Mein Raspberry sitzt in einem Schaltschrank verbaut für Sensorik mit RS-485.
Hatte bereits zu dem RS-485-Thema einen Beitrag:
Beitrag "RS485 Terminierung und Verdrahtung 3 Geräte"
Raspberry und Sensoren werden durch ein Mean Well RD35B Schaltnetzteil mit 24V und 5V Ausgang versorgt.
Hier gehts es mir jetzt um das Zuschalten und trennen des Netzstroms.
Der geplante Aufbau ist wie folgt:
Hauptschalter: Trennt den Schaltschrank vollständig vom Netz.
Einschalt-Taster: Kurzer Druck bringt das Schütz Q1 in Selbsthaltung per NO-Hilfskontakt und versorgt das Netzteil mit Strom.
Abschaltung: Soll per Shutdown-hook des Raspberry ausgelöst werden. Dabei soll ein GPIO ein Koppel-Relais (NC, 24V-> 220V) öffnen dass die Selbsthaltung des Schütz Q1 unterbricht und damit das Netzteil von der Netzspannung trennt.
Nun zu meiner Frage:
Das ganze soll im Schaltschrank mit möglichst DIN-Schienen-Komponenten passieren. Ich würde gerne auf die üblichen Relaisboards die es für Raspberry gibt verzichten, einfach weil ich sauber auf DIN-Schiene montieren und verdrahten möchte.
220V Schütz und 24V-Relais sind da natürlich kein Problem passende zu finden.
Einzig beim dem Optokoppler-Relais das mit 3.3V als Eingang vom Raspberry arbeiten kann finde ich so gut wie nichts im Netz von den üblichen verdächtigen (Phoenix, Eaton, Schneider, etc.)
Hier werde ich lediglich bei Amazon fündig und das scheint zu bieten was ich benötige.
https://shorturl.at/NBewd
Überdenk doch nochmal die Idee, den COM-Anschluss des Netzteils nicht zu verwenden und stattdessen die 24V auf den N zu beziehen.
Hält der K2 den Strom aus, der über den Hauptschalter in die Anlage fließt? Wieso unterbrichst du nicht einfach nur den (geringen) Spulenstrom vom Schütz Q1?
Überdenk doch nochmal die Idee, den COM-Anschluss des Netzteils
nicht zu verwenden und stattdessen die 24V auf den N zu beziehen.
Das war in der Tat nicht die Idee, sondern ein Fehler im meinem Schaltbild.
Habe es korrigiert.
Hält der K2 den Strom aus, der über den Hauptschalter in die Anlage
fließt? Wieso unterbrichst du nicht einfach nur den (geringen)
Spulenstrom vom Schütz Q1?
Guter Punkt, auch das habe ich im Schaltbild angepasst, über den Unterbrecher muss natürlich nicht der gesamte Anlagenstrom fließen.
Macht zusammen 3,3V (mindestens). Darüber hinaus brauchst du Spannung für den Vorwiderstand. Das Gebilde wird mit "nur" 3,3V nicht zuverlässig funktionieren.
Aber: Du kannst es zwischen GPIO (Ausgang) und 5V klemmen. Dann schaltet es bei Low Pegel ein. Vorwiderstand nicht vergessen!
Die meisten anderen SSR mit Optokoppler-Eingang für 5V kannst du ebenso am Raspi verwenden. Falls sie nie aus gehen, schaltest du zusätzlich eine Gleichrichterdiode in Reihe, so wie bei dem Amazon Teil.
Ich würde gerne auf die üblichen Relaisboards die es für
Raspberry gibt verzichten, einfach weil ich sauber auf DIN-Schiene
montieren und verdrahten möchte.
Wie wäre es denn mit einer SPS basierend auf dem Raspberry Pi?
Ich würde gerne auf die üblichen Relaisboards die es für
Raspberry gibt verzichten, einfach weil ich sauber auf DIN-Schiene
montieren und verdrahten möchte.
Mir war vorher nicht bewusst, dass es auch HATs gibt die direkt aufgesteckt werden können, habe ich jetzt erst nach weiterer Suche festgestellt. Da muss ich blind gewesen sein.
Wie wäre es denn mit einer SPS basierend auf dem Raspberry Pi?
Du meinst ein SPS-Controller der Einschalt-Taster signal und ausschaltsignal vom Raspberry verarbeitet?
Aber: Du kannst es zwischen GPIO (Ausgang) und 5V klemmen. Dann schaltet
es bei Low Pegel ein. Vorwiderstand nicht vergessen!
Diese Idee, kombiniert mit diesem "Optokoppler", scheint mir ziemlich Plug&Play zu sein (eigentlich sogar 100%, weil der Vorwiderstand 0 Ohm haben sollte)
Hält der K2 den Strom aus, der über den Hauptschalter in die Anlage
fließt? Wieso unterbrichst du nicht einfach nur den (geringen)
Spulenstrom vom Schütz Q1?
Da ist etwas faul. Der aufgedruckte zeigt drei Dioden in Reihe:
Es ist bei solchen Hutschienenmodulen üblich, dass nur ein lockeres Funktionsmodell aufgedruckt ist. Das ist auch bei den Weidmüller-HL-Relais der Fall, von denen
Wie üblich: das aus der Arduino-Welt bekannte Relais auf diesem Ding ist ungeeignet für die sichere Trennung zwischen 230V und Schutzkleinspannung, weil die Isolationsabstände auf der Leiterplatte zu klein sind. Und ausserdem willst du sicher keine 230V direkt bei der 3V3-Ecke offen und nicht fingersicher(!!) auf einem Steckmodul geführt haben.
https://eckstein-shop.de/DFRobot-Gravity-Digital-10A-Relay-Module-for-Arduino-Raspberry-Pi
Wie üblich: das aus der Arduino-Welt bekannte Relais auf diesem Ding ist
ungeeignet für die sichere Trennung zwischen 230V und
Schutzkleinspannung, weil die Isolationsabstände auf der Leiterplatte zu
klein sind. Und ausserdem willst du sicher keine 230V direkt bei der
3V3-Ecke offen und nicht fingersicher(!!) auf einem Steckmodul geführt
haben.
Der Raspberry und das Relais-Hat wären in einem Gehäuse, also Berührungssicher. Aber ich gebe dir recht, alles viel zu nah am Raspberry dran, auch wenn ich in dort nur 24V schalten werde.
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