Hallo,
wie groß darf ein Kondensator, der direkt an einem Pin eines ATTiny2313
hängt, maximal sein, wenn ich ihn in langen Zeitabständen (Minuten)
abwechseln laden oder entladen möchte?
PIN---------||----|
C
Beste Grüße
Ole
Diese Beschaltung ist Nonsens.
Der Kanalwiderstand des uC-Pins ist um die 40 Ohm, d.h. um in den
Minutenbereich zu kommen, brauchst du hier mit T=R*C --> C = T/R =
60sec/40Ohm = etwa 1,5 Farad :-o
Üblicher (und z.B. von mir verwendet) ist so eine Beschaltung:
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uC-Ausg -----|___|---.
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uC-Eing -------------o
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Wenn du hier R=47kOhm verwendest, kommst du gleich auf verträglichere
C-Werte C = T/R = 60sec/47kOhm = 1200uF.
Du kannst das übrigens auch auf 1 Pin reduzieren:
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___
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uC-Pin ------|___|---.
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wenn du zum Umladen den Pin auf Ausgang schaltest, und zum Abfragen
auf Eingang. Aber erwarte keine allzugroßen Genauigkeiten, das dürfen
dann z.B. abhängig von der Temperatur o.ä. schon mal 50 oder 70
Sekunden sein.
>Ich gleube er meint wie groß der Kondi sein darf ohne das der µc Schaden>nimmt. Damit baut man ja einen Kurzschluß.
Für welche Anwendung brauche ich einen Kondensator hart an einem Ausgang
in einer Digitalschaltung? Ich sage: falscher Ansatz!
Ich denke auch, falscher Ansatz. Es ist im Grunde die Frage, wie lange
ich einen Ausgangspin kurzschließen darf. Und da kann man wieder sagen,
vermeide sowas, wo es geht. Auch wenn es im Mikrosekunden-Bereich wohl
unproblematisch ist.
ich hab das mal so bei einem i2c bus so gemacht um
schöne rechtecksignale auf einer leitung zu bekommen
funktunierte auch perfekt bis nach einer stunde die ausgangsentstufe
des msp430 zerschossen war. seitdem wird er enorm heis
und es kommen an den ausgängen des i2c buses nur noch mini spannungen
raus.
also lass es
Ich hätte doch vollständig erklären sollen, was ich machen will:
Der Pin soll einen Hall-Sensor ein- bzw. ausschalten können. Laut
Datenblatt des Sensors soll ein 4,7 nF Kondesator parallel zur
Spannungsversorgung des Sensors geschaltet werden. Ich wollte eigentlich
nur fragen, ob es den Pin-Treiber wegen des Kondensators überfordert den
Sensor an- und auszuschalten.
Ich fragte so allgemein weil mich nebenher interessieren würde, wie man
die maximale Größe eines solchen Kondensators bestimmen könnte.
oles wrote:
> Der Pin soll einen Hall-Sensor ein- bzw. ausschalten können. Laut> Datenblatt des Sensors soll ein 4,7 nF Kondesator parallel zur> Spannungsversorgung des Sensors geschaltet werden. Ich wollte eigentlich> nur fragen, ob es den Pin-Treiber wegen des Kondensators überfordert den> Sensor an- und auszuschalten.> Ich fragte so allgemein weil mich nebenher interessieren würde, wie man> die maximale Größe eines solchen Kondensators bestimmen könnte.
Nimm lieber einen kleinen Widerstand zusätzlich, um einen Tiefpass zu
bekommen. Das schont deinen Ausgangstreiber und filtert auch besser die
Spannungsversorgung des Hall-Sensors.
____AVR -------|______|------------Hallsensor
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---
---
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GND
Henry wrote:
> 4,7 nF sind doch keine Belastung für den Ausgang wenn die Schaltfrequenz> unter 10 kHz bleibt. Das geht problemlos.
Bringt nur für den Einsatzzweck ohne Widerstand nicht so wirklich was.
;-)
Ist da ein 100 Ohm Widerstand in Ordnung?
Der Sensor braucht <5 mA, also würden allerhöchstens 0,5 V über dem
Widerstand abfallen, was den Sensor innerhalb seiner spezifizierten
Betriebsspannung ließe.
oles wrote:
> Ist da ein 100 Ohm Widerstand in Ordnung?> Der Sensor braucht <5 mA, also würden allerhöchstens 0,5 V über dem> Widerstand abfallen, was den Sensor innerhalb seiner spezifizierten> Betriebsspannung ließe.
Ja, du kannst den Kondensatorwert auch noch auf 100nF anheben, sollte
alles kein Problem sein.
Wie sieht es mit mehreren FET's aus?
Bis zu welcher Kapazität kann ich den Ausgangspin sicher belasten?
Eine Formel und ein Verweise zu den entsprechenden Zahlen im Datenblatt,
damit ich das für einen PIC, Logikgatter, was weiß ich, nachvollziehen
kann, wären ebenfalls sehr hilfreich.
Reicht mir da die Angabe des maximalen Ausgangsstrom?
Z.B. bei einem FET wird im ersten Moment wohl ein (wesendlich??) höherer
Strom fließen, aber eben nur für sehr kurze Zeit - noch leben die
Tausendfüßler :)
Alles Klar, vielen Dank für die Antworten und entschuldigt bitte meine
etwas seltsame Fragestellung zu Anfang.
Was mich nur noch allgemein interessieren würde: Bis zu welcher
Kapazität kann man denn so ungefähr Kondensatoren ohne Vorwiderstand an
AVR Pins mit kleiner Frequenz (ich meine immer kleiner als 1 Hz)
(ent-)laden?
@ oles (Gast)
>Was mich nur noch allgemein interessieren würde: Bis zu welcher>Kapazität kann man denn so ungefähr Kondensatoren ohne Vorwiderstand an>AVR Pins mit kleiner Frequenz (ich meine immer kleiner als 1 Hz)>(ent-)laden?
Schwer zu sagen. Versuchen wir mal eine Abschätzung.
Statisch vertragen die IOs laut Datenblatt 20mA, dann fallen ca. 0,5V
über dem Treiber ab, macht 10mW.
Bei einer RC Ladung eines Kondensators wird die gleiche Energie im
Widerstand verbraten wie im aufgeladenen Kondensator gespeichert ist.
Wenn man diese Entladung mit der Frequenz f durchführt, wird die
doppelte Energie im Widerstand verbraten (Ladung und Entladung).
Umgestellt nach C ergibt das
Ziemlich viel. Allerdings würde ich nicht soviel dranhängen. Den der
Knackpunkt ist der Strom am Anfang der Ladung, dort ist das IO Pin
praktisch kurzgeschlossen. In wie weit die Transistoren das aushalten
kann man kaum abschätzen.
Ich würde nicht mehr als 1uF dranhängen, eher weniger und mit
Vorwiderstand von 30..50 Ohm.
MFG
Falk