ich verstehe nicht, warum alle einen starken Euro wünschen? Ideal wäre
im Moment doch eine Parität zum Dollar (nicht nur für meine Aktien ;-)
). Wir könnten Autos ohne Ende verkaufen ...
Ja, der USA-Urlaub würde teuerer werden und ja, die Iphones
warscheinlich auch ...
Uboot- Stocki schrieb:> ich verstehe nicht, warum alle einen starken Euro wünschen?
Ganz einfach:
- Euro fällt: grosses Geschrei.
- Euro steigt: grosses Geschrei.
Irgendwer verliert immer dabei. Zumal wechselnde Kurse die Kalkulation
erschweren und Absicherungsgeschäfte erfordern.
A. K. schrieb:> - Euro fällt: grosses Geschrei.> - Euro steigt: grosses Geschrei.>> Irgendwer verliert immer dabei. Zumal wechselnde Kurse die Kalkulation> erschweren und Absicherungsgeschäfte erfordern.
Angebot wohlfeil kalkuliert, Auftrag soeben bestätigt, Material noch
nicht eingekauft, plötzlich:
Euro fällt -> Großhandel zieht augenblicklich Preise an -> großes
Wutgeschrei.
Euro steigt -> Großhandel wartet ein paar Tage, läßt dann die Preise
nach -> großes Freudengeschrei.
U. B. schrieb:> Noch so einer, der, allerdings viel später als ich, den "€" nicht mag:>> http://boersenradar.t-online.de/Aktuell/Devisen/Crash-Prophet-Otte-verreisst-den-Euro-24042842.html>> ( Keine Gewähr für den Link )
Otte ist bekennender Euro-Skeptiker, das ist nichts neues. Vieles von
dem was er sagt hat Hand und Fuß. Dennoch glaube ich, dass der Euro
gerade uns in Deutschland sehr viel gebracht hat. Die hohe Exportbilanz
Deutschlands ist dem Euro zu verdanken. Das Problem sind wohl eher die
anderen schwächelnden Staaten, die eigentlich gar nicht hineingehören in
den Euro. Irland bsispielsweise müsste mit 10-fach überschrittenem
Defizit von über 30 Prozent bezogen auf sein BSP eigentlich aus dem Euro
herausfallen ..
Ist aber wohl nicht durchsetzbar.
H.joachim Seifert schrieb:> Ich behaupte mal: 2015 gibts keinen Euro mehr ..
Das kann gut sein, da das Vertragswerk ja vorsieht jedes Mitglied der
Währungsgemeinschaft das in Schieflage gerät auf Gedeih und Verderb zu
stützen. Ist letztlich die Frage, ob die starken Staaten der Eurozone
(Deutschland, Frankreich, Italien) in der Lage sind auch mehrere
Wackelkandidaten gleichzeitig zu stützen, wenn es brenzlig wird.
Gibt bestimmt Staaten, denen es gefallen würde, wenn der Euro den Bach
runter geht. Ich glaube aber nicht, dass unsere Lage sich dann
verbessern würde. Ich fürchte eher, die Probleme für uns würden dann
erst richtig losgehen ..
Eine nicht mehr ganz taufrische Grafik dazu
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E74AEDA96748148298CA13BEB9EE24EA7~ATpl~Ecommon~SMed.html
Platinenschwenker .. schrieb:> Gibt bestimmt Staaten, denen es gefallen würde, wenn der Euro den Bach> runter geht. Ich glaube aber nicht, dass unsere Lage sich dann> verbessern würde. Ich fürchte eher, die Probleme für uns würden dann> erst richtig losgehen ..
Ich auch. Aber die Untergangssehnsucht vieler Forenteilnehmer wünscht
sich das geradezu herbei. Wohl nach dem klassischen Revolutionsmotto,
dass man erst einmal alles Bestehende gründlich zerstören muss, bevor es
wieder besser werden kann. Teil 1 dieser Strategie funktioniert auch
meistens. Für das Versagen von Teil 2 sucht man dann Schuldige.
Ich habe nicht behauptet, dass es gut und/oder billig für uns sein würde
:-)
Dass bei der "Geburt" des Euro reichlich geschummelt wurde, ist schon
lange kein Geheimnis mehr.
Auch die "erlaubte" Neuverschuldung von 3% des BIP wächst im Lauf der
Zeit über alle Grenzen. Das zweite Kriterium (Gesamtverschuldung max.
60% des BIP) sieht so aus, als sei es eine Sperre gegen unbegrenztes
Schuldenwachstum. Ist es aber auch nicht, schon die Hälfte der
Eurostaaten liegt z.T. deutlich darüber.
Das Problem dabei - das BIP kann jederzeit fallen, ohne dass man
wirklich was dran machen kann - ups plötzlich ist man drüber :-)
http://www.staatsverschuldung.de/ausland.htm
Daunter die 3 Schwergewichte Deutschland, Frankreich und Italien.
Wird es eng in einem Land, bekommt es Hilfe (oder zumindest erstmal
Garantien). Werden die fällig, bleibt den Garantiegebern nichts weiter
übrig, dieses mit eigenen neuen Schulden zu finanzieren.
Die nächsten Kandidaten sind Spanien und Portugal, die werden wohl im
nächsten Jahr unter den beliebten Rettungsschirm schlüpfen (der
eigentlich gar keiner ist, weil das benötigte Geld gar nicht vorhanden
ist).
Sobald es also soweit ist, dass zugesagte Gelder tatsächlich fliessen
müssen, beginnt das Dominospiel mit atemberaubender Geschwindigkeit.
In Deutschland tritt eigentlich jeder neue Finanzminister mit dem Ziel
an, die Schulden in den Griff zu bekommen (oder wenigstens die
Neuverschuldung), am Ende treten sie alle als Rekordschuldenmeister in
den Ruhestand.
http://www.staatsverschuldung.de/
Ich sehe kein einziges Jahr :-)
Und je mehr darauf gepocht wird, dass der Euro sicher sei, umso
skeptischer sollte man sein.
Ich sehe nichts in den Argumenten, was nicht auf eine beliebige andere
Währung in einem derartigen System genauso zutreffen würde, ob das
nun D-Mark, Euro, Franken, Dollars, Yen ... sind. In der Praxis sind
sie alle so leidlich stabil, aber jede hat immer inhärent das Risiko,
dass das ganze System implodieren kann.
Man könnte nun bei Marx nachlesen, warum das so ist. ;-)
@ Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
>Man könnte nun bei Marx nachlesen, warum das so ist. ;-)
Weil der Kapitalist für 400% Gewinn seine Seele verkauft! :-0
Jörg Wunsch schrieb:> Ich sehe nichts in den Argumenten, was nicht auf eine beliebige andere> Währung in einem derartigen System genauso zutreffen würde, ob das> nun D-Mark, Euro, Franken, Dollars, Yen ... sind. In der Praxis sind> sie alle so leidlich stabil, aber jede hat immer inhärent das Risiko,> dass das ganze System implodieren kann.
Der Unterschied: Eine nationalstaatliche Währung ist üblicherweise eine
Transferunion, d.h. die reicheren Regionen transferieren Geld an die
ärmeren und im Grossen und Ganzen wird das (z.T. murrend) akzeptiert.
Beim Euro wurde in der Geburtsphase dieses Verständnis der Währung als
euroweite Transferunion explizit ausgeschlossen. Sei es als Philosophie,
sei es weil es ihn sonst mangels Akzeptanz wohl nie gegeben hätte.
Es zeigt sich nun aber, dass dies nicht wirklich funktioniert.
Deutschland kann nicht dauerhaft innerhalb des Euros ein massives
Handelsbilanzdefizit fahren, ohne dass dies irgendwo wieder ausgeglichen
wird.
In gewisser Weise bezahlen wir daher mit dem Schirm unseren Exporterfolg
selbst, was man auch als deutsche Arbeitsplatzförderung sehen kann. Zum
Problem wird es hauptsächlich dann, wenn die guten und schlechten Seiten
davon zu ungleich verteilt werden, d.h. wenn sich die Profite nur oben
stapeln und die Kosten nur unten.
Jörg Wunsch schrieb:
> Ich sehe nichts in den Argumenten, was nicht auf eine beliebige andere> Währung in einem derartigen System genauso zutreffen würde, ob das> nun D-Mark, Euro, Franken, Dollars, Yen ... sind. In der Praxis sind> sie alle so leidlich stabil
Das große Problem ist die Währungsunion. Normalerweise werten schwächere
Staaten ihre Währung ab, damit können sie dann ihre Wahren leichter
exportieren. Es handelt sich dabei um einen Regelungsmechanismus.
Durch die Währungsunion wurde dieser Regelungsmechanismus außer Kraft
gesetzt, die Länder im Euroraum können nicht mehr abwerten.
Zur Grafik der Transferunion Deutschland als Nettozahler:
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E74AEDA96748148298CA13BEB9EE24EA7~ATpl~Ecommon~SMed.html
In meiner letzten Firma ( Elektronik zur Automatiesieurngstechnik,
2000MA) wurden etwa 50% des Umsatzes innerhalb Europas gemacht. China
und USA spielten so gut wie keine Rolle. Man könnte also vermuten, dass
vieles von dem Geld welches Deutschland an die ärmeren europäischen
Staaten direkt in unsere Exportindustrie zurück gewandert ist.
Jörg Wunsch schrieb:> War das denn jemals anders?
Ja. Die Freiheit des Kapitals, unkontrolliert international dorthin zu
wandern wo es am wenigsten besteuert wird, war langfristig gesehen
früher deutlich geringer. Es ist diese Freiheit, die es kaum noch
möglich macht, die oberen Einkommen so zu besteuern, dass ein gewisser
Ausgleich entsteht.
Der Versuch, Kapital wie Einkommen zu besteuern läuft auf das Dilemma
hinaus, dass eine höhere Besteuerung irgendwann weniger Geld bringt als
eine niedrige. Eine der Einkommensteuer äquivalente Steuer auf
Kapitaleinkünfte sieht nur auf dem Papier gerechter aus als eine
deutlich niedrigere Pauschale, führt aber in der Praxis zu massiver
Kapitalwanderung und niedrigerer Gesamtsteuersumme.
Falk Brunner schrieb:>>Man könnte nun bei Marx nachlesen, warum das so ist. ;-)>> Weil der Kapitalist für 400% Gewinn seine Seele verkauft! :-0
An wen?
