>das auf meinem>Rechner allerdings reichlich grobkörnig aussieht
kann von nachträglicher Bearbeitung bis geräteeigene Scheisse alles an
Gründen sein.
Ich hatte mal ne Cam, die zwar nur 640x480 machte aber die Bilder selbst
waren scharf, wenn man im Focus bleibt (wie auch sonst?)
mittlerweile kann ich sagen, versuch das nicht erst bei P0llin, du wirst
mit all deren Produkten irgendwas erleben, wo man hinterher sagt
das geht ja gar nicht so
Alternative: besorg dir vernünftige Optiken, die man vor eine Kamera
halten kann. ich hab hier eine aus einem 80er Jahre Kopierer die
grössenmässig fast an normale Foto-Objektive herankommt.
für Smartfons gibts ja den Collimator-Linsen-Trick.
Im Grunde brauchts ein USB-Microskop nicht.
desinfector schrieb:> Im Grunde brauchts ein USB-Microskop nicht.
Aber irgendwas (ob als "Mikroskop" oder wie auch immer bezeichnet)
möchte ich mir schon gerne besorgen, denn mit der alten Digicam wird es
mir wie oben beschrieben halt so langsam etwas zu wacklig, und die
Ausleuchtung mit einem zuschaltbaren LED-Ring ist wahrscheinlich auch
besser als mit meinen momentanen adhoc-Improvisationen.
desinfector schrieb:> für Smartfons gibts ja den Collimator-Linsen-Trick.
mein Dumbphone hat nicht mal ne Kamera :-(
aber dafür hält der Akku fast 3 Wochen ;-)
Grauer Star schrieb:> hat irgendjemand Erfahrungen mit einfachen "USB-Mikroskopen" dieser Art> gemacht ... und würde sie mir hier gerne mitteilen? Falls möglich gerne> auch mit einem Beispielbildchen.
Die Bilder im Beitrag "Re: SMD-LEDs mit Kabel - schon ausprobiert?" sind
mit diesem Typ gemacht.
Einerseits ganz praktisch und handlich, gerade wenn auf dem Schreibtisch
nicht viel Platz ist. Die Beleuchtung vom LED-Ring ist auch vorteilhaft.
Aber nicht so toll, wie man sich das vielleicht vorstellt: Wenn man am
Zoom in die Bereiche 150..200 geht, muss oft der transparente Ring
entfernt werden, weil man sonst gar nicht dicht genug dran kommt, um ein
scharfes Bild zu erhalten.
Manchmal geht das auch ohne Ring nicht, z.B. wenn auf einem PCB ein paar
Bauteile im Weg sind und man die Leiterbahnen scharf abbilden will. Bei
Pin-Hedern geht gar nix mehr, aber auch schon ein Quartz oder ein
SMD-Taster kann zu hoch sein.
Und 'schräg von der Seite' geht bei 150..200 auch oft nicht, weil das
Teil mit dem LED-Ring recht dick ist.
Vielleicht ginge das mit Endoskop-Kameras. Damit käme man eher an den
Bauteilen vorbei und könnte auch schräg von der Seite Aufnahmen machen.
Torsten C. schrieb:> Die Bilder im Beitrag "Re: SMD-LEDs mit Kabel - schon ausprobiert?" sind> mit diesem Typ gemacht.
Danke für die Bilder!
Die Tiefenschärfe scheint tatsächlich nicht besonders gut, und die
Farben wirken auch etwas blass. Also qualitativ sind die
Makrophotographien prinzipiell nicht schlechter, sondern sogar eher
besser.
Bleibt der Vorteil mit der Beleuchtung und der kleine Standfuß.
Schwierig :-)
Hat sonst noch jemand solche oder ähnliche USB-Knipsen im Gebrauch?
Wenn dus wirklich nur fuer dich zur Diagnose kaufst solltest du ueber
ein Stereomikroskop nachdenken. Einfache gibt es fuer 40 Euro und damit
sieht man einfach so viel mehr als mit irgendwelchen Kameras und co,
natuerlich auch mehr als mit einer Lupe.
Bilder machen kannst du damit dann natuerlich nicht...
Grauer Star schrieb:> denn mit der alten Digicam wird es mir wie oben beschrieben halt so> langsam etwas zu wacklig, und die Ausleuchtung mit einem zuschaltbaren> LED-Ring ist wahrscheinlich auch besser als mit meinen momentanen> adhoc-Improvisationen.
Dann bau Dir doch Deine alte Kamera um. Bau Dir einen Fernauslöser dran,
um das Gewackel beim Auslösen loszuwerden, und bau Dir einen LED-Ring
dran.
Eine bessere Bildqualität als die 640x480-"Video"-Kameras wird das Ding
sowieso bringen (sofern die alte Kamera nicht noch aus dem letzten
Jahrtausend stammt).
Dave Jones hat doch so etwas.
Das Teil macht wirklich richtig gute Bilder. Habe mir auch schon
überlegt, so etwas zu kaufen. Ist auch zum SMD-löten super, da das
Objektiv weit genug entfernt ist.
Im EEVBlog musst du selbst suchen, schreibe grade vom Handy und da ist
suchen sehr mühsam.
Ulli-B
Guest schrieb:> solltest du ueber> ein Stereomikroskop nachdenken.
So ein Ding habe ich. Das ist bei der Abwicklung meines alten
Brötchengebers vor gut 20 Jahren übriggeblieben (legal, also nicht "vom
LKW gefallen").
