitt-Dimmern gefordert).

Der EU-Normendschungel mal wieder von seiner besten Seite: Auf der einen 
Seite verbieten sie Glühbirnen zu verkaufen, auf der anderen Seite 
testen sie die Stromzähler nur mit Glühbirnen und nicht mit 
LED-Leuchten.
Moderator Persönliche Seite #4928244
Lesenswert?

Gerd E. schrieb:
> auf der anderen Seite testen sie die Stromzähler nur mit Glühbirnen und
> nicht mit LED-Leuchten.

Wenn du dir das Paper durchliest, scheint mir das eine unzulässige
Vereinfachung zu sein.  LED-Leuchten an sich waren nicht das
Problem, sondern nur sehr stark gedimmte LED-Leuchten.  Wenn man sich
überlegt, dass viele LED-Leuchtmittel gar nicht dimmbar sind (weil
sie intern eine Konstantstromquelle haben, die in weiten Bereichen
unabhängig von der Eingangsspannung arbeitet), dann dürfte das ein
verschwindend geringer Anteil der tatsächlichen Netzlast hierzulande
sein.  (Wenn ich mir unsere eigene Energiebilanz ansehe, dann dürften
Kühlschrank, Herd und Computer den weitaus größten Anteil einnehmen.)

Nichtsdestrotz dürften nach dieser Studie die Normengremien und die
Hersteller der Energiemessgeräte neue Hausaufgaben bekommen.
Moderator Persönliche Seite #4930986
Lesenswert?

Rubel schrieb:
> Wie beunruhigend ist der Befund der Studie?

Wenn sich deine Energierechnung zum großen Teil aus auf 135° gedimmten
LED- oder Kompaktleuchtstofflampen zusammensetzt: beunruhigend.

> Kann/muss Otto Normalbürger
> überhaupt gegen den Energieversorger/Meßstellenbetreiber etwas
> unternehmen.

Können: kaum, da die Messgeräte ja der Norm entsprechen.

Allerdings kannst du natürlich deinen Energieversorger nerven, dass
er sich dafür stark macht, dass die von ihm eingesetzten Geräte
korrekt messen.
Persönliche Seite #4931092
Lesenswert?

Vlad T. schrieb:
> der "Vorfall" hat es in die Main-Stream-Medien geschafft:
> 
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/energie-intelligente-stromzaehler-liefern-falsche-daten-a-1138164.html

Furchtbarer Text. Am besten aber der letzte Absatz: Ein Newsletter der 
immer samstags erscheint, sechsmal die Woche.
Aha, also 6x an einem Samstag einer Woche. Früher kam die Post auch 
sonntags.

Die LED Beleuchtung macht doch höchstens 1% des Energieverbrauchs aus. 
Zählen tun Herd, Waschmaschine, Geschirrspüler, Wasserkocher, Boiler und 
vor allem TV und PC. Und was ist mit den Leuten, die noch mit Strom 
heizen (müssen) und dafür kräftig EEG Umlage zahlen? Oder denen ganz 
ohne Strom.
Gast #4931195
Lesenswert?

Abdul K. schrieb:
> Am besten aber der letzte Absatz: Ein Newsletter der
> immer samstags erscheint, sechsmal die Woche.
> Aha, also 6x an einem Samstag einer Woche.

Das steht da nicht. Sondern, dass 6x pro Woche ein Newsletter erscheint, 
und in der Sonnabendausgabe steht, was im neuen Spiegel zu lesen ist.

Abdul K. schrieb:
> Und was ist mit den Leuten, die noch mit Strom heizen (müssen)

Ich tue das und bin damit sehr zufrieden. Womit heizt ihr eigentlich, 
wenn es kein Öl, Gas, Kohle mehr gibt?
Gast #4931345
Lesenswert?

ArnoR schrieb:
> Womit heizt ihr eigentlich, wenn es kein Öl, Gas, Kohle mehr gibt?

Dann muss man eben im Sommer Strom+Wasser+CO2 zu Wasserstoff oder Methan 
machen. Vielleicht wäre auch eine Verflüssigung (Methanol) sinnvoll.

Also chemische Energiespeicherung.

Man kann auch große Wassertanks nutzen um die Wärme zu speichern. (Also 
die Energiedichterenz die von der Solarzelle in Wärme umgewandelt wird 
... 80 bis 85℅)

@Paul
Meinst du die Wärme aus dem fernen Süden ?
(Afrika)
Ist auch eine Art von Fernwärme.
Gast #4931404
Lesenswert?

Wenn man es sehr genau haben will, würde man den Strom per Shunt oder 
ggf. bei höheren Strömen mit Stromtransformator Messen. Wenn man weiß in 
welchem Strombereich man sich bewegt, kann man ggf. auch noch den 
Messbereich anpassen. Bei einem Geräte für 100 A sollte man halt im sub 
mA Bereich nicht mehr so viel verlangen.

Die Auswertung um dann auf RMS Werte und den Energieverbrauch zu kommen 
kann man schon so wie in den smart metern machen: also auf je einen ADC 
für Spannung und Strom, und dann rechnen. Wenn es auch das Geld nicht 
ankommt halt mit besseren ADCs. Die ADCs in den smart meter chipssets 
sind in der Regel schon nicht so schlecht, vor allem die für den Strom.

Wenn man mehrere Meter in Reihe schaltet sollte man natürlich darauf 
achten, dass die Meter selber einen Eigenverbrauch haben. Außerdem 
sollte natürlich das Vergleichsmessgerät nicht das älteste / schwerste 
sein, sondern das beste. Beim Ergebnis interessiert auch nicht ein bis 
zu, sondern eher Mittelwerte oder Standardabweichungen.
#4931577
Lesenswert?

Ich hatte auch mal so einen modernen Zähler  in dem Haus, welches ich 
hatte. Im dritten Jahr musste ich fast 11000 Euro Stromkosten bezahlen.
Ich zweifelte das an, der Zähler wurde geprüft (von denen selbst) und 
dann durfte ich noch 1000 Euro für den Wechsel der Zähler und für die 
Prüfung oben drauf zahlen.
Ob man nach 15 Jahren noch mal dort mit diesem Ergebnis hingehen sollte?
Gast #4931597
Lesenswert?

