Laptop Speicher Aufrüsten

OP #3389111
Hallo,

ich hab ein Asus K50IJ Laptop mit 2GB Arbeitsspeicher und würde diesen 
gerne aufrüsten.
In den Spezifikationen steht folgenes:

"Main Memory: DDR2 667/800 MHz SDRAM, 1 x SODIMM socket for expansion up 
to 4GB SDRAM"

Nur was genau bedeutet das? Insgesamt maximal 4GB oder um 4GB 
erweiterbar, also hinterher insgesamt 6GB?

Wäre cool wenn ihr mir helfen könntet.

mfg
Moritz
Aufschrauben, nachschauen was jetzt in dem einen Slot steckt.

Google Meint, Auslieferungszustand: 1GB fest verlötet am Board, 1GB als 
SO-DIMM eingesteckt.

Das 1GB SO-DIMM kannst du durch ein 4GB-Modul ersetzen, und hättest dann 
5GB.

Je nach OS (32/64 Bit) bleiben aber nur etwas über 3 GB nutzbarer 
Speicher übrig.
Moritz M. schrieb:
> ich hab ein Asus K50IJ Laptop mit 2GB Arbeitsspeicher und würde diesen
> gerne aufrüsten.

Hast Du denn Probleme, daß Anwendungen über zu wenig Speicher klagen?

Wenn Du spürbaren Leistungszuwachs willst, dann ersetze lieber die HDD 
durch eine SSD.
Meinem Notebook hat das richtig Flügel verliehen.
> Hast Du denn Probleme, daß Anwendungen über zu wenig Speicher klagen?

Das tuen die heute nicht mehr da Windows, bei der Einstellung "... wird 
vom System verwaltet", unbeschränkt virtuellen Speicher zubucht.

Eine Hochrüstung auf 4GB ist, vor Allem bei 64Bit Systemen, durchaus 
sinnvoll und durch ein SDD nicht zu ersetzen.

Grüße Löti
Lothar S. schrieb:
> Eine Hochrüstung auf 4GB ist, vor Allem bei 64Bit Systemen, durchaus
> sinnvoll und durch ein SDD nicht zu ersetzen.

Ich würde eher sagen, höchstens bei 64Bit, denn bei 32Bit ist bei 3GB 
Schluß.
Und den Unterschied von 2 auf 3GB merkt man kaum, das ist nur 
rausgeschmissenes Geld und kürzere Batterielaufzeit.
Ob wirklich Speicher knapp ist, sieht man ja im Taskmanager.

Im Taskmanager sieht man auch schön, ob irgendwelche Hintergrundtasks 
Bambule auf der HDD veranstalten, z.B. Updates runterladen, entpacken, 
installieren, Vieren wächtern usw. Und dabei geht die HDD in die Knie 
aber ne SSD lacht darüber nur.

Für ne SSD sollte es aber mindestens Vista sein, besser Windows 7.
Gast
Peter Dannegger schrieb:
> Lothar S. schrieb:
>> Eine Hochrüstung auf 4GB ist, vor Allem bei 64Bit Systemen, durchaus
>> sinnvoll und durch ein SDD nicht zu ersetzen.
>
> Ich würde eher sagen, höchstens bei 64Bit, denn bei 32Bit ist bei 3GB
> Schluß.
> Und den Unterschied von 2 auf 3GB merkt man kaum, das ist nur
> rausgeschmissenes Geld und kürzere Batterielaufzeit.
> Ob wirklich Speicher knapp ist, sieht man ja im Taskmanager.
>
> Im Taskmanager sieht man auch schön, ob irgendwelche Hintergrundtasks
> Bambule auf der HDD veranstalten, z.B. Updates runterladen, entpacken,
> installieren, Vieren wächtern usw. Und dabei geht die HDD in die Knie
> aber ne SSD lacht darüber nur.
>
> Für ne SSD sollte es aber mindestens Vista sein, besser Windows 7.