Florian *.* schrieb:> Seelen sind nicht viel wert. Gibt zuviele auf den Markt zum Verkauf.> Ohne lebt es sich jedoch einfacher. :)
Mein Verdacht ist auch, daß Falk da irgendwas verwechselt ;-)
Jörg Wunsch schrieb:> A. K. schrieb:>> d.h. wenn sich die Profite nur oben>> stapeln und die Kosten nur unten.> War das denn jemals anders?
Das kann kaum anders sein, denn wuerden sich die Profite unten stapeln
und die Kosten oben, waere unten bald nicht mehr unten und oben bald
nicht mehr oben.
Erschreckend, mit was fuer Spruechen diese Diskussionen hier immer
gefuehrt werden :-/
Peter Stegemann schrieb:> Jörg Wunsch schrieb:>> A. K. schrieb:>>> d.h. wenn sich die Profite nur oben>>> stapeln und die Kosten nur unten.>> War das denn jemals anders?>> Das kann kaum anders sein, denn wuerden sich die Profite unten stapeln> und die Kosten oben, waere unten bald nicht mehr unten und oben bald> nicht mehr oben.>> Erschreckend, mit was fuer Spruechen diese Diskussionen hier immer> gefuehrt werden :-/
Erschreckend wie Teilnehmer solcher Diskussionen immer ihre Schwarz/Weiß
Sicht als Monstranz vor sich hertragen müssen. Wer sagt denn, das keine
Profite mehr gemacht werden dürfen? Es muss sich nur alles in einem FÜR
ALLE akzeptablen Rahmen bewegen. Wenn eine Gruppe ständig übervorteilt
wird, dann schwindet die Akzeptanz solcher System zunehmend ..
A. K. schrieb:> Jörg Wunsch schrieb:>>> War das denn jemals anders?>> Ja. Die Freiheit des Kapitals, unkontrolliert international dorthin zu> wandern wo es am wenigsten besteuert wird, war langfristig gesehen> früher deutlich geringer.
Was am Fall Irland sich exemplarisch zeigt. Vom Armenhaus Europas zur
blühenden Metropole dank europäisch (unter der Schutzhand der Briten)
geduldetem Steuerdumpings. Dann sich auf zu großen Fuß verzockt, nahe am
Staatsbankrott und jetzt nach Hilfen betteln genau bei jenen, die man
zuvor ausgetrixt hat. Wenn Merkel das ohne Bedingungen an Irland zu
stellen mitmacht, dann fügt sie dem Standort Deutschland zusätzlichen
Schaden zu. Aber Merkel's liberaler Koalitionspartner fände es wohl eh
am besten wenn die Steuerlast für Firmen 0 Prozent betragen würde.
und die Story geht weiter. Falls nötig, wird der "Rettungsschirm" von
750Mrd auf 1,5 Billionen Euro aufgestockt......
Geht ja schneller, als ich dachte :-)
> ...wird der "Rettungsschirm" von> 750Mrd auf 1,5 Billionen Euro aufgestockt......> Geht ja schneller, als ich dachte :-)
Fortgeschrittene Finanz-Minis kennen sich da gut aus, sonst würden sie
ja nicht eingestellt:
"Salami-Taktik" ( geometrische Folge ) ist wie folgt definiert:
Jedes Element ist um einen konstanten Faktor grösser
( oder auch kleiner, kommt praktisch nicht vor ), als das vorherige.
Praktisches Beispiel, mit Faktor 2:
0,75 Billionen, 1,5 Billionen, 3 Billionen ...
Hallo Leute,
es erschreckt mich schon, in sämtlichen Foren diese fatalistische
Untergangssehnsucht feststellen zu müssen! Viele Forenteilnehmer, nicht
nur hier, wünschen sich die DMark wieder zurück, weil die meisten
Deutschen den Euro seit seiner Einführung verfluchen. Was ist die
Ursache für diese völlig irrationale, verzerrte Wahrnehmung? Inflation
hat es auch schon zu DMark-Zeiten gegeben, und zwar nicht zu knapp. Und
wo wir in Deutschland heute ohne die Gemeinschaftswährung währen, weiß
niemand, Wenn schon die Bürger Europas den Euro ablehnen, was soll dann
der Rest mit dieser Währung anfangen? Dieses endlose Bashing auf den
Euro seit seiner Einführung geht mir einfach extrem auf den Keks!
Die aktuelle Situation ist zwar schwierig, und auch ich sehe durchaus,
dass der Beitritt in den Euro-Raum von einigen Staaten Europas
ausgenutzt wurde. Allerdings, und das sollte man bitte nicht vergessen,
hatte die Finanzkrise in 2008 in den USA mit dem Zusammenbruch von
Lehman Brothers ihren Ursprung, und nicht hier in Europa. Schon gar
nicht war der Euro schuld an der Finanzkrise.
OK: schaffen wird den Euro ab und führen die DMark wieder ein! Und dann?
Welche Vorteile würde uns das bringen?
Es wäre vernünftiger, sich als Bürger Europas zu Euro zu bekennen, und
alles dafür zu tun, um den Euro als Weltwährung zu erhalten. Statt
dessen scheinen die meisten mit einer geradezu masochistischen Sehnsucht
den Untergang des Euro wünschen. Warum?
Und noch eine letzte Frage: wie stellt ihr Euch denn, ganz konkret, den
Prozess des Untergangs des Euro vor, und vor allem die Wiedereinführung
der DMark? Wäre schön, wenn mal jemand ein realistisches Szenario hier
darstellen könnte.
Also ich bin absolut ein Euro-Freund! Ich habe mich damals sehr auf die
Einführung der neuen Währung gefreut und habe auch jetzt noch Vertrauen
in unsere gemeinsame Währung.
Und dieses absolute, egoistische, egozentrische Einstellung der Menschen
ist zusätzlich etwas, was ich nie nachvollziehen kann. Ebenso wie diese
allumfassende Ablehnung gegen alles (Politik, Europa, Euro, Banken,
andere Länder). Wir reden hier völlig unreflektiert und emotionsbeladen
auf Stammtischniveau alles schlecht, was uns vor die Flinte kommt. Warum
nur?
Vielleicht weil wir 40% Lohnsteuer und Sozialabgaben + 19% Märchensteuer
bezahlen müssen?
Vielleicht weil in Brüssel 160000 EU-Beamte sitzen und es nicht einmal
hin bekommen eine einheitliche Steckdosen durchzusetzen, dafür ein
sinnloses Glühlampenverbot?
Vielleicht weil der Staat sich von den Banken erpressen lässt?
Vielleicht weil die Bürger die Bürgen der Garantieen sein werden die die
Merkel verspricht aber kein Bürger haben möchte?
Vielleicht weil in Afgahnistan ein Angriffskrieg geführt wird?
Vielleicht weil in die HRE Bank immer mehr Geld hineingesteckt wird,
anstatt die einfach ab zu wickeln?
Vielleicht weil die Politiker keine unabhängige Personen sind die frei
für das deutsche Volk entscheiden?
A...aha Soooo. schrieb:>>Wir könnten Autos ohne Ende verkaufen ...>> Vergiss die Amis - die haben eh keine Kohle mehr.
Ach wirklich ?
Die US-Order seit Anfang des Jahres stehen gegenüber 2008 (2009 war ja
mau) auf ca. 30% ..... PLUS.
Und bis jetzt ist noch kein ende in Sicht.
Bevor du fragst woher ich das weiss......Ich bin in der Branche.
@A.K.
>- Euro fällt: grosses Geschrei.>- Euro steigt: grosses Geschrei.>>Irgendwer verliert immer dabei. Zumal wechselnde Kurse die Kalkulation>erschweren und Absicherungsgeschäfte erfordern.
Ich frage mich schon sehr lange warum wir nocht einfach den Dollar
einführen dann wäre zumindest dieses gejaule endlich vorbei.
Wir machen den amis doch eh jeden Käse nach, wäre viel einfacher die
Sache.
;-)
>Die US-Order seit Anfang des Jahres stehen gegenüber 2008>(2009 war ja mau) auf ca. 30% ..... PLUS.>Und bis jetzt ist noch kein ende in Sicht.>>Bevor du fragst woher ich das weiss......Ich bin in der Branche.
Das ist ja phantastisch... Solange man nicht als Kreditgeber auftritt.
Also nur gegen Cash verkaufen.
Das tun sie überall auf der Welt.
Wo ist denn das ganze Geld? Im Prinzip alle Staaten sind verschuldet.
Die Mehrzahl der Bürger sind verschuldet. Die Banken auch, die Kommunen
sowieso. Soviele Milliardäre (die bösen Reichen!) kann es gar nicht
geben auf der Welt. Sicher gibt es Hyperreiche, ja und? Es sind sicher
nicht so viele, dass sie die ganzen Milliarden und Billionen als echtes
Vermögen oder als Schuldscheine haben.
Das ganze ist ein Riesenschauspiel, nicht mehr und nicht weniger.
Was hat eigentlich eine realen Wert? Ein Haus in bester Lage? Solange,
wie es Leute gibt, die bereit wären, dieses zu kaufen. Gold? Solange die
Leute dran glauben, dass es einen Wert hätte. Allzuviel kann man damit
nicht machen. Geld? Auch nur, solange die Mehrzahl der Leute daran
glaubt.
A...aha Soooo. schrieb:> Das ist ja phantastisch... Solange man nicht als Kreditgeber auftritt.> Also nur gegen Cash verkaufen.
Natürlich Cash.
Alles andere ist Augenwischerei.
H.joachim Seifert schrieb:> Wo ist denn das ganze Geld? Im Prinzip alle Staaten sind verschuldet.> Die Mehrzahl der Bürger sind verschuldet. Die Banken auch, die Kommunen> sowieso. Soviele Milliardäre (die bösen Reichen!) kann es gar nicht> geben auf der Welt. Sicher gibt es Hyperreiche, ja und? Es sind sicher> nicht so viele, dass sie die ganzen Milliarden und Billionen als echtes> Vermögen oder als Schuldscheine haben.
Oh! Da täusch dich mal nicht.
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,602693-2,00.html
Zitat
"Das Gesamtvermögen in Deutschland wird laut Grabka im Saldo - also
abzüglich der Verschuldung - auf 6,6 Billionen Euro geschätzt. Dazu
zählen Häuser und Grundstücke, Geld, Wertpapiere, private
Versicherungen, aber auch Gold, Schmuck und wertvolle Sammlungen."