F. F. schrieb:
> Ich hatte auch mal so einen modernen Zähler  in dem Haus, welches ich
> hatte. Im dritten Jahr musste ich fast 11000 Euro Stromkosten bezahlen.
> Ich zweifelte das an, der Zähler wurde geprüft (von denen selbst) und
> dann durfte ich noch 1000 Euro für den Wechsel der Zähler und für die
> Prüfung oben drauf zahlen.

Weil Du falsch lagst, oder was? Oder obwohl der Zähler "sponn" (#)?

Denn:

--- Der Zählerwechsel impliziert eine Notwendigkeit dazu (= Zähler 
zählte(n) entscheidend falsch.)

--- Diesen Wechsel (mitsamt vorherg. Prüfung(en)) aber selbst bezahlen 
zu müssen, verträgt sich nicht so ganz mit einer Schuld (falsche(n) 
Zähler eingesetzt) "von denen"...

(# --- und wenn der nachweislich "sponn" - wie sehr? Also prozentuale 
Abweichung von kWh oder Geldbetrag oder... irgendwas halt.)

Seit wann verschweigst Du denn Fakten? ;-)
Beitrag #4931645 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #4931706 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #4931805
Lesenswert?

Abdul K. schrieb:
> Der Ferraris ist breitbandig und dann noch ein Optokopppler, fertig.
> Beim ADC muß man heftig oversampeln um die Oberwellen zu erwischen.
> Fortschritt?

Die alten Zähler sind nicht so breitbandig: Die Wirbelströme höherer 
Frequenz kommen nicht durch die Scheibe. Auch bei kleiner Leistung die 
die alten mechanischen Zähler nicht so genau, einfach wegen nicht ganz 
reproduzierbarer Reibung.

Soweit ich weiß orientieren sich die Vorgaben an den alten Zählern und 
erlauben daher bei kleiner Leistung auch so große Fehler.

Beim Elektronischen Zähler muss man nicht einmal oversampeln. Da die 
Wellenform üblicherweise relativ konstant bleibt, wäre im Prinzip sogar 
subsampling möglich. Die Bandbreite wird durch die S&H Zeit (beim SD 
Wandler integrationszeit) begrenzt, nicht durch die Abtastrate. Soweit 
ich es weiss arbeiten die Zähler mit Bandbreiten so um 10-20 kHz - halt 
ADCs ähnlich dem Audio Bereich.

Bei der Leistung sind die höheren Oberwellen an sich auch nicht so 
kritisch: die Netzspannung sollte nicht so starke Oberwellen enthalten. 
Die Leistung in den Oberwellen geht mit dem Produkt der Amplitude der 
Oberwellen in Strom und Spannung - entsprechend klein ist die Leistung 
in den Oberwellen, auch wenn der Strom ggf. schon nennenswerte 
Oberwellen hat.

Mit all den modernen elektrischen Geräten in Standby sind da 
üblicherweise relativ viele Entstörkondensatoren am Netz. Viel vom 
höherfrequenten Strom fließt also nicht mal über die Zähler sondern nur 
im Haus.
Beitrag #4931823 wurde von einem Moderator gelöscht.
Persönliche Seite #4931961
Lesenswert?

So ähnlich wie mit dem Schlepper per Erdöl den Weizen ernten.

Hat jemand ne Referenz für die Bandbreite von Ferrariszählern?
Wenn es denn nicht die Bandbreite beim elektronischen Zähler ist, was 
mißt dann falsch?

Ich hatte vor Jahren mal Induktivität und Widerstand beim Ferraris 
gemessen. Die waren praktisch Null. Da ja die Scheibe per Wirbelstrom 
mitgeschleppt wird, kann ich das Argument von Lurchi nicht 
nachvollziehen. Interessante Frage.
Gast #4931992
Lesenswert?

Leistung messen im Netz ist eigentlich nicht wirklich so schwierig. Mist 
man zum Beispiel bis zur 100. harmonischen, kommt man mit 10kSPS aus. 
Nicht wirklich schlimm.

Galvanisch getrennt Strommessen mit Shunts kann man hiermit:
http://www.digikey.de/product-detail/en/AD7403BRIZ/AD7403BRIZ-ND/4875944?WT.z_cid=ref_findchips_standard
(4€/Stk)

Spannung messen mit zig kSPS ist jetzt auch keine abendfüllende Aufgabe, 
weil das nicht galvanisch getrennt sein muss (gegen Sternpunkt messen).

Mit den paar kByte Daten pro Sekunde sollte ein flotter 32-Bit µC 
fertigwerden. Der nicht viel kostet.

--> Nichts davon kostet exorbitant viel Geld.

Da frage ich mich schon:
Sind die Zähler wirklich so schlecht, oder ziehen die LED-Lampen 
wirklich Ströme im oberen kHz-Bereich?
Was ist dann mit Normen, wie der EN61000-3-2? Alles jenseits von 500Hz 
sollte doch eigentlich keine Rolle mehr für den Energiebedarf spielen, 
oder?

Hat jemand schon mal einen Zähler zerlegt?
Beitrag #4932030 wurde von einem Moderator gelöscht.
#4933945
Lesenswert?

Dirk J. schrieb:
> So ein Fön läuft aber auch nicht stundenlang und mit halber Leistung
> erst, wenn die Haare bereits fast trocken sind.

Außerdem altert die Bevölkerung und bei immer mehr Glatzköpfen braucht 
man immer weniger Dioden in Fönen.

->Wer nur noch die Hälfte der Haare hat, der kann auch mit nur einer 
Halbwelle eine Dauerwelle trocknen.

MfG Paul
Gast #4934136
Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> Dürfte aber den aktuellen TABs widersprechen.  TAB2007 begrenzt die
> maximal per Einweggleichrichtung anschließbaren Lasten auf 100 W.

