Bei dieser simplen Schaltung kann es dir passieren, dass bei einer
kleinen Drehzahl der Motor einfach nicht anläuft. Zudem müsstest du bei
kleinsten Drehzahlen und voller Last eine Leistung von etwa 50W im
Transistor verheizen. Ergo: nein, so macht man das nicht.
Suche hier im Forum nach PWM, da kommt auch bei kleinen Drehzahlen das
volle Moment rüber und der Transistor wird nicht so warm. Das ist ein
guter Anfang:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Pulsweitenmodulation#Motorsteuerung
Daniel V. wrote:
> Allein schon der Ausdruck "Drehzahlregelung" im Link von Matthias zeigt> von großem Fachwissen dieser Fritz Henkel Schule :)
Tja, mit der Schaltung kriegt man es jedenfalls nicht geregelt...
Hoffe das geht so:
Bei Conrad:
245232
>Allein schon der Ausdruck "Drehzahlregelung" im Link von Matthias zeigt>von großem Fachwissen dieser Fritz Henkel Schule :)
Du meinst, weil da keine Regelung stattfindet oder. Nur Steller
Ach übrigens. Ich möchte nicht nur die Drehzahl, sondern auch die
Richtung ändern. Darum der Link.
Im Prinzip sollte es damit gehen. Für Drehzahl und -Richtung brauchst Du
eine H-Brücke. Der angegebene Fahrtregler hat eine solche
(offensichtlich aus vier einzelnen Transistoren). Ich hab nur keine
Ahnung wegen der Ansteuerung.
Matthias wrote:
>> Ich hab nur keine Ahnung wegen der Ansteuerung>> Du meinst ein und aussschalten.
Nein, ich meine das Signal, das der Fahrtregler (der ja offensichtlich
für Modellbaufernsteuerungen vorgesehen ist) benötigt, um die Drehzahl
zu steuern.
"Der Mini-Fahrtregler wird anstelle eines Servos an einen freien
Kanal des Empfängers angeschlossen, geeignet für alle Anlagen
mit Positiv-Steuerimpuls. Lieferung erfolgt ohne Servokabel."
"Daß wir in dieser Schaltung als Herzstück ein IC verwenden, das
von Haus aus als Servo-Treiber konzipiert wurde, hat einen einfachen
Grund: Erstens ist der M 51660 zum direkten Anschluß an
Fernsteuerempfänger vorgesehen und verarbeitet die von dort
kommenden Impulse ohne weitere Anpaßschaltungen. Und
zweitens läßt er sich in einer etwas modifizierten Schaltung
hervorragend
zur Pulsweitenmodulation einsetzen; dazu baut man
das IC nicht in einen geschlossenen Regelkreis ein (wie beim
Servo-Treiber), sondern stellt per Poti einen willkürlichen Bezugswert
ein (den Nullpunkt)."
"Von dem geht das IC aus und variiert die Einschaltdauer seiner
Treiberausgänge in Abhängigkeit von der Knüppel-Auslenkung
(einschließlich Vorzeichen, also Umpolen der Motorspannung).
Die Rückkopplung, die der Schaltkreis erwartet, schließen wir auf
direktem Weg, also ohne Einbeziehung der tatsächlichen Motordrehzahl.
Die zu ermitteln wäre viel zu aufwendig, und diese
Aufgabe überlassen wir dem Modellbau-Piloten: Wenn ihm die
Geschwindigkeit seines Modells nicht paßt, kann er ja den
Knüppel entsprechend verstellen. Damit ist der Fahrtregler
streng genommen nur ein Versteller, weil er ja nicht in einen
geschlossenen Regelkreis eingebunden ist. Wir wollen hier aber
keine Wortklauberei betreiben und bleiben beim allgemein üblichen
Begriff."
Richtig, der ist für modellbau und erwartet ein PWM-Signal vom
Empfänger. Zusammen mit einem einfachen Servo-Tester bekommst du dann
das gewünschte Ergebnis, er erzeugt dir das PWM-Signal und du musst
keine Fernsteuerung+ Empfänger anschließen. Der Servo-Tester läuft
allerdings mit 5V! Also brauchst du für den noch einen Spannungsregler.
Komplettlösung also:
Conrad
245232
234915
Sowie
179205
+ Hühnerfutter für den Spannungsregler, damit du alles an deinen 10V/DC
betreiben kannst.
LG, Björn
Aber eigentlich kan ich dann auch über einen NE555 eine PWM aufbauen,
einen Leistungstransistor ansteuern und per Schalter manuell die Polung
umstellen oder?
Irgendwie schaff ich es nicht, dass der Motor so richtig langsam fährt.
