Hi.
Was ist eurer Meinung nach der kleinste "Bastlertaugliche" (Kein BGA)
Mikrocontroller mit Ethernet (Baugröße, Pin-Zahl, wenige benötigte
externe Komponenten wie z.B. Hühnerfutter, RAM Chips usw), auf dem ein
aktuelles Linux lauffähig währe?
Grüße
Tim schrieb:> Hi.>> Was ist eurer Meinung nach der kleinste "Bastlertaugliche" (Kein BGA)> Mikrocontroller mit Ethernet (Baugröße, Pin-Zahl, wenige benötigte> externe Komponenten wie z.B. Hühnerfutter, RAM Chips usw), auf dem ein> aktuelles Linux lauffähig währe?>> Grüße
Da fällt mir jetzt nichts ein, aber vielleicht hilft das:
http://www.acmesystems.it/arietta
Wen das Ethernet extern sein darf nen LPC22xx tqfp144, aber ob sich das
ganze ram dran drandongeln ... lohnt für anfänger wehre wohl ehr nen SOC
besser geeignet wo alles intigriert ist.
µClinux läuft auch auf STM32ern (Cortex-M3/4 also ohne MMU) mit externem
SDRAM.
K. J. schrieb:> lohnt für anfänger wehre wohl ehr nen SOC> besser geeignet wo alles intigriert ist.
DRAM ist auf demselben Chip so gut wie nie integriert. Erst recht nicht
bei leicht erhältlichen Teilen.
Du hast da drei Anforderungen ("Bastlerfreundlich", "aktuelles Linux"
und "klein" (Chipgröße?)) die sich nur schwer unter einem Hut bringen
lassen.
Unter aktuellem Linux verstehe ich etwas, auf dem eine
Standarddistribution wie z.B. ein Headless Debian lauffähig wäre. Da
möchte man aber schon 64 oder 128MB RAM haben. Soviel RAM hat keiner
On-Chip, also viele Pins für externes RAM. Das Ergebnis: ein
bastlerunfreundliches BGA mit mind. 4-Layer-Board. Selbst wenn du ein
Chip im QFP-Gehäuse findest, ist das nicht mehr wirklich klein und
bastlerfreundlich - ohne richtige Platine und korrektem Layout wirst du
die RAMs kaum ans Rennen bekommen.
Der Trend für so etwas sind System-on-Modules (SoM) - eine
viel-Layer-Platine mit CPU/RAM/Flash und Stromversorgung, die dann auf
eine einfache I/O-Platine oder ein Breadboard gesteckt werden. Oben
wurde ja schon das Arietta-Board genannt. Wenn du viele Ethernet-Ports
brauchst, gibt es günstige RT5350-basierende SoMs (5x Ethernet).
Wenn du noch mehr haben willst (Video-/Audio-/Festplatten-Support etc)
bist du wahrscheinlich mit den kleinen ARM-Boards a la RasPi, Lime,
BeagleBone, Cubie, etc besser bedient.
Die centipad laufen mit Linux, und haben einen Atmel AT91RM9200 ohne BGA
Beitrag "Biete CentiPad Embedded Linux Module"
PS: ich glaube, der Markus hat noch welche davon.
Dann hätte man relativ leicht etwas lauffähiges, bevor man die HW selbst
macht.
Klaus W. schrieb:> Die centipad laufen mit Linux, und haben einen Atmel AT91RM9200 ohne BGA> Beitrag "Biete CentiPad Embedded Linux Module">> PS: ich glaube, der Markus hat noch welche davon.> Dann hätte man relativ leicht etwas lauffähiges, bevor man die HW selbst> macht.
Mann Klaus, an den Beitrag konnte ich mich gar nicht mehr erinnern.
Aber da haben wir uns kennengelernt. :)
Es liegen tatsächlich noch ein paar Dutzend von den CentiPads hier - das
war die Reserve für Kundengeräte. Allerdings keine CentiBOBs etc...
-> Die CPs gehen an Bastler gerne gegen 15€ Schutzgebühr raus. <-
Ohne Support und technischer Stand wie 2010.
(Ich bin von Embedded Linux seit Jahren weg.)
Ich habe die historische CP Website grade spaßhalber mal hochgeladen. :)
Über meine aktuelle Website:
http://harerod.de/applications_ger.html#CentiPad
Oder direkt: http://harerod.de/centipad/index.html
Klaus Wachtler hat damals das Entwicklungssystem aufpoliert. Vielleicht
hat er noch irgendwo die Daten liegen?
Raspberry pi wurde ja schon genannt, den gibt es auch in der Bauform
eines DDR2 Moduls.
Oh moment, wenn ich mich recht erinnere hat das Modul kein Ethernet,
weil Ethernet ja per USB angeflanscht wurde... Na ja, ich lass das
dennoch mal so stehen.
Kennst du den VoCore? Ist im Prinzip ein winziges opensource breakout
board für den Ralink RT5350, nur mit Flash, Ram und Wlan Antenne schon
drauf: http://vocore.io/index/index
5V anlegen reicht schon damit der SOC bootet.
Olaf schrieb:> http://am.renesas.com/products/mpumcu/rz/rza/index.jsp#overview> https://github.com/renesas-rz/linux-3.14
Wirklich interessant. Mit einem Embedded-Linux kann ich aus einem großen
Pool fertiger und reifer Software schöpfen. Das macht so eine Lösung für
mich viel spannender als die Cortex-M7er die ja wohl auf einen ähnlichen
Markt zielen.