Das ist aber (aus rechtlicher Sicht) nicht das Problem des Hrstellers, 
sondern das des Kunden. Muss der sich halt eine Genehmigung beim 
Netzbetreiber holen, wenn er den Fön mit halber leistung betreiben will.

Eine Genehmigung des Netzbetreibers braucht es übrigens auch für andere, 
haushaltsübliche Geräte wie etwa Durchlauferhitzer, 
Elektroautoladeanschlüsse, Wärmepumpen oder Saunaöfen.
Gast #4934458
Lesenswert?

Uhu U. schrieb:
> Vorschriften, deren Nichteinhaltung nicht überprüfbar ist, sind das
> Papier nicht wert, auf dem sie stehen...

Das wird nur überprüft, wenn es maßlos übertrieben wird oder es zu 
Problemen kommt.

Etwa wenn ein ganzer Statteil von Fernwärme auf Durchlauferhitzer für 
die Warmwasserbereitung und Wärmepumpe für den Rest umstellt.
Oder wenn im Neubauvirtel zu viele ein Elektroauto kaufen und abends 
pünktlich um 17:30 mit 22kW Schnellladen wollen.

Uhu U. schrieb:
> Und was, wenn man das nicht macht? Lebenslänglich und in der Türkei
> Todesstrafe?

Ersatz der zusätzlichen Aufwendungen reicht schon. Wenn 10 Haushalten es 
schafften durch TAB-wiedrige Nutzung täglich die Überstromsicherung vom 
Dorftrafo durchbrennen zu lassen, dann darf man sich an den Kosten für 
eine Neue beteiligen.
Moderator Persönliche Seite #4934467
Lesenswert?

Uhu U. schrieb:
> Schreiber schrieb:
>> Muss der sich halt eine Genehmigung beim Netzbetreiber holen
>
> Und was, wenn man das nicht macht?

582 % Energierechnung :-)

> Vorschriften, deren Nichteinhaltung nicht überprüfbar ist, sind das
> Papier nicht wert, auf dem sie stehen...

Naja: wenn die Dinger TAB-widrig sind, werden wohl zumindest in
dieser Form keine Neugeräte mehr auf den Markt geworfen.  Damit dann
doch nicht völlig sinnlos.
Beitrag #4934543 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #4934545
Lesenswert?

Dirk J. schrieb:
> Bei voller Heizleistung und halber Gebläseleistung würde der Fön
> abbrennen, da die Luftkühlung (für das Gehäuse) zu gering wäre.

Kann ich bestätigen. Bei einer Obduktion vor x Jahren war kein Eingriff 
in der Serienschaltung Motor/Heizung, die Gleichrichtung also für 
beides.

Ob das immer so ist/sein muß, kann ich nicht sagen... Edelstahlfön?
Moderator Persönliche Seite #4934610
Lesenswert?

Uhu U. schrieb:
> Die Vorschrift wird doch durch Schaltnetzteile, Phasenan- und
> -abschnittsteuerungen & Co. sowieso ad absurdum geführt.

Schaltnetzteile müssen daher seit vielen Jahren (ab einer gewissen
Gesamtleistung) mit PFC ausgeführt sein.  In den ersten Versionen
bestanden dann Computernetzteile zu gefühlt einem Drittel aus 'ner
fetten Drossel, mittlerweile ist das auch alles elektronisch.

Dimmer sind auch nur bis zu ähnlich kleinen Leistungsgrenzen
zulässig.  Dimmer wiederum benutzt man ja eher bei kleinen Lasten,
größere Lasten (alles was heizt) braucht man nicht dimmen, sondern
man kann eine Wellenpaketschaltung benutzen, denn sie sind ja träge.
Wellenpaketschaltungen bekommst du auch fertig als Optotriac mit
eingebautem Nullspannungsschalter, das wird also tatsächlich in der
Praxis so gemacht.  Solche Teile findest du beispielsweise auch in
den Heizungssteuerung der billigen chinesischen Heißluft-Lötstationen.
Gast #4934805
Lesenswert?

Uhu U. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Dimmer sind auch nur bis zu ähnlich kleinen Leistungsgrenzen
>> zulässig.
>
> Aber viele kleine Dimmer machen eben auch viel Dreck...

Korrekt. Aber die Kombination aus Dimmer und hoher Leistung macht noch 
viel mehr Freude.
Etwa wenn man einen 27kW Durchlauferhitzer mit einer 
Phasenanschnittsteuerung auf 50% der Nennleistung regeln würde. Das kann 
bei einer kleinen Trafostation bereits zu Problemen führen.
#4934823
Lesenswert?

Ein Hersteller wäre dann schon mal bekannt...
https://www.golem.de/news/elektronische-stromzaehler-landis-gyr-haelt-messverfahren-fuer-absolut-zuverlaessig-1703-126694.html

und der "Bundesnetzagentur in Bonn ist die Studie bislang nur in 
Grundzügen bekannt." (Hat da wirklich niemand Zugriff auf die relevanten 
Publikationen?)
"Man werde sich die Ergebnisse ansehen und gegebenenfalls reagieren, 
heißt es dort."

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/energie-intelligente-stromzaehler-liefern-falsche-daten-a-1138164.html
Gast #4934851
Lesenswert?

Wenn ich im Golem las: "Einer Studie der Universität Twente (PDF) 
zufolge können moderne Stromzähler dafür sorgen, dass der Verbrauch bei 
stark gedimmten Lasten (135 Grad Phasenanschnitt) bis zu 582 Prozent 
höher angegeben wird, als es tatsächlich der Fall ist." ...

So erinnert mich das an eine Prüfung einiger Wasserzähler, wo 1m³ bei 
MEHRFACHER EINZELabnahme auch als wesentlich mehr angezeigt wurde. Was 
bei mechanischen Zählern mit Masseträgheit begründet werden kann, ist 
wahrscheinlich im obigen Fall eher die Faulheit eines Programmierers die 
Halbwellengeometrie ~~~~~ ausreichend gründlich zu messen?
Gast #4935582
Lesenswert?