Liegt das daran, dass der Motor bei zu kleinen On-Zyklen nicht reagiert,
oder mache ich etwas falsch.
> Irgendwie schaff ich es nicht, dass der Motor so richtig langsam fährt.
Was ist langsam? 10U/min oder 1000U/min
> Ich bentige immer ca. 3ms On Pulse.
Und wie lange Off?
Was hast du jetzt tatsächlich verbaut?
MOSFET oder Bipolar? Ansteuerung?
Da steht jetzt nichts explizit zur Übersetzung im DB, aber der Satz ist
irgendwie kontraproduktiv:
.... with high-speed tracking in motor drive mode ....
> Ca 3 ms On; Ca 30 mS off. Also im Verhätnis 1/10.
Das ist eine PWM-Frequenz von 300Hz, und somit für die kleine
Zeitkonstante des Motors viel zu gering. Ich hätte da schon mal bei
5-10kHz PWM-Frequenz angefangen. Aber dann sollte es schon ein MOSFET in
der Schaltstufe sein...
Üblicherweise wird bei einer PWM die PWM-Frequenz immer gleich gehalten,
nur das Tastverhältnis On:Off ändert sich.
Kennst du dafür eine fertige Schaltung im Netz?
Mit den oben genannten Bausätzen werde ich die kleinen Drehzahlen auch
nicht schaffen oder? Das sind ja auch nur Steller.
Sorry aber das muss doch möglich sein, diesen Motor langsam zu
betreiben. DJ´s stellen doch auch langsame Lautstärkenregelungen ein und
das langsamste was ich schaffe ist 1.5 cm / s.
Wie machen denn das die Mischpulte. Ich bin echt ratlos. Weiss denn
niemand wie man einen DC Motor sehr langsam betreiben kann?
Matthias wrote:
> Sorry aber das muss doch möglich sein, diesen Motor langsam zu> betreiben. DJ´s stellen doch auch langsame Lautstärkenregelungen ein und> das langsamste was ich schaffe ist 1.5 cm / s.>> Wie machen denn das die Mischpulte. Ich bin echt ratlos. Weiss denn> niemand wie man einen DC Motor sehr langsam betreiben kann?
Nochmal: Die Frequenz der PWM hat nichts mit der Geschwindigkeit des
Motors zu tun! Mit Deinen 300 Hz "ruckelt" der Motor vermutlich sogar
und Du bekommst u.U. einen "wunderhübschen" Modulationseffekt auf Deinen
Fader (300 Hz sind eine recht gut hörbare Frequenz).
Die Geschwindigkeit wird durch die anliegende Spannung bestimmt, und die
ergibt sich aus dem Tastverhältnis des PWM-Signals.
> Aber das ist ein Studio Fader, die Dinger fahren in> den Mischpulten echt langsam, irgendwas muss ich falsch machen.
Da hat Marco Beffa (m_beffa) Recht: Die Dinger fahren nicht langsam,
sondern der Positionssollwert ändert sich langsam. Die Nachregelung des
Istwertes auf den Sollwert ist ziemlich zackig.
Für so einen PID-Positions-Regler hat das Poti auch extra noch eine
zweite Widerstandsbahen. Damit kann die aktuelle Position genau erfasst
und schnellstmöglich an die Wunschposition angeglichen werden. Wie
schnell oder wie langsam sich die Wunschposition ändert, das wird
woanders realisiert. Meines Erachtens dürfte auch ein PI- oder sogar
"nur" P-Regler reichen. Macht doch nichts, wenn das Poti 0,2mm falsch
steht ;-)
Dafür würde ich dann aber keine PWM verwenden (die koppelt sonst sowieso
nur ins Audio-Signal ein), sondern einen Leistung-OP (oder einen OP mit
Komplementär-Endstufe), der die Motorposition direkt einstellt.
Du wirst nicht für 50 Cent die Funktionalität eines Profi-Mischpults
bekommen ;-)
>Du wirst nicht für 50 Cent die Funktionalität eines Profi-Mischpults>bekommen ;-)
Das will ich ja auch gar nicht, ich will das Ding nur sehr langsam
bewegen können, ich habe die Anwendung eh zweckentfremded.
>Die Geschwindigkeit wird durch die anliegende Spannung bestimmt, und die>ergibt sich aus dem Tastverhältnis des PWM-Signals.
Ja ok, wenn ich die PWM Frequenz hochschraube, dann habe ich in Kürzerer
Zeit mehrere High Pulse und somit eine höhere Spannung (aufintegriert).
Wenn ich nun das Tastverhältnis ändere, dann macht das der Motor auch
nur bis zu einem bestimmten Verhältnis mit und dieses Verhältnis liegt
immer noch so, dass der Motor zu schnell fährt.