Falk hat sich da ein wenig kurz gefasst. Wichtig wäre für deine
Anwendung der Abschnitt "Dimmung".
Ich habe die Frage so verstanden, dass er die Helligkeit mittels
umschaltbarer Vorwiderstände FLEXIBEL per µC ändern möchte. Wie jeder
der mal mit LEDs angefangen hat, arbeitet auch Christian erstmal mit dem
Vorwiderstand und nicht mit einer Konstantstromquelle und möchte so die
Vorwiderstände ändern.
=> Bleibt als Fernziel erstmal eine veränderbare Helligkeit an einer
Power-LED. Die Idee mit umschaltbaren Leistung-Vorwiderständen solltest
du aber verwerfen.
Why:
LEDs sind da ziemlich empfindlich und bei den Power-LEDs (ab 150mA)
nimmt man immer den Stromquellenbetrieb mit Hilfe von Schaltreglern.
Deshalb baust du für dein Vorhaben gleich eine steuerbare Stromquelle
auf. Auch dafür gibt es mehrere Ansätze, aber da du mit vergleichsweise
hohen Strömen arbeitest und bei einem "normalen" Analogaufbau einfach
sehr viel Abwärme entsteht, wirst du auch um einen getakteten Aufbau
nicht herum kommen.
Auch hier mal wieder ein dreckiger Kompromiss mit Beispiel:
Wenn du es besonders einfach, aber wenig elegant haben möchtest, kannst
du auch folgendes mit Hilfe deines tiny machen:
Wenn du eine feste Spannungsversorgung aus einem Netzteil o.ä. hast,
dann kannst du auch einen Vorwiderstand für die Power-LED auf den
maximalen Strom dimensionieren. Nehmen wir mal ein 5V-Netzteil und eine
1A/3,5V LED. Bei maximaler Helligkeit musst du etwa 5-3,5=1,5V am
Vorwiderstand bei 1A verbraten. Das macht 1,5Ohm Vorwiderstand, der
1,5W(!) bei voller Helligkeit aushalten muss (zum Vergleich: Die 7,5mm
Kohleschicht/Metallfilm-Durchsteckwiderstände kommen auf 1/4W und werden
da schon verdammt heiß)
Wenn du jetzt den Vorwiderstand gegen 5V hängst, dahinter die LED und am
Ende gegen GND einen Leistungs n-FET, dann kannst du mit Hilfer einer
PWM (200Hz..1kHz) aus dem Tiny heraus direkt die Helligkeit aus dem
Tastverhältnis regeln.
Und um dann den Bogen zum Schaltregler zu schlagen ist es dann auch
nicht mehr weit:
Wenn du statt dessen eine regelbare Stromquelle mit dem tiny benutzen
möchtest, braucht es nur einen p-Fet für Speisung von 5V-Seite, den
tiny-PWM-Ausgang und den tiny-AD, einen Shunt gegen GND, eine Spule und
eine Freilaufdiode (Schottky 1A). Evtl. noch einen OpAmp am Shunt zum
ADC als Verstärkung. Deine PWM muss jetzt im tiny eben immer abhängig
vom gewünschten Strom und der Strommessung nachgeregelt werden. Die
Leistungsverbraterei von 1,5W am Vorwiderstand entfällt komplett und du
brauchst keinen zusätzlichen MC34063.