Original wäre Vista 32bit also volle Zustimmung wegen RAM.
Nur muß man auch den Zeitwert in Relation sehen, Notebooks mit 4GB und 
500GB Platte gibt's auch schon ab 399,- Euro, was kostet eine 2,5" 250GB 
SSD ?
Ich würde auch ein Neugerät nie mehr ohne SSD kaufen, der Tempogewinn 
ist einfach zu riesig.

Ich hatte mir 2004 den Multimedia-PC von Aldi gekauft. Irgendwann hatte 
ich von 512MB auf 2,5GB aufgerüstet und fast nichts an höherem Tempo 
gemerkt.
> Und den Unterschied von 2 auf 3GB merkt man kaum

Da Du bei den 32Bit Versionen den Speicher in der Boot.ini (oder 
ähnlich) eintragen mußt, sonst wird der gar nicht angesprochen aber auch 
dann sind nur 3GB ansprechbar.
Deshalb kann man sich auch auf 1GB zusätzlich beschränken.

Besser wäre aber hier eine Neuinstallation mit der 64Bit-Version des 
Betriebssystems und dann doch 4GB oder sogar mehr Speicher.

Grüße Löti
Gast
> Da Du bei den 32Bit Versionen den Speicher in der Boot.ini (oder
> ähnlich) eintragen mußt

Das war im letzten Jahrtausend mal so. Informier Dich erstmal.
Alle Kernel ab XP SP2(?) sind von Haus aus PAE-enabled.


> Besser wäre aber hier eine Neuinstallation mit der 64Bit-Version

Während die 64Bit-Fraktion noch nach Treibern sucht, und gelegentlich
überhaupt keine findet...

Ich habe hier die diversesten Treiber für die ganzen J-Links, U-Links,
R-Links, ST-Links, ICEs, EMUs, OCDs, ICDIs, ISCPs, ISPs, Byteblaster, 
etc.
installiert und in Benutzung.

Wegen einem GB RAM schieß ich mir doch nicht in den Fuß und tu mir das
64Bit-Gefrickel an.

Das eine, sonst brachliegende GB RAM von 4 GB gesamt tut hier als 
Ramdisk.

64Bit Betriebssysteme sind für Datenbanksysteme, Fileserver und 
physikalische Simulationen wie Maxwell oder HFSS interessant.
Oder Leute die unbedingt 500 Tabs in ihrem Webseitenbetrachter aufmachen 
müssen.
Alles nicht meine Zielgruppe.
Gast
Ach Du meine Güte, so eine umfangreiche Diskussion ausgehend von dieser 
kleinen Frage... da will ich meinen Teil beitragen!
-> Ich würd das Notebook verschrotten und mir ein neues MacBook kaufen.
.... das ist wie Dynamit in jeder Diskussion! haha, ich freu mich 
schon...
Lothar S. schrieb:
>> Alle Kernel ab XP SP2(?) sind von Haus aus PAE-enabled.
>
> Das ist nicht richtig.

SP2 brachte die data execution prevention und damit als unvermeidlichem 
Nebeneffekt PAE. Bloss ändert das nix am Speicher, weil immer noch auf 
4GB physikalischen Adressraums limitiert.

Die /3GB Sache in BOOT.INI wiederum hat weder mit DEP noch mit PAE noch 
mit physikalischem Speicher zu tun, sondern bezieht sich auf die 
Aufteilung des linearen Adressraums, der in normalen 32bit NT Prozessen 
auf 2GB Userspace begrenzt ist. Der /3GB Switch ändert da auch nichts 
dran, er sei denn, das EXE wurde speziell dafür gebaut.
> Der /3GB Switch ändert da auch nichts dran, er sei denn, das EXE wurde
> speziell dafür gebaut.

Doch, Win lädt die Programme im Speicher von unten nach oben und das 
System von oben nach unten.
Wenn Du die 3G nicht freischaltest wird das oberste GB gar nicht 
verwendet da Win das System von der 2GB Grenze nach unten lädt.
Wenn Du die 3GB freischaltest beginnt Win mit dem System an der 3GB 
Grenze abwärts während die meisten Programme an der 2GB Grenze 
stehenbleiben.