Zu viel Dimmer oder ähnliches mit viel Oberwellen kann die Aufteilung 
der Ströme aus den 3 Phase durcheinander bringen. Die drei um  6.6 ms 
Verzögerten Phasen Ströme kompensieren sich dann nicht mehr, sondern 
addieren sich. Es muss aber schon extrem sein um so den Sternpunk / 
Nullleiter zu überlasten. Einfach nur eine Oberwelle beim Strom stört 
den Trafo noch nicht so wirklich.

Wenn dadurch aus die Spannung nicht mehr Sinusförmig ist, steigen auch 
die Verluste in Trafos, wegen der höheren Frequenzen.
Auch werden die Verlust in Kompensationskondensatoren ggf. größer als 
für einen sauberen Sinus. Einige Geräte haben ggf. auch Probleme mit 
einer verzerrten Wellenform, z.B. Kondenstornetzteile oder einfach 
Gleichrichter wegen der Spannung.

Viel DC auf dem Netz kann Trafos (besonders etwas größere Ringkerne) in 
die Sättigung treiben und so zu Geräuschen und ggf. sogar Überlastung 
führen.
#4937768
Lesenswert?

ertaunlich .... news von ...

https://www.topagrar.com/news/Energie-Energienews-Intelligente-Stromzaehler-Versagen-mit-Ansage-8024082.html

vermutlich bezieht sich der Journalist auf diesen Artikel ...

https://www.bee-ev.de/home/presse/mitteilungen/detailansicht/alibi-gesetz-zur-digitalisierung-der-energiewende-vermeidbare-kostenlawine-droht/

... und in dieser Produktsparte müssen sicherlich mehrere Zähler pro 
Hersteller installiert werden ....
Gast #4937917
Lesenswert?

● J-A V. schrieb:
> Ich weiss nicht was Ihr alle habt.
> Wir sind doch alle mündige Bürger und können uns unseren Lebensstil
> jederzeit ändern. Euch zwingt doch keiner den Strom auf, oder?
>
> machts doch wie Öff Öff, der lebt strom- und abflussfrei

Na dann geh mit dem guten Beispiel voran und schicke deine Beiträge zu 
diesem Forum per Brieftaube.
Gast #4937941
Lesenswert?

Arc N. schrieb:
> Je nach Modell und Last bis zu 582%
> 
https://www.utwente.nl/en/news/!/2017/3/313543/electronic-energy-meters-false-readings-almost-six-times-higher-than-actual-energy-consumption

Was ich an solchen Fällen immer interessant finde dass die Toleranz nie 
zugusten den Kunden geht sondern andersrum. Irgendein Nerd muss doch 
dafür beauftragt sein die Firmware so auszulegen.
Gast #4938657
Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> aber trotzdem mit einer fundierten Meinung aufwartet …

Originaltext Uni: “The energy meters we tested meet all the legal 
requirements and are certified."
Es ist auch nicht neu, daß die Alu-Scheibe des bisherigen 
Ferraris-Zählers eine mechanische Trägheit hat und bei recht hohem 
Einschaltstromstoß evtl. etwas länger flitzen kann.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stromz%C3%A4hler
Aufgrund eines nicht regulierten Störfrequenzbereichs zwischen 3 kHz und 
150 kHz kann es bei elektronischen Zählern zu starken Messabweichungen 
gegenüber der wirklichen Energiemenge kommen. Insbesondere bei der 
Einspeisung erneuerbarer Energie über Wechselrichter ist dieses Problem 
in der Praxis spätestens seit 2010 bekannt.[4]
Gast #4938682
Lesenswert?

Es gab Leute, die sind durch Abbuchungen blitzartig arm geworden.
MAKE TUBES G. schrieb:
> Da die Zähler ja den aktuellen Leistungsbedarf
> genau anzeigen, kann man ja selbst prüfen.

Es ist wunderschön wenn Du alles ablesen kannst. Aber wie beweist Du, 
daß DU es nicht verbaucht hast, sondern z.B. einige kurze, externe 
HF-Störungen die Ursache waren?
#4938709
Lesenswert?

oszi40 schrieb:
> Es ist wunderschön wenn Du alles ablesen kannst. Aber wie beweist Du,
> daß DU es nicht verbaucht hast, sondern z.B. einige kurze, externe
> HF-Störungen die Ursache waren?

Ich schrieb das ja schon weiter oben. Mit Zählerprüfung waren das (ich 
glaube das war 2002) ca.13000 Euro.
Vor einigen Tagen sah ich im Fernsehen, dass das mit Wasserzählern auch 
passieren kann. "Rollensprung". Die Frau musste wohl auch die 5000 Euro 
zahlen. Der Witz ist, die prüfen alle selbst. Ein Schelm wer dabei Böses 
denkt.
Gast #4938743
Lesenswert?

Die großen Messfehler treten nur bei sehr kleiner Leistung auf. Der 
absolute Fehler bleibt also auch dann noch in Grenzen wenn der Zähler da 
tatsächlich das 6 fache messen würde.

Bei dem Text den ich von der Uni Twente gefunden habe ist noch sehr zu 
bezweifeln das die Messungen der Studie das Papier wert sind. Da wurden 
als Referenz der alte Feraris Zähler genutzt, der bei so kleinem Strom 
auch fast beliebig weit daneben liegen darf. Für die kleinen Ströme ist 
sogar anzunehmen das alte Zähler eher zu wenig anzeigt - die angeblich 
um den Faktor 6 zu hohen Werte könnte also sogar der genauere sein und 
nur der alte Zähler war um den Faktor 5 zu niedrig. Eine Netznachbildung 
über einen lokalen Generator erhöht die Gefahr, dass auch die Spannung 
nicht mehr Sinusförmig ist - im echten Netz bringen ein paar gedimmte 
LEDs die Sinusform der Spannung noch nicht durcheinander.

Auch die alten mechanischen Zähler sind bei starken Oberwellen nicht 
mehr so gut. Der Abgleich der Phase erfolgt i.A. nur bei der Grundwelle, 
d.h. Blindströme bei höherer Frequenz können da schon deutlich falsch 
gemessen werden. Nur weil die alt und bewährt sind, müssen die nicht 
genau sein. Auch die alten Zähler werden für ein eher ungestörtes Netz 
getestet.
Der Schwung durch so etwas wie Anlaufstromspitzen sind für den Zähler 
kein Problem: die Schwingmasse mittelt nur die Leistung etwas - die 
Energiemessung bleibt weiter korrekt.

