Hallo zusammen,
ich möchte gerne ein altes Netzteil (Statron 4210) so umbauen, dass ich
es vom PC aus steuern kann. Am liebsten per USB.
Das Netzteil ist linear geregelt und liefert Ausgangsspannungen von
0-600V bei 0-200mA Ausgangsstrom. Spannung und Strom werden über
Wendelpotis eingestellt. Es gibt zwei analoge Messgeräte zur Anzeige von
Ausgangsspannung und Strom.
Da es sich um ein Labornetzteil handelt, enthält das Gerät auch eine
Schutzschaltung. Sobald sich die Ausgangsspannung "zu schnell" ändert,
wird diese mit einem Thyristor ab geschaltet. Nach einer kurzen Zeit
schaltet sich die Spannung wieder ein. Sinn dieser Schaltung ist es bei
einem Kurzschluss am Ausgang die Spannung möglichst schnell weg zu
nehmen. Anschließend regelt das Gerät von 0V an langsam wieder bis zur
eingestellten Strombegrenzung hoch.
Ich möchte nun gerne Ausgangsspannung uns Strom mit dem PC einstellen
können. Natürlich möchte ich auch Ausgangsapnnung und Strom messen.
Zunächst dachte ich an Isolationsverstärker an die ich dann Messkarten
im PC anschließe. Inzwischen denke ich aber dass eine Schaltung mit PIC
oder AVR in dem Gerät die bessere Lösung sein könnte. Der Anschluß an
den Computer würde dann über USB erfolgen.
Durch diese Schaltung hoffe ich auch die Isolation zum PC in den Griff
zu bekommen. Es würde ja genügen den USB-Port zu isolieren.
Aus dem bei gefügten Blockschaltbild kann man erkennen dass die gesamte
Regelung auf der Ausgangspannung "schwimmt". Es ist also nicht ganz
einfach einen Massebzug für die Verbindung zum PC her zu stellen. Der
USB Anschluß sollte also, meiner Meinung nach, im KV-Bereich isoliert
sein. Besonders deshalb weil im Fehlerfall die Ausgangssapnnung über den
Thyristor abgeschaltet wird. Die gesamte Regelung "fällt" dann sehr
schnell von dem 600V Potential herunter.
Bei einer "induktiven" Isolation würden dann sicherlich hohe
Spannungsspitzen zum PC entstehen.
Ich bin im Moment ein wenig Ratlos darüber wie ich das Thema angehen
soll. Bei diesen Spannungen gibt es ja nicht viel Test-Spielraum. Mein
Bauchgefühl sagt mir dass die Idee mit dem uC im Gerät und einer
Entkopplung über Optokoppler das Beste ist.
Wie seht Ihr das Thema? Wie sollte eine solche Schaltung bemessen ein?
Würde eine Microprozessor Schaltung den "Fehlerfall" aushalten? In der
Schaltung sind einige Schutzdioden, aber auch "normale" OP-Amps wie
uA709 verbaut. Die überleben das ohne Probleme.