Welches USB-Osszi oder Multimeter für 8h Spannungs-Logging?

OP #7544882
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Hallo Forum,

es geht darum, den zeitlichen Verlauf einer Gleichspannung (0 bis 5V) für ca. 8 Stunden am Tag aufzuzeichnen. Dabei reicht es aus, die Spannung sekündlich aufzuzeichnen (8h *3600s = 28800 Messwerte je Tag).

Erste Idee war, dass mit einem USB Oszilloskop zu machen, welches man am Notebook anschließt (Windows 10/11). Was würde sich hier emfpfehlen für 250€ max?

Für diese Aufgabe könnte ich aber doch einfach auch ein Multimeter mit Logging Funktion und USB-Anschluss verwenden.

Was halte ihr von dem UNI-T UT61E+ (Preis aktuell kapp 120€), das mit SW auch für Windows kommt und damit auch gesteuert weden kann: https://meters.uni-trend.com/product/ut61plus-series/

Data Logging damit, YT-Video hier: https://www.youtube.com/watch?v=aG7u8poit58

So wie ich das sehe gibt es hier keine Beschränkung in Bezug auf die Länge der aufgezeichneten Daten?! Die Samples werden dirket im PC geloggt vermute ich und solange da Platz auf der SSD ist aufgezeichnet?!

Habt ihr noch andere Vorschläge?

Danke euch für jedes Feedback

#7544956
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Bei den aktuellen Preisen des Elitech RC5 lohnt es sich vermutlich nicht mehr. Aber falls es mir einer nachmacht, man muss dann die Messwerte umrechnen:

1
/**************************************************************************/
2
/* Rechnet Temperaturwerte in Einganspannung AD-Wandler um                */
3
/* Dabei wird auch die Linearisierung des NTC wieder rausgerechnet        */
4
/**************************************************************************/
5
double datalog::temperatur2voltage(double x)
6
{
7
    return ( 0.0000028464 * x*x*x - 0.00019211 * x*x - 0.02815 * x + 2.3234  );
8
}

Das macht als im Prinzip die Linearisierung des verwendeten NTCs wieder Rueckgaengig.

Vanye

#7544978
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Markus S. schrieb:

Was halte ihr von dem UNI-T UT61E+ (Preis aktuell kapp 120€)

Die Messbereiche finde ich unpraktisch, für 24V braucht man den 220V-Bereich, aber der reicht nicht für Netzspannung. Bei diesen Spannungen ist es nicht genauer als die billigen 161C/D.

Das UT161E gibt's bei Reichelt

https://www.reichelt.de/multimeter-digital-20-000-counts-usb-hfe-ut-161e-p302792.html?&nbc=1

Kommentar zu einem anderen UniTrend Video:

1
@xistencestudios8904 2 years ago
2
Can you explain why the UT161E and the UT61E+ exist at the same time?
3
They look the same on the surface but haven't seen any reviews on the
4
UT161E. Did you make the safety worse or it's just a rebrand
5

6
@UniTrendTechnology 2 years ago
7
Hi Sir, they're same except the only difference that the UT161E
8
is CE certified, suitable for the European market.

https://www.youtube.com/watch?v=Fqc5c-_x8LA

#7545039
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Markus S. schrieb:

es geht darum, den zeitlichen Verlauf einer Gleichspannung (0 bis 5V) für ca. 8 Stunden am Tag aufzuzeichnen. Dabei reicht es aus, die Spannung sekündlich aufzuzeichnen (8h *3600s = 28800 Messwerte je Tag). Für diese Aufgabe könnte ich aber doch einfach auch ein Multimeter mit Logging Funktion und USB-Anschluss verwenden.

Was halte ihr von dem UNI-T UT61E+ (Preis aktuell kapp 120€), das mit SW auch für Windows kommt und damit auch gesteuert weden kann:

Hier im Forum gab es auch mal ne Beschreibung, wie man bei einem Billigmultimeter von Lidl die Loggingfunktion nachrüstet.

#7545054
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Ralf X. schrieb:

Hier im Forum gab es auch mal ne Beschreibung, wie man bei einem Billigmultimeter von Lidl die Loggingfunktion nachrüstet.