Das wirft doch ein ganz anderes Licht auf die ewige Jammerei über die
1,9 Billionen Euro Staatsschulden.
> "Das Gesamtvermögen in Deutschland wird ( ... ) auf 6,6 Billionen Euro> geschätzt. ( ... ) ">> Das wirft doch ein ganz anderes Licht auf die ewige Jammerei über die>> 1,9 Billionen Euro Staatsschulden.
Dummerweise wird der Grossteil dises 6,6 Billionen-Vermögens garantiert
NICHT zur Tilgung der Staatsschulden herangezogen werden. Eher schon
relativ kleine Einzel"vermögen" ...
Die BRD besitzt doch viele Imobilien in zentraler und bester Lage in
Städten. Diese könnte man doch für gutes Geld los bekommen.
z.B. Finanzämter, Landratsämter und wie sie alle heißen.
> Die BRD besitzt doch viele Imobilien in zentraler und bester Lage in> Städten. Diese könnte man doch für gutes Geld los bekommen.> z.B. Finanzämter, Landratsämter und wie sie alle heißen.
Wer kauft denn ein ausgedientes Finanzamt auf ???
Mit einem solch unseriösen Image ?
Dann schon eher ein "Etablissement" ...
Oder ein Beerdigungsinstitut ( DIE werden aber immer gebraucht ! ).
U. B. schrieb:> Wer kauft denn ein ausgedientes Finanzamt auf ???
Das Gebäude alleine ist uninteressant, aber zusammen mit dem Recht,
Steuern einzuziehen, ist auch die letzte Bruchbude noch eine Lizenz zum
Gelddrucken.
Markus Müller schrieb:>Die BRD besitzt doch viele Imobilien in zentraler und>bester Lage in Städten. Diese könnte man doch für gutes>Geld los bekommen.>z.B. Finanzämter, Landratsämter und wie sie alle heißen.
Sowas gab es bei Post und Bahn schon mal im größeren Umfang. Der
Allgemeinheit hat das nichts gebracht, eher im Gegenteil: Mieten in
Betriebswohnungen stiegen plötzlich auf das doppelte oder dreifache, und
heruntergekommen sind solche Siedlungen mittlerweile teilweise auch. Den
Bewohnern, bot man die Wohnungen nicht zum Kauf an. Ich habe hier um die
Ecke herum eine ehemalige Bahnsiedlung, als allerbestes (abschreckendes)
Beispiel. Dort wohnen heute überwiedend Kunden vom "Amt". Die Straßen
haben erhebliche Schlaglöcher, und werden auch nicht mehr saniert. Und
selbst, wohnte ich bis in die Privatisierungsphase in einer Postwohnung.
Mit Ofenheizung und Kohlebadeofen. Das einzige, was dort passierte, war
eine Außenisolierung mit Styroporplatten, und Fassadenanstrich. Dort
stiegen die Mieten am Ende mit der maximal möglichen Erhöhungsgrenze,
also halbjährlich um 10%.
Den öffentlichen Dienst, und gut situierte Beamte, das darf man mal
nicht überbewerten: Einst bauten diese Unternehmen Werkswohnungen, auch
weil die Löhne eben nicht sehr hoch waren. Der Beamte im einfachen
Dienst, liegt gehaltsmäßig eher nahe der Supermarktverkäuferin.
Postboten, waren oft noch auf einen Nebenjob angewiesen. Heute sowieso.
Wie auch Uhu schon schrieb, ist das wie eine Lizenz zum Geld drucken.
Für Spekulanten.
Apropos Euro als Zahlungsmittel: Die Teuro-Diskussion war öfters in den
Medien. An einem Beispiel, wurde mal widerlegt, daß mit dem Euro alles
teurer wurde. Das stimmt nur in Einzelfällen, wo man Preise nur sehr
schwer einschätzen bzw. vergleichen kann, z.B. bei Bekleidung und
Schuhen.
sehr schön finde ich auch die Praxis der Steuer- und
Sozialabgabenintreiber, überall feste Prozentpunkte zu kassieren, im
Gegenzug fixe Grössen auszuzahlen.
D.h. an steigenden Einnahmen der Beschäftigten, egal ob durch
Beförderung, Qualifikation oder einfach nur Inflationsausgleich, wird
direkt proportional abkassiert. Dasselbe bei der Mehrwertsteuer -
steigende Preise, steigende Einnahmen. Im Gegenzug: Harz4, Kindergeld,
Rente - das sind fixe Posten, die sich niemals automatisch ändern. Wenn
sie sich doch mal ändern, dann mit jahrelangem Verzug und wird noch als
soziale Wohltat verkauft.
Der grösste Betrug sind die Steuertabellen, die nur alle Jubeljahre
angepasst werden. Durch die Bank weg laufen die Leute in immer höhere
Progressionen, ohne brutto real einen Cent mehr zu verdienen. Netto ist
es dann eben weniger....
Würde mich mal interessieren, wie schnell die Sachen geändert werden
würde, falls wir mal in eine Phase der Deflation laufen würden - dann
wäre die Hektik gross.
>sehr schön finde ich auch die Praxis der Steuer- und>Sozialabgabenintreiber, überall feste Prozentpunkte zu kassieren, im>Gegenzug fixe Grössen auszuzahlen.
Sehr schön finde ich das immer gerne betriebene verbale Einprügeln auf
"den Staat".
>D.h. an steigenden Einnahmen der Beschäftigten, egal ob durch>Beförderung, Qualifikation oder einfach nur Inflationsausgleich, wird>direkt proportional abkassiert.>Dasselbe bei der Mehrwertsteuer ->steigende Preise, steigende Einnahmen.
Das ist sozial ausgewogen. Diejenigen, die mehr verdienen, geben auch
mehr ab. Oder findest Du das ungerecht?
>Im Gegenzug: Harz4, Kindergeld,>Rente - das sind fixe Posten, die sich niemals automatisch ändern.
Und warum ist das für Dich ein Problem? Die Hartz IV-Sätze orientieren
sich wohl am aktuellen Bedarf, was IMO völlig in Ordnung ist. Die Rente
ist zumindest ansatzweise an die Einkommen gekoppelt.
>Der grösste Betrug sind die Steuertabellen, die nur alle Jubeljahre>angepasst werden.
Betrug an wem und durch wem. Nach Deinen Ausführungen sind alle
betrogen: diejenigen, die viel verdienen, führst Du zuerst auf. Das sind
die Einzahler in die Sozialsysteme.
Anschließend führst Du die Empfänger von "Sozialleistungen" (Rente,
Hartz IV, Kindergeld) auf. Auch die scheinen betrogen zu werden.
>Durch die Bank weg laufen die Leute in immer höhere>Progressionen, ohne brutto real einen Cent mehr zu verdienen.
Schaue Dir bitte mal eine Steuertabelle an, und zeige mir, wo genau die
Menschen bei gleichbleibendem Bruttoeinkommen in immer höhere
Progressionen laufen. Dann können wir weiterdiskutieren.
>Netto ist>es dann eben weniger....
Und, wo genau ist da wieder das Problem? Wirtschaftliche und/oder
demografische und/oder finanzielle Gründe können es notwendig machen,
dass die Menschen ein wenig von ihrem Wohlstand abgeben. Mit Deiner
Einstellung gehen auch die Menschen in Griechenland und Irland auf die
Straße. Ist das dann auch OK?
So lange die Menschen den Staat als eine bösartige Kreatur sehen, die
ihnen das Geld wegnimmt, sehe ich in Deutschland keine Chance auf eine
vernünftige politische und soziale Einstellung. Jegliche Diskussion ist
von einer extrem egozentrischen Einstellung geprägt. Dabei verteilt der
Deutsche gerne Rundumschläge aus gegen alles und jeden, der seinem
Egoismus im Wege steht.
Ich halte das für sehr bedauerlich, dass diese völlig überzogene
egoistische Einstellung so langsam jede soziale Einstellung in unserer
Gesellschaft abwürgt.
Ich glaube, es hat nicht viel Sinn zu diskutieren, man kommt eh auf
keinen Nenner, du nicht und ich auch nicht.
Bei mir wars ein langer Weg zu erkennen, was hier alle schief läuft. Was
ja eigentlich nicht sehr schwer ist, dennoch hat es gedauert. Aus einem
ehemaligen Verfechter ist ein desillusionierter Beobachter geworden.
Laut offizieller Definition bin ich ein "Gutverdiener", mit 4 Kindern
ist man das aber real nicht mehr, das aber nur Rande. Übrigens wird gern
bemängelt, dass die Leute zu wenig Kinder haben - mehr als nur
verständlich. Kinder sind schon das Armutsrisiko Nummer 2 geworden.
Marcus Woletz schrieb:> Das ist sozial ausgewogen. Diejenigen, die mehr verdienen, geben auch> mehr ab. Oder findest Du das ungerecht?
So, wie es gegenwärtig passiert, ist es ungerecht:
Bruttoeinkommen 75.000:
Einkommensteuer: 23.328€ + "Soli" 5,5%=1283€ + Kirchensteuer 9%=2100€
Macht also 48389.
Ausserdem natürlich noch die ganzen Sozialabgaben, alles vom Brutto
berechnet und ein ganzer Teil, der zus. vom Arbeitgeber zu bezahlen ist
(und deine und meine Bruttoerhöhung weiter verteuert)
Einkommenserhöhung auf 76.000 (also etwas mehr als 1%, mit gutem Willem
die Inflation)
Einkommensteuer 23.748€ + Soli 1306€ + Kirchensteuer 2137€
Bleiben 48809€, wenn ich nicht verrechnet habe, bleiben von den 1000€
420 übrig. Die Sozialkassen zweigen noch einen weiteren Teil ab, am Ende
sind es vielleicht 300€ mehr, unterm Strich unter Einbeziehung der
Inflation hast du trotz Erhöhung real weniger. Inzwischen sind die Leute
froh, halbwegs regelmässig eine Erhöhung in Höhe der Inflation zu
bekommen (Brutto!), selbst dann führt es zu einem ständig fallenden
Einkommen.
Die Steuertabellen gehören järlich angepasst!
