Solid State Relais an 3,3 Volt PIC

Gast #3830768
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Hallo,

ich bin mir nicht sicher und suche bei Euch eine Antwort/Hilfe.
Ich möchte mit einem 3,3 Volt PIC ein Solid State Relais sicher 
schalten.
Typ Sharp S202SE2.
Ohmsche Last von etwa 10-200 Watt (Stabheizer).

Ich kann das beigefügte Datenblatt nicht richtig deuten.

Bekomme ich mit 3,3 Volt die Treiber LED überhaupt richtig 
durchgeschaltet?

Dazu benötige ich doch den Spannungsabfall über der durchgeschalteten 
LED und kann daraus einen Vorwiderstand berechnen.
Als minimalen Triggerstrom nennen die 8mA.
Um sicher zu gehen (Alterung)steht im Datenblatt etwas vom doppelten 
Strom.
Mit 20 mA wäre ich auf der sicheren Seite und die kann der PIC laut 
Datenblatt auch liefern.

Wir gehe ich da korrekt vor?

Welcher Vorwiderstand errechnet sich?

Danke für Eure Hilfe.
Angehängte Dateien:
Gast #3830806
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Ja korrekt. Wobei laut Datenblatt 8mA genügen. Mit etwas Glück kann dein 
Mikrocontroller diesen Strom direkt liefern, so dass (außer dem 
Vorwiderstand) keine weiteren Bauteile nötig sind.

Vergiss den Snubber auf der 230V Seite nicht. Die Ohmsche Last erzeugt 
zwar keine Überspannungs-Impulse, aber die Lietungen und andere 
Verbraucher im Netz tun das.

Wenn Du keine Plan hast, welche Bauteile du dazu nehemn sollst, versuch 
es mal mit 100nF 630V und 220 Ohm 1/4W in Reihe. Das schaltest Du dan 
parallel zum Ausgangs des SSR.
#3831408
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Hardware Helfer schrieb:
> ja, stimmt 16 mA bis 24 mA...
>
> Dann liege ich mit 20mA in der goldenen Mitte.

Die mußt du aber wie gesagt erst mal schaffen. Der PIC wird bei 20mA 
nicht mehr 3.3V für LED und Vorwiderstand bereit stellen. Ein Teil der 
Spannung wird im PIC selber verbleiben. Das Datenblatt sollte Kurven 
oder Tabellen für U_OH vs. I_OH bzw. U_OL vs. I_OL haben.


XL
#3831422
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Axel Schwenke schrieb:

> Der PIC wird bei 20mA nicht mehr 3.3V für LED und Vorwiderstand
> bereit stellen. Ein Teil der Spannung wird im PIC selber verbleiben.

Da das SSR aber am Eingang direkt eine LED mit typisch 1,5V und
keinen eingebauten Vorwiderstand hat, ist die Dimensionierung
zwar knapp, aber möglich. Ich denke auch, das man da für jedes
Exemplar einen individuellen Vorwiderstand braucht und keinen
Universalwert ohne Kenntnis der genauen LED-Daten einbauen kann.
Gruss
Harald
PS: Irgendwie fällt mir da der Parallelthread: "Wozu braucht man
noch 5V o.ä." ein.
Gast #3831700
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Harald Wilhelms schrieb:
> Da das SSR aber am Eingang direkt eine LED mit typisch 1,5V und
> keinen eingebauten Vorwiderstand hat

Naja, wenn man sowieso einen zusätzlichen Vorwiderstand braucht, wird 
sich ja auch noch der Platz finden für einen kleinen MOSFET, der mit 3V 
sicher durchschaltet (ich höre schon das Geheul über die ungeheuren 
Zusatzkosten).

Georg
#3831706
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Georg schrieb:
> Harald Wilhelms schrieb:
>> Da das SSR aber am Eingang direkt eine LED mit typisch 1,5V und
>> keinen eingebauten Vorwiderstand hat
>
> Naja, wenn man sowieso einen zusätzlichen Vorwiderstand braucht, wird
> sich ja auch noch der Platz finden für einen kleinen MOSFET, der mit 3V
> sicher durchschaltet (ich höre schon das Geheul über die ungeheuren
> Zusatzkosten).

Ein BC848 tut es auch und ist wahrscheinlich billiger.
Gast #3832270
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Was meinst Du mit empfindlich?

ESR?

Wann gehen sie denn in die ewigen Jagdgründe?
Sicher nicht durch die Pulldown Widerstände, hier auch ohne ie ;-).
Schon beim anfassen?

Wie sind Deine Erfahrungen?
#3832306
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Hardware Helfer schrieb:
> Joachim B. schrieb:
>> wieviel Ports am PIC hast du denn belegt ? keine mehr frei das man 2-3
>> Ports koppeln kann ?
>
> Also ein paar sind noch frei!
>
> Einfach 2-3 parallel an das solid state?

genau, natürlich zusammen ein und ausschalten, aber so wird ein Port 
nicht überlastet und du hast genug Reserven um bis zu 20mA zu treiben in 
die IR LED (auch wenn das vielleicht nicht nötig sein wird)

2-3 Ports zusammen an Vorwiderstand und IR LED im S202....

warum man das darf ? weil Ports auf dem selben Siliziumchip dicht 
beieinander liegen im Schaltverhalten, was mit getrennten Chips eben 
nicht so einfach geht.

Erwähnte ich nicht schon das es in der Bosch MUM44 genauso gemacht wird 
;-)
#3832320
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#3832343
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Hardware Helfer schrieb:
> Also jetzt wie im Bild mit einem BS170.
> OK so ?
>
> 3,3 Volt PIC und BS an 5 V VCC.

https://www.fairchildsemi.com/datasheets/BS/BS170.pdf

Schau mal in Figure 5 auf Seite 3, wie weit Dein BS170 bei 3V schon 
durchgeschaltet hat. Na? Fällt Dir was auf?

Es hatte schon seinen Grund, warum ich Dir einen BC848 empfohlen habe. 
Nimm irgendwas so um 1.5k als Basiswiderstand (kommt nicht so genau 
drauf an), dann passt das schon.

fchk
#3832402
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Hardware Helfer schrieb:
>>
>> Schau mal in Figure 5 auf Seite 3, wie weit Dein BS170 bei 3V schon
>> durchgeschaltet hat. Na? Fällt Dir was auf?
>>
>
> Ja, mir fällt auf das dann schon etwa 100mA fliessen.

Aber nur bei 125°C. Außerdem sind das nur typische Werte. Vergiss die 
Exemplarstreuung nicht.

Das Teil ist für 3V-Ansteuerung ungeeignet!
Mann. Das muss doch auffallen, wenn man dieses Bild sieht.

fchk
Gast #3832425
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Frank K. schrieb:
> Hardware Helfer schrieb:
>>>
>>> Schau mal in Figure 5 auf Seite 3, wie weit Dein BS170 bei 3V schon
>>> durchgeschaltet hat. Na? Fällt Dir was auf?
>>>
>>
>> Ja, mir fällt auf das dann schon etwa 100mA fliessen.
>
> Aber nur bei 125°C. Außerdem sind das nur typische Werte. Vergiss die
> Exemplarstreuung nicht.
>
> Das Teil ist für 3V-Ansteuerung ungeeignet!
> Mann. Das muss doch auffallen, wenn man dieses Bild sieht.
>
> fchk

Na hab ich denn nen Knick in der Pupille?
Bei 3 v locker 100mA!
#3832663
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Ottoka schrieb:

[BS170]

>> Das Teil ist für 3V-Ansteuerung ungeeignet!
>> Mann. Das muss doch auffallen, wenn man dieses Bild sieht.
>
> Na hab ich denn nen Knick in der Pupille?
> Bei 3 v locker 100mA!

Kannst du nicht lesen? Typische Werte. Exemplarstreuung

Laut Tabelle auf Seite 2 kann die Threshold-Spannung zwischen 0.8 und 3V 
variieren. Als typischer Wert sind dort 2.1V genannt und dafür ist auch 
die Kurve. Wo liegt die Kurve wohl für den pessimistischen Fall von 3V?


XL

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