Diese DMM sind bei Lidl schon länger auch online nicht mehr gelistet, also keinenfalls eine zeitnahe Alternative, wenn man keines hat.

Ich dachte, das hätte ich erst letzte Woche bei Kaufland gesehen. Vielleicht war das aber auch nur ein ähnliches und kein gleiches.

#7545140
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Markus S. schrieb:

es geht darum, den zeitlichen Verlauf einer Gleichspannung (0 bis 5V) für ca. 8 Stunden am Tag aufzuzeichnen. Dabei reicht es aus, die Spannung sekündlich aufzuzeichnen (8h *3600s = 28800 Messwerte je Tag).

Habt ihr noch andere Vorschläge?

Danke euch für jedes Feedback

Vielleicht kommt so etwas in Frage:

https://www.electronic-software-shop.com/bundles/usb-messwerterfassung-mit-acht-eingaengen-komplettset.html

..oder..

https://www.electronic-software-shop.com/hardware/spannung/usb-adc-8-eingaenge-12-bit-4095-v.html

..in Verbindung mit..

https://www.electronic-software-shop.com/elektronik-software/profilab-expert-40.html

Die Software gibt es auch bei Reichelt, etwas günstiger:

https://www.reichelt.de/pc-software-profilab-expert-version-4-0-profilab-expert-p69552.html?search=profilab

Das USB-Modul benötigt allerdings einen Spannungsteiler vor dem Eingang, weil es nur bis max. 4,096V misst.

Das wird Dir vermutlich zu teuer sein..

https://www.meilhaus.de/produkte/daq/redlab/

#7545159
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Markus S. schrieb:

Was halte ihr von dem UNI-T UT61E+ (Preis aktuell kapp 120€), das mit SW auch für Windows kommt und damit auch gesteuert weden kann: https://meters.uni-trend.com/product/ut61plus-series/

Wenn uni-trend inzwischen anständige Software hat, wäre das ein bezahlbarer Weg.

Ich habe mir 2014 ein UT61-D gekauft, die Software dazu finde ich unbrauchbar. Das Ding meldet sich als HID an und speichert nicht automatisch.

Habt ihr noch andere Vorschläge?

Arduino Nano, SD-Karte und evtl. ein Spannungsteiler.

Evtl tut es ja ein ESP8266/ESP32/Ardudingsbums, ggf mit einem besseren ADC dran als eingebaut ist

Sowas habe ich mit einem Arduino Pro-Mini 8MHz und einem ADS1115 gemacht, Betrieb aus einer LiIon 18650. Die Genauigkeit ist sehr gut. Ich würde allerdings ein einfaches ASCII-Display verwenden, der hohe Ressourcenbedarf des OLED hat mir heftig Ärger bereitet. Das Ding läuft (Display aus) über 400 Stunden: Beitrag "Re: Arduino China-ProMini stürzt ab"

#7545296
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Markus S. schrieb:

Was halte ihr von dem UNI-T UT61E+ (Preis aktuell kapp 120€), das mit SW auch für Windows kommt und damit auch gesteuert weden kann: https://meters.uni-trend.com/product/ut61plus-series/

Data Logging damit, YT-Video hier: https://www.youtube.com/watch?v=aG7u8poit58

So wie ich das sehe gibt es hier keine Beschränkung in Bezug auf die Länge der aufgezeichneten Daten?! Die Samples werden dirket im PC geloggt vermute ich und solange da Platz auf der SSD ist aufgezeichnet?!

Habe ich bei einem vorherigen Arbeitgeber regelmäßig mit den Vorgängermodellen (UT61D, ohne +) gemacht. Die Spannung und je nach Messaufbau auch den Strom von 9V Blockbatterien bei verschiedenen Entladungsszenarien zu überwachen. Es liefen dann immer mehrere Aufbauten gleichzeitig. (Ging um Auswahlentscheidungen bei Produktwechsel sowie Eingangskontrolle der jeweiligen Chargen. Bei nicht so ganz kleinen Stückzahlen pro Charge ja angebracht ;-) )

Dafür reichten die vööölllliiiggg aus. Waren natürlich vorher von mir immer Kalibriert worden. QM halt...