In bestimmten Fällen habe ich aber immer wieder mal den Bedarf, ein
Bildchen zu machen. Aufgrund der Eigenschaften der CCDs ist damit zum
Beispiel ein Aufdruck manchmal plötzlich ganz gut zu lesen, dessen
Vorhandensein mit rein optischen Mitteln allenfalls zu erahnen ist.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Dann bau Dir doch Deine alte Kamera um. Bau Dir einen Fernauslöser dran,> um das Gewackel beim Auslösen loszuwerden, und bau Dir einen LED-Ring> dran.
Hatte ich für kurze Zeit auch schon mal überlegt, scheidet aber leider
aus, weil die Kamera so eine Art Erbstück mit beträchtlichem ideellen
Wert ist. Außerdem wird sie im wesentlichen für "normale" Aufnahmen
benutzt.
Besitzt das hier jemand?
http://www.amazon.de/Bresser-8853100-junior-LCD-Mikroskop-DM700/dp/B003LJIW6G/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1430883761&sr=8-4&keywords=LCD-MikroskopUlli-B schrieb:> Dave Jones hat doch so etwas.Ulli-B schrieb:> Im EEVBlog musst du selbst suchen
Im Blog oder bei den Videos? Weißt Du noch ein Stichwort?
Grauer Star schrieb:> Ulli-B schrieb:>> Dave Jones hat doch so etwas.> Ulli-B schrieb:>> Im EEVBlog musst du selbst suchen>> Im Blog oder bei den Videos? Weißt Du noch ein Stichwort?
Halt, Kommando zurück. Ich glaube, ich bin bereits fündig geworden.
Ich kann Rufus nur zustimmen. Die beste Quatität für einen günstigen
Preis bekommst Du mit deiner Digicam die ja vorhanden ist, möglichst im
Makro-Modus. Pack die auf ein Stativ/Halterung und dazu ein LED-Ring als
Beleuchtung, durch den das Objektiv durch "schaut". Ich kann die sog.
AngelEyes für Autos die man billig auf iBäh in verschiedenen
Durchmessern bekommt empfehlen. Farbabgleich kann man in der Kamera
einstellen oder später am Rechner machen (wen es kümmert).
Wenn Du noch mehr willst mach ein Makrozelt drumrum, damit bekommt man
eine gute Ausleuchtung von allen Seiten, dann natürlich das Zelt von
außen anleuchten, nicht direkt das Motiv!
Bei mir auf Arbeit ersetzt eine DSLR mit Makroobjektiv (meist) die
Stereomikroskope mit Kameraanschluss, weil damit einfach mehr möglich
ist, besonders bei der Tiefenschärfe. Stereos mit Zoom sind für die
Begutachtung (ohne Bildaufnahme) immer noch unschlagbar wegen dem
stereoskopischen Blick den man hat.
Die USB-Mikroskope vereinen leider die Schwächen von Mikroskopen
(geringe Tiefenschärfe, wenig Beleuchtungsoptionen, geringer
Arbeitsabstand) mit denen von billigen Digitaloptiken (keine
wechselbaren Objektive, schlechte Abbildungsleistung, geringes
Auflösungsvermögen). Ich hab mal einige der etwas besseren
Pen-Mikroskope in der Hand gehabt, solange man die flach Aufsetzen
konnte und nichts reflektierte waren die Bilder annehmbar, wenn auch
meine kompakte Canon bessere Bilder im Makrobereich lieferte. Für den
Bio-Unterricht vielleicht brauchbar, für die Zwecke hier eher nicht.
Soweit meine Erfahrung/Meinung dazu...
Natürlich ist die physikalisch bedingt! Das ist ja das Problem, die
billige Optik kann halt nicht viel.
Für eine DSLR gibt es anständige Makroobjektive mit großem
Blendenumfang, da kann man dann auch eine kleine Blende = hohe
Teifenschärfe bekommen. Bei Mikroskopen stört es nicht weil man im
Auflicht üblicherweise plane Oberfläche hat und bei Durchlicht ist meist
sogar eine Fokusebene mit geringer Tiefenschärfe erwünscht. Für alles
andere gibt es am Mikroskop den Multifokus bei dem mehrere scharfe
Fokusebenen zu einem Bild mit durchgehender Schärfe zusammengesetzt
werden.
Aber um die physikalischen Hintergründe ging ss doch gar nicht, oder?
Sonst könnte ich da gern noch was dazu erzählen, von mikroskopisvher bis
makroskopischer Optik. Damit hab ich schließlich täglich zu tun...
>Für eine DSLR gibt es anständige Makroobjektive mit großem>Blendenumfang, da kann man dann auch eine kleine Blende = hohe>Teifenschärfe bekommen.
Ja, es stimmt, dass man mittels kleiner Blende noch Tiefenschärfe
herausholen kann.
Wenn bei einer Vergrößerung von 50 nur noch ein 1/2500 des Lichtes
zurückgeliefert wird, ist dieser Spielraum in der Nähe von Null.
Oder anders ausgedrückt: Die Blende muss aufgerissen werden.
Die beiliegenden Bilder habe ich gerade mit einem USB-Mikroskop der
50€-Klasse gemacht, das ich vor ein paar Jahren bei Reíchelt gekauft
habe. Das exakte Modell haben sie nicht mehr, aber so viel Unterschied
wird wohl nicht sein.
Für mich ist es dann&wann ganz nützlich.
fchk
Ich will den thread jetzt nicht weiter hijacken weil es OT wäre. Bei
wenig Lichteinfall 1. Blende auf odef 2. Belichtungzeit länger, geht
beides mit anständigem Material.
