Kleinster Linuxfähier Mikrocontroller mit Ethernet

#4275019
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Tim schrieb:
> Hi.
>
> Was ist eurer Meinung nach der kleinste "Bastlertaugliche" (Kein BGA)
> Mikrocontroller mit Ethernet (Baugröße, Pin-Zahl,  wenige benötigte
> externe Komponenten wie z.B. Hühnerfutter, RAM Chips usw), auf dem ein
> aktuelles Linux lauffähig währe?
>
> Grüße

Da fällt mir jetzt nichts ein, aber vielleicht hilft das:
http://www.acmesystems.it/arietta
Gast #4275314
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Du hast da drei Anforderungen ("Bastlerfreundlich", "aktuelles Linux" 
und  "klein" (Chipgröße?)) die sich nur schwer unter einem Hut bringen 
lassen.

Unter aktuellem Linux verstehe ich etwas, auf dem eine 
Standarddistribution wie z.B. ein Headless Debian lauffähig wäre.  Da 
möchte man aber schon 64 oder 128MB RAM haben.  Soviel RAM hat keiner 
On-Chip, also viele Pins für externes RAM.  Das Ergebnis: ein 
bastlerunfreundliches BGA mit mind. 4-Layer-Board.  Selbst wenn du ein 
Chip im QFP-Gehäuse findest, ist das nicht mehr wirklich klein und 
bastlerfreundlich - ohne richtige Platine und korrektem Layout wirst du 
die RAMs kaum ans Rennen bekommen.

Der Trend für so etwas sind System-on-Modules (SoM) - eine 
viel-Layer-Platine mit CPU/RAM/Flash und Stromversorgung, die dann auf 
eine einfache I/O-Platine oder ein Breadboard gesteckt werden.  Oben 
wurde ja schon das Arietta-Board genannt.  Wenn du viele Ethernet-Ports 
brauchst, gibt es günstige RT5350-basierende SoMs (5x Ethernet).

Wenn du noch mehr haben willst (Video-/Audio-/Festplatten-Support etc) 
bist du wahrscheinlich mit den kleinen ARM-Boards a la RasPi, Lime, 
BeagleBone, Cubie, etc besser bedient.
#4275687
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Mac G. schrieb:
> µClinux läuft auch auf STM32ern (Cortex-M3/4 also ohne MMU) mit externem
> SDRAM.
>

Die Discovery Boards haben maximal 8MB SDRam
http://www.st.com/web/en/catalog/tools/FM116/SC959/SS1532/LN1848/PF261641?icmp=pf261641_pron_pr-massmarket_jun2015&sc=stm32f7discovery-pr

Vermutlich braucht µClinux mehr. Was wäre ein geeignetes STM32 EvalBoard 
für µClinux?
#4276016
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J. W. schrieb:
> Mac G. schrieb:
>> µClinux läuft auch auf STM32ern (Cortex-M3/4 also ohne MMU) mit externem
>> SDRAM.
>>
>
> Die Discovery Boards haben maximal 8MB SDRam
> 
http://www.st.com/web/en/catalog/tools/FM116/SC959/SS1532/LN1848/PF261641?icmp=pf261641_pron_pr-massmarket_jun2015&sc=stm32f7discovery-pr
>
> Vermutlich braucht µClinux mehr. Was wäre ein geeignetes STM32 EvalBoard
> für µClinux?

Ja, 8MB reichen und es gibt ein BSP:
https://www.emcraft.com/stm32f429discovery
(Firma: www.harerod.de) Persönliche Seite #4277812
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Klaus W. schrieb:
> Die centipad laufen mit Linux, und haben einen Atmel AT91RM9200 ohne BGA
> Beitrag "Biete CentiPad Embedded Linux Module"
>
> PS: ich glaube, der Markus hat noch welche davon.
> Dann hätte man relativ leicht etwas lauffähiges, bevor man die HW selbst
> macht.

Mann Klaus, an den Beitrag konnte ich mich gar nicht mehr erinnern.
Aber da haben wir uns kennengelernt. :)
Es liegen tatsächlich noch ein paar Dutzend von den CentiPads hier - das 
war die Reserve für Kundengeräte. Allerdings keine CentiBOBs etc...


-> Die CPs gehen an Bastler gerne gegen 15€ Schutzgebühr raus. <-

Ohne Support und technischer Stand wie 2010.
(Ich bin von Embedded Linux seit Jahren weg.)


Ich habe die historische CP Website grade spaßhalber mal hochgeladen. :)
Über meine aktuelle Website: 
http://harerod.de/applications_ger.html#CentiPad
Oder direkt: http://harerod.de/centipad/index.html


Klaus Wachtler hat damals das Entwicklungssystem aufpoliert. Vielleicht 
hat er noch irgendwo die Daten liegen?
Gast #4278238
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Raspberry pi wurde ja schon genannt, den gibt es auch in der Bauform 
eines DDR2 Moduls.
Oh moment, wenn ich mich recht erinnere hat das Modul kein Ethernet, 
weil Ethernet ja per USB angeflanscht wurde... Na ja, ich lass das 
dennoch mal so stehen.
#4278284
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Olaf schrieb:
> http://am.renesas.com/products/mpumcu/rz/rza/index.jsp#overview
> https://github.com/renesas-rz/linux-3.14

Wirklich interessant. Mit einem Embedded-Linux kann ich aus einem großen 
Pool fertiger und reifer Software schöpfen. Das macht so eine Lösung für 
mich viel spannender als die Cortex-M7er die ja wohl auf einen ähnlichen 
Markt zielen.