Marcus Woletz schrieb:>>Durch die Bank weg laufen die Leute in immer höhere>>Progressionen, ohne brutto real einen Cent mehr zu verdienen.>> Schaue Dir bitte mal eine Steuertabelle an, und zeige mir, wo genau die> Menschen bei gleichbleibendem Bruttoeinkommen in immer höhere> Progressionen laufen. Dann können wir weiterdiskutieren.
Ich sprach von Realeinkommen, hast du wohl im Eifer überlesen :-)
Marcus Woletz schrieb:> Und, wo genau ist da wieder das Problem? Wirtschaftliche und/oder> demografische und/oder finanzielle Gründe können es notwendig machen,> dass die Menschen ein wenig von ihrem Wohlstand abgeben. Mit Deiner> Einstellung gehen auch die Menschen in Griechenland und Irland auf die> Straße. Ist das dann auch OK?
Ja.
Leider kapieren die Leute es immer erst zu spät, nämlich wenn das Kind
in den Brunnen gefallen ist, sprich, wenn die Schlinge wirklich am Hals
zu spüren ist, wenn es ans eingemachte geht. Die Auspresserei wird hier
auch noch ein paar Jahre funktionieren, um zu kaschieren, dass auch
Staaten (wie jede Person, jede Familie und jede Firma) nicht auf Dauer
mehr ausgeben machen können als sie einnehmen. Insofern stelle ich auch
unser gesamtes parteipolitisches System in Frage. Kaum dran, überlegen
sie, wie sich dieser Zustand erhalten liesse. Und natürlich muss auch
sofort Rücksicht genommen werden auf die immer bald folgende
Landtagswahl. Also wird weiter gewurschtelt, das System ist weder
systemwillig noch reformfähig.
>> So lange die Menschen den Staat als eine bösartige Kreatur sehen, die> ihnen das Geld wegnimmt, sehe ich in Deutschland keine Chance auf eine> vernünftige politische und soziale Einstellung. Jegliche Diskussion ist> von einer extrem egozentrischen Einstellung geprägt. Dabei verteilt der> Deutsche gerne Rundumschläge aus gegen alles und jeden, der seinem> Egoismus im Wege steht.
Tja, leider ist es so geworden. Und ich sehe auch keinen Rückweg mehr.
> Ich halte das für sehr bedauerlich, dass diese völlig überzogene> egoistische Einstellung so langsam jede soziale Einstellung in unserer> Gesellschaft abwürgt.
Ich kenne inzwischen verdammt viele Beispiele, wo es nicht um Egozentrik
geht, sondern ums nackte Überleben Monat für Monat. Eine kaputte
Waschmaschine bringt einen gerade so funktionierenden Familienhaushalt
an den Rand des Ruins, da bleibt rein Raum mehr für soziales Gesülze.
Eher die Einsicht, die Anstrengungen Anstrengungen sein zu lassen, sich
zurückzulehnen und sich die neue Waschmaschine vom Amt bezahlen zu
lassen. Nein, dass ist keine Hasstirade an Sozialempfänger, ich kann die
Leute verstehen, die eines Tages sagen: hat alles keinen Sinn.
Marcus Woletz schrieb:> Das ist sozial ausgewogen. Diejenigen, die mehr verdienen, geben auch> mehr ab. Oder findest Du das ungerecht?
Schon mal was von der schleichenden Progression gehört?
> Schaue Dir bitte mal eine Steuertabelle an, und zeige mir, wo genau die> Menschen bei gleichbleibendem Bruttoeinkommen in immer höhere> Progressionen laufen.
Ganz einfach durch die Inflation. Die war zwar in den vergangenen Jahren
nicht sehr hoch, aber die Steuertabellen wurden auch entsprechend
angepaßt.
Die Schweinerei fällt auf, wenn man die Einkommensteuersätze jüngerer
Tabellen inflationsbereinigt mit alten vergleicht: Die kleinen Einkommen
werden immer stärker belastet, während die der großen Einkommen sogar
gesunken ist und das nicht zu knapp.
H.joachim Seifert (crazyhorse) schrieb:
> Bruttoeinkommen 75.000:> Ich kenne inzwischen verdammt viele Beispiele, wo es nicht um Egozentrik> geht, sondern ums nackte Überleben Monat für Monat.
Es muss schon ein "schreckliches Schicksal" sein mit 75.000 Euro
Einkommen "ums nackte Überleben" Monat für Monat zu kämpfen.
Sorry, aber dafür fehlt so ziemlich JEDEM das Verständnis, der nicht
annähernd an solche Zahlen heran kommt. Was für ein Jammertal im fetten
Wohlstandsstaat Deutschland.
Und was die 4 Kinder betrifft, wie hoch war noch mal das Kindergeld
dafür?
Wie wäre es mal wieder vom hohen Ross herunterzukommen und auf den Boden
derer herabzusteigen, die von Leiharbeit, Minderentlohnung oder
Altersdiskriminierung gebeutelt sind? Für die klingt Jammerei bei 75.000
Euro als zynischer Spott aus dem Politkabarett.
Aber wohl irgendwie klassisch für unser Land ..
WIe sollten uns nicht mehr über Frau Palin und die Teaparty in USA
aufregen. Das hier kommt dem gleich ..
Aha. Mittlerweile wird als sozial betrachtet fuer andere Laender die
Schulden zu bezahlen. Kann man so machen ... Da haeng ich mich doch
besser selbst auf eine Liege am Mittelmer und zieh mir eine Pinacolada
rein. Und lass die anderen im Norden ackern.
H.joachim Seifert schrieb:> Hast du ein wenig sinnfrei zusammenkopiert??
Das kann schon sein, liegt aber vielleicht auch ein wenig an der
Gestaltung deines Textes. Dann kannst du es gerne nochmal klarstellen.
Ich verstehe jedenfalls nicht wie man mit 75.000 EUR das große Jammertal
rauslassen muss, außer dem ganz normalen Umstand, dass es kaum einen
gibt der freiwillig gerne Steuern und Abgaben zahlt. Das jedenfalls
klingt doch sehr nach Wohlstandsjammerei.
Durchschnittseinkommen brutto 2009: 40.642€ (lt. Stern). Eine
landläufige Definition von arm/reich ist Faktor 2 drüber/drunter, d.h.
demzufolge giltst du fast schon als reich, jedenfalls aber gehörst du
damit einer Minderheit an, die meisten Leute liegen darunter, nicht
selten weit darunter. Wovon leben die eigentlich?
>Schon mal was von der schleichenden Progression gehört?
Nein, aber von der "kalten Progression" ;-)
>Ganz einfach durch die Inflation. Die war zwar in den vergangenen Jahren>nicht sehr hoch, aber die Steuertabellen wurden auch entsprechend>angepaßt.
Eben! Der Grundfreibetrag wurde erhöht, und außerdem die Steuersätze
leicht nach unten korrigiert. Wo also genau siehst Du ein Problem?
>Die Schweinerei fällt auf,
Welche Schweinerei? GENAU DAS IST DAS PROBLEM! Immer sind die anderen
besser dran, man selbst wird immer benachteiligt, und überhaupt ist die
Welt ungerecht. Das sagen aber ALLE! diejenigen, die von Hartz IV leben,
beklagen sich. Die Leute mit 25.000,- EUR beklagen sich, die mit
50.000,- EUR ebenso, und auch die mit 75.000,- EUR. Nie ist jemand
zufrieden, jeder fühlt sich ungerecht behandelt. Das ist einfach eine
alberne Diskussion und entbehrt jeder Grundlage. Schnell wird nach dem
Staat gerufen, nach Steuersenkung und Senkung der Sozialbeiträge. Jahre
später wird genau dieses Vorgehen der Politik vorgeworfen, da solche
Geschenke nur durch erhöhte Neuverschuldung möglich waren. Also was
wollen wir eigentlich? Ich weiß bereits die Antwort: Jeder handelt nach
dem St. Florians-Prinzip.
Ich bin es so langsam leid, auf die immer wiederkehrende
Ungerechtigkeitsdebatte einzugehen. So lange keinerlei Verständnis für
das eigene Land, die eigenen Mitbürger oder auch für die Belange der
Bürger in der EU vorhanden ist, und nur der eigene Luxus zählt, ist jede
weitere Diskussion sinnlos. Das erkennt man bereits, wenn man die
diversen Postings hier liest.
>wenn man die Einkommensteuersätze jüngerer>Tabellen inflationsbereinigt mit alten vergleicht: Die kleinen Einkommen>werden immer stärker belastet,
Ach ja? Nenne mir mal bitte ein Datenpaar, welches das belegt.
>während die der großen Einkommen sogar>gesunken ist und das nicht zu knapp.
Ja? Wo genau? Und die Frage ist: wie stark sollen große Einkommen
besteuert werden. Ich denke, 40% des Einkommens als Steuern abzugeben,
das sind bei 250.000,- EUR z.B. 100.000,- ist Deiner Meinung nach nicht
genug? Ich denke schon.
Ich habe übrigens die Tabellen 2008 und 2010 angeschaut, und konnte
keine auffällige Bevorzugung der hohen Einkommen feststellen. Du etwa?
Marcus Woletz schrieb:> Ich habe übrigens die Tabellen 2008 und 2010 angeschaut, und konnte> keine auffällige Bevorzugung der hohen Einkommen feststellen. Du etwa?
Bei wirklich hohen Einkommen sind zunehmend Kapitaleinkünfte dabei. Die
werden derzeit mit 25% besteuert. Im Sinn der Gerechtigkeit kann man das
schon als eine Bevorzugung hoher Einkommen betrachten. Allerdings ist
das eher ein Tribut an die Realitäten denn eine gezielte Bevorzugung,
denn 25% einkassieren bringt mehr als 45% nicht einkassieren (weil
ausserhalb Steuerreichweite). Direkt bizarr wird sowas allerdings, wenn
praktisch nur noch Kapitaleinkünfte vorhanden sind, die dafür reichlich.
Genau das ist ja das Problem. Überall gilt man als "gutverdienend". Und
der Reihe nach bedienen sich alle am imaginären Bruttoeinkommen, überall
werden die Höchstsätze fällig, weil das ja sozial ausgewogen ist.
Dann machen wir doch mal die Rechnung auf:
75.000€ Brutto
16.238€ EkSt nach Splitting-Tabelle
893 Soli
1461 Kirchensteuer
7500 Rentenkasse
1050 Arbeitslosenversicherung
4500 Krankenkasse
bleiben 43358 im Jahr, nachdem der Sozialstaat mit mir fertig ist
Für den Jüngsten zahle ich im Moment 271€/Monat Kindergartenbeitrag,
schon sind es nur noch 40100.
