Platinen ätzen

Gast
>ich bin mir nicht sicher, ob ich das Ätzmittel bei jedem Ätzvorgang
>tauschen muss oder ob es der Entwickler ist.

Weder noch, beides kann man mehrfach verwenden.
Gast
Michael schrieb:
> ich bin mir nicht sicher, ob ich das Ätzmittel bei jedem Ätzvorgang
> tauschen muss oder ob es der Entwickler ist.

Ätzen ist ein chemischer Prozess, bei der deine Photobeschichtung mit 
dem Entwickler bzw. das Ätzmittel mit dem Kupfer reagiert. Ob da 
irgendetwas getausch werden muss, hängt davon ab, wie der Zustand der 
Lösungen ist.
Wieviele Platinen da rausgehen ist wirklich schwer zu sagen, hängt 
nämlich von mehreren Faktoren ab:

1. Wieviel Ätzbrühe ist da. Je mehr desto mehr, klar.
2. Wieviel Kupfer wurde und wird von den Platinen abgetragen? Je mehr 
Kupfer da runter muss(te), desto verbrauchter ist die Ätzflüssigkeit.
3. Wie lang stand die Ätzbrühe rum? Natriumperoxid wird durch's 
Rumstehen schwächer weil's ausgast. HCl+H2O2 kann witzigerweise durch's 
rumstehen wieder besser werden weil das bereits aufgelöste Kupfer 
weiteroxidiert und damit die Ätzfähigkeit sich regeneriert. Ist also 
recht davon abhängig womit Du ätzt.

Usw.

Beim Natriumperoxid siehst es an der Farbe wie "weit" es ist. Wenn's 
dunkelblau ist hat's es hinter sich.

Den Entwickler würd ich jedesmal wenn ich Platinen mach tauschen. 2g auf 
'n Viertelliter reicht für eine Handvoll Platinen und aufheben bringt 
bei dem Zeug nix, weil das echt innerhalb von Stunden bis bestenfalls 
Tagen "um" ist. Und das Zeug ist hinreichend billig dass sich das 
aufheben einfach nicht lohnt.
Gast
Heinz L. schrieb:
> Beim Natriumperoxid siehst es an der Farbe wie "weit" es ist.

Wenn dann Natriumperoxodisulfat.


Natriumperoxid Na2O2 waere Gelb :)

Michael schrieb:
> tauschen muss oder ob es der Entwickler ist.

Es kann sinnvoll sein Entwickler immer frisch anzusetzen, dann weiss man 
was man hat.

Mit dem Aetzbad moechte man nat. solange wie moeglich arbeiten.
Kommt aber auch drauf an wie man aetzt.
In einer Kuevette gibt es einen relat. grossen Ueberschuss an 
unverbrauchtem Aetzmittel den man ja nicht unbedingt vergeuden will.
Gast
Ich war auch bis Anfang des Jahres noch fest davon überzeugt das 
Platinen selber machen besser schneller und günstiger ist wie machen 
lassen.
Aber nun weiß ich das meistens China gewinnt. Da dauert das zwar gut 3 
Wochen aber dafür hat man eine ordentliche Qualität und doppelseitig.

Wenn man zuhause anfängt zumindest bei mir ist es so braucht man bis 
alles passt (Folien drucken passend zusammenkleben Flüssigkeiten 
anrühren und auf Temperatur bringen Belichten Ätzen Bohren 
Durchkontaktieren Lakieren trockenen lassen alles saubermachen und 
aufräumen) ungefähr einen Tag.
Sowas schaffe ich also nicht mal eben zwischendurch sondern dann eher 
nur am Wochenende. Und oft sind an Wochenenden andere sachen Familie & 
co wichtiger so das schonmal einige wochen ins Land gehen bis man dazu 
kommt.
Da ist China also oft schneller.
Gast
> Durchkontaktieren Lakieren trockenen lassen alles saubermachen und
> aufräumen) ungefähr einen Tag.

Das liegt aber an deiner Unfähigkeit ich brauche 1h für die meisten 
Platinen und vielleicht 2h für eine grössere mit vielen Bohrungen.

Olaf
Gast
idealerweise
plant man etwas voraus und sammelt die Projekte zum ätzen
denn jedes Mal für eine einzelne Platine das ganze Gelumpe rausholen 
lohnt wirklich nicht
Gast
Also eine stunde geht bei mir schon alleine durch den Schutzlack nicht. 
Ich kann das zeug auch nicht stehenlassen und klaar mache ich das auch 
nicht oft genug um eine wirkliche Routine zu haben. Daher gerade für 
leute die es nicht täglich machen lohnt all dieser aufwand kaum mehr.
Uto der Sabbernde schrieb:
> es so braucht man bis alles passt

> Folien drucken
> passend zusammenkleben
> Flüssigkeiten anrühren und auf Temperatur bringen
> Belichten, Ätzen, Bohren
> Durchkontaktieren
> Lakieren trockenen lassen
> alles saubermachen und aufräumen... ungefähr einen Tag

Heizung einschalten ->

1-3 min für Folien Drucken,
3-5 min für zusammenkleben,
3,5 min fürs belichten (doppelseitig),
4-9 min fürs Ätzen,
4 min fürs doppelseitig laminieren,
15 sec Folie anpassen
2 min belichten,

15-30 min PAUSE

2 min entwickeln,
4 min trocknen und laminieren,
30-60 min UV härten,
*** derweil räume ich alles weg und suche die Bauteile
2-6 min Bohren,
5-30 min DuKos verpressen

Jede Platine wird perfekt.

LG,
Richard
Gast
Uto der Sabbernde schrieb:
> Daher gerade für
> leute die es nicht täglich machen lohnt all dieser aufwand kaum mehr.

wenn man den ganzen kram schon im einsatz hat lohnt das schon.
nur das dauernde um und wegräumen sollte unterbleiben.
ne stationäre ätze mit dauerhaft lagerfähigem ätzmittel hilft da schon.
strom einschalten platine rein und wenn fertig strom wieder aus deckel 
drauf und bis zum nächsten mal vergessen.
als behälter nutz ich nen schnöden 10l pe/pp eimer vom dönerali um die 
ecke.
billiger geht´s nicht...
und ersatz....

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 10 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.