Es gibt aber schon ein gewisses Problem mit den Elektronischen Zählern: 
die Möglichen Fehler / Ausfälle sind nicht so ohne weiteres 
vorherzusagen und nicht immer reproduzierbar oder im Nachhinein einfach 
zu testen. Von daher ist ein Aufzeichnung von mehr als nur der Summe 
(z.B. Stände je Tag oder Woche) schon nötig um die Plausibilität 
wenigstens prüfen zu können.
Gast #4940112
Lesenswert?

Lurchi schrieb:
> im echten Netz bringen ein paar gedimmte
> LEDs die Sinusform der Spannung noch nicht durcheinander.

Für die saubere Sinusform würde ich meine Hand nicht mehr ins Feuer 
legen nachdem ich vor langer Zeit einige Oszillogramme im Hochschullabor 
gesehen habe. Manches Schaltnetzteil hat schon reichlich Dreck auf die 
Leitung gebracht. Ein Kollege hat die Störung im ganzen Haus gesucht bis 
er ein altes TV-Netzteil als Quelle des Übels fand. 
Solar-Wechselrichter-Spezis werden wohl auch einige Geschichten erzählen 
können?
Gast #4941747
Lesenswert?

Die Netzspannung ist kein perfekter Sinus, aber es ist besser geworden, 
seit die PCs PFC im Netzteil haben. Die Solar-wechselrichter sind eine 
andere Baustellen: da hat man vor allem höherfrequentes Ripple (z.B. 
5-20 kHz) drauf, weniger eine verzerrte Wellenform mit den eher 
niedrigen Oberwellen. Auch das kann die Stromzähler (auch die alten 
Ferraris) durcheinander bringen.

Mit dem Testbau mit vermutlich relativ kleinem Trafo hat man eine 
Wellenform die von der Last verzerrt wird - da passen also Oberwellen 
vom Strom und Spannung dann zusammen und können tatsächlich zur 
Wirkleistung beitragen. Trotzdem sollten die Zähler natürlich richtig 
arbeiten, auch wenn die Bedingungen nicht so realitätsnah sind.

Beim einem idealen Sinus bei der Spannung Tragen die Oberwellen im Strom 
gar nicht zur Wirkleistung bei. In der Hinsicht müssten die 
Prüfvorschriften für die Zähler ggf. schon angepasst werden, dass auch 
geprüft wird wie die Oberwellen gezählt werden.
Gast #4942146
Lesenswert?

Lurchi schrieb:
> Es gibt aber schon ein gewisses Problem mit den Elektronischen Zählern:
> die Möglichen Fehler / Ausfälle sind nicht so ohne weiteres
> vorherzusagen und nicht immer reproduzierbar oder im Nachhinein einfach
> zu testen. Von daher ist ein Aufzeichnung von mehr als nur der Summe
> (z.B. Stände je Tag oder Woche) schon nötig um die Plausibilität
> wenigstens prüfen zu können.

Als Abhilfe kann man einen zusätzlichen ferraris-zähler in den 
Schaltschrank bauen.

Alternativ kann der Stromanbieter natürlich auch die 
Smart-Meter-Funktionen nutzen und den Lastgang, unterteilt nach Wirk- 
und Scheinleistung aufzeichnen.
Wäre auch für die Polizei interessant, mittels automatischer Auswertung 
kann man Indoor-Hanfplantagen lokalisieren.
Gast #4942912
Lesenswert?

Den Stromkreis trennen und den Strom messen sind 2 Dinge. Die normalen 
elektronischen Zähler haben keine Möglichkeit den Strom zu unterbrechen. 
Es gibt ggf. nur eine Steuersignal um Geräten wie Wärmepumpen, die über 
einen speziellen Tarif laufen zu sagen sie sollen ausschalten.

Auch wenn die Meter als smart Meter angeboten werden ist die Gefahr 
eines virus da doch eher gering: die Geräte werden einen µC nutzen, der 
den Code aus dem Flash ausführt. Schon wegen der Eichung dürfte es nicht 
erlaubt sein den Code nachträglich zu ändern. D.h. man kann ggf. über 
das Netz den Zähler mit ggf. Zusatzinformationen auslesen und falls 
vorhanden die speziellen Verbraucher steuern, aber das Programm in 
Zähler nicht ändern.

Zurück zu originalen Problem:
So wie es aussieht ist das Problem wohl, das sich einige der Zähler 
durch steilen Strom anstiege aus dem Konzept bringen lassen. In der 
Regel wird das nicht vorkommen, zumindest nicht dauerhaft. 50 Lampen an 
einem Dimmer sind halt schon ungewöhnlich - ein Dimmer für den 500 W 
Deckenfluter wäre aber ggf. schon denkbar, wenn auch nicht mehr 
zeitgemäß und ggf. wegen der Störungen gar nicht erlaubt. In normalen 
Haushalt sind üblicherweise auch andere Verbraucher am Netz, die auch 
filternd wirken.

Wenn sich so eine Zähler durch heftige Störungen aus dem Konzept bringen 
lässt, sollte der das eigentlich merken und auch anzeigen. Im Prinzip 
könnten die Zähler ja auch gleich eine Netzüberwachung mit machen - so 
dass man weiss ob etwa kurze drop-outs oder Spannungsspitzen im Netz 
waren.
Gast #4943050
Lesenswert?

Lurchi schrieb:
> Den Stromkreis trennen und den Strom messen sind 2 Dinge. Die normalen
> elektronischen Zähler haben keine Möglichkeit den Strom zu unterbrechen.
> Es gibt ggf. nur eine Steuersignal um Geräten wie Wärmepumpen, die über
> einen speziellen Tarif laufen zu sagen sie sollen ausschalten.