Für das Haus zahlen wir im Moment 1340€ kalt, ja es sind etwas mehr als
130m², aber wir sind auch 6 Personen. Es bleiben noch 24000.
Heizung,Wasser/Abwasser, Strom, Versicherungen: um die 300€ im Monat,
eher 400, weiss ich nicht genau, es bleiben 19200.
Jetzt mal was positives: 9276€ kindergeld im Jahr kommen hinzu. Saldo:
28476.
Mist, ein grösseres Auto brauchen wir auch. Schwer zu schätzen, alles in
allem schätze ich, ist man mit 3000/Jahr dabei. Bleiben 25476. Wieviel
isst/trinkt man pro Tag, wenn man nicht ausschliesslich bei Aldi kauft?
8..10 Euro pro Tag und Nase halte ich für realistisch, weiss es aber
nicht genau. Mit 8€ macht das 17500 im Jahr. Restgeld knappe 8000€.
Davon müssen jetzt noch Kleidung, jede Menge Schulkram und evtl. ein
Urlaub im Jahr bezahlt werden. Jeder Schulausflug kostet extra, Kino und
Theater und mal Essen gehen sind auch noch nicht drin.
Ich bin reich! Mein einziger Luxus, uns nicht in eine 3Zimmer-Wohnung zu
pressen.
Unser Ältester hat im Moment ziemliche schulische Probleme, und es wurde
uns von mehreren Seiten geraten, dass ein Internatsaufenthalt eine gute
Lösung sein könnte. Sehen wir inzwischen auch so, aber da ich "gut"
verdiene, gibts nicht dazu. Kostet aber 1300€ im Monat, geht nicht,
keine Chance.
Die Kirchensteuer würde ich unabhängig von der religiösen Einstellung
aus der Rechnung lieber draussen lassen, weil das eher sowas wie ein
freiwilliger Vereinsbeitrag ist und nichts mit dem Staat zu tun hat.
Dass die vom Finanzamt erhoben und als Steuer bezeichnet wird ist eine
deutsche Besonderheit im Zusammenspiel mit einigen wenigen
privilegierten Religionen.
H.joachim Seifert schrieb:> 1461 Kirchensteuer
...
> Unser Ältester hat im Moment ziemliche schulische Probleme, und es wurde> uns von mehreren Seiten geraten, dass ein Internatsaufenthalt eine gute> Lösung sein könnte. Sehen wir inzwischen auch so, aber da ich "gut"> verdiene, gibts nicht dazu. Kostet aber 1300€ im Monat, geht nicht,> keine Chance.
Noch Fragen?
Ich auch :-)
Aber meine Frau nicht, da sie dem Verein sehr zugetan ist. Und da es
schon mehr solche Fälle gab, wurde flugs das Kirchgeld erfunden,
zumindest hier in NRW.
Frau verdient nix, ist aber im Verein. Mann verdient, ist nicht im
Verein -> Kirchensteuer/Kirchgeld ist trotzdem fällig.
Uhu Uhuhu schrieb:> H.joachim Seifert schrieb:>> 1461 Kirchensteuer> ...>> Unser Ältester hat im Moment ziemliche schulische Probleme, und es wurde>> uns von mehreren Seiten geraten, dass ein Internatsaufenthalt eine gute>> Lösung sein könnte. Sehen wir inzwischen auch so, aber da ich "gut">> verdiene, gibts nicht dazu. Kostet aber 1300€ im Monat, geht nicht,>> keine Chance.>> Noch Fragen?
Tja, das eine ist der Jahresbeitrag, das andere der Monatssalär :-)
Fehlt noch die Finanzierung von 11/12 des Jahres....
Mist, es wird noch schlimmer. Ich habe die Pflegeversicherung vergessen.
Macht auch 1% des Bruttoeinkommens. Und wenn ich jetzt noch die Beiträge
für Sportvereine und Musikschule abziehe, rutsche ich langsam ins Minus.
Mal das Haus und das Auto rausgerechnet - wo stehe ich deutlich besser
da als ein Sozialhilfeempfänger? Lohnt es sich, dafür >50h/Woche zu
arbeiten? Wo ist mein Denk/Rechenfehler?
H.joachim Seifert schrieb:> wo stehe ich deutlich besser da als ein Sozialhilfeempfänger?
Wenn du Rentner bist. Vorausgesetzt das Rentensystem funktioniert dann
noch ungefähr so wie heute.
Allerdings könnte das Sozialamt zu Musikschule und Sportvereinen etc.
etwas andere Ansichten haben als du, also solltest du beim Vergleich
damit auch diese Ausgaben draussen halten.
Marcus Woletz schrieb:> .. Und die Frage ist: wie stark sollen große Einkommen> besteuert werden. Ich denke, 40% des Einkommens als Steuern abzugeben,> das sind bei 250.000,- EUR z.B. 100.000,- ist Deiner Meinung nach nicht> genug? Ich denke schon.
Merkwürdigerweise gab es mal unter Helmut Kohl einen Spitzensteuersatz,
der lag bei 53% und war gesellschaftlich weitestgehend akzeptiert und
das gerade im liberal-konservativen Lager, dem sog. "Bürgerlichen
Millieu". Damals ist deswegen NIEMAND ausgewandert oder hat sich
diskriminiert gefühlt. Dieser Spitzensteuersatz wurde über die Jahre um
*11%* auf 42% gesenkt und wozu hat das geführt? Zu erheblichen
Vermögenszuwächsen in den oberen und höchsten Einkommensschichten, bei
gleichzeitig immer mehr Unzufriedenheit gerade dieser Kreise. All das
Geld was dort dem Staat vorenthalten wird, generiert über den
Zinseszinseffekt zusätzliches Vermögen und sorgt für das zunehmende
Auseinanderdriften der Vermögensverhältnisse zwischen arm und reich im
deutschen Lande.
Zitat: "So hat eine Studie des deutschen Institus für
WIrtschaftsforschung Anfang 2008 ergeben, dass die reichsten 450
Steuerpflichtigen nur 34,3 Prozent Einkommensteuer zahlen."
Quelle: http://srbg.de/was-ist-der-spitzensteuersatz.html
Ferner heißt es dort, Zitat "Aber nicht jeder, der überdurchschnittlich
gut verdient, muss auch tatsächlich den Spitzensteuersatz zahlen, denn
das zu versteuernde Einkommen ist nicht mit dem Bruttoeinkommen eines
Steuerzahlers gleichzusetzen. Wer beispielsweise ein Bruttoeinkommen von
60.000 Euro im Jahr hat, kann davon in der Regel zahlreiche Ausgaben und
Freibeträge abziehen."
All das Geld was hier sinnlos (im Sinne der Allgemeinheit) den
Spitzeneinkommen ohne Not geschenkt wurde, fehlt dem Staat für
öffentliche Aufgaben und wird deshalb von den Städten und Kommunen per
Gebührenerhöhungen in vielen Bereichen - jetzt aber bei ALLEN. d.h.
auch den Einkommensschwachen - versucht zurückzuholen. Das ist eine der
eklatanten Gerechtigkeitslücken, die es im Lande Deutschland gibt.
ne, neuerdings soll das ja auch vom Amt bezahlt werden. Bin ich auch
dafür, die Kinder können ja nun wirklich nichts dafür.
Leider viele Erwachsene auch nicht. Oft ohne Chance, was dagegen zu tun.
Und wie du oben siehst - falls doch - es lohnt sich nicht wirklich. Als
Single vielleicht. Aber da wird ja auch schon entsprechend
"gegengesteuert". Wer sich, aus welchen Gründen auch immer, zum Single
oder kinderlosen Leben entscheidet, wird auch nicht ungeschoren
davonkommen.
Platinenschwenker .. schrieb:> Damals ist deswegen NIEMAND ausgewandert oder hat sich> diskriminiert gefühlt.
Oh doch! Sowohl als auch.
Persönlich ausgewandert sind zwar die wenigsten. War aber auch nicht
nötig, denn häufig ist nur das Geld ausgewandert. Österreich und Schweiz
waren damals noch ziemlich sichere Fluchtburgen. Die gute alte Zeit
eben, in der auf Schweizer Banker noch Verlass war ;-).
Der Drang zu kreativen Steuersparmodellen war ausserdem massiv.
Bauherrenmodell hiess eine sehr beliebte Variante davon. Die allerdings
nicht zu übermässigem Vermögenszuwachs führte, jedenfalls nicht bei den
Anlegern, weil es sich letztlich doch nicht rechnete und die
steuersparenden Verluste zu echten Verlusten wurden.
Das Dumme beim Versuch der Besteuerung der Reichen ist, dass mit
steigendem Steuersatz der Drang zur Steuervermeidung erheblich anwächst,
so dass die effektive Besteuerung irgendwann trotz weiter steigendem
Satz wieder sinkt.
Was mehr einbrächte als höhere Nennsteuersätze: mehr Steuerprüfer.
Und da sind wir wieder am Punkt: die richtigen "Reichen" kriegen sie so
oder so nicht, das wissen unsere Eintreiber auch ganz genau. Ganz
persönlich, ohne jeden Neid, finde ich auch, dass 50% Abgaben eine
absolute Obergrenze darstellen sollten, völlig unabhängig, wieviel man
nun einstreicht. Das linke Lager möchte da gerne vielmehr - nix als
dummer Stimmenfang
Und es spielt auch keine Rolle, die Masse wird eh da gemacht, wo sich
die Leute nicht wehren können. "Oben" gibts nichts zu holen, also wird
gepresst, wo es was zu pressen gibt.
H.joachim Seifert schrieb:> Genau das ist ja das Problem. Überall gilt man als "gutverdienend". Und> der Reihe nach bedienen sich alle am imaginären Bruttoeinkommen, überall> werden die Höchstsätze fällig,
Als verheirateter mit 75.000 Euro ist noch nicht mal der
Spitzensteuersatz fällig.
> 7500 Rentenkasse
Dafür gibt es spätere Rentenansprüche.
> 1050 Arbeitslosenversicherung
Dafür gibt es einen ANspruch gegen die Arbeitslosenversicherung im
Versicherungsfall.
> 4500 Krankenkasse
Das findest DU viel für 6 Personen???