Weißt Du zufällig, ob ich mit dieser Lösung (µC+Linux) den Code direkt
aus dem serial Flash ausführen kann (In-Place execution)? Oder muss ich
meine Programme vor dem Ausführen wie bei den bisherigen größeren
ARM-SOCs (Beaglebone, Raspi,...) erst vom Flash ins RAM laden und dann
von dort ausführen? Das macht ja einen deutlichen Unterschied im
RAM-Bedarf.
Gerd E. schrieb:> Das macht ja einen deutlichen Unterschied im> RAM-Bedarf.
Geht so. Das Problem wird ein Entpacker sein, der vom Serial Flash in
den RAM entpackt. Ein uCSimm jedenfalls hatte 2MB Flash und entpackte
von dort in die 8MB RAM - Kernel2.6 lief dort noch, die 3er dürften
dafür allerdings zu gross sein. MC68EZ328 (Dragonball), CS8900 Ethernet
und Serial Ports waren da auch noch drauf in der Grösse eines 30 pol.
SIMM Moduls.
http://www.uclinux.org/ucsimm/
Ach, einen LCD Anschluss hat das Dings auch.
Matthias S. schrieb:> Gerd E. schrieb:>> Das macht ja einen deutlichen Unterschied im>> RAM-Bedarf.>> Geht so. Das Problem wird ein Entpacker sein, der vom Serial Flash in> den RAM entpackt.
Warum entpacken? Es gibt serial NOR-Flash mit 1 GBit / 128 MByte, auch
in SO und nicht BGA.
Wenn man damit In-place-Execution machen könnte, hätte ich die 10MByte
RAM nur für Daten und könnte wesentlich größere Programme laufen lassen
als wenn die 10MByte für Programme+Daten gemeinsam wären.
Allerdings dürfte das doch recht langsam sein.
Der interne Flash im STM32 ist ja z.B. mit 128(?) Bit angebunden da
macht XIP Sinn. Aber mit externem Flash? Bei einem Cortex-A9?!
britzl schrieb:> Allerdings dürfte das doch recht langsam sein.> Der interne Flash im STM32 ist ja z.B. mit 128(?) Bit angebunden da> macht XIP Sinn. Aber mit externem Flash? Bei einem Cortex-A9?!
Seriellen Flash gibts mittlerweile mit Quad-DDR mit 66MHz. Hab aber noch
nicht gecheckt was für Modi dieser Renesas genau kann. Das langt zwar
noch nicht ganz für die 400MHz des Proz., aber zum einen hat der ja auch
noch einen Cache und zum anderen könnte man wirklich häufig benötigte
Programmteile ja auch ins RAM kopieren.
Ist das zu groß?
http://www.8devices.com/carambola-2
Aus der Beschreibung:
8devices Carambola 2 is a member of Carambola wireless modules family
and is based on Qualcomm/Atheros AR9331 SoC. Carambola 2 is a surface
mountable, single sided, Wi-Fi enabled Linux module, featuring the
lowest power consumption in the industry. Module comes bundled with an
open source development board for a quick start of your new Internet of
Things era project. 8devices is providing OpenWRT linux distribution
source code with necessary patches on GitHub repository and is supported
by our growing community on a forum.
Gerhard
britzl schrieb:> Aber mit externem Flash? Bei einem Cortex-A9?!
Du verwechselst einen ARM9 mit einem ARM Cortex-A9.
Da ist das nicht ganz so schmerzhaft.
> Probiert es doch mal ueber euren Horizont zu schauen:>> http://am.renesas.com/products/mpumcu/rz/rza/index.jsp>> 10MByte OnChip Ram sind da moeglich. Wenn man damit auskommt dann stellt> man vielleicht fest das man mit einer doppelseitigen Platine auskommt.
Na ja, ein Blick rüber in die Industrial/Automotive-Welt. Der Chip
kostet über 30€, Dev-Board um 1000€; 256 Pin 0.4mm Pitch QFP-Gehäuse;
komplexer SoC - ohne Herstellerkernel kaum zum laufen zu bekommen; etc
etc. "Bastlerfreundlich" ist was anderes. Und ja, wenn du Glück hast,
bekommst du die Stromversorgung auf 2 Layern untern.
> Wirklich interessant. Mit einem Embedded-Linux kann ich aus einem großen> Pool fertiger und reifer Software schöpfen.
Nicht auf einem System mit 10MB RAM. Da bekommst du ein
größenoptimiertes Kernel und typischerweise eine einzelne monolithische
Anwendung unter.
> Du verwechselst einen ARM9 mit einem ARM Cortex-A9.
Cortex-A9 stimmt schon. Mit 400MHz allerdings ein ziemlich langsamer.
> http://harerod.de/applications_ger.html#CentiPad> Oder direkt: http://harerod.de/centipad/index.html> Klaus Wachtler hat damals das Entwicklungssystem aufpoliert. Vielleicht>hat er noch irgendwo die Daten liegen?
Klaus W. schrieb im Beitrag #4278115 zum Thema CentiPad / CentiDev:
> ja, müsste ich irgendwo noch haben.> Kann ich bei Bedarf gerne raussuchen.
Klasse, Danke Dir.