Hallo,
ich bin derzeit auf der Suche nach Literatur welche mir bei der
entwicklung von DIY HiFi Projekten helfen kann.
Vorzugsweise Deutsch, Englisch ist aber auch kein Problem.
Konkret hab ich mir in den Kopf gesetzt einen D/A Wandler zu bauen,
musste aber feststellen das die funktionsweise eines solchen Gerätes zu
kennen wohl nicht unbedingt aussreicht um selbst eines zu bauen.
Ich besitzte doch einiges an Grundkenntissen, allerdings nicht all zu
spezifisches. Da ich Physik und nicht Elektrotechnik studiere hab ich
leider direkt auch niemanden den ich Fragen kann...
Wenn ihr also das ein oder andere empfehlenswerte Buch kennt, immer her
damit!
Michael Bertrandt schrieb:> Einen D/A-A/D-Wandler zu bauen, ist simpel, es gibt fertige ICs guter> Qualität,
Ich denke, er will kein fertiges IC benutzen, sondern sich selbst
eins bauen?
Hallo,
erstmal danke für die Antworten. Die "Bibel" werd ich mir vermutlich mal
anschaffen, sieht sehr vielversprechend aus, ebenso die beiden
Internet-Artikel.
Equipmenttechnisch muss ich ja nicht ganz bei Null anfangen, wenn auch
das ein oder andere Upgrade bestimmt nicht verkehrt wäre^^ Ich hab z.B.
schon ein einigermaßen brauchbares Multimeter (UT 61D) und ein, leider
schon seit langem nicht mehr geeichtes DSO von Rigol das ich mir
gebraucht gekauft hab (2-Kanal 100Mhz) welches fürs "grobe" auch
verwendbar sein sollte. Für den rest hab ich ja noch meine Ohren, ich
hab einiges an Audioequipment hier rumstehen daher einiges an
Referenzmaterial.
Lötkolben etc. ist auch schon vorhanden, nur mit den PCBs krieg ich
Probleme wens über ein Lochraster hinausgeht...
Allerdings hoffe ich das ich möglichst weit weg bleibe von den 100k, ist
ja nur ein Hobby Projekt.
Ich denk einen "fertigen" IC zu verwenden und versuchen eine möglichst
gute Schaltung ausenrum aufzubauen dürfte für den Anfang schon schwer
genug sein vermute ich mal :D
Lukas H. schrieb:> Ich denk einen "fertigen" IC zu verwenden und versuchen eine möglichst> gute Schaltung ausenrum aufzubauen dürfte für den Anfang schon schwer> genug sein vermute ich mal :D
In den meisten Fällen reicht es, die im Datenblatt gezeigte
Anwenderschaltung zu verwenden.
Wie ist das eigentlich mit den alten Elektor Schaltungen, ich kann mich
so dunkel an ein Teil namens Crescendo erinnern; jedenfalls gabs da mal
(muß in den Achtzigern gewesen sein) Bauanleitungen und Bausätze für
einen Vor- und Endverstärkern, die mich damals schon etwas fasziniert
hatten.
Wäre als Ideengeber vielleicht auch nicht verkehrt?
Zoe
Lukas H. schrieb:> Für den rest hab ich ja noch meine Ohren
Vergiss Ohren. Ohren lügen. Ohren finden nur die gröbsten Fehler und
finden die teilweise sogar gut. Wenn ein Verstärker einen eigenen
"Klang" hat, verzerrt er bereits (hörbar). Lediglich rauschen und
brummen kann man hören, sollte aber bei guten Verstärkern ebenfalls
unter der Hörschwelle liegen.
Anja zoe Christen schrieb:> Wie ist das eigentlich mit den alten Elektor Schaltungen
Elektor kann nichts, was nicht auch die HiFi-Hersteller können. Meist
fehlen Schutzschaltungen für Übertemperatur am Kühlkörper, Kurzschluss
und DC am Lautsprecher. Es wurde Jahrzehnte ein Schaltungskonzept
hochgelobt (EdWin) das höhere Verzerrungen bringt als nötig zu Gunsten
niedrigem Ruhestroms. Immerhin haben sie früher manchmal nachgemessen,
man bekommt also wenigstens einen Schaltplan und Platinenlayout für
einen Verstärker, dessen Daten mal nachgemessen und veröffentlicht
wurden. Nicht wie bei vielen Hobbybastlern im Web, die ihre Ergüsse nie
analysieren liessen. Aber viele Elektor-Verstärker haben Probleme mit
Schwingen bei leicht anderem Aufbau und der Bauteilauswahl.
Beipsielsweise hatte der Elektor 9/95 IGBT Stabilitätsprobleme. Der
Crescendo benötigt heute kaum beschaffbare laterale MOSFETs 2SJ50/2SK135
= 2SJ56/2SK176 = 2SJ1058/2SK162 in TOP3.
Anja zoe Christen schrieb:> Wie ist das eigentlich mit den alten Elektor Schaltungen,
Interessanter sind da m.E. eher alte elrad-Schaltungen.
Die elrad findet man immer noch in UNI-Bibliotheken.
Es gab da m.W. mal eine mehrmonatige Reihe über Grund-
lagen der NF-Verstärkerschaltungstechnik.
Ich habe mit Elektor gute Erfahrungen gemacht, Elrad war mir
zu oberflächlich, ELV war auch sehr gut für Meßgeräte, ELO doch
mehr für Anfänger...
Ich könnte an Elektor aus damaligen Zeiten nichts aussetzen,
habe darurch viel gelernt und habe heute noch viele
Halbleiterhefte zum Ideen finden...
OT: Auch wenn die , àh - Bastelprojekte im Elektor nicht immer der
Weisheit letzter Schluß sind - was solls, man lebt nur dreimal.
OT: Für Anfänger (nicht nur) würde ich auf jeden Fall "Lautsprecher,
Dichtung und Wahrheit" empfehlen.
Äh - heißt OT jetzt OffTopic oder OnTopic?