Frage mal einen Amerikaner, ob der für 75 Euro pro Person einen
gesundheitlichen Vollversorgungschutz genießt! Der wird dir paradisische
Zustände bescheinigen.
> Für das Haus zahlen wir im Moment 1340€ kalt, ja es sind etwas mehr als> 130m², aber wir sind auch 6 Personen.
Ich kenne Familien die hatten das Vergnügen ihre 4 Plärren in einer 68
qm Wohnung großzuziehen und das war kein Einzelfall. Achja, die Miete
die dort mit knappen EInkommen bestritten werden musste war weg und ging
nicht in den Vermögenszuwachs Wohneigentum.
> Mist, ein grösseres Auto brauchen wir auch.
Es gibt viele Leute die würden auch gerne ein Auto besitzen dürfen.
> Wieviel> isst/trinkt man pro Tag, wenn man nicht ausschliesslich bei Aldi kauft?> 8..10 Euro pro Tag und Nase halte ich für realistisch, weiss es aber> nicht genau.
Der Hartz-Satz dafür liegt glaube ich bei irgendwas um 2 Euro herum.
> Davon müssen jetzt noch Kleidung, jede Menge Schulkram und evtl. ein> Urlaub im Jahr bezahlt werden.
Es gibt Leute die haben Dank geringer Einkommen in 15 Jahren nicht ein
einziges mal Urlaub (das was man dafür hält) machen können.
> Ich bin reich!
Wirklich arm bist du ganz bestimmt nicht.
H.joachim Seifert schrieb:> Und da sind wir wieder am Punkt: die richtigen "Reichen" kriegen sie so> oder so nicht, das wissen unsere Eintreiber auch ganz genau.
Stell dir mal vor, die "richtigen Reichen" gibt es gar nicht. Warum das
so ist? Weil jeder Millionär hierzulande mindestens einen Millionär
kannt, der viiieel reicher als er selbst ist und er (der Millionär) sich
selbst für vergleichsweise "normal" aber nicht reich hält. Mit den
Milliardären verhält es sich ganz ähnllich, die rechnen dir glatt vor,
wieviel Steuerbelastung sie ausgesetzt sind, wieviel Ausgaben sie haben,
wieviel Risiken sie ständig tragen ..
Nein, richtig reiche Milliardäre gibt es hierzulande ganz bestimmt
nicht. Die hat noch nie jemand zu gesicht bekommen.
H.joachim Seifert schrieb:> Du hast nix verstanden, was ich sagen wollte....
Doch ich habe das schon verstanden. Du machst das alle immer machen, du
führst nur deine Belastungen auf, anhand derer du nachweisen möchtest,
wie arm du in wirklichkeit bist. Nur leider stimmt die Rechnung eben
nicht, weil du dabei (wie alle) unterschlägst, welcher Luxus dir im
Alltag zur Verfügung steht. Nimm mal alleine den unglaublichen Luxus für
75 Euro pro Nase eine gesundheitliche Vollversorgung zu erhalten. Es
gibt zahlreiche Länder, die so einen Luxus ihren Landsleuten niemals
bieten wollen oder können. Oder nimm mal die Kapitalakkumulation, die
sich über den Besitz eines Eigenheims ergeben. Welcher Mietzahler hat
diesen Luxus?
Das der Umstand Kinder groß zu ziehen ebenfalls zum Luxus geworden ist
braucht man eigentlich nicht mehr zu erwähnen ..
Und die 8 bis 10 Euro pro Tag und Nase für Essen klingen nicht viel,
sind aber 4 mal so viel, wie inzwischen mehreren Millionen Menschen
hierzulande zugemutet wird. Wenn das kein Luxus ist ..
Nicht das du mich falsch verstehst, all das sei dir gegönnt. Aber bitte
nicht lauter jammern als andere, die noch nicht mal einen Bruchteil
dieser Errungenschaften ihr eigen nennen dürfen.
A. K. schrieb:> Platinenschwenker .. schrieb:>>> Damals ist deswegen NIEMAND ausgewandert oder hat sich>> diskriminiert gefühlt.>> Oh doch! Sowohl als auch.>> Persönlich ausgewandert sind zwar die wenigsten. War aber auch nicht> nötig, denn häufig ist nur das Geld ausgewandert. Österreich und Schweiz> waren damals noch ziemlich sichere Fluchtburgen. Die gute alte Zeit> eben, in der auf Schweizer Banker noch Verlass war ;-).
Das hat aber nichts mit dem Steuersatz auf Einkommen zu tun. Ob der 53
Prozent oder 42 Prozent beträgt, dort wo Kapital angehäuft wird versucht
man die Kapitalertragssteuer zu umgehen. Das ist eine andere Diskussion.
Platinenschwenker .. schrieb:> H.joachim Seifert schrieb:>> Du hast nix verstanden, was ich sagen wollte....>> Doch ich habe das schon verstanden. Du machst das alle immer machen, du> führst nur deine Belastungen auf, anhand derer du nachweisen möchtest,> wie arm du in wirklichkeit bist. Nur leider stimmt die Rechnung eben> nicht, weil du dabei (wie alle) unterschlägst, welcher Luxus dir im> Alltag zur Verfügung steht. Nimm mal alleine den unglaublichen Luxus für> 75 Euro pro Nase eine gesundheitliche Vollversorgung zu erhalten. Es> gibt zahlreiche Länder, die so einen Luxus ihren Landsleuten niemals> bieten wollen oder können.
Soso.
Das hab ich ganz vergessen zu erwähnen. Immer weiter steigend, muss ich
ständig überall zuzahlen, nicht gerade wenig. Ob es Brille, Vorsorge
oder Zahnregulierung ist, ständig liegen Rechnungen im Kasten. Das
Gesundheitssystem als solches ist auch nach der 10.Reform weit davon
entfernt, irgendwie sinnvoll zu sein.
>Oder nimm mal die Kapitalakkumulation, die> sich über den Besitz eines Eigenheims ergeben. Welcher Mietzahler hat> diesen Luxus?
Wer hat gesagt, dass nicht zur Miete wohne?
> Das der Umstand Kinder groß zu ziehen ebenfalls zum Luxus geworden ist> braucht man eigentlich nicht mehr zu erwähnen ..
Quintessenz? Keine Kinder mehr? Oder sich, unabhängig von finanziellen
Interessen, dafür zu entscheiden?
>> Und die 8 bis 10 Euro pro Tag und Nase für Essen klingen nicht viel,> sind aber 4 mal so viel, wie inzwischen mehreren Millionen Menschen> hierzulande zugemutet wird. Wenn das kein Luxus ist ..
Schön. Also ist es Luxus, gesundes Essen zu essen und denen, die es
produzieren, auch ein Auskommen zu geben? Mit Maispampe aus der Fabrik
könnte man die 2€/Tag sicher noch nach unten korrigieren.
> Nicht das du mich falsch verstehst, all das sei dir gegönnt. Aber bitte> nicht lauter jammern als andere, die noch nicht mal einen Bruchteil> dieser Errungenschaften ihr eigen nennen dürfen.
Darum geht es doch gar nicht. Was ich krank finde - offiziell werde ich
als gutverdienend eingestuft, aber es reicht gerade mal, ein halbwegs
normales Leben zu führen. Aber auch nur unter der Vorraussetzung, dass
es so weitergeht, wovon man heute nicht mehr ausgehen kann. Es bleibt
kein Raum für Ersparnisse, es bleibt kein Raum für eigentlich nötige
Förderung des Nachwuchses, man kommt gerade so durch. Also alles sehr
fragil.
H.joachim Seifert schrieb:> Wer hat gesagt, dass nicht zur Miete wohne?
Achso, doch Miete? Dann hab ich das falsch gelesen. Dann nehme ich den
Teil der Luxus-Akkumulation quar Wohneigentum zurück. Entschuldigung!
> Quintessenz? Keine Kinder mehr? Oder sich, unabhängig von finanziellen> Interessen, dafür zu entscheiden?
Keine Kinder mehr würde ich so nicht sagen. Das du das mit 4 Kindern auf
dich nimmst finde ich sogar ehrt dich, davor habe ich größten Respekt.
Kenne im Moment kaum einen der das wagen würde bzw. bei 2 Kindern ist
spätestens bei den Allermeisten schluss. 4 Kinder sind schon eine enorme
Herausforderung.
> Darum geht es doch gar nicht. Was ich krank finde - offiziell werde ich> als gutverdienend eingestuft, aber es reicht gerade mal, ein halbwegs> normales Leben zu führen. Aber auch nur unter der Vorraussetzung, dass> es so weitergeht, wovon man heute nicht mehr ausgehen kann. Es bleibt> kein Raum für Ersparnisse, es bleibt kein Raum für eigentlich nötige> Förderung des Nachwuchses, man kommt gerade so durch. Also alles sehr> fragil.
Gutverdienend muss ja nicht zwangsläufig heißen sehr viel freie Mittel
zur Verfügung zu haben. Bei dir geht würde ich mal sagen wohl das meiste
in die Familie, Kinder, Wohnung. Das ist schon etwas Luxus, das weißt du
auch. Nur frage dich, wie so ein Alleinverdiener am Band bei Opel in den
80er Jahren drei bis vier Kinder durchgebracht hat ..
Platinenschwenker .. schrieb:> Das hat aber nichts mit dem Steuersatz auf Einkommen zu tun. Ob der 53> Prozent oder 42 Prozent beträgt, dort wo Kapital angehäuft wird versucht> man die Kapitalertragssteuer zu umgehen. Das ist eine andere Diskussion.
Das hängt aber sehr wohl vom Steuersatz ab. Bei 53% ist die Motivation,
die Besteuerung notfalls auch mit illegalen Mitteln zu vermeiden, sehr
viel grösser als bei 25%.
H.joachim Seifert schrieb:>> Das der Umstand Kinder groß zu ziehen ebenfalls zum Luxus geworden ist>> braucht man eigentlich nicht mehr zu erwähnen ..>> Quintessenz? Keine Kinder mehr? Oder sich, unabhängig von finanziellen> Interessen, dafür zu entscheiden?
Quintessenz vor allem: keine Jammerei.
Jeder darf und kann selbst bestimmen, ob er Kinder möchte. Das ist ganz
allein sein Bier. Kinder sind eben ein Zusatzgeschäft (das sollte
eigentlich jeder wissen) und es gibt in DE auch keinen rationalen Grund
für Kinder.
