Wann ist eine LED "CAN Bus geeignet"?

Gast #4091308
Sucht man bei ebay nach LEDs fürs Auto (12 Volt), so findet man 
bisweilen die Angabe "CAN-Bus geeignet" oder ähnlich.

http://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=p2050601.m570.l1313.TR11.TRC1.A0.H0.Xled+can.TRS0&_nkw=led+can&_sacat=0

Ich könnte mir vorstellen, dass beim Ersetzen einer Glühlampe durch eine 
LED (z.B. Innenlicht oder Kennzeichenleuchte) eine Fehlermeldung kommt. 
Stimmt das, oder was soll mir diese Angabe verdeutlichen? Wie mache ich 
eine nicht für den CAN-Bus geeignete LED damit kompatibel? Und welche 
eventuellen Nachteile hätte eine CAN-Bus kompatible LED, wenn ich sie 
nicht für diesen Zweck einsetze (z.B. erhöhten Stromverbrauch)?
Gast
Die LED hat dann den gleichen (ohmschen) Widerstand und wird so vom 
Steuergerät für eine normale Glühbirne gehalten, wird wahrscheinlich 
durch Parallelschalten eines Widerstandes gelöst...

Martin
Gast
Martin schrieb:
> Die LED hat dann den gleichen (ohmschen) Widerstand und wird so vom
> Steuergerät für eine normale Glühbirne gehalten, wird wahrscheinlich
> durch Parallelschalten eines Widerstandes gelöst...

Wenn der wegen der Simulation den gleichen Widerstand hat wie die 
Glühbirne, ist also nichts mit Stromsparen. Genau so etwas hatte ich 
befürchtet.
LEDs haben eine hohe Flußspannung und dann denkt die CAN-Elektronik der 
Glühfaden wäre durchgebrannt.
Daher wird ein Widerstand parallel geschaltet, der auch nahe 0V schon 
leitet. Der ist aber deutlich hochohmiger als ein Glühfaden.
wird nich erkannt, d.h. da kommt keine Spannung an, und der bordcomputer 
zeigt an "Standlicht vorne links kaputt"
Die "CAN Bus tauglichen" LEDs haben übrigens große 1W oder 0.5W SMD 2x 
200 Ohm parallel, was mir persönlich etwas zu heiß wird.
Gast
Das hat nichts mit can zu tun. Im Steuergerät sind smart Power Fets 
drinnen die nen current sense haben.

Led Adapter gibt's zum Beispiel auch auf briechle.de

Die haben m.W.n. auch was gegen aufblitzen von leds bei impulsabfrage.
Ich frage mich wirklich, was dieser Widerstand nun mit irgendwelchen 
CAN-Bussen zu tun haben soll. Diese LEDs sind kompatibel zu 
Steuergeräten, die eine Defekt-Erkennung der Lampe machen. Ob die an 
einem CAN hängen ist dabei sowas von wurscht.

Baltar schrieb:
> Wenn der wegen der Simulation den gleichen Widerstand hat wie die
> Glühbirne, ist also nichts mit Stromsparen. Genau so etwas hatte ich
> befürchtet.

Mit einer Kennzeichenbeleuchtung wirst du sowieso keine merkliche 
Stromersparnis haben können.
Gast
> - was hat die Antenne mit den 16 Ventilen des Motors zu tun?
Das ist doch klar! Das ist eine Antenne, die so aussieht, als würde sie 
zu einem VW Golf (III oder IV ??) mit 16-Ventilmotor und 
Sonderausstattung gehören. DAS WEISS DOCH JEDER!
und Die LED für CAN-Bus passen an ein en Bus für Milchkannen...
Tom Gie schrieb:
> Die "CAN Bus tauglichen" LEDs haben übrigens große 1W oder 0.5W SMD 2x
> 200 Ohm parallel, was mir persönlich etwas zu heiß wird.

Man sollte "CAN" hier ganz schnell aus seinem Wortschatz streichen. Das 
wäre genauso, als würde ich einem Fahrrad die "Asphalt Technologie" 
attestieren.

Es gibt bei PKW und LKW drei verschiedene Abfragemethoden:

1) Kaltabfrage: Ein kleiner Strom wird durch den Zweig geschickt und der 
Spannungsabfall gemessen bzw. umgekehrt. Alte Systeme sind froh, wenn 
sie überhaupt etwas sehen, ganz neue Systeme prüfen die Werte auch auf 
Plausibilität. D.h. dann beispielsweise, dass eine heiße 21W Birne, die 
an 24V einen Ri von ca. 27 Ohm haben sollte. Diesen Ri will das 
Steuergerät auch sehen. Sieht es diesen nicht, gibt es einen Fehler aus. 
Noch sind die Systeme nicht so "klug" (eigentlich eher dumm), dass sie 
diesen Ri auf die 4V hochrechnen. Aber was nicht ist, kann ja noch 
werden.

2) Heißabfrage: Es wird im eingeschalteten Zustand in festen Intervallen 
der Strom gemessen. Dieser Strom muss plausibel sein. Bei obigen 
Beispiel müssen es 0,875A sein. Bei neueren Fahrzeugen reicht auch nicht 
mehr eine Grundlast, es müssen exakt diese 21W sein. Das ist z.B. beim 
Actros so. Mit 18W Last gibt er einen Fehler aus.

3) Impuls-Kaltabfrage: Es wird die volle Boardspannung auf den 
Leuchtkörper gegeben. Bei Glühlampen ist der Impuls allerdings kurz 
genug, sodass er kein sichtbares Licht erzeugt. Innerhalb des Impulses 
wird dann gemessen. Opel verwendet m.W.n. diesen Ansatz. Allerdings hat 
das auch das Problem, dass die schnell ansprechenden LEDs aufblitzen. 
Dafür gibt es aber auch kaufbare Lösungen.

Ob, und falls ja, welche Ersatzlast reicht, hängt vom Fahrzeug ab. 
Ökologisch sinnvoll? Nein. Aber verschleißärmer. Man muss aber auch 
sehen, dass PKW Leuchten alle Stoß- und Vibrationsunempfindlich sind 
(wenn man Osram und Konsorten kauft). Ich weiß gar nicht, wann ich das 
letzte Mal tatsächlich Glühobst wechseln musste. Wenn, dann sind die H4 
kaputt gegangen - bei 5 Euro EK juckt mich das aber gar nicht.
Gast
> Ich würde bei meinem Peugeot dort auch gern LEDs einsetzen,
> um das Ausfallrisiko zu verringern.

Ich fahre seit 24 Jahren diverse Fahrzeuge (Fahrräder mal 
ausgeschlossen) und habe seit dem nur eine einzige Glühbirne auswechseln 
müssen.

Hier wird eine Lösung für ein nicht existentes Problem geboten - ganz 
wie bei Calgon.
Stefan Us schrieb:

> Ich fahre seit 24 Jahren diverse Fahrzeuge (Fahrräder mal
> ausgeschlossen) und habe seit dem nur eine einzige Glühbirne
> auswechseln müssen.

Ich fahre meine Fahrzeuge durchaus 10...12 Jahre. So ab etwa 5 Jahre
halte ich es für normal, das man solche Verschleissteile wechselt.
Da mein jetziges Fahrzeug überwiegend LED-Lampen hat, ist die Kenn-
zeichenbeleuchtung da die einzige Schwachstelle.
Gruss
Harald
Stefan Us schrieb:
> Hier wird eine Lösung für ein nicht existentes Problem geboten - ganz
> wie bei Calgon.

Nope, das stimmt so nicht. Vor allem in den 90gern wurden Rücklichter 
gerne an die Heckklappe / Kofferraumdeckel montiert. Vornehmlich die 
Soffitten der Kennzeichen fallen den ständigen Stößen schnell zum Opfer. 
Auch die alten Lichtmaschinen, die noch sehr große Transieten erzeugten, 
haben gerade in Kombination mit alten Autobatterien die Bordspannung 
hochlaufen lassen.

Im Fiat Tipo damals war jeden Monat mindestens eine Lampe hinüber.
Gast
Harald W. schrieb:
> Da mein jetziges Fahrzeug überwiegend LED-Lampen hat, ist die Kenn-
> zeichenbeleuchtung da die einzige Schwachstelle.

Im Vergleich mit den LEDs könnte man durchaus bei den Glühlampen der 
Kennzeichenbeleuchtung von "Scvhwachstellen" reden. Aber nur 
theoretisch. Ich fahre nun schon seit ca. 50 Jahren Auto und muß sagen, 
eine Kennzeichenbeleuchtung ist mir noch nie ausgefallen. Paarmal 
Scheinwerfer oder Blinker, aber die Kennzeichenbeleuchtung noch nie! Und 
selbst wenn sie morgen früh kaputt gänge, würde ich das nicht als 
"Schwachstelle" bezeichnen und unbedingt eine andere Lösung haben 
wollen...
Gast
Seltsam,

bei uns (Opel Corsa, Vectra) sind es tatäschlich die 
Kennzeichenleuchten, die überproportional oft ausfallen. Neben den 
eigentlichen Schweinwerferlampen (H7, H4) mit einer gefühlten 
Lebensdauer von 150 Stunden bzw. 10.000 bis 15.000 km, da wir auch 
tagsüber fahren.
Noch nie wegen eines defekten Glühfadens musste ich die Schluß- oder 
Bremsleuchte tauschen in 25 Jahren. Die Blinkerlampen nur, weil der 
orange Lack abblätterte.
Gast
Frage schrieb:
> Stefan U. schrieb:
>> Hier wird eine Lösung für ein nicht existentes Problem geboten - ganz
>> wie bei Calgon.
>
> Wohl kein hartes Wasser bei Euch in Berlin?

Er meint, daß Calcon auch dort, wo es gar nicht nötig ist, unverändert 
angeboten und verkauft wird.
Da leben doch die Waschmaschinen länger :-)
Da fällt mir ein - ich habe den Typ mit seinem bedrohlichen Lochfrass 
lange nicht mehr gesehen :-)

Wäre mal interessant, was man in einem Waschmaschinenleben so an 
Calgon-Euros einwirft und was ein neuer Heizstab kostet (vorausgesetzt 
man ist in der Lage den selbst zu wechseln)

Noch nie Calgon gekauft.
Noch nie nen kaputten Heizstab gehabt. Erste Waschmaschine 15 Jahre, die 
jetzige ist im 12. Jahr.
Gast
H.Joachim S. schrieb:
> Da leben doch die Waschmaschinen länger :-)
> Da fällt mir ein - ich habe den Typ mit seinem bedrohlichen Lochfrass
> lange nicht mehr gesehen :-)

Der Herr Bürgi war doch schon so oft beim Raab in der Sendung, sogar ein 
Lied gibt es von ihm, vermutlich hat er sich jetzt wegen seiner 
TV-Bekanntheit selbständig gemacht :-)

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