Es gibt beides. Die Spezialversion für Stadtteile mit bonitätsschwacher 
Bevölkerung können auch schalten.
Gast #4943095
Lesenswert?

Schreiber schrieb:
> Es gibt beides. Die Spezialversion für Stadtteile mit bonitätsschwacher
> Bevölkerung können auch schalten.

Gibts dafür irgendwelche Belege?
Ich kann es mir nicht vorstellen, ein 63A Leistungsschütz ist nicht 
billig, ist nicht klein, kostet viel und zieht ggf. noch permanent 
Strom.

Außerdem hat der Netzbetreiber kein übermäßiges Interesse daran, den 
Kunden permanent Strom abzuschalten. Die sollen erstmal verbrauchen, 
bringt alles Umsatz und irgendwann zahlen die dann schon.

Gleich abschalten führt nur zu unschönen Klemmstellen an Haussicherung 
oder Abzweigdose im Treppenhaus. Und für den Strom gibts dann überhaupt 
keinen Nachweis oder Rechnung...
#4943313
Lesenswert?

Gast #4943550
Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> Es geht allerdings um 0,01 oder 0,06 kWh.

Es geht NICHT NUR um die an der Uni-Twente gemessenen 500% mit den 50 
gedimmten LED-Lampen. Es geht auch weiterhin darum, daß der smarte 
Zähler im RICHTIGEN Modus vom Elektriker installiert wurde. Es gibt 
mehrere Modi! Davon hängt z.B. auch ab, ob selbst erzeugter Solarstrom 
rechnerich richtig abgerechnet oder hinzugerechnet wird. Der 
Normalbürger wird das Wunder erst bei der "etwas" größeren Rechnung 
bemerken.

z.B. F. F. schrieb:
> Im dritten Jahr musste ich fast 11000 Euro Stromkosten bezahlen.
Ursache?
#4943602
Lesenswert?

oszi40 schrieb:
> z.B. F. F. schrieb:
>> Im dritten Jahr musste ich fast 11000 Euro Stromkosten bezahlen.
> Ursache?

Laut denen, ich selbst. Und angeblich war vorher zu wenig abgerechnet.

Nachdem die Rechnung kam und vor dem Austausch hatte ich mich zu 
verschiedenen Zeiten davor gesetzt, auch nachts. Die Led (was 
vergleichbar mit dem roten Fleck auf einem herkömmlichen Zähler ist) 
blinkte manchmal für kurze Momente (wenige Sekunden) irre schnell. 
Selbst wenn keine großen Verbraucher mehr dran waren, weil es in der 
Nacht war.
Da haben sich wohl diese kurzen, schnellen Zählungen summiert.
Ich konnte es nicht beweisen und der RWE hatte den Zähler ja getestet 
und auch meine Kommentare (vor Ort; ich war in der Prüfstelle) fanden 
kein Gehör.
Danach, mit herkömmlichen Zähler hatte ich wieder ca. 6000 kWh pro Jahr.

Auch alle anderen Argumente fanden keinen Anklang.
Selbst wenn ich 2000 Euro pro Jahr (also das Doppelte) verbraucht hätte, 
in den ersten drei Jahren, dann hätte ich 3000 Euro drauf zahlen müssen.
Du kannst das nicht beweisen und musst zahlen.
Zum Glück hatte ich gerade meine Eigentumswohnung verkauft.
#4943753
Lesenswert?

Lurchi schrieb:
> Zurück zu originalen Problem:
> So wie es aussieht ist das Problem wohl, das sich einige der Zähler
> durch steilen Strom anstiege aus dem Konzept bringen lassen.

Die messen die erste Ableitung des Stroms mit einer Rogowskispule 
welches sie dann integrieren um so den Momentanwert des Strom messen 
(schätzen) zu können.

Ich sehe da zwei Probleme:

* wenn ein Gleichstrom überlagert ist (der besagte Fön oder Heizlüfter 
mit der Diode auf Stufe 1)

* wenn die Ableitung so groß wird daß irgendein OpAmp in oder vor der 
Integratorschaltung oder der ADC selbst (wenn sie rechnerisch 
integrieren) in die Begrenzung knallt.

Möglicherweise könnte man einen Umrichter konstruieren (und an dankbare 
Abnehmer verkaufen) die den entnommenen Strom in einer speziell für 
dieses Messprinzip optimierten[TM] Weise zeitlich so moduliert daß trotz 
erheblicher Leistungsentnahme der Zähler deutlich zu wenig davon 
mitbekommt und am Ausgang handelsübliche 230V~ Sinus zur Verfügung 
stellt um die Pflanzlampen im Keller zu betreiben.

Ich persönlich würde nicht auf die Idee kommen eine Schaltung zu 
konstruieren die die ersten Ableitung bildet und es danach wieder 
integriert was den DC-Anteil entfernt um daraus dann noch irgendwelche 
Absolut-"Messungen" des ursprünglichen Signals herbeizudichten. Ich 
würde versuchen den zeitlichen Verlauf des Strom direkt zu messen.
Moderator Persönliche Seite #4943773
Lesenswert?

Bernd K. schrieb:
> Ich würde versuchen den Strom direkt zu messen.

Ist halt keine triviale Aufgabe.  Da, wo so ein Zähler zum Einsatz
kommt, musst du halt mit Transienten im Kilovoltbereich rechnen.
Das macht die Nutzung eines Shunts nicht so einfach, vor allem
nicht in dreiphasigen Zählern.  (Einphasig könnte man ja vielleicht
im Neutralleiter messen.)
Gast #4943808
Lesenswert?

Bernd K. schrieb:
> Es gibt ja auch Hall oder xMR Sensoren, damit bekomm ich einen
> Momentanwert absolut und ohne den Umweg über das Integrieren einer
> bloßen Änderung desselben.

Korrekt, aber ein Stromzähler ist ein Massenprodukt, da kommt es auf den 
Preis an. Mit einem guten Messwandler wird der nicht konkurenzfähig 
werden.

Ziel: so billig wie möglich, so gut wie nötig
Moderator Persönliche Seite #4944163
Lesenswert?

