Welchen C an Quarz

Gast
Lothar Miller schrieb:

> Oder doch einfach im Datenblatt nachsehen?

Sosehr ich sonst auch selber immer gern auf das Datenblatt verweise, bei 
dem konkreten Problem ist dieser Ansatz eindeutig Müll.

Es gibt es eine AN von Atmel selber (Nummer habe ich leider im Moment 
nicht im Kopf), in der ganz eindeutig klargestellt wird, daß die 
diesbezüglichen Angaben der Datenblätter (soweit überhaupt noch 
vorhanden) nur Empfehlungen/Richtwerte für ÜBLICHE Quarze bei 
OPTIMALEM Layout sind und in dem ausdrücklich darauf hingewiesen wird, 
daß die tatsächlich optimalen Werte der Bürdekapazitäten anhand der 
Spezifikationen des Quarzherstellers zur Lastkapazität unter 
Einbeziehung inbesondere der parasitären Kapazitäten des Aufbaus und der 
im jeweiligen DB angegebenen Kapazitäten der XTAL-Anschlüsse zu bemessen 
sind.

Konsequenterweise verzichtet Atmel in praktisch allen neueren DBs 
(insbesondere in denen, bei denen es auch was anderes als FullSwing als 
Betriebsart für den Quarzoszillator gibt) auch komplett auf die Angabe 
dieser unverbindlichen Empfehlungen.

Warum wohl, hast du da mal drüber nachgedacht, bevor du auf das DB 
verwiesen hast?
Oha, wenn man sich die Datenblätter bei Reichelt genau anschaut,
dann sieht man dass die Angabe "CL=32pF" auf der Webseite so vermutlich 
nicht stimmt. Das Datenblatt spricht von "CL=10..32 pF". Die 32pF 
wären auch ungewöhnlich viel.

Daher würde ich erstmal die 22pF Kondensatoren probieren - die 
Wahrscheinlichkeit ist extrem groß dass es damit tut.
Mini Bastler schrieb:
> Ich habe ein Quarz. Im Datenblatt steht: Lastkapazität: 32pF. Den Quarz
> wollte ich an einen ATMega64 hängen, bedeutet das nun das die beiden C's
> 32pf haben müssen? Ich habe bis jetzt immer 22pf genommen da dieses fast
> überall so in den Schaltplänen steht.

Man muss unterscheiden ob:
- es nur darum geht, dass der Quarz stimmt
- oder auch er genau mit seiner Nennfrequenz schwingen soll.

Für ersteres ist es oft nicht mal notwendig irgendwelche Kapazitäten 
anzuhängen, der µC bringt einiges an Kapazität mit.
Für letzteres kommt man im reellen Bastler-Fall eigentlich nicht ums 
Probieren.
Gruß!
Marek
Gast
Mini Bastler schrieb:
> Und was nun? 22pf oder 32pf?
Ist doch unkritisch, wenn der Quarz anschwingt
ist es gut. Wenn es darauf ankommt das die
Frequenz sehr genau ist, dann nimm einen
Trimmer, dann kannst du die Frequenz in
einen kleinen Bereich etwas nachjustieren.
Gast
Günter Lenz schrieb:
> Ist doch unkritisch, wenn der Quarz anschwingt
> ist es gut.

Fuer den Hobbybereich mag das stimmen - 
Zuverlaessigket/Langlebigkeit/sporadisches Nichtfunktionieren/seltsames 
Controllerverhalten etc. interessieren da nicht - aber im industriellen 
Bereich tut der Entwickler gut daran mit dem uC-Datenblatt/elektrischen 
Spezifikationen klarzukommen und sich gebenenfalls mit dem 
Quarzhersteller in Verbindung zu setzen.
Ich hatte schon mit einigen toten Quarzen bekanntschaft gemacht - teils 
falscher Schliff oder "overdriven" etc.....
Es gibt genuegend AN-Notes die sich mit dem Thema Quarz 
auseinandersetzen...

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