Die Bilder von dem zweiten Teil aus dem EEVBlog sahen find ich ganz
annehmbar aus. Wenn man nur ebene Aufnahmen von oben braucht stört auch
nicht, dass das Stativ nicht so flexibel ist. Solange man die Aufnahme
vom Rechner aus steuert wackelt man ja auch nicht dran. Ein flexibles
Stativ war mir aber in Verbindung mit Fernsteuerung immer eine große
Hilfe. Bei Kompaktkameras benutze ich gern umgebaute Gorillapods weil
man die Kamera beliebig ausrichten kann.
Grauer Star schrieb:> Hat sonst noch jemand solche oder ähnliche USB-Knipsen im Gebrauch?
Ja. Ich habe gerade mal einen frisch erworbenen Streifen mit APA102C
geknipst, Ergebnis siehe Anlage. Ich habe das 1,21 MB dicke Original
etwas eingedampft und dabei den Farbstich korrigiert, ansonsten ist das
so wie aus der Kamera. Konkret ist die Kamera diese hier:
www.amazon.de/DNT-DigiMicro-2-0-Scale-Mikroskop/dp/B002FB7IIE/ref=sr_1_2
Vor drei Jahren erworben.
Häufig benutze ich sie nicht, aber gelegentlich ist es schon praktisch.
Hauptvorteil ist, daß ich damit schnell ein Ergebnis erziele, das gut
genug für meine Zwecke ist.
Simon schrieb:> Die beste Quatität für einen günstigen> Preis bekommst Du mit deiner Digicam die ja vorhanden ist, möglichst im> Makro-Modus. Pack die auf ein Stativ/Halterung und dazu ein LED-Ring als> Beleuchtung, durch den das Objektiv durch "schaut".
Leider kann und will ich diese Digicam ja wie gesagt nicht verbasteln.
Eine gute Alternative könnte sein, eine neue Billigknipse nur für diesen
Zweck anzuschaffen und diese dann im Rufus'schen Sinne zu modifizieren.
Das sollte wirklich kein Hexenwerk sein.
Dave scheint auch irgendwelche DIY-Heldentaten in seinem Blog zu
bejubeln. Ich konnte das für den Moment leider nur überfliegen, werde
mir das aber noch genauer ansehen.
Wenn Kompaktkamera in Frage kommt, dann ist vielleicht interessant ein
Blick auf das CHDK (Canon Hackers Development Kit) zu werfen und eine
kompatible Canon-Kompakte zu kaufen. Das was man damit anfangen kann
sucht in der Preisklasse seinesgleichen.
Ich hab zwar eine teure Kompakte und noch dazu eine "echte Kamera"
(=DSLR), aber ich hab auch schon mit den billigsten gebastelt. Da waren
mal A480 oder A490 odrr so ähnlich beim großen C für <50Eur zu haben.
Das war beeindruckend was man damit machen konnte für das Geld. Und wenn
doch was passieren sollte tut es auch nicht so weh, obwohl wenn man die
SD-Karte zieht ist die geänderte Firmware wieder weg.
Nur ob dann die Vergrößerungen ausreichen kann ich jetzt nicht sagen.
Grauer Star schrieb:> Die Bilder sehen wirklich ganz brauchbar aus, klar besser als bei meinem> eingangs genannten Gerät. Wie heißt denn das Modell (oder der> Hersteller)?
Keine Ahnung. Das einzige, was auf den Ding drauf steht, ist
"Microscope". Es ist von irgendeinem anonymen Chinesen. Falls es Dir
hilft: Die USB-ID ist VID_0C45&PID_6242&REV_0101, Der Kamerachip ist von
Sonix, und im .inf steht was von "Microdia USB20 Camera".
fchk
Wolfgang S. schrieb:> Konkret ist die Kamera diese hier:> www.amazon.de/DNT-DigiMicro-2-0-Scale-Mikroskop/dp/B002FB7IIE/ref=sr_1_2
Danke, das sieht deutlich besser aus als bei der 20Euro-Version. Die
höhere Auflösung ist also zumindest mal kein Schaden ;-)
Torsten C. schrieb:> Oder man nimmt Retro-Adapter:>> http://www.traumflieger.de/desktop/retroadapter/retroadapter.php
Hihihi, den Spaß habe ich mir mal vor 25 Jahren mit einer klassischen
Spiegelreflexkamera gemacht (Nikon F-501). Als Balgengerät habe ich
damals aus Kostengründen testweise eine geschwärzte
Küchenkrepp-Papprolle genommen und das gewendete Objektiv vorne
drangeklemmt. Das hat überraschenderweise absolut perfekt funktioniert.
Die Aufnahmen waren grandios!
Aber es war halt ein improvisierter Klapperatismus ;-)
Walter S. schrieb:> Grauer Star schrieb:>> Besitzt das hier jemand?>>> http://www.amazon.de/Bresser-8853100-junior-LCD-Mikroskop-DM700/dp/B003LJIW6G/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1430883761&sr=8-4&keywords=LCD-Mikroskop>> ist für Platinen etwas unpraktisch, oder kann man es zerlegen?
Falls geklärt wäre, daß das Bresser-Teil optisch was taugt, dann könnte
man ganz rigoros das Mikroskop in der Mitte zersägen und einen stabilen
U-förmigen Bügel einsetzen. Dann passen auch etwas größere Platinen
hinein.
Sollte das Gestell aus Kunststoff sein, könnte man sich mithilfe von
Ethylacetat und Kunststoffsegmenten aus alten Gerätegehäusen (z.B.
Druckern) eine sehr stabile Ersatzkonstruktion zusammenschustern, die
auch optisch durchaus sehr ordentlich aussehen könnte.
Simon schrieb:> dann ist vielleicht interessant ein> Blick auf das CHDK (Canon Hackers Development Kit) zu werfen
Das habe ich jetzt gerade mal ganz oberflächlich gemacht - das ist ja
Wahnsinn! Vielen Dank für den Hinweis! Da tun sich plötzlich ganz neue
Betätigungsfelder auf...
