merkwürdige Op Schaltung

OP #4576052
hallo zusammen,
ich hier einen schaltplan von einer Op Schaltung die ich so noch nie 
vorhher gesehen hab und erhlich gesagt auch nicht verstehe was die 
bezwecken soll.  Ich habe die einfach mal aufgebaut und das scheint so 
ne art schwellenwertschalter zu sein, allerdings etwas merkwürdig. 
Versorgt habe ich den OP (TL 082/Lm358) mit 12V und die eingangsspannung 
zwischen 0V und 12V variiert: Der Ausgang verhält sich nun so:
- Ist Ue auf 0V ist Ua auf ungefähr 10/11V (je nachdem ob man den JFET 
OP oder den LM358 nimmt)
- Ab einer bestimmten schwelle (Ua=2,4V) geht Ue auf 1,3 bzw 0,7V
- dies bleibt so bis 12V erreicht sind
- Drehe ich Ua wieder von 12V runter bleibt Ue auf 1,3/0,7V und geht 
erst wieder auf 10/11V wenn Ua=0V ist
Ist ja eig ein schmitt trigger ähnliches verhalten, abgesehen davon das 
die schaltung ne extreme hysterese hat und nicht sauber auf 0V sondern 
auf 1,3V schaltet. Kennt jemand diese schaltung und weiß ob die einen 
sinn hat und wenn ja welchen?

LG
Angehängte Dateien:
OP
Aber es kann doch nicht der sinn der schaltung sein durch parasitäre 
kapazitäten zum oszillator zu werden?
Vor allem ist das verhalten der schaltung mehr oder weniger ,,sinnlos'' 
finde ich. Das ist nix halbes und nix ganzes. Es ist auf jeden fall so 
das wir das als Aufgabe bekommen haben und Ua in Abhängigkeit von Ue 
berechnet werden soll, aber man da rechnerisch auf nix vernünftiges 
kommt.
M. S. schrieb:
> Das ist ne Aufgabe aus einer Vorlesung die wir durcharbeiten sollen.
Ahaaaa! Nun, dann sollten wir Dir eigentlich nichts verraten!  ;)
Aber Du hast das Verhalten ja schon selber herausgearbeitet und die 
Aufgabe somit gelöst.
Vielleicht ist der 56k wirklich nur 'für die Tribüne'.
Das einzige, worauf er einen Einfluss hat, ist allerdings der 
Eingangsstrom der Schaltung (und natürlich der Ausgangsstrom des OPs).
OP
Michael S. schrieb:
> M. S. schrieb:
>> Das ist ne Aufgabe aus einer Vorlesung die wir durcharbeiten sollen.
> Ahaaaa! Nun, dann sollten wir Dir eigentlich nichts verraten!  ;)
Wär trotzdem lieb :D
> Aber Du hast das Verhalten ja schon selber herausgearbeitet und die
> Aufgabe somit gelöst.
ja logisch über indirektem wege aber ich kann ihm ja schlecht 
hinschreiben ich hab das ding aufgebaut und dann ist das und das 
passiert.
> Vielleicht ist der 56k wirklich nur 'für die Tribüne'.
> Das einzige, worauf er einen Einfluss hat, ist allerdings der
> Eingangsstrom der Schaltung (und natürlich der Ausgangsstrom des OPs).
Das würde auch erklären wieso die schaltung keinen sauberen LOW Pegel 
erreicht weil da ein ,,Leckstrom'' fließt. Sprich das Ding berechnet man 
mathematisch einfach wie ein Komperator und ignoriert den widerstand. 
Muss ich mir noch mal überlegen wie ich den 56K da mathematisch 
reinarbeite.
OP
Georg G. schrieb:
> M. S. schrieb:
>> aber man da rechnerisch auf nix vernünftiges
>> kommt.
> Die Schaltung lässt sich für einen idealen OpAmp in zwei Minuten
> rechnen.

ja ohne diese 56K und dann wie ein Komperator. Nur die 56K hatten mich 
ein wenig irritiert weil ich denn sinn dahinter nicht nachvollziehen 
konnte :) Ich wusste nicht wie ich die da vernünftig mit berücksichtige 
sodass die ganze sache sinn macht
Moderator
Das Opamp-Symbol mit dem Masseanschluss und ohne weiteren
Versorgungsspannungsanschluss könnte darauf hindeuten, dass es sich
dabei nicht um einen gewöhnlichen Opamp, sondern um einen Komparator mit
Open-Collector-Ausgang handelt. Aber auch damit würde Schaltung bzw. die
Aufgabe nicht viel Sinn ergeben.

Oft stehen aber bei solchen Aufgaben die entscheidenden Details nicht im
Schaltplan, sondern im Aufgabentext, den du uns bis jetzt vorenthalten
hast :)

Der 56k-Widerstand könnte natürlich auch dazu da sein, die Studenten
etwas zu verwirren. Trotzdem sollte man, um die Aufgabe lösen zu können,
wegen der Mitkopplung die maximale Ausgangsspannung des Opamp kennen.
OP
Yalu X. schrieb:
> Das Opamp-Symbol mit dem Masseanschluss und ohne weiteren
> Versorgungsspannungsanschluss könnte darauf hindeuten, dass es sich
> dabei nicht um einen gewöhnlichen Opamp, sondern um einen Komparator mit
> Open-Collector-Ausgang handelt. Aber auch damit würde Schaltung bzw. die
> Aufgabe nicht viel Sinn ergeben.
Das ist bei uns Kovention und steht für die Versorgung des OPs mit nur 
einer positiven spannung + Masse. Könnte man eig auch weglassen
> Oft stehen aber bei solchen Aufgaben die entscheidenden Details nicht im
> Schaltplan, sondern im Aufgabentext, den du uns bis jetzt vorenthalten
> hast :)
Einen wirklichen Aufgabentest haben wir nicht bekommen. Das ist auf 
einer Vorlesungsfolie mit beispielen die wir ,,uns angucken sollten''
OP
Michael S. schrieb:
> Das gehört mit zur E-Technik-Ausbildung, dass man lernt, welche Bauteile
> man in bestimmten Situationen vernachlässigen darf. ;)
Ich weiß :) die 56K sind mir nur im vergleich zu den 33K nicht als 
vernachlässigbar erschienen. Ohne die 56K habe ich ja auch ein anderes 
verhalten (jedenfalls was den Low pegel betrifft)
Danke auf jeden fall für die Hilfe :)
Gast
Carl D. schrieb:
> Welchen Innenwiderstand hat die Eingangsspannungsquelle?
> Bei << 56kΩ tut der 56k Widerstand schlicht nichts.

Genau, und je größer der Innenwiderstand, desto größer wird die 
Verstärkung. Es drängt sich der Verdacht auf, dass es ein Verstärker 
ist, dessen Verstärkung über den Innenwiderstand der Quelle gesteuert 
werden kann ;-)
OP
Da kann vermute ich von einer ,,perfekten spannungsquelle ausgegangen 
werden vermute ich. Also sollte Ri<<56K gelten. Naja das Ding hat ja 
nach wie vor schwellenwertverhalten
ich habe grade die schaltung mit dem TL082 nochmal aufgebaut und mit und 
ohne den Widerstand durchgemessen (ich nehme als variabele 
spannungsquelle übrigens ein 100K Poti der als Spannungsteiler 
ausgeführt ist). Nun ist auffällig das sich die schaltschwellen durch 
den widerstand scheinbar verschieben. Ohne habe ich für U_on=6V und für 
U_off=0,3V. Mit habe ich schwellen von U_on=2,8V und U_off=1,9V. Nur 
halt nach wie vor keine sauberen LOW Pegel sondern 1,3V. Den habe ich 
mit oder ohne R=56K. kann das daran liegen das meine improvisierte 
spannungsquelle zu niederohmig ist (100K sind im verhältnis ja nicht so 
viel zu den anderen R)
Eigentlich ist das die Standard-Schmitt-Trigger-Schaltung, völlig 
unüblich ist aber die unsymmetrische Spannungsversorgung und die sehr 
große Hysterese.

Mit einem idealen OP kann die Schaltung nicht funktionieren, da die 
Eingangsspannung unter Null Volt fallen müsste um den Ausgang wieder auf 
Plus hochzuklappen.
Gast
Ja, das mit den 0 Volt ist so eine Sache. Schon alleine über das 
Rauschen könnte man ganze Bücher füllen.
Aber zurück zur Schaltung: mal mit +/- Spannung probieren und den 56K 
Widerstand weglassen, müsste dann sauber bei jeweils halber Spannung 
invers schalten. (Aber nicht genau bis UB.)
Gast
M. S. schrieb:
> (ich nehme als variabele
> spannungsquelle übrigens ein 100K Poti der als Spannungsteiler
> ausgeführt ist)

Scherzkeks! Eine Spannungsquelle hat 0 Ohm (in Worten: NULL)!
Was Du da anschließt hat mit dem Schaltplan nichts zu tun. Natürlich hat 
der 56k-Widerstand unter DIESEN Umständen Einfluss auf das Geschehen.
Kopfschüttel...!
Gast
was ist wenn der Innenwiderstand der Spannungsquelle größer als 56k 
wird?
Wir dann wieder ein Verstärker draus? Weil der Teiler der - Seite 
kleiner wird als der der + Seite mit der Mitkopplung?

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 10 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.