Hallo,
ich bin mir nicht sicher und suche bei Euch eine Antwort/Hilfe.
Ich möchte mit einem 3,3 Volt PIC ein Solid State Relais sicher
schalten.
Typ Sharp S202SE2.
Ohmsche Last von etwa 10-200 Watt (Stabheizer).
Ich kann das beigefügte Datenblatt nicht richtig deuten.
Bekomme ich mit 3,3 Volt die Treiber LED überhaupt richtig
durchgeschaltet?
Dazu benötige ich doch den Spannungsabfall über der durchgeschalteten
LED und kann daraus einen Vorwiderstand berechnen.
Als minimalen Triggerstrom nennen die 8mA.
Um sicher zu gehen (Alterung)steht im Datenblatt etwas vom doppelten
Strom.
Mit 20 mA wäre ich auf der sicheren Seite und die kann der PIC laut
Datenblatt auch liefern.
Wir gehe ich da korrekt vor?
Welcher Vorwiderstand errechnet sich?
Danke für Eure Hilfe.
VF Forward Voltage = max. 1,4 Volt
Bleiben 3,3 -1,4 = 1,9 Volt übrig für den Vorwiderstand.
Bei einem IF von 20 mA ergibt das 1,9 Volt/20mA = 95 Ohm für Rv.
Korrekt ?
OK so?
Ja korrekt. Wobei laut Datenblatt 8mA genügen. Mit etwas Glück kann dein
Mikrocontroller diesen Strom direkt liefern, so dass (außer dem
Vorwiderstand) keine weiteren Bauteile nötig sind.
Vergiss den Snubber auf der 230V Seite nicht. Die Ohmsche Last erzeugt
zwar keine Überspannungs-Impulse, aber die Lietungen und andere
Verbraucher im Netz tun das.
Wenn Du keine Plan hast, welche Bauteile du dazu nehemn sollst, versuch
es mal mit 100nF 630V und 220 Ohm 1/4W in Reihe. Das schaltest Du dan
parallel zum Ausgangs des SSR.
Ich hätte jetzt eher mit dem typischen Vf gerechnen, aber wenn Du 100Ω
nimmst, passt das schon.
Nur: Hast Du nachgeschaut, ob Dein PIC die 20mA an dem geplanten Pin
auch liefern kann? Manche können zB nur 8mA, manche die 20mA nur an
einigen Pins, nicht an allen.
fchk
Frank K. schrieb:> Nur: Hast Du nachgeschaut, ob Dein PIC die 20mA an dem geplanten Pin> auch liefern kann? Manche können zB nur 8mA, manche die 20mA nur an> einigen Pins, nicht an allen.
Snubber, ok mach ich, danke.
Guter Tipp, sollte reichen.
PIC32MX150
Input/Output
• 25 mA source/sink on all I/O pins
Hardware Helfer gesucht schrieb:> PIC32MX150>> Input/Output> • 25 mA source/sink on all I/O pins
gibt es keine Obergrenze für die Summe an VCC und GND ?
beim AVR ist das so, beim PIC:
Maximum current out of VSS pin(s)
300 mA
Maximum current into VDD pin(s)
300 mA
also nur 25mA an 12 Pins wenn die MCU keinen Strom braucht ....
Je nach PIC wird auch ein gewisser Spannungsabfall über dem
Ausgangstransistor des PIC sich einstellen. Beim PIC16F84A z.B. typ rund
1,2 V bei um die 15mA. Da bleibt für den Rv nicht mehr viel übrig, bzw.
sollte einkalkuliert werden, wenn man das doppelte von 8mA anvisieren
will.
stefanus schrieb:> Wobei laut Datenblatt 8mA genügen.
Wie kommst du darauf? Im Datenblatt steht unter "Input signal current at
ON state