So wird der PC tatsächlich schneller und System und Programme kommen 
sich auch kaum mehr in die Quere. Probier's aus!

Grüße Löti
Lothar S. schrieb:
> Doch, Win lädt die Programme im Speicher von unten nach oben und das
> System von oben nach unten.

So ungefähr läuft es im virtuellen (Intel: linearen) Adressraum. Auch 
mit 256MB RAM hat ein 32-Bit System einen virtuellen Adressraum von 4GB. 
Zwischen virtuellen und physikalischen Adressen besteht aber keinerlei 
Zusammenhang (von gewissen Effizienz-Optimierungen abgesehen). Untere 
und obere virtuelle Adressen entsprechen also nicht unteren und oberen 
physikalischen Adressen,

Getrennte Prozesse haben getrennte virtuelle Adressräume, in den unteren 
2GB davon. Darin gibt es gemeinsam eingeblendeten Komponenten wie shared 
mem und DLLs, was den dem Prozess privat verfügbaren Adressraum effektiv 
weiter eingrenzt. Die Summe des von Prozessen verwendeten RAMs kann aber 
grösser als 2GB werden, ohne das ein einzelner Prozess mehr als jeweils 
2GB davon verwendet. Und das alles hat reinweg nichts mit dem 
BOOT.INI-Switch zu tun.

> Wenn Du die 3G nicht freischaltest wird das oberste GB gar nicht
> verwendet da Win das System von der 2GB Grenze nach unten lädt.

Ohne /3GB ist der virtuelle User-Adressraum auf 2GB begrenzt, wie 
beschrieben. Darüber liegt das System. Die Kombination aus dem /3GB 
Switch und einem Flag im EXE-Header verschiebt diese Grenze auf 3GB 
virtuellen User-Adressraums.

Mit dem physikalisch verfügbaren und genutzen RAM hat das absolut nichts 
zun tun. Der nutzbare physikalische RAM-Adressraum ist auf 3GB bis 3,5GB 
begrenzt, weil darüber der Bereich von I/O-Mappings inklusive 
Videospeicher liegt.

Das kannst du nun glauben oder auch nicht, aber ich bin da mit Microsoft 
ziemlich konform. Lies einfach mal das, was die dazu schreiben, und denk 
dran, dass darin der virtuelle Adressraum beschrieben wird, nicht der 
physikalische:

http://blogs.technet.com/b/askperf/archive/2007/03/23/memory-management-demystifying-3gb.aspx
http://blogs.technet.com/b/askperf/archive/2008/05/27/two-minute-drill-find-3gb-without-using-boot-ini.aspx

> So wird der PC tatsächlich schneller und System und Programme kommen
> sich auch kaum mehr in die Quere. Probier's aus!

Der /3GB Switch ist ausschliesslich dann von Nutzen, wenn das Programm 
explizit dafür markiert wurde. Ist ein Bit im EXE-Header. Alte 32-Bit 
MS-Exchange-Server konnten beispielsweise ab mehr als 1GB RAM davon 
profitieren, da die Fragmentierung des virtuellen Adressraums sonst von 
dem RAM kaum Gebrauch machte. Ist das EXE nicht entsprechend markiert, 
dann wird der Prozess auch mit /3GB genau wie sonst auf 2GB 
User-Adressraum begrenzt.
Gast
Solange der RAM noch schneller ist als jeder externe Speicher (HD) wäre 
ich auch dafür, soviel RAM nachzurüsten, daß das System und die 
Anwendungen ohne HD-Klappern arbeiten können. Ein System auf SSD ist auf 
jeden Fall ein gigantischer Quantensprung! Fragt sich nur ob jeder schon 
das Geld für eine größere SSD ausgeben möchte. 256 GB sind schnell voll.

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