Das ist einfach eine Gefühlssache und das ist auch gut so :-)
Du hast Dich für Kinder entschieden und musst dann auch große
finanzielle Einschnitte hinnehmen. Das ist einfach so.
>> Und die 8 bis 10 Euro pro Tag und Nase für Essen klingen nicht viel,>> sind aber 4 mal so viel, wie inzwischen mehreren Millionen Menschen>> hierzulande zugemutet wird. Wenn das kein Luxus ist ..>> Schön. Also ist es Luxus, gesundes Essen zu essen und denen, die es> produzieren, auch ein Auskommen zu geben? Mit Maispampe aus der Fabrik> könnte man die 2€/Tag sicher noch nach unten korrigieren.
8 bis 10 Euro halte ich allerdings auch für sehr viel. Wir ernähren uns
sicherlich auch gesund und reichhaltig, allerdings kommen ich und meine
Frau mindestens seit 2003 mit knapp 30 Euro pro Nase und Woche hin
(zuzüglich 30 Euro Getränke im Monat).
Seit diesem Datum führt meine (schlaue) Frau nämlich Haushaltsbuch.
So große Mengen, wie Ihr sie benötigt, machen den Einkauf auch noch
einmal günstiger.
Aber: dafür muss man auch selbst kochen.
Die Grundnahrungsmittel (Mehl, Kartoffeln, Nudeln, Brot, Gemüse,
Milchprodukte, Eier usw.) waren nie so günstig wie heute, man muss sie
nur verarbeiten.
Der H4-Satz liegt mWn bei etwa 130 Euro pro Monat. Wenn ich unsere
Ausgaben so sehe, muss ich sagen: ja, davon kann man sich gut und
ausreichend ernähren. Und da ist durchaus auch Wein, Sekt und Likör
dabei - ebenso wie Süßigkeiten.
>> Nicht das du mich falsch verstehst, all das sei dir gegönnt. Aber bitte>> nicht lauter jammern als andere, die noch nicht mal einen Bruchteil>> dieser Errungenschaften ihr eigen nennen dürfen.>> Darum geht es doch gar nicht. Was ich krank finde - offiziell werde ich> als gutverdienend eingestuft, aber es reicht gerade mal, ein halbwegs> normales Leben zu führen. Aber auch nur unter der Vorraussetzung, dass> es so weitergeht, wovon man heute nicht mehr ausgehen kann. Es bleibt> kein Raum für Ersparnisse, es bleibt kein Raum für eigentlich nötige> Förderung des Nachwuchses, man kommt gerade so durch. Also alles sehr> fragil.
Was hast Du mit vier Kindern erwartet? Finanziellen Reichtum?
Aber: wenn es wirklich so knapp ist, würde ich zuerst mal etwas beim
Lebensmitteleinkauf ändern. Da liegt wirklich großes Potenzial.
Führt ein Haushaltsbuch(!) und lasst auch mal Eure Kleinen (wenn sie das
entsprechende Alter haben) kochen oder zumindest mitkochen. Das wird
Euch als Eltern auch entlasten. Es ist ja leider so, dass viele Jüngere
nicht einmal mehr wissen, wie man Kartoffeln kocht. Zu meinem großen
Bedauern wurde Hauswirtschaft als Fach ja praktisch abgeschafft - ich
würde das für jeden Schüler einführen.
Schreibt einen Einkaufszettel, von dem dann auch nicht abgewichen wird.
Sortiert diesen so, dass ihr von jedem Supermarkt die besten Dinge
herauspickt.
H.joachim Seifert schrieb:> Wieviel> isst/trinkt man pro Tag, wenn man nicht ausschliesslich bei Aldi kauft?> 8..10 Euro pro Tag und Nase halte ich für realistisch> weiss es aber nicht genau.
DAS ist der Knackpunkt - Du hast darüber keine Übersicht.
Das solltest Du wirklich ändern (siehe oben)
> Mit 8€ macht das 17500 im Jahr.
Wenn Ihr wirklich so viel Geld für Lebensmittel benötigt, macht Ihr
etwas falsch. Und, nein, dazu muss man nicht nur bei Aldi kaufen.
Nutzt regionale Anbieter - die sind manchmal sogar günstiger.
Chris D.
A. K. schrieb:> Platinenschwenker .. schrieb:>>> Das hat aber nichts mit dem Steuersatz auf Einkommen zu tun. Ob der 53>> Prozent oder 42 Prozent beträgt, dort wo Kapital angehäuft wird versucht>> man die Kapitalertragssteuer zu umgehen. Das ist eine andere Diskussion.>> Das hängt aber sehr wohl vom Steuersatz ab. Bei 53% ist die Motivation,> die Besteuerung notfalls auch mit illegalen Mitteln zu vermeiden, sehr> viel grösser als bei 25%.
Ich kenne auch mindestens zwei Leute die wegen der Steuer die eigene
Firmen geschlossen, Mitarbeiter auf die Strasse geschickt und abgehauen
sind - Perönlich!
Gründe:
- Steuer
- Pflichtversicherungen
- Staatliche Krake
Markus Müller schrieb:> Ich kenne auch mindestens zwei Leute die wegen der Steuer die eigene> Firmen geschlossen, Mitarbeiter auf die Strasse geschickt und abgehauen> sind - Perönlich!
Dann waren die Jungs entweder zu gierig oder das Unternehmen schlecht
geführt. Gerade bei Unternehmen kann man steuermäßig viel (Legales)
machen.
Mal ganz davon abgesehen, dass man als Unternehmer auch eine
Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern hat.
> Gründe:> - Steuer> - Pflichtversicherungen> - Staatliche Krake
Die eigentliche Frage ist doch, ob es ihnen jetzt besser geht.
Wo sitzen die denn jetzt?
Wenn die Leute mal zu sich selbst ehrlich wären, würden Sie sich
eingestehen, dass die Infrastruktur und soziale Absicherung auch
irgendwie bezahlt werden muss.
Für mich (und viele andere) überwiegen offenbar die Vorteile die
Nachteile deutlich. Und ich kenne auch einige, die schnell wieder hier
waren, nachdem sie mal richtige Bürokratie und Korruption
kennengelernt haben. Das, was wir hier haben, sind Peanuts.
Chris D.
> Wenn die Leute mal zu sich selbst ehrlich wären, würden Sie sich> eingestehen, dass die Infrastruktur und soziale Absicherung auch> irgendwie bezahlt werden muss.
Wenn man nur das bezahlen müsste, dann wäre die Steuer auch nur halb so
hoch und Deutschland wäre ein Steuerparadies.
Deutschland muss ALLE sinnlosen Förderungen und Auslandszahlungen sofort
einstellen.
Ausländer dürfen mür maximal 3 Monate irgend welche Leistungen beziehen,
wenn kein Job, dann RAUS.
Markus Müller schrieb:> Deutschland muss ALLE sinnlosen Förderungen [..] sofort einstellen.
Das wird dir jeder unterschreiben. Der Streit fängt bei dem "sinnlos"
an, wenns konkret wird. Denn da gibts höchst unterschiedliche Ansichten.
> Ausländer dürfen mür maximal 3 Monate irgend welche Leistungen beziehen,> wenn kein Job, dann RAUS.
Du meist Arbeitslosenversicherung dürfen sie zwar brav zahlen, aber dann
keinesfalls davon profitieren?
Und auch dann wenn sie seit 30 Jahren in Deutschland leben?
Ja, darauf wirds irgendwann hinauslaufen, leider. Noch sind es nur
Stammtischparolen, aber schon immer öfter zu hören. Wenn es aber ans
eingemachte geht, wird sich ganz schnell eine Partei finden, die dieses
Klischee bedient. Und dann auch ganz schnell ganz viele Stimmen
einsammeln....Die Schweiz macht es gerade vor, wie schnell sowas
funktionieren kann. Und dann stehen die "guten" mit offenen Mündern da
und laufen schnell dem Trend hinterher. Das Grundproblem löst eine Hetze
gegen welche Gruppe auch immer (Ausländer, Hartz4, Sozialschmarotzer
o.a.) nicht.
Die Schulden wachsen und wachsen, immer wieder wird eine Konsolidierung
in der Zukunft versprochen und im selben Atemzug Rekordneuverschuldung
gemacht.
Die Folge sind ständige Steuererhöhungen und Steuerneuerfindungen.
Mal ein paar Beispiele aus den letzten 20 Jahren, die ich bewusst
miterlebt habe:
-Mehrwertsteuer in mehreren Schritten von 14 auf 19%
-Tabaksteuer, in ganz vielen kleinen Schritten. Nicht dass die Raucher
auf die Idee kämen, plötzlich tatsächlich massenweise aufhören würden zu
qualmen (was ja nach offizieller Lesart das Bestreben sei), zack, 10€
die Schachtel, das Problem wäre zu 90% erledigt, aber das will man doch
gar nicht wirklich....
-Öko-Steuer
-Soli
-Brennelemente-Steuer
-Luftverkehrsabgabe
-Maut
-CO2-Zertifikate
-Studiengebühren
Bestimmt noch ne Menge vergessen. Und es heisst ja immer so schön, dass
damit die Unternehmen zur Kasse gebeten werden - leider zahlen die das
nicht aus der Portokasse, sondern es landet auf dem Preis der Waren und
Dienstleistungen und letzten Endes landet alles beim Verbraucher,
manchmal über Umwege, letzten Endes aber doch.
Wie lange kann solch ein System funktionieren? Es gibt immer nur die
eine Richtung - Einnahmen zu generieren, um die Sünden der Vergangenheit
zu bezahlen, muss ja jeder einsehen. Weils so gut funktioniert - weiter
so. Aber irgendwann ist Schluss, das ist sicher
Markus Müller schrieb:> Deutschland muss ALLE sinnlosen Förderungen und Auslandszahlungen sofort> einstellen.> Ausländer dürfen mür maximal 3 Monate irgend welche Leistungen beziehen,> wenn kein Job, dann RAUS.
Dazu müsste man z.B. Asylanten endlich mal ein Arbeitsrecht gewähren -
das haben die nämlich nicht.
Ausländer haben mit den Ausgabeproblemen unseres Staates nur sehr wenig
zu tun.
Aber davon mal ganz absehen:
Die EU ist durchaus ein Garant dafür, dass wir hier politische
Stabilität haben - noch nie in der Geschichte war Deutschland komplett
von Partnern umgeben. Und je enger die Verflechtung wird, desto
unwahrscheinlicher wird die Isolation.