Weißt Du zufällig, ob ich mit dieser Lösung (µC+Linux) den Code direkt 
aus dem serial Flash ausführen kann (In-Place execution)? Oder muss ich 
meine Programme vor dem Ausführen wie bei den bisherigen größeren 
ARM-SOCs (Beaglebone, Raspi,...) erst vom Flash ins RAM laden und dann 
von dort ausführen? Das macht ja einen deutlichen Unterschied im 
RAM-Bedarf.
(Firma: matzetronics) #4278294
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Gerd E. schrieb:
> Das macht ja einen deutlichen Unterschied im
> RAM-Bedarf.

Geht so. Das Problem wird ein Entpacker sein, der vom Serial Flash in 
den RAM entpackt. Ein uCSimm jedenfalls hatte 2MB Flash und entpackte 
von dort in die 8MB RAM - Kernel2.6 lief dort noch, die 3er dürften 
dafür allerdings zu gross sein. MC68EZ328 (Dragonball), CS8900 Ethernet 
und Serial Ports waren da auch noch drauf in der Grösse eines 30 pol. 
SIMM Moduls.
http://www.uclinux.org/ucsimm/
Ach, einen LCD Anschluss hat das Dings auch.
#4278317
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Matthias S. schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>> Das macht ja einen deutlichen Unterschied im
>> RAM-Bedarf.
>
> Geht so. Das Problem wird ein Entpacker sein, der vom Serial Flash in
> den RAM entpackt.

Warum entpacken? Es gibt serial NOR-Flash mit 1 GBit / 128 MByte, auch 
in SO und nicht BGA.

Wenn man damit In-place-Execution machen könnte, hätte ich die 10MByte 
RAM nur für Daten und könnte wesentlich größere Programme laufen lassen 
als wenn die 10MByte für Programme+Daten gemeinsam wären.
#4278785
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britzl schrieb:
> Allerdings dürfte das doch recht langsam sein.
> Der interne Flash im STM32 ist ja z.B. mit 128(?) Bit angebunden da
> macht XIP Sinn. Aber mit externem Flash? Bei einem Cortex-A9?!

Seriellen Flash gibts mittlerweile mit Quad-DDR mit 66MHz. Hab aber noch 
nicht gecheckt was für Modi dieser Renesas genau kann. Das langt zwar 
noch nicht ganz für die 400MHz des Proz., aber zum einen hat der ja auch 
noch einen Cache und zum anderen könnte man wirklich häufig benötigte 
Programmteile ja auch ins RAM kopieren.
Gast #4278794
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Ist das zu groß?

http://www.8devices.com/carambola-2

Aus der Beschreibung:
8devices Carambola 2 is a member of Carambola wireless modules family 
and is based on Qualcomm/Atheros AR9331 SoC. Carambola 2 is a surface 
mountable, single sided, Wi-Fi enabled Linux module, featuring the 
lowest power consumption in the industry. Module comes bundled with an 
open source development board for a quick start of your new Internet of 
Things era project. 8devices is providing OpenWRT linux distribution 
source code with necessary patches on GitHub repository and is supported 
by our growing community on a forum.

Gerhard
Gast #4278929
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> Probiert es doch mal ueber euren Horizont zu schauen:
>
> http://am.renesas.com/products/mpumcu/rz/rza/index.jsp
>
> 10MByte OnChip Ram sind da moeglich. Wenn man damit auskommt dann stellt
> man vielleicht fest das man mit einer doppelseitigen Platine auskommt.

Na ja, ein Blick rüber in die Industrial/Automotive-Welt.  Der Chip 
kostet über 30€, Dev-Board um 1000€; 256 Pin 0.4mm Pitch QFP-Gehäuse; 
komplexer SoC - ohne Herstellerkernel kaum zum laufen zu bekommen; etc 
etc.  "Bastlerfreundlich" ist was anderes.  Und ja, wenn du Glück hast, 
bekommst du die Stromversorgung auf 2 Layern untern.

> Wirklich interessant. Mit einem Embedded-Linux kann ich aus einem großen
> Pool fertiger und reifer Software schöpfen.

Nicht auf einem System mit 10MB RAM.  Da bekommst du ein 
größenoptimiertes Kernel und typischerweise eine einzelne monolithische 
Anwendung unter.

> Du verwechselst einen ARM9 mit einem ARM Cortex-A9.

Cortex-A9 stimmt schon.  Mit 400MHz allerdings ein ziemlich langsamer.
(Firma: www.harerod.de) Persönliche Seite #4281209
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> http://harerod.de/applications_ger.html#CentiPad
> Oder direkt: http://harerod.de/centipad/index.html
> Klaus Wachtler hat damals das Entwicklungssystem aufpoliert. Vielleicht
>hat er noch irgendwo die Daten liegen?

Klaus W. schrieb im Beitrag #4278115 zum Thema CentiPad / CentiDev:
> ja, müsste ich irgendwo noch haben.
> Kann ich bei Bedarf gerne raussuchen.

Klasse, Danke Dir.

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