Ruhestrom Leistungsverstärker

Normalerweise in der +Ub bzw. -Ub Zuleitung der Leistungstransistoren + 
deren Treiber. Zeichne jeweils in der Zuleitung einen Widerstand mit 0 
Ohm rein und lasse dir in der Simulation die Ströme beider anzeigen. In 
der Grafik kannst du dann einen Graph anlegen, der die Beträge der 
beiden Ströme addiert anzeigt. Das Eingangssignal sollte sinnvollerweise 
auch in Ruhelage bzw. auf Signal-Ground liegen.

Aber ohne Schaltplan kann man dir leider nur begrenzt weiterhelfen.

Edit: Ich denke schon wieder viel zu kompliziert...

_.-=: MFG :=-._
Gast
Willst du das bauen?
Ohne Emitterwiderstände wird das Wahrscheinlich Thermisch instabil.
Bei dem geringen Ruhestrom sehe ich starke Übernahmeverzerrungen voraus.
Gast
Das ist der Verstärker, über den schon kürzlich diskutiert wurde - ich 
habe ihn deshalb auch als File.
Meine Simulation zeigt die rund 28mA schön durch beide Quellen fließend! 
Also ist das der Ruhestrom.
Die Differenz ist das was als Unsymmetrie bleibt und fließt nach GND.

Wenn du über Widerständen misst, musst du aufpassen: Die haben eine 
Richtung, die nachher auch die positive Stromrichtung darstellt, wenn du 
die Stromzange drauf setzt. Dreh einen Widerstand um 180° und du 
erhältst zwei positive (oder zwei negative) Stromwerte.

Simon K. schrieb:
> Die Stromzange kann man auch mit Spannungsquellen benutzen.

So iss es!
Gast
Jens G. schrieb:
> Ist wohl eher der Strom durch die Vorstufen. Der Ruhestrom durch die
> Endstufentransis wird's wohl nicht sein.

Ja, es ist der Strom aus den Quellen, die Endstufentransistoren sind da 
noch aus, aber durch die Treiber fließt ein Teil davon. Den Rest 
benötigen die Schaltungsteile vorne.
Außerdem ändern sich die Werte deutlich mit der Wahl anderer 
Transistoren.
Es ist eben nur eine Prinzipschaltung.
Persönliche Seite
Jens G. schrieb:
> Da Du nur 3 Dioden in Reihe hast für die Vorspannung der Endstufe, die
> ENdstufe aber aus insgesamt 4 np-Übergängen besteht, kann auch praktisch
> kein Ruhestrom durch die Endstufentransis fließen.

Halo Jens,

das ist ein Irrtum,
jeweils die Endstufen-BEs sind mit Widerstaenden ueberbrueckt.
Die Vorspannung ist schon in Ordnung!


Gruss

Michael
Anselm 68 schrieb:
> Die Kondensatoren haben 470f ?

Hallo,

Ich habe den Schaltplan in dem anderen Thread gerichtet.
Die Cs hatten im Tietze-Schenk optional 470pF.
Damit die erstmal nicht "stören" habe ich ich sie "entfernt".
"entfernt" = so klein, dass sie praktisch nicht da sind.
Der praktischste Weg dafür ist es den Multiplikator f(emto) zu nehmen.
Diese Schaltung aus dem Tietze-Schenk hat keine Widerstände in den 
Emittern der Endstufentransistoren. Deshalb kann man auch nur 3 Dioden 
verwenden um 0A Ruhestrom sicherszustellen. Das geht natürlich auf 
Kosten des Klirrfaktors besonders bei kleinen Amplituden und hohen 
Frequenzen.
Die Endstufentransistoren Q3/Q6 haben 0A (30nA Leckstrom) Ruhestrom.

Die Treibertransistoren Q1/Q5 haben 38mA Ruhestrom.

Wenn man sich das genau überlegt, dann ist das gar keine schlechte Idee.
Bei kleinen Signalen sind praktisch nur Q1 und Q5 aktiv. Die haben 
anständig Ruhestrom was kleine Verzerrungen bewirkt. Allerdings brauchen 
die damit auch einen Kühlkörper.

Zum messen des Ruhestromes die Sinus-Amplitude auf 0 setzen .

SINE(0 0 1k)
Angehängte Dateien:
Gast
Peter Brandstetter schrieb:
> 15mA sind eig. dann nicht schlimm oder?

Doch, da zu wenig und auf dem falschem Weg bei der Schaltung.

Peter Brandstetter schrieb:
> wie kann man den Ruhestrom eig beeinflussen?

Über den (hier zu niedrigen) Spannungsabfall über D1 bis D3 mittels 
Trimmwiderstand. Stabilisiert wird dieser Ruhestrom über die hier nicht 
vorhandenen Emitterwiderstände von Q3 und Q6 (und ev. auch einem 
temperaturabhängigen Widerstand beim Trimmwiderstand).
So viel Ruhestrom will man nicht unbedingt haben. Das wären ja 6W 
Verlustleistung.
Es ist einfach ein Kompromiss zwischen Verlustleistung und Klirrfaktor 
zu suchen.
Die Leute mit den goldenen Ohren wollen natülich Klasse-A Endstufen. Da 
brauchst du erst gar nicht mit deiner AB-Endstufe ankommen.
Peter Brandstetter schrieb:
> Ach ja und R14 und R15 da laufen 5,6W rüber wenn ich mich nicht
> verrechnet habe.
>
> Wo bekomm ich solche Widerstände her xD

Möglichkeit 1:
Jweils eine Diode parallel machen.
Nachteil: Widerstand kann dann nicht gleichzeitig als 
Strombegrenzungswiderstand dienen.

Möglichkeit 2:
Wert auf bis zu 0,1Ohm reduzieren.
Habe auch schon 0,1Ohm gesehen. Weniger ist nicht sinnvoll.
Nachteil: Je kleiner der Wert um so kritischer wird die 
Ruhestromeinstellung.


Möglichkeit 3:
Fertigen Verstärker kaufen, z. B. LM3886.

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