F. F. schrieb:
> dass es eben nicht so gut wie nötig ist

Naja, für die Norm war es eben gut genug.  Es wäre also wichtig, dass
die Norm mehr Anwendungsfälle erfasst.

Bezüglich der Photovoltaik-Geschichte hält sich mein Mitleid dagegen
in Grenzen: die Dinger sind als HF-Dreckschleudern verrufen.  Es ist
höchste Zeit, dass dort die Ursache des Übels beseitigt wird, dann
wird auch der Energiezähler damit ordentlich klarkommen.  Jedes
08/15-Schaltnetzteil muss ausreichend entstört sein, da geht es
einfach nicht an, dass diese Teile massiv höherfrequentes Ripple ins
Netz füttern, ohne dass sich wer drum schert.  (Es gibt durchaus auch
Beispiele von Wechselrichtern, die diesbezüglich ordentlich arbeiten,
ist also nicht so, dass das prinzipiell nicht funktionieren könnte.)
Gast #4944790
Lesenswert?

Eine Rogowski spule und dann analog per RC-Glied integrieren sollte 
keine Probleme mit den Spitzen haben. So schnell kommt der Widerstand 
nicht an die Grenzen. Das Problem wäre höchstens, dass die Genauigkeit / 
Alterung des Kondensators mit eingeht.

Wenn die digitale Integration des Signals von der Rogowski spule öfter 
an die Grenzen stößt, sollte es eigentlich eine Warnung geben und dann 
ggf. auch eine Ersatzmethode (z.B. analoge Integration) oder kleinere 
Verstärkung zurückgegriffen werden. An sich ist der Weg über die 
Integration nicht so abwegig - nur halt das Problem mit den Spitzen, die 
ggf. den Messbereich sprengen können. Je nachdem wo in der Wellenform 
die Begrenzung auftritt kann der Fehler in die eine oder andere Richtung 
gehen.

Die in der Studie der Niederländer aufgefallenen Zähler waren auch schon 
recht alt - ggf. also noch eine Kinderkrankheit. Angesichts der 
Anwendung der elektronischen Zähler auch für die Abrechnung von PV Strom 
besteht die Hoffnung das neuere Zähler nicht mehr so empfindlich sind.

Strengere Anforderungen an die Umrichter (weniger HF Störungen im Netz) 
und Zähler (bessere Toleranz, Messgenauigkeit bei Oberwellen) wären 
sicher nicht verkehrt. Viele HF Störungen im Netz können ggf. auch 
Funkentstör-kondensatoren altern lassen. LW Radio hat sich ja 
größtenteils erledigt.
#4946829
Lesenswert?

Strengere Anforderungen scheinen ja zu kommen.

Schade, daß es bei FNN
"Leitfaden zur Bewertung der Zuverlässigkeit und Messbeständigkeit von 
Messsystemen"
nur als Bezahlversion gibt ....
wäre sicherlich auch für die Vermieter entscheidend....

immerhin scheint es jetzt auch in Österreich vermehrten 
Diskussionsbedarf zu Thema zu geben ..

https://www.unzensuriert.at/content/0023495-Konsumentenschutz-Ungenaue-Smartmeter-bei-Stromzaehlern-werden-Fall-fuers-Parlament
Gast #4983308
Lesenswert?

Hallo,

ich nehme an, dies ist bekannt:

Smart Meter messen bei nichtlinearen Lasten bis zu 582% zu viel ab. 
Betroffen sind z.B. Schaltnetzteile, LED-Beleuchtung, etc.

Artikel: 
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Smart-Meter-messen-oft-falsch-3644942.html

Und die Studie in Englisch: 
https://www.utwente.nl/en/news/!/2017/3/313543/electronic-energy-meters-false-readings-almost-six-times-higher-than-actual-energy-consumption

Wie schätzen die Profis das Problem ein?

Gruss
Artur
#4983320
Lesenswert?

Abdul K. schrieb:
> Wie muß die Last
> aussehen, damit man möglichst viel Energie zum günstigsten Preis
> bekommt. Also der Zähler notorisch zu wenig zählt.

Das ist relativ einfach: Mittels MOSFET oder IGBT den Strom nur dann 
entnehmen, wenn der ADC im Zähler nicht hinschaut.
Evtl. braucht man noch eine PLL, um den Schalter mit den Innereien des 
Zählers zu synchronisieren.
#4985561
Lesenswert?

Hp M. schrieb:
> Abdul K. schrieb:
>> Wie muß die Last
>> aussehen, damit man möglichst viel Energie zum günstigsten Preis
>> bekommt. Also der Zähler notorisch zu wenig zählt.
>
> Das ist relativ einfach: Mittels MOSFET oder IGBT den Strom nur dann
> entnehmen, wenn der ADC im Zähler nicht hinschaut.
> Evtl. braucht man noch eine PLL, um den Schalter mit den Innereien des
> Zählers zu synchronisieren.


welcher Hersteller bietet so etwas an ;-)
#4985819
Lesenswert?

Moin Gemeinde

Darf ich noch etwas praktisches dazu beitragen?
Ich habe meinem Ferraris Zähler, weil ich befürchte, dass er zu viel 
zählt, einen gebrauchten digitalen Zähler in Serie gebaut.
Der Digitale bestätigt zwar meine Befürchtung, aber leider nicht in dem 
Ausmaß wie erhofft.
Die gezählte Arbeit beträgt seit Start am 12.03.(eben abgelesen) am 
Ferraris 1011kWh und am digitalen Zähler 995kWh. Ein wenig mehr als 1% 
Differenz. Da brauch ich beim Versorger nicht anstinken.
Bezüglich des Berichts kann man da mal wieder sagen: Traue nur der 
Statistik die Du selber gefälscht hast.
Das mit dem Falschzählen beim Leerlauf von Schaltnetzteilen ist für mich 
daher so wichtig wie das Falschzählen von Tropfverlusten beim 
Wasserzählern.
Wenn Bilder vom Innenleben des digitalen Zählers interessieren bitte 
hier posten.
Gast #4985865
Lesenswert?

Armin X. schrieb:
> einen gebrauchten digitalen Zähler in Serie gebaut

Dein Genauer Typ=? Es gibt nicht NUR einen!
Messprinzip=? Hallelement, Shunt oder Rogowski-Spule?
Last=? Wenn ich mich erinnere, hatte die Uni einen Berg LED-Lampen 
angeschaltet, als es zu den auffällig erhöhten Messwerten kam. Das 
heimtückische ist auch, daß heute noch recht wenig dieser Lampen in 
Gebrauch sind und mit der wachsenden Anzahl sich schleichend der 
Anzeigewert auf 500% des wahren Messwerts verändern könnTe.
#4985893
Lesenswert?

Bilder sagen mehr als viele Worte.Messprinzip müsste Hall sein.
Last ist unser Haushalt mit mittlerweile vorwiegend LED Beleuchtung, 
reichlich Kochaktivität und zwei sporadisch laufenden Frequenzumrichtern 
sowie einer zusätzlichen elektrischen Bodenheizung im Bad.
Zer Uni Geschichte hab ich meinen Kommentar schon abgegeben.

MfG
Angehängte Dateien:
#4985908
Lesenswert?

Schreiber schrieb:
> Korrekt, aber ein Stromzähler ist ein Massenprodukt, da kommt es auf den
> Preis an. Mit einem guten Messwandler wird der nicht konkurenzfähig
> werden.
>
> Ziel: so billig wie möglich, so gut wie nötig

Noch ein Nachtrag.
Der zitierte Beitrag scheint hier auch zuzutreffen. Garantiezeit 
erfolgreich durchgestanden. Ausgefallen nach etwa 10 Jahren wegen tauber 
Netzelkos(die Dickeren in der Mitte der Platine)
Da kommt noch reichlich Beschäftigung auf die Elektrozunft zu. Mein 
Ferraris ist seit 1990 eingebaut...

MfG
Gast #4985931
Lesenswert?

Armin X. schrieb:
> Ferraris ist seit 1990 eingebaut...

Wenn ich bedenke, wie einfach ein alter Ferraris funktioniert und was 
bei dem elektronischen alles eingestellt werden könnte, besteht schon 
eine viel größere Fehlerwahrscheinlichkeit bei der Inbetriebnahme! Hier 
96 Seiten  Celsa MDVH als Beispiel (Handbuchcode D440097.000000): 
http://www.celsa-messgeraete.de/fileadmin/dateien/Downloads/Handbuch_Drehstromzaehler_MDVH.pdf
#4986480
Lesenswert?

Der Ferrars wurde vor gut 25 Jahren in neuem Zustand vom 
Energieversorger eingebaut. Den Digitalen habe ich mit Elkopest 
übernommen und wieder instandgesetzt. Einen Neuen zwecks Überprüfung des 
Ferraris wollte ich nicht kaufen selbst bei einer Differenz von 30-50kWh 
wäre ich mit dem "Messergebnis" noch zufrieden gewesen.
Von Geeicht kann man da, glaube ich, wohl bei keinem der beiden 
sprechen.

Armin
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4986646
Lesenswert?

naja, das müsste man letztlich aber schon machen,
um eine echte Aussage treffen zu können.

nicht geeichte/kalibrierte Multimeter
selbigen Alters und Altersunterschieds
dürften ähnlich voneinander abweichen.

jeden Wochenmarkt-Händler kriegste ran,
wenn seine Waage nicht geeicht ist.
-Kann sich der Globalkonzern davon entziehen und bewusst eigenmächtig
Messungenauigkeiten durchboxen?
Gast #4986992
Lesenswert?

Armin X. schrieb:
> Energieversorger müssen jährlich ein gewisses Kontingent überprüfen

Das werden die auch tun (gemäß der Anforderungen). Was aber der 
Elektriker vor Ort an den elektronischen Zählern eingestellt hat??? Ob 
er alle 96 Seiten des jeweiligen Handbuchs gelesen und verstanden hat? 
Es reicht nicht mehr ein paar Drähte anzuklemmen.
Gast #4987006
Lesenswert?

oszi40 schrieb:
> Was aber der
> Elektriker vor Ort an den elektronischen Zählern eingestellt hat??? Ob
> er alle 96 Seiten des jeweiligen Handbuchs gelesen und verstanden hat?
> Es reicht nicht mehr ein paar Drähte anzuklemmen.

Das bekommt der aber gar nicht in die Finger (bei uns - Stadtwerke 
Elbtal). Die Zaehler werden vom EVU bestellt und fertig zum Einbau 
uebergeben. Bei uns kommt zum Einbau auch das EVU selbst.

aslegha
Gast #4987907
Lesenswert?

aslegha schrieb:
> Bei uns kommt zum Einbau auch das EVU selbst.

Wer kommt, dürfte dem Kunden egal sein. Wie jedoch ganz weit oben zu 
lesen war, kann da auch einiges schief gehen ...

F. F. schrieb:
> Im dritten Jahr musste ich fast 11000 Euro Stromkosten bezahlen

Ob dieser zuständige EVU-Techniker das ganze Zähler-Handbuch VOR der 
Installation gelesen und verstanden hat??
#4987963
Lesenswert?

F. F. schrieb:
> Ich konnte das nicht beweisen, was ich mit eigenen Augen sah, dass er
> manchmal mit einem Affenzahn zählte.

Waren das die Stromkosten für ein normales Haus?

11000€

(11000/0,25)/365/24=5,023kW
Also 5kWh über das ganze Jahr über zu verbraten ist echt nicht leicht.
Da würde dir wohl mit der Zeit die Bude abfackeln ... und man würde es 
merken.

Vor einer Weile gab es auch solch einen Fall und da hat der Richter dann 
gesagt dass solche Werte nicht glaubhaft für solch eine Wohnung sind.
Die Familie musste dann nur noch den normalen, ortsüblichen Durchschnitt 
für solch eine vergleichbare Wohnung bezahlen.

Ich glaube dass es sich um 6000kWh handelte, also ein Streitwert von 
etwa 1500€.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren