Hallo zusammen
Ich bin dran eine kleine Spannungsreglerschaltung mit dem MCP1702-3302E
zu bauen, und stosse auf ein Problem. Der Schaltplan ist im Anhang.
Wenn ich am Input 5V (DC - sauber am Oszi) anhänge, dann bekomme ich
unter der Last von 1kOhm:
DC (mean): 3.34V
AC (RMS) : 0.11V
freq. : 7.6kHz
Das Verhalten verschwindet, sobald ich entweder:
a) keine Last am Ausgang habe
b) die Input Spannung senke (getestet mit 3.48V, andere Messungen nicht
möglich da ich im Moment kein Netzteil habe)
Die überlagerte periodische Spannung sieht etwa wie eine
Sägezahn-Dreieck Mischform aus.
Besten Dank für eure Hilfe
Terratrembel
Rufus Τ. F. schrieb:> Das sollen "1 uF"-Kondensatoren sein?
Ja, die gibt es wirklich. Ich meine natürlich die kleine Bauform. Das
sind Keramik-Vielschichtkondensatoren, die gibt es bei Conrad: Best. Nr.
453382 von 1nF bis 1µF groß. Für diese Schaltung wäre vielleicht noch
ein 10µF Elko parallel dazu hilfreich.
Die LED überbrücken hat kein Effekt gebracht. Jedoch hat der 10uF
Kondensator genügend Kapazität um die Kurve zu glätten.
Das Interessante ist jedoch, dass ganz ohne Kapazität am Ausgang, die
Kurve absolut sauber erscheint... weiss jemand wieso?
Terratrembel schrieb:> Da mein Kapazitätsmessgerät bei meinem Vater ist, kann ich dir den> realen Wert nicht sagen. Gekauft sind sie bei Aliexpress, gemäss> Kommentaren +-15%>> https://www.aliexpress.com/item/100pcs-lot-Multila...
Hast Du mal einen anderen Regler getestet?
Vielleicht taugen die billigen C's nichts.
Auch die anderen Regler weisen dieses Verhalten auf.
Die Kondensatoren habe ich auch getauscht, und festgestellt, dass die
Frequenz zunimmt, wenn kleinere Kondensatoren verwendet werden..
Das Verhalten bleibt aber bestehen, auch wenn qualitativ hochwertigere
Kondensatoren (Tantal-Elko und Aluminium-Elko) eingesetzt werden.
@ Terratrembel (Gast)
>Wenn ich am Input 5V (DC - sauber am Oszi) anhänge,
Auch unter Last? Wo komme die 5V her?
>b) die Input Spannung senke (getestet mit 3.48V, andere Messungen nicht>möglich da ich im Moment kein Netzteil habe)
Mit was hast du getestet? Einer Batterie?
>Die überlagerte periodische Spannung sieht etwa wie eine>Sägezahn-Dreieck Mischform aus.
Das ist aber kein Rauschen, sondern eine handfeste Störung.
Der Regler kann schwingen, wenn er die falschen oder gar keine
Kondensatoren hat. Das Datenblatt sagt, daß 1uF ausreichen. Hmm.
>Die Kondensatoren sind direkt am Regler.
OK.
>Meiner Meinung nach, sollte der Aufbau ok sein, Bilder sind angehängt
Was ist das für ein Board? Kommen die 5V vom USB?
Merkwürdig. Vielleicht ein Kontaktproblem im Breadboard?
Der Regler scheint zu schwingen. Einige Low Drop Regler kommen explizit
nicht mit Low ESR Keramik Kondensatoren klar (z.B. TS1117). Sofern es
sich um einen MCP1702 aus irgendwelchen dubiosen Quellen handelt, kann
es durchaus sein das dieser im Gegensatz zum Microchip nicht mit Keramik
C's klarkommt und schwingt.
Terratrembel schrieb:> Wenn ich am Input 5V (DC - sauber am Oszi) anhänge, dann bekomme ich> unter der Last von 1kOhm:
So richtig glatt (sauber) ist die Eisgangsspanung nicht. Es sind kleine
rechteckige Einbrüche zu erkennen, in ungleichmäßigen Abständen mit
unterschädlichen Zeiten.
Hast Du die Schaltung mal mit Batterien versorgt?
Terratrembel schrieb:> Hallo zusammen>> Ich bin dran eine kleine Spannungsreglerschaltung mit dem MCP1702-3302E> zu bauen, und stosse auf ein Problem. Der Schaltplan ist im Anhang.>> Wenn ich am Input 5V (DC - sauber am Oszi) anhänge, dann bekomme ich> unter der Last von 1kOhm:>> DC (mean): 3.34V> AC (RMS) : 0.11V> freq. : 7.6kHz>> Das Verhalten verschwindet, sobald ich entweder:> a) keine Last am Ausgang habe> b) die Input Spannung senke (getestet mit 3.48V, andere Messungen nicht> möglich da ich im Moment kein Netzteil habe)>> Die überlagerte periodische Spannung sieht etwa wie eine> Sägezahn-Dreieck Mischform aus.>>> Besten Dank für eure Hilfe>> Terratrembel
Nimm einen anderen Regler.
Ich hab mit dem MCP1710 schon meine blauen Wunder erlebt die
letztendlich auf einen Chipfehler seitens Microchip rückführbar waren
(Latchup bei Lastsprung, Du kannst das irgendwo hier im Forum finden).
Da der MCP1702 aus dem gleichen Eck kommt - weg mit dem und andere
ULP-Regler verwenden.
MiWi
Der MCP1702 war bei mir bisher unauffällig, allerdings muss man seine
Grenzen kennen: Der geringe Eigenverbrauch ist mit einem schlechteren
Regelverhalten bezahlt. Da sind dem MCP1702 gegenüber anderen
Standardtypen schon deutliche Grenzen gesetzt.
Allerdings sollte er hier in dieser gezeigten Testschaltung einwandfrei
funktionieren!
Kannst du nochmal kurz sagen, wo du das Ding gekauft hast? Falls der aus
China kommt ist eine Produktfälschung nicht unwahrscheinlich. Es gibt ja
eine Menge ähnlicher Derivate, die vielleicht einfach umgelabelt wurden.
Und da gibt es viele, die mit der gezeigten Ausgangskapazität eben nicht
stabil wären. Vielleicht entlarvt eine Messung des Eigenverbrauchs einen
Fake-Kandidaten.