Ich habe ein paar von den Dingern und eigentlich sind die ganz ok fuers
Geld.
Allerdings habe ich neulich das Teil hier erworben, und das ist echt der
Megahammer:
http://www.amazon.de/Supereyes-B003-vergrößerndes-Digitalmikroskop-Gesundheitsfürsorge-Stativ/dp/B0066H40IO
Die Bilder sind 1a und man hat keine störenden Reflektionen der LEDs im
Bild oder komische rötliche Ringe durch billige IR Filter. Ich nehm es
als 0-Punktfinder an der CNC. Es ist wirklich gut!
Ha, ich hab eine von den billigen Pseudo-Endoskop-Kameras auch von
Supereyes. Man bekommt wofür man bezahlt, aber wenn man sie in
Kabelkanäle oder Abflüsse steckt braucht man ja kein HD-Bild. Man sollte
aber aufpassen welche Auflösung der Sensor hat, in der mitgelieferten
Software kann ich auch bis 1600x1200 wählen, das wird aber nur
interpoliert, denn der Sensor bringt nur 640x480 bei meiner Version.
Also drauf achten welche echte Auflösung der Sensor hat. Bei der B003
scheinen es ja 2MP zu sein...
P.S.
Bresser hat sicher auch andere Bauformen als diese einem Mikroskop
nachempfundene. Schätzungsweise sogar mit der gleichen Optik drin, denn
die erfinden sicher nicht für jedes Produkt das Rad neu. Muss man also
vielleicht garnicht zersägen...
Simon schrieb:> Natürlich ist die physikalisch bedingt!
Ja - aber anders, als Du es meinst.
> Das ist ja das Problem, die billige Optik kann halt nicht> viel.
Das ist nicht physikalisch, sondern ökonomisch bedingt :-)
Auch bei einer unendlich teuren, absolut perfekten Optik
schließen sich hohe Vergrößerung und große Tiefenschärfe
aus. Das hat nichts mit dem Objektiv selbst, sondern mit
der Wellennatur des Lichtes zu tun.
Die Zauberworte heißen "numerische Apertur" und "Beugungs-
grenze".
> Für eine DSLR gibt es anständige Makroobjektive mit> großem Blendenumfang, da kann man dann auch eine kleine> Blende = hohe Teifenschärfe bekommen.
Nur theoretisch, denn je weiter Du abblendest, desto stärker
schlägt die Beugungsunschärfe zu. Folge: Das Bild wird auch
in der "Schärfe-Ebene" nicht mehr scharf.
Um beim Drehen des Objektivs die Blendeneinstellung komfortabel zu
nutzen, kann man auch einen elektronischen Umkehrring nehmen. Kostet
etwa 80 € bei Amazon, ist sein Geld aber alle Male wert. Mit dem EF-S
10-18mm STM lässt sich das sehr gut nutzen. Im Anhang ist die Schrift
von der linken Seite eines 10€-Scheins zu sehen. Sollte auch für
Platinen reichen ;-) (Blende 4.0, da ist noch Spielraum mit der
Schärfentiefe)
Grauer Star schrieb:> Aber irgendwas (ob als "Mikroskop" oder wie auch immer> bezeichnet) möchte ich mir schon gerne besorgen, [...]
Ja... Vorsicht... so völlig wurscht ist die Bezeichnung
dann doch nicht, denn die optische Konfiguration - und
damit die Handhabung - unterscheidet sich.
Klassische Mikroskope haben ein sehr kurzbrennweitiges
Objektiv - mit der Folge, dass man sehr nahe an das
Objekt herangehenmuss. Je höher die Vergrößerung, desto
näher.
Vorteil: Die theoretisch maximale Vergrößerung ist auch
praktisch erreichbar (Immersionsmikroskope mit mehr als
1000facher Vergrößerung).
Nachteil: Geringer Arbeitsabstand.
Bei Kameras mit Makro-Objektiv bildet die Optik ungefähr
1:1 ab; mit einer 50mm-Optik hat man einen freien Abstand
von ca. 100mm. Die "Vergrößerung" kommt dadurch zustande,
dass die Monitorpixel mit 250µm deutlich größer sind als
die Kamerapixel mit vielleicht 5µm.
Vorteil: Bequemere Handhabung; vorhandene Photoausrüstung
verwendbar.
Nachteil: Beschränkte Vergrößerung.
Die Tiefenschärfe kann ich so aus dem Stand nicht vergleichen,
das müsste ich nachrechnen. Ich VERMUTE, dass sie bei einer
Kamera mit Makroobjektiv deutlich größer ist als bei einem
Mikroskop.
Ich traue einer (gebastelten) Makro-Kamera deutlich mehr
optische Leistung zu als einem 20Euro-USB-Teil.
Reinier Z. schrieb:> Ich traue einer (gebastelten) Makro-Kamera deutlich mehr> optische Leistung zu als einem 20Euro-USB-Teil.
Ein Objektiv mit >58mm Durchmesser hat sicher am Rand weniger
Verzerrungen und ganz allgemein bessere optische Qualitäten als eine
billige Knopflochkamera. Frage ist nur, ob man mit solch großem Objektiv
überhaupt in JEDER gewünschten Ecke fotografieren kann. Beiliegendes
Bild ist ein ganz normals Bild einer Fuji im "Supermakromodus". Wichtig
ist grundsätzlich viel Licht und wenig Wackler.
Wenn es auch ein etwas Besseres sein darf:
https://www.youtube.com/watch?v=1U5wcJ98_rU
Die Kurzfassung: Ich habe mir daraufhin ein AM4815ZTL nebst (dem
besseren) Ständer gekauft und kann die im Video gezeigte Qualität
bestätigen :-)
Was schon vor über zehn Jahren mit einer Digitalknipse möglich war,
zeigt das dritte Bild in meinem Beitrag hier:
Beitrag "Wer macht Die Fotos?"
(der Beitrag ist keine zehn Jahre alt, aber die Kamera, die ist von
2003)
Also bei mir machte erst das richtige Programm etwas aus den Bildern.
http://noeld.com/programs.asp?cat=video#AMCap
Der IC war nur so zu lesen. Mit keiner Lupe und nichts anderem konnte
die Schrift gelesen werden. Erst mit dem richtigem Lichtwinkel und dem
USB Mikroskop war das möglich.
Das Bild mit den Fäden ist von der Jeans, die ich an hatte. Einfach mal
zum Test das Mikroskop auf's Bein gestellt.
Die Lochrasterplatine ist im Pitch von SOT23.
Reinier Z. schrieb:> Die Tiefenschärfe kann ich so aus dem Stand nicht vergleichen,> das müsste ich nachrechnen. Ich VERMUTE, dass sie bei einer> Kamera mit Makroobjektiv deutlich größer ist als bei einem> Mikroskop.
Tiefenschärfe Tamron 90/2,8 @1:1 < 1,0mm
Bei allen Makro / Mikro Aufnahmen, egal ob mit USB oder DSLR kommt es
sehr auf den Abstand an: Die Scharfstellung muss man oft über den
Abstand machen, den die ggf. vorhandene Automatik in Linse hat einen
eher begrenzten Bereich. Ein richtiges Stativ oder ähnliches ist also
wichtig. Wenn man nicht sehr viel Licht hat, braucht man das ggf. auch
gegen verwackeln.
Eine größere und damit teuere Optik braucht man, wenn man mit mehr
Abstand arbeiten will. Da sind die USB Dinger halt oft eingeschränkt.
Ein variable Blende ist ggf. von Vorteil, weil man so ggf. die
Schärfentiefe gegen absoluten Auflösung abwägen will - man verliert mit
kleiner Blende aber auch Licht, ohne stabiles Stativ / Blitz ist die
Option kaum zu nutzen.
Den großen Sensor einer DSLR braucht man eigentlich nicht - im Prinzip
sind die Kompaktkameras besser angepasst, weil die Lichtmenge begrenzt
ist. Die relativ großen Pixel auf dem Sensor sind da halt eher ein
Nachteil und kein Vorteil mehr.
Von daher haben auch die billigen USB Mikroskope die Möglichkeit mit
kleinem Sensor und relativ kleiner Optik gute Bilder zu machen. Die
einzige Einschränkung ist halt der kleine Anstand. Oft fehlt es eher an
einer kleinen Vergrößerung, damit z.B. ein TQFP100 auch ganz drauf
passt.
Reinier Z. schrieb:>> Das ist ja das Problem, die billige Optik kann halt nicht>> viel.>> Das ist nicht physikalisch, sondern ökonomisch bedingt :-)>> Auch bei einer unendlich teuren, absolut perfekten Optik> schließen sich hohe Vergrößerung und große Tiefenschärfe> aus. Das hat nichts mit dem Objektiv selbst, sondern mit> der Wellennatur des Lichtes zu tun.> Die Zauberworte heißen "numerische Apertur" und "Beugungs-> grenze".
Das Zauberwort heißt Abbildungsmaßstab.
Je größer der Abbildungsmaßstab (je mehr Makro) desto unscharf.
"Im Makrobereich ist die Schärfentiefe s allein durch Abbildungsmaßstab,
eingestellte Blende und erlaubtem Unschärfekreisdurchmesser definiert."
http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4rfentiefe
Also das Teil von Pollin fand ich für "kurz mal" nicht verkehrt..
Haben so aus Spaß Handy Displays verglichen und das waren gestochen
Scharfe Bilderchens von den Formen und Farben der RGB Einzelpixel.
Hab mal ein Beispiel angehängt. (Nicht von der Cam aber ähnlich)
Grauer Star schrieb:> Aber irgendwas (ob als "Mikroskop" oder wie auch immer bezeichnet)> möchte ich mir schon gerne besorgen, denn mit der alten Digicam wird es> mir wie oben beschrieben halt so langsam etwas zu wacklig,
Musst/Willst Du die Bilder zu Dokumentationszwecken speichern oder geht
es nur darum mal eben kurz die eigene Arbeit an ein paar kleinen
Lötstellen zu kontrollieren um zu sehen ob es jetzt OK ist?
Vor einiger Zeit ist mir mal als Werbegeschenk so eine
Taschen-Juwelierlupe untergekommen (30x), da muss ich zwar bis auf 1cm
ran (so daß die Nasenspize schon auf dem Tisch oder der Platine
aufliegt) aber das Ergebnis ist tausendmal besser als das was in dem
eingangs verlinkten Video zu sehen ist.
Nachdem ich verschiedener Stelle schon mit eigenen Augen eindrucksvoll
den Unterschied zwischen einem teuren optischen Stereo-Mikroskop und
einem (ebenfalls teuren) Kameramikroskop (das aber im Leben nicht an das
optische heranreicht) bewundern konnte ist bei mir die Reihenfolge jetzt
so (in absteigender Reihenfolge der Detailgenauigkeit und Bildqualität
die ich damit erkennen kann):
0. Stereomikroskop von Mantis (4-stellige Euros)
1. Stereomikroskop übliche Bauweise (3-stellige Euros)
2. [...]
3. Juwelierlupe (2,79€)
3. Kameramikroskop (3-stellige Euros)
4. [...]
5. Lesebrille, Lupenbrille, bloßes Auge
6. Das Video das in Post#1 gezeigt wurde.
Jemin Kamara schrieb:> und das ist echt der Megahammer...Simon schrieb:> Bei der B003 scheinen es ja 2MP zu sein...
Ich danke Euch! ☺ Als 'Mitleser' habe ich heute das B003+ bestellt!
tmomas schrieb:>> Die Zauberworte heißen "numerische Apertur" und "Beugungs->> grenze".>> Das Zauberwort heißt Abbildungsmaßstab.
Nein, ganz sicher nicht. Falscher Zauberspruch.
> Je größer der Abbildungsmaßstab (je mehr Makro) desto> unscharf.
Die Aussage hat zwar einen wahren Kern, ist aber in dieser
allgemeinen Form falsch.
Warum "in allgemeiner Form falsch"?
Wenn man bei einem ideal korrigierten (d.h. beugungsbegrenzen)
Objektiv mit dem Abbildungsmaßstab auch die Blendenöffnung
vergrößert, wächst die Schärfe (in der Gaußschen Bildebene)
mit. (Exakt das ist die Aussage der Beugungstheorie bzw. der
Theorie des Mikroskopes von Ernst Abbe. Nur heißt dort die
die Blendenöffnung charakterisierende Zahl "numerische Apertur".)
Und der "wahre Kern":
Reale Photoobjektive sind i.d.R. nicht beugungsbegrenzt
korrigiert; sie erreichen optimale Schärfe normalerweise bei
moderatem Abblenden. Öffnet man die Blende, verringert sich
zwar die Beugungsunschärfe, aber die Abbildungsfehler wachsen
überproportional an.
Man kann also praktisch die Blende nicht so wählen, wie es
der Abbildungsmaßstab erfordern würde.
Das ist aber ein in der Technik der Photoobjektive begründeter
Sachverhalt; Mikroskopobjektive SIND i.d.R. beugungsbegrenzt;
ihre Abbildungsschärfe bleibt bis zur physikalischen Grenze
erhalten.
> "Im Makrobereich ist die Schärfentiefe s allein durch> Abbildungsmaßstab, eingestellte Blende und erlaubtem> Unschärfekreisdurchmesser definiert.">> http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4rfentiefe
Das ist alles theoretisch richtig, aber praktisch nutzlos:
Das Problem besteht ja gerade darin, dass ich den Abbildungs-
maßstab und die Blende NICHT unabhängig voneinander beliebig
wählen darf!
Beim Abblenden wird der "maximal scharf" abgebildete Tiefen-
bereich größer, gleichzeitig wird ab einem gewissen Punkt
die in diesem Bereich erzielte Schärfe SCHLECHTER!
Man hat also die Wahl zwischen einer schmalen, relativ
scharf abgebildeten Zone und einem gleichmäßig unscharfen
Bild.
Rainier hat ganz recht, Optik ist ein komplexes Thema wenn man es
erschöpfend behandeln will. Das ist aber auch nur bei wirklich
hochwertigen Optiken nötig, die aber auch entsprechend teuer sind.
Bei Optiken samt Bildaufnehmer für <100Eur wird man kaum eine
einstellbare Blende oder gar eine Angabe zur num. Apertur finden. Und
nachrechnen will hier glaube ich kaum einer. Da kommt es eher auf
Erfahrungswerte an ob diese oder jene Kamera gute Bilder liefert.
Außer Frage steht denke ich, dass hochwertige Optiken, ob nun Mikroskop
oder Kamera da eine weit bessere Bildqualität liefern können. Man sollte
dabei aber auch den Preisunterschied sehen, denn ein anständig
ausgestattetes Auflichtmikroskop kostet locker so viel wie eine
Oberklasselimousine.
Allein ein Objektiv davon kostet einige Tauseder, das ist dann aber auch
tatsächlich bis an die Beugungsgrenze nutzbar. Und wird dann teilweise
auch "darüber hinaus" benutzt, so gesehen an einem Olympus BX60 mit
UMPlanFl 100x und 2x Zwischenvergrößerung. Da kann man dann drüber
streiten ob da wirklich mehr Bildinformation gewonnen werden kann.
Wenigstens war nicht gleich noch ein 5MP Sensor dran...
Aber zurück zum Thema. Lurchi hat noch etwas wichtiges angesprochen,
nämlich das Verhältnis von Sensorgröße und damit Linsengröße in der
Optik zum Arbeitsabstand. Ja auch das ist wieder komplizierter und man
kann es im Detail aufgreifen. Wichtiger ist hier aber wohl mal kurz
drüber nachgedacht zu haben.
Mit einer kleineren Linsen kommt man oft an Stellen wo große nicht
hinkommen. Und üblicherweise sind die dann auch noch
hobbykassenfreundlich günstig. Auf eine perfekte Korrektur der
Abbildungsfehler kommt es da dann auch nicht an. Und nicht selten erhält
man erstaunlich viel Bild fürs Geld.
Grauer Star schrieb:> hat irgendjemand Erfahrungen mit einfachen "USB-Mikroskopen" dieser Art> gemacht (Auflösung: 640 x 480, per Software angeblich 2MP)
Vergiß die 2MPixel. 640 x 480 sind 300kPixel. Und durch Aufblähen wird
der Informationsgehalt nicht höher.
Simon schrieb:> [...] Optik ist ein komplexes Thema wenn man es> erschöpfend behandeln will.
Ich wollte eigentlich niemanden erschöpfen...
> Auf eine perfekte Korrektur der Abbildungsfehler kommt> es da dann auch nicht an.
"Perfekte Korrektur" war gar nicht mein Punkt. Man sollte
ungefähr abschätzen können, was möglich ist. 100mm freier
Arbeitsabstand, 5mm Linsendurchmesser und 2µm Auflösung geht
einfach nicht.
Das ist wellenoptisch unmöglich, da ist die Beugung davor.
Erstmal Danke an Simon & Reinier, das finde ich recht interessant, was
Ihr hier vortragt.
F. Fo schrieb:> Also bei mir machte erst das richtige Programm etwas aus den Bildern.
Welche Kamera bzw. Mikroskop hast Du denn dafür benutzt?
Bernd K. schrieb:> Musst/Willst Du die Bilder zu Dokumentationszwecken speichern oder geht> es nur darum mal eben kurz die eigene Arbeit an ein paar kleinen> Lötstellen zu kontrollieren um zu sehen ob es jetzt OK ist?
Im Prinzip beides. Bisher nutze ich dafür eine kleine Digicam im
Makromodus. Problematisch ist es gelegentlich mit der Ausleuchtung und
der Wackelei, und bei beengten Platzverhältnissen natürlich auch mit der
"Rangierfähigkeit" des Apparillos.
Mein momentaner Favorit ist jetzt das schmale Gerät von
"Andonstar"/"Vividia", über das der fröhliche Dave in seiner typischen
Art zeitweise im Falsett frohlockt ;-)
Im zweiten Teil dieses Videos stellt er es vor:
http://www.eevblog.com/2014/01/07/eevblog-566-cheap-usb-microscope-reviews/
Es ist möglicherweise mehr oder weniger baugleich mit den "Supereyes
B003" bzw. "Supereyes B005", die Jemin hier bereits empfohlen hatte:
Jemin Kamara schrieb:> Allerdings habe ich neulich das Teil hier erworben, und das ist echt der> Megahammer:>> http://www.amazon.de/Supereyes-B003-vergrößerndes-Digitalmikroskop-Gesundheitsfürsorge-Stativ/dp/B0066H40IO>> Die Bilder sind 1a und man hat keine störenden Reflektionen der LEDs im> Bild oder komische rötliche Ringe durch billige IR Filter. Ich nehm es> als 0-Punktfinder an der CNC. Es ist wirklich gut!
Zumindest sehen die Dinger einander sehr ähnlich.
Grauer Star schrieb:> Morgen allerseits :-)>> Bisher benutze ich in solchen Fällen eine alte 1,3MP-Kamera im> Makro-Modus.>> Das klappt prinzipiell ganz gut,
Never change a winning team.
> aber die Ausleuchtung ist
bau dir eine kleine Softbox aus einer Styroporvorpackung.
> und das Gewackle beim> Betätigen des Auslösers wird jenseits der 45 auch irgendwann zumindest> nicht weniger ;-)
Stativ, Selbst- oder Fernauslöser
Für die ältere Canon Kompaktklasse gibt es Fernsteuerungssoftware.
Vielleicht auch für andere, dann hängt die Kamera direkt am USB und das
Bild ist gleich auf dem Schirm.
> Deshalb die Frage:> hat irgendjemand Erfahrungen mit einfachen "USB-Mikroskopen"
Leider Nein. Ich kenne nur "richtige" Mikroskope die mit C-Mount Adapter
ausgestattet werden können.
Das ist wohl jenseits des angepeilten Budgets. Und wenn dir der
Abbildungsmasstab jetzt reicht, wieso ändern?
Grauer Star schrieb:> Es ist möglicherweise mehr oder weniger baugleich mit den "Supereyes> B003" bzw. "Supereyes B005", die Jemin hier bereits empfohlen hatte:
Kann sein, aber das B005 und teilweise auch höhere Nummern, die mehr
Wertigkeit suggerieren sind in Wirklichkeit schrottiger. Nur das B003+
hat einen echten 2MP Sensor. Die anderen haben VGA-Sensoren und
interpolieren.
Jemin Kamara schrieb:> Nur das B003+> hat einen echten 2MP Sensor.
Ja, das stimmt wohl, da muß man tatsächlich ein wenig aufpassen.
Kannst Du bei Gelegenheit die Tage vielleicht noch ein Bildchen
hochladen, das das Gerätchen erzeugt hat? Es eilt nicht, denn ich werde
in der Angelegenheit ohnehin noch ein paar Tage herumstöbern...
Sebastian L. schrieb:> bau dir eine kleine Softbox aus einer Styroporvorpackung.
Sowas?
http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtwanne
aber wie geht das mit einer Styroporverpackung zusammen? kopfkratz
Jemin Kamara schrieb:> Ja, wie gesagt, es hängt an der Fräse. Aber ich schau mal was ich tun> kann.
Ne ne, Jemin, lass mal lieber - nicht daß am Ende Dein ganzer
Maschinenpark dejusiert ist! Das möchte ich nicht, und das ist die Sache
nicht wert. Der Aussie hat in seinem Video ja schon einiges gezeigt, und
ich vermute ja ohnehin, daß die Geräte möglicherweise nahezu baugleich
sein könnten.
> Ich wollte eigentlich niemanden erschöpfen...
Na so hab ich das ja auch nicht gemeint. Nur scheint es so als arbeitest
Du auch in dem Gebiet der Mikroskopie und weißt wovon Du schreibst. Ich
hab das auch mal genau gelernt, aber nicht mehr alles ad hoc im Ärmel.
Die Zusammenhänge bleiben im Kopf, wenn ichs genau wissen muss schau ich
in mein Schumann.
Ich meinte damit eher die Frage wie wertvoll die Informationen für die
Mitleser sind, wenn wir fachsimpeln bis wir auf den gemeinsamen Nenner
kommen.
Vielleicht mal ganz interessant könnte es sein zu überlegen wie man die
Abbildungsleistung von solchen im Vergleich billigen "Mikroskopen"
bestimmen kann. Da könnte man doch vielleicht mit den Strukturgrößen von
Chips arbeiten, muss ja nicht der neueste Chip sei mit 2stelligen
nm-Strukturen. Außerdem kann man auch auf die Makrostruktur gehen, also
ganze Funktionsbereiche, statt einzelner Strukturen. Alte Eproms haben
doch Strukturbreiten im 3stelligen nm-Bereich, da könnte man auf ym
kommen mit den Makrostrukturen und mal sehen wie gut die USB-Teile
wirklich sind?
Und wenn man eine einfach verfügbare, feine Struktur hat, dann könnte
jeder selber seine Bilder machen und einen Vergleich anstellen. Da
müssen ja dann keine exakten Messwerte rauskommen...
Ich habe ja beide Mikroskope aus dem Vergleich von Daves Blog.
Mein günstigeres USB-Mikroskop ist leider auf der Arbeit, deswegen kann
ich jetzt nur dies Bilder anbieten und keinen besseren/direkten
Vergleich.
Man kommt auch mit dem günstigeresn USB-Mikroskop gute Bilder, es ist
aber eine arge Fummelei.
Ich hoffe die Bilder sind interessant und ich habe sie nicht mangels
Bildbearbeitungskenntnisse versaut.
Mit einer Kompakt-Digitalkamera und einer zusätzlichen Linse von einem
alten Binokular habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht. Gegenüber den
USB Lösungen ist der Bildabstand halt einiges größer, eher so 5-10 cm
statt 5-10 mm. Ein wenig kann die Fokus-Automatik in der Kamera
ausgleichen, aber nicht viel. Ein Stativ (mit Halter für die Linse) wäre
ganz hilfreich, es geht aber auch ohne.
Das Beispielbild zeigt einen Ausschnitt, mit rechts ein Teil eines So8
ICs. Wegen der Bild-Größe auf 50% runter skaliert, und nur ein kleiner
Teil des Bildes. Die Aufnahme wurde frei Hand, mit Blitz (an der Kamera)
gemacht.
Passt nicht ganz hierher, aber ab einer entsprechenden
Vergrößerungsstufe hilft nur noch eine gute Optik, weil sonst
Verzerrungen und chromatische Aberration das Ergebnis unansehnlich
machen. Die Tiefenschärfe liegt hier allerdings nur noch bei wenigen
µm...
Eingesetzt wurde ein einfaches echtes Mikroskop, ein Adapter auf Canon
Bajonett und eine 500D Spiegelreflex...
http://www.wolfgangrobel.de/foto/micro.htmhttp://www.wolfgangrobel.de/electronics/eproms1.htm
F. Fo schrieb:> Wolfgang R. schrieb:>> Passt nicht ganz hierher>> ... aber sehr interessant.
So isses. Ich hab gar nix gegen sinnvolle Erweiterungen des Themas.
Klaus I. schrieb:> Ich hoffe die Bilder sind interessant und ich habe sie nicht mangels> Bildbearbeitungskenntnisse versaut.
Verstehe ich es richtig:
die 60Bucks-Bilder sind mit der Andonstar alias Supereyes-B003-Kamera
gemacht, und die beiden anderen mit der 20Euro-Version?
Ein Unterschied bei den SOICs ist jedenfalls deutlich erkennbar.
Ja! Sehr interessant. Schöne Bilder...
Ich vermute es wurde mit LED oder Blitz von außerhalb des Objektivs
beleuchtet, da das Mikroskop keine Möglichkeit bietet durch das Objektiv
zu beleuchten?
Simon schrieb:> Ja! Sehr interessant. Schöne Bilder...>> Ich vermute es wurde mit LED oder Blitz von außerhalb des Objektivs> beleuchtet, da das Mikroskop keine Möglichkeit bietet durch das Objektiv> zu beleuchten?
Beleuchtet wurde seitlich mit einer extrem hellen LED-Taschenlampe. Das
ist ein wenig kniffelig, geht aber. Bei der Vergrößerung ist das
Objektiv ein wenig lichtschwach... ;-) Die Seitliche Beleuchtung hat den
Vorteil, dass man mit ein wenig Versuch interessante Schatteneffekte an
den Strukturkanten auf die Bilder bekommt. Das erhöht den Kontrast.
Licht ist überhaupt das Zauberwort: zu wenig Licht bringt auch die
"guten" Kameras zum Rauschen, das bild wird flau und unscharf. Wenig
Licht bedeutet offene Blende und lange Belichtungszeit. Offene Blende
bedeutet geringe Tiefenschärfe und lange Belichtung heißt Rauschen ohne
Ende.
Mit viel, besser mit sehr viel Licht kann man auch aus einer
billig-USB-Kamera gute Bilder rausholen.
Grauer Star schrieb:> Klaus I. schrieb:>> Ich hoffe die Bilder sind interessant und ich habe sie nicht mangels>> Bildbearbeitungskenntnisse versaut.>> Verstehe ich es richtig:> die 60Bucks-Bilder sind mit der Andonstar alias Supereyes-B003-Kamera> gemacht, und die beiden anderen mit der 20Euro-Version?
Korrekt. Die 60Bucks Kamera hatte bei mir die Bezeichnung "USB
Pen-Kamera PCM-200 mit 2.0 Mega-Pixel (1600x1200)"
Ich habe noch eine Dollar-Note rausgesucht und noch ein Bild mit der
Kamera gemacht. Abstand ca. 5 mm.