Hier zuhause habe ich ein UT61E was ich fürs logging auch manchmal nutze obwohl reichlich besseres hier rumsteht. Aber wenn es nur darum geht am ende eine Tabell oder CSV Liste mit Zeitstempel und Messwerten zu haben ist das eine einfache Lösung.

Manfred P. schrieb:

Wenn uni-trend inzwischen anständige Software hat, wäre das ein bezahlbarer Weg.

Ich habe mir 2014 ein UT61-D gekauft, die Software dazu finde ich unbrauchbar. Das Ding meldet sich als HID an und speichert nicht automatisch.

Naja, die Software (für die 61er ohne +, für die + bzw 161er weiß ich nicht) ist nicht dolle, aber sie macht was sie soll. Zeigt die Messwerte an, man kann einstellen ob und in welchen Zeitabständen gespeichert werden soll und natürlich wo. Und es läuft ohne erst große Libs/Softwarepakete etc. zu installieren oder Konfigurationsorgien vorzunemen. Software starten, Comport (der USB Stecker meldet sich als virtueller ComPort) auswählen und fertig. Am Ende hat man eine Liste mit Daten die man mit dem Programm seiner Wahl (z.b. Excel oder ein Python script) weiterverarbeiten kann.

Allerdings muss ich sagen, das ich erstaunt bin wie teuer die Dinger geworden sind. Die 61er haben in der D Variante irgendwie 50-60 Euro gekostet, die E Variante um die 70... Ob die 161 oder die 61+ besser als das jeweils andere ist kann ich nicht sagen. Würde aus dem Bauch raus auch eher das günstigere nehmen...

Gruß Carsten

#7545341
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Michael schrieb:

Laut Beschreibung alle 2Sek und was der TO wirklich braucht, weiß nur der TO. Vielleicht reichen ihm ja auch 2 oder 10sek.

Lt. Beschreibung von Reichelt 2 Sek. bis 24 Std. Lt. Bedienungsanleitungen des Herstellers 10 Sek. bis 12 Std.

Wobei 360 Messungen pro Stunde auch nicht wenig ist. Ansonsten ist das Teil schon interessant und während der Messung autark.

Bei meinen Lösungsvorschlägen muss der PC leider mitlaufen.

#7545421
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Stephan S. schrieb:

Das sind 6 Bit, also z.B. ein ESP32, davor ein Spannungsteiler 22+33 kOhm und ein Arduino- oder Micropython-10-Zeiler

Das würde ich auch so angehen und dabei die Messwerte per USB direkt an den Rechner übergeben. Ein PicoPi könnte die täglichen 28800 Bytes auch im internen RAM ablegen. Der Platz reicht für gut eine Woche Aufzeichnung und das Board kann batteriebetrieben laufen, wenn der Rechner nicht permanent eingeschaltet sein soll. Eine günstige Lösung und wiederverwendbar.

Moderator #7545448
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Es gibt auch Multimeter mit eingebautem Logger, bspw. diese hier:

https://www.bueromarkt-ag.de/multimeter,m-ausfuehrung:mit_datenlogger.html?sort=price.asc

Die sind allerdings nicht ganz billig, dafür muss der PC nicht ständig laufen. Das Peaktech 3440 kann die Messdaten sogar grafisch darstellen, allerdings kann eine Messreihe maximal 9999 Werte umfassen (obwohl der interne Speicher deutlich größer ist).

Rolf schrieb:

Markus S. schrieb:

Für diese Aufgabe könnte ich aber doch einfach auch ein Multimeter mit Logging Funktion und USB-Anschluss verwenden.

Dumme Frage: Wie lange hält denn da die Batterie? Kann sich das Multimeter per USB versorgen?

Ja, das sollte vor dem Kauf geklärt werden. 8 Stunden sollten durchaus möglich sein. Notfalls kann man an die Batterieklemmen auch ein Netzteil anschließen.

Schicker ist diesbezüglich natürlich ein Tischmultimeter. Es gibt da ein paar aus China, die nicht viel teurer als vergleichbare Handmultimeter sind.

Gast #7545458
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Jörg W. schrieb:

Können Soundkarten neuerdings DC-Kopplung?

USB Soundkarten kosten <5€ Ein eventueller Koppelkondensator sollte mit vertretbarem Aufwand zu finden sein. Das Problem ist eher: Es gibt für diese einfache Anforderung so derart viele Möglichkeiten, das die Wahl schwerfällt.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7545483
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Michael schrieb:

Lothar M. schrieb:

Nimm das billigste Picoscope

Wenn es um die billigste Lösung geht

Ich meinte nicht unbedingt "die am wenigstens Geld kostende Lösung, die man sich denken kann", sondern eher sowas wie "die billigste professionelle Variante eines USB-Scopes reicht für diese Anwendung aus und liegt mitten im geplanten Budget".

Markus S. schrieb:

Scheinen ja ziemlich bekannt zu sein diese PicoScopes.

Ich habe neben dem üblichen 4-kanaligen Rigol auch noch das vorgeschlagene kleinste Picoscope und in der Firma seit neuestem für genau solche Langzeitmessungen auch noch ein 4+16 MSO von denen. Und weil das nicht die einzigen Messgeräte sind, die ich verwendet habe, kann ich sagen: ja, die taugen schon was.

Und wiel man so ein Oszi für die Elektronikentwicklung sowieso braucht, ist das eine Investition für die Zukunft.

Oder andersrum: wenn ich nur ein Multimeter mit Logging-Funktion hätte, würde ich ab&zu ein Oszi schmerlich vermissen. Weil ich aber ein Oszi (auf für Langzeitmessungen) habe, vermisse ich ein Multimeter mit Logging überhaupt nicht.

#7545489
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Auch Pico (RP2040):

1
#define ADC_0   26                    // Pin26 = ADC0
2

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void setup()
4
{
5
  Serial.begin(19200);                // per USB ausgeben
6
  analogReadResolution(8); 
7
//  pinMode(ADC_0, INPUT);            // optional 
8
}
9

10
void loop(void)
11
{
12
  Serial.println(analogRead(ADC_0));  // per USB ausgeben
13
  delay(1000);                        // 1 Sekunde warten
14
}

Für den gewünschten Bereich 2:1 Spannungsteiler vorschalten und im Rechner skalieren.

#7545502
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Lothar M. schrieb:

Markus S. schrieb:

Scheinen ja ziemlich bekannt zu sein diese PicoScopes.

Ich habe neben dem üblichen 4-kanaligen Rigol auch noch das vorgeschlagene kleinste Picoscope und in der Firma seit neuestem für genau solche Langzeitmessungen auch noch ein 4+16 MSO von denen. Und weil das nicht die einzigen Messgeräte sind, die ich verwendet habe, kann ich sagen: ja, die taugen schon was.

Sehr gut ist bei den PicoScopes die sehr gute Unterstützung auch alter Geräte durch die aktuelle Software. Ich habe ein PicoScope 3224 mit wahnsinnigen 20 MS/s maximale Abtastrate und 10 MHz analoger Bandbreite, wahrscheinlich aus dem aus dem Jahr 2006. Die PicoScope 5 Software lief damals bei mir auf Windows XP und die Versionen 6 und 7 laufen heute auf Windows 10. Ich nutze das Gerät immer noch manchmal, wenn die Bandbreite reicht und ich die 12 Bit Auflösung brauche.

#7545515
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Mi N. schrieb:

Auch Pico (RP2040):

1
> #define ADC_0   26                    // Pin26 = ADC0
2
> ...
3
> ...
4
>

in MicroPython wäre das etwa so (habs aber nicht getestet):

1
from machine import ADC, UART, time
2
# ADC und UART definieren und Pin-Nrn. vergeben
3
adc = ADC(pin_adc)
4
uart1 = UART(1, baudrate=19200, tx=pin_tx, rx=pin_rx)
5
while true:
6
    val = adc.read_u16()    # raw-Wert des ADC  
7
    uart1.write(str(val))
8
    time.sleep_ms(998)
#7545707
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Hilft halt nur nichts, wenn in der Soundkarte jemand einen Kondensator davor geschaltet hat.

Das sollte die geringste Sorge sein. Mann muss bei DC-faehigen Codecs auch den DC-Mode aktivieren. Und genau das tun natuerlich die Audiotreiber nicht. Insoweit wird hier im Fred jede Menge heisse Luft verbreitet.

Gast #7545754
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Yalu X. schrieb:

Sobald ein Mikrocontroller ins Spiel kommt, wird die Soundkarte ja überflüssig.

Umgekehrt aber auch. Und für die Soundkarte gibts fertige Treiber und Oszi Software.

Ohje, habe ich gerade 'Jehova' gesagt? Also natürlich ist das alles nur sinnvoll mit einem ESP32 mit Webserver zu lösen, der über MQTT und Grafana die Daten visualisiert und eine KI gestütze Auswertung macht, die einem im Stile von Jimmy Hendrix auf der E-Gitarre vorgespielt werden.

Ist die Frage was man will. Die einfachste, die billigste, die schnellste oder die spannenste Lösung. Soll es für diese eine Sache sein, oder später auch mehr können. Es gibt zahllose möglichkeiten die einfachste aller Logging Aufgaben zu lösen. Eine langsame und ungenaue Spannungsmessung.

#7545760
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Michael schrieb:

USB Soundkarten kosten <5€ Ein eventueller Koppelkondensator sollte mit vertretbarem Aufwand zu finden sein. Das Problem ist eher: Es gibt für diese einfache Anforderung so derart viele Möglichkeiten, das die Wahl schwerfällt.

Meines Erachtens sind das aber immer Delta-Sigma-Wandler und die können sicher kein DC. S. Decimation Filter.

Gast #7545770
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Gunnar F. schrieb:

Meines Erachtens sind das aber immer Delta-Sigma-Wandler und die können sicher kein DC. S. Decimation Filter.

Du meinst die 24bit 192khz Stereo ADCs würden dann auf unter 6bit ENOB kommen bei geforderten 1Hz maximale Samplingrate? Das halte ich für eine steile These.

Aber wie gesagt, da geht ja wohl einfach alles. Auch der Tiny mit Usb Seriell Wandler und simplen 8bit Uart Datenwort, jeder Arduino Clone. Uart Log als CSV wegschreiben, ab in die Tabellenkalkulation damit und pimpen. Mir fällt gerade nicht ein was solch geringen Anforderungen NICHT erfüllen würde.

Man könnte ein Gewicht an einen 5V Hubmagneten hängen und bei Ausfall auf einen Wecker fallen lassen, der dann stehenbleibt. Es geht auch sicher noch primitiver aber natürlich auch beliebig kompliziert.

#7545841
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Das OWON 18B (29,99 bei Pollin) hat eine Logging-Funktion über Bluetooth.

Bis zu 10000 Messwerte kann es offline loggen.

Mit Bluetooth-Verbindung wird es auf Smartphone oder PC geloggt. Wegen höherem Stromverbrauch bräuchte es dann aber für 8 Stunden und mehr vermutlich eine Stromversorgung mit höherer Kapazität.

Moderator #7548207
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Markus S. schrieb:

Erste Idee war, dass mit einem USB Oszilloskop zu machen, welches man am Notebook anschließt (Windows 10/11).

Für diese Aufgabe könnte ich aber doch einfach auch ein Multimeter mit Logging Funktion und USB-Anschluss verwenden.

Falls dein Notebook eine Kamera hat und du bereits ein Multimeter /ohne/ Logging-Funktion hast, brauchst du eigentlich nur noch eine Software, die über die Kamera die Messwerte vom Display des Multimeters abliest.

Weil gerade schlechtes Wetter ist, habe ich mal etwas in dieser Richtung zusammengebastelt, was dank Python und OpenCV gar nicht einmal so schwer ist.

Um das Multimeter leichter im Elektrogerümpel zu finden, habe ich es mit einem ArUco-Marker versehen:

https://docs.opencv.org/4.8.0/d5/dae/tutorial_aruco_detection.html

Das angehängte Programm liest in einer Schleife Farbbilder von der Kamera ein, konvertiert dieses in ein Grauwertbild und wendet darauf den ArUco-Detektor an. Die farbige Markierungen im Fenster "color image" zeigen das Ergebnis. Aus den vier Eckpunkten wird die perspektivische Transformation gewonnen, mittels derer das Display des Multimeters, das etwa in der selben Ebene wie der Marker liegt, entzerrt wird. Das Ergebnis ist ein unverzerrtes und aufrecht stehendes Bild des Displays (Fenster "ROI image").

Da die Kamera meines Notebooks stark rauscht, passiert das Bild ein Gauß-Filter (deswegen ist "ROI image" ziemlich unscharf, was aber nicht stört), bevor es mittels adaptivem Thresholding binarisiert wird (Fenster "binarized image"). Da das Display etwas tiefer als der Marker liegt, erscheinen auf Grund der Parallaxe die Ziffern je nach Orientierung des Multimeters nicht immer an der gleichen Position im Bild. Die Kreuzkorrelation mit einem vordefinierten Muster der Anzeige (Datei refimage.png) liefert eine genauere Position. Das funktioniert auch dann ganz gut, wenn nur ein kleiner Teil der Segmente aktiv ist, was ja normalerweise auch der Fall ist.

Die Datei refimage.png enthält auch die Positionen der Mittelpunkte der einzelnen Ziffernsegmente. Mit dieser Information kann festgestellt werden, welche Segmente schwarz (aktiv) und welche weiß (inaktiv) sind. Zur Erhöhung der Zuverlässigkeit wird nicht nur jeweils ein einzelnes Pixel, sondern ein 5×5-Block ausgewertet.

Die Liste der aktiven Segmente wird mittels einer Tabelle dekodiert. Das Ergebnis sind die Zahlenwerte der vier Ziffern, die Position des Dezimalpunkts und das Vorzeichen. Aus diesen Informationen wird der Messwert zusammengebaut.

Dieser wird zusammen mit der Zeit seit dem Beginn der Messreihe in eine Datei geschrieben. Ein Ausschnitt davon ist auch im Fenster "log" zu sehen. Die Datei kann dann bspw. mit Gnuplot oder Excel als Graph visualisiert werden.

Die Software ist mit heißer Nadel gestrickt und dient lediglich als Proof-of-Concept. Dennoch funktioniert sie schon recht gut. In plot.png ist eine etwa 38 Minuten lange Messreihe zu sehen. Das gemessene Signal ist ein Sinus mit 2mHz und einer Amplitude von 5V. Das Multimeter wurde dabei knapp 15000-mal abgelesen.

Für andere Multimeter müssten einige Dinge angepasst werden, was aber keinen allzu großen Aufwand darstellt. Im Wesentlich muss dazu

  • ein Marker mit zu dem Multimeter passenden Dimension angefertigt und angebracht werden,

  • die ROI festgelegt werden,

  • die Daten der ROI und des Markers in das Programm eingetragen werden,

  • ein PNG mit dem Referenzbild und den Referenzsegmentpunkten erstellt werden und

  • die Erkennung der sich ständig ändernden Messbereiche im Autorange angepasst werden. Bei Multimetern ohne oder mit abschaltbarem Autorange kann dieser Schritt entfallen.

Einige diese Tätigkeiten könnten durch interaktive Softwaretools unterstützt werden.

Da ArUco-Marker auch eine ID enthalten (im konkreten Fall 14), könnte die Software dahingehend erweitert werden, dass mehrere Instrumente (nicht nur Multimeter, sondern bspw. auch eine digitale Wetterstationen und dergleichen) im Sichtfeld der Kamera simultan abgelesen werden. Durch verschiedene IDs können die Ablesungen eindeutig einem bestimmten Instrument zugeordnet werden, auch wenn diese zwischen zwei Messreihen ihre Aufstellpositionen tauschen.

Angehängte Dateien:

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