Soviele Staaten unter einem Hut - das haben vorher nur die USA geschafft
- und die benötigten dafür einen Krieg.
Natürlich gibt es viel zu tun, natürlich gibt es Verschwendung und zu
viel Bürokratie.
Aber deswegen würde ich weder den Euro noch die EU in Frage stellen.
Die Vorteile überwiegen die Nachteile bei weitem - gerade für uns
Deutsche.
Chris D.
> Die Vorteile überwiegen die Nachteile bei weitem - gerade für uns.
Wir werden sehen. Es dauert höchstens noch 2 Jahre...
(... kann sich jetzt jeder mal selbst ausmahlen wo das Enden wird, wenn
die meisten EU Staaten von D unterhalten werden und jeder dafür
Steuererhöhungen, Kürzungen, Gebührenerhöhungen hinnehmen muss.)
Chris D. schrieb:> Soviele Staaten unter einem Hut - das haben vorher nur die USA geschafft> - und die benötigten dafür einen Krieg.
... und uns reichte einer nicht, wir brauchten dafür gleich zwei
desaströse Kriege kurz hintereinander.
Jörg Wunsch schrieb:> Markus Müller schrieb:>> Wir werden sehen. Es dauert höchstens noch 2 Jahre...>> Ach, willst du dich schon wieder mal auf Termine festlegen? ;-)
Schauen wir mal was bis zum 23.12.2012 passiert ;-)
Am 21.12.12 habe ich jedenfalls mal Urbaub eingetragen.
A. K. schrieb:> Chris D. schrieb:>>> Soviele Staaten unter einem Hut - das haben vorher nur die USA geschafft>> - und die benötigten dafür einen Krieg.>> ... und uns reichte einer nicht, wir brauchten dafür gleich zwei> desaströse Kriege kurz hintereinander.
Ok, das passiert dann, wenn man die anderen nicht fragt, ob sie auch
unter den Hut wollen.
Chris D.
Markus Müller schrieb:> Schauen wir mal was bis zum 23.12.2012 passiert ;-)
Hm. Warum wohl sollen erst ab 2013 auch Privatinvestoren an dann
kommenden Desastern beteiligt werden?
Etwa weil die sich bis dahin noch kräftig die Taschen stopfen sollen und
das Geld in Sachwerten anlegen, bevor der Euro umgeht und unter alles
ein dicker Strich gezogen wird, ab dem dann alle mit dem Startgeld von
50 Deuschmarks wieder bei Null anfangen dürfen? Ausgenommen natürlich
die Eigentümer von Sachwerten?
A. K. schrieb:> Platinenschwenker .. schrieb:>>> Das hat aber nichts mit dem Steuersatz auf Einkommen zu tun. Ob der 53>> Prozent oder 42 Prozent beträgt, dort wo Kapital angehäuft wird versucht>> man die Kapitalertragssteuer zu umgehen. Das ist eine andere Diskussion.>> Das hängt aber sehr wohl vom Steuersatz ab. Bei 53% ist die Motivation,> die Besteuerung notfalls auch mit illegalen Mitteln zu vermeiden, sehr> viel grösser als bei 25%.
A. K. du bringst du gerade was durcheinander. Wir reden vom
Einkommensteuersatz, da stellt sich die Frage nach 25 Prozent nicht.
Nochmal, die Einkommenssteuer betrug unter der schwarz-gelben Regierung
Kohl einst 53 %. Ich habe die Zeit noch gut im Sinn, zu dieser Zeit gab
es keine signifikante Auswanderungswelle wegen dem Spitzensteuersatz.
http://srbg.de/was-ist-der-spitzensteuersatz.html
Zu dieser Zeit gab es aber auch keine 1-Euro Jobs und kein ausufernde
Leiharbeit mit Lohndumping. Alles dreies Zusammen, also Senkung des
Spitzensteuersatzes + Einführung massiv ausgeweiterer Leiharbeit +
Lohndumping in verschiedenen Bereichen hat eine nachweisbare
Auseinanderentwicklung der Vermögensverteilung in Deutschland bewirkt,
mit all seinen Folgen für die Kaufkraft in der Fläche. Diese
willkürliche Abkehr vom alten Prinpip der breiten Teilhabe am
gesellschaftlichen Wachstum hat noch nicht mal die Probleme auf dem
Arbeitsmarkt gelöst. Statt dessen wird die Bevölkerung mit statistischen
Tricks für dumm verkauft - vorgegaukelt wird eine niedrige
Arbeitslosenzahl, dabei weiß jeder halbwegs Informierte was los ist im
Land. Die Bundesregierung (wie auch immer die heißt) hätte sich statt
dessen lieber mal ernsthaft mit dem Thema Altersdiskriminierung auf dem
Arbeitsmarkt auseinandersetzen sollen und vor allem mit dem Thema "wie
schafft man für alle einen leichten Zugang selbstständig gewerblich
Tätig zu werden". Es gibt wohl kein Land das es seinen Bürgern so schwer
macht durch mannigfaltige Hürden, Bedingungen, Kosten, Fallen etc. in
eine Selbstständigkeit zu starten wie das in Deutschland der Fall ist.
Das man für eine dämliche Steuererklärung professionelle, teuer bezahlte
Hilfe in Anspruch nehmen muss gehört ebenfalls abgeschafft.
Aber wir werden überwiegend von Juristen regiert, so wie das in der
Verfassung eigentlich nie vorgesehen war (und es wird immer schlimmer).
Wie hoch ist der Anteil der Juristen an der GEsamtbevölkerung? Und wie
hoch ist der Anteil Juristen im Deutschen Bundestag?* Was will man da
noch erwarten?!
* daraus sollte man mal einen Quotienten bilden und den aufgetragen in
einer Kurve über die Legislaturperioden darstellen. Dürfte
aufschlussreich sein. Einen alten Handwerker und Opelarbeiter wie Blüm
wird man im Bundestag nicht mehr finden. Statt dessen sitzen dort heute
Leute wie ein Eckart von Klaeden, ein von Guttenberg, ein von ..
Markus Müller schrieb:> Jörg Wunsch schrieb:>> Markus Müller schrieb:>>> Wir werden sehen. Es dauert höchstens noch 2 Jahre...>>>> Ach, willst du dich schon wieder mal auf Termine festlegen? ;-)>> Schauen wir mal was bis zum 23.12.2012 passiert ;-)
Schauen wir erst mal was im Mai 2011 passiert. Da wird es "lustig" für
den deutschen Arbeitsmarkt (falls die die Bundesregierung bis dahin
nicht doch noch was macht).
Markus Müller schrieb:> Ausländer dürfen mür maximal 3 Monate irgend welche Leistungen beziehen,> wenn kein Job, dann RAUS.
Und was soll jetzt damit bewirkt werden, außer dass damit das deutsche
Ansehen im Ausland zerdeppert wird? Die Schweiz hat doch gerade so ein
ähnliches Gesetz erlassen und beginnen sich jetzt schon dafür zu
schämen. Die können nämlich demnächst deutsche Einwanderer die in der
Schweiz auf dem Arbeitsmarkt ins Straucheln kommen ausweisen. Tolles
Land! :(
Aber da du ja "Ausländer" schriebst, betrifft das sowieso die meisten
nicht, denn die meisten haben schließlich längst einen deutschen Pass
und die übrig bleibende kleine Minderheit auszuweisen wird an den
Sozialkosten kaum was ändern. Außerdem seit wann sind die Leute selber
daran schuld, wenn der Arbeitsmarkt sie nicht haben will? Dass verstehe
mal einer.
Platinenschwenker .. schrieb:> A. K. du bringst du gerade was durcheinander. Wir reden vom> Einkommensteuersatz, da stellt sich die Frage nach 25 Prozent nicht.
Nein? Auch nicht für den Teil des Einkommens, der aus Kapitaleinkünften
stammt? Oder siehst du das nicht als Einkommen an?
Bis 2008 waren Kapitaleinkünfte Teil des normalen zu versteuernden
Einkommens in der Einkommensteuerberechnung, seit 2009 werden sie mit
maximal 25% besteuert.
>Und was soll jetzt damit bewirkt werden, außer dass damit das deutsche
Ansehen im Ausland zerdeppert wird? Die Schweiz hat doch gerade so ein
ähnliches Gesetz erlassen und beginnen sich jetzt schon dafür zu
schämen. Die können nämlich demnächst deutsche Einwanderer die in der
Schweiz auf dem Arbeitsmarkt ins Straucheln kommen ausweisen. Tolles
Land! :(
Nicht ganz so schnell. Was angenommen wurde, ist ein Vorschlag fuer ein
Gesetz. Hintergrund war, dass man kriminelle Auslaender zwar ausweisen
konnte, es aber nicht tat, die Richter waren durchweg zu lasch. Dies
soll nun automatisch geschehen, nicht meht im Ermessen des Richters
sein. Natuerlich erst bei einer schweren Tat. Also nicht beim Vergessen
das Zugbillet zu bezahlen, oder ein wenig zu schnell gefahren. Wobei das
dritte Mal Alkohol am Steuer als schwer gilt. Mit mehr als 30 zu schnell
auf der Autobahn ist auch schwer. Nun muss das Parlament versuchen ein
Gesetz daraus zu machen. Versuchen. Ob's dann geht ist eine andere
Frage. Und diese Partei hat nicht die Mehrheit im Parlament. Es gibt ja
auch internationale Abkommen. Geschehen wird ueber lang - wenig bis gar
nichts. Ein populistischer Furz. So eine Abstimmung koennte man weltweit
durchfuehren und Zustimmung bekommen, kriminelle Auslaender will
niemand.
> Bis 2008 waren Kapitaleinkünfte Teil des normalen zu versteuernden> Einkommens in der Einkommensteuerberechnung, seit 2009 werden sie mit> maximal 25% besteuert.
Weiterer Effekt:
Die Zinsen etc. werden nicht nur pauschal versteuert, sondern damit auch
"abgegolten". Damit fällt ggf. die Summe ALLER Einkünfte geringer aus
als vorher und wg. der dadurch niedrigeren Progression auch die
Besteuerung der übrigen Bruttolöhne etc.
Eine eigene Frage?
Dieser Thread ist über 15 Jahre alt.
Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.