Maxim B. schrieb:
> Kondensator um mehrfaches größer zu schalten,
Hinweis: Dabei muß dem (zu dem Zweck wahrscheinlich verwendeten) Elko
ein passender Kerko oder Folko parallelgeschaltet werden, bzw. müßte
dieser Elko "zum anderen Bootstrap C dazu geschaltet werden" (was
im Ergebnis das Gleiche ist). Elkos allein haben zu hohe ESR/ESL.
Maxim B. schrieb:
> Das könnte ein Wandler mit Trafo sein o.Ä.
Nennt sich dann meist isolierter bzw. galvanisch_getrennter Wandler.
[Gibt es als DC-DC-Modul (fertig gekapselt, zu erwerben bis hin zu
vielen kV Isolationsspannung) oder als AC-DC-Netzteil - bitte darauf
achten: Mit passender, nur wenig über dem Bedarf liegender Leistung.]
Oder statt Bootstrap-Ladungspumpe eine separate, aktiv geschaltete:
https://www.infineon.com/dgdl/Infineon-HV_Floating_MOS_Gate_Drivers-AN-v01_00-EN.pdf?fileId=5546d462533600a40153559f7cf21200
S. 17: "8. HOW TO PROVIDE A CONTINUOUS GATE DRIVE" (Figures 16 & 17)
(Frequenz(Hz) übrigens ca. 0,7/(R*C), heutzutage würde man vermutlich
etwas mehr als nur 7kHz nehmen - 1N4148 (trr 4ns) machen viel höhere
Frequenzen mit, und die Kondensatoren können kleiner sein dann.)
Ich gebe zu, der (ca.) 50/50 Rechtecks Oszillator ist ja prinzipiell
sehr einfach mit dem 4093 (Frequenz(Hz) übrigens ca. 1,8/(R*C)).
Aber für viele Bastler kommt trotz ein paar Cent höherer Kosten auch
eine Version mit dem CMOS-555 (oder für etwas mehr Leistung, aber bei
niedrigerer Frequenz, der klassische bipolare NE555) in Frage...
Immerhin hat ein 555 schon eine Gegentakt-Treiberstufe drin, man muß
also für den Zweck keine separaten Transistoren dazu holen. Das ist
vielen lieber - kostet halt, wie gesagt, einige Cent mehr dafür.
Ich persönlich würde wohl vorziehen, einen LMC555 (oder anderen CMOS
555), wie in der Appnote oben als 50/50 Oszillator beschaltet, jedoch
wie bei Dir mit Trafo auszustatten (also "die Schaltungen kreuzen").
Braucht nur den 555, R-C-Kombi für die Frequenz, DC-Auskoppel-Elko,
Trafo, Dioden und Elko. (Geht beides, ob 4093 oder 555, auch mit
einem Trafo mit nur zwei einfachen Wicklungen + Graetz-Brücke.)
P.S.:
Wenn man, statt einen Trafo zu kaufen, einen selbst wickeln möchte,
und aber keinen mittel-/hochpermeablen Ferritkern hat, sondern "nur"
einen Ferritkern mit Luftspalt oder gar Eisenpulverkern, ist so ein
ungeregelter Gegentakt-Flußwandler aber nicht das wahre dafür. Damit
baut man besser Eintakt-Wandler: DC-DC-Flyback (oder -Fly-Buck).
Möglicher Vorteil: Geregelt. Ist nicht zwingend nötig, aber auch
nicht schlecht. Dafür gibt es praktisch zahllose Controller-ICs -
auch günstige. (Oder man beschaltet den 555 für PWM ohne Regelung.
Oder... man eröffnet einen neuen Thread, wenn man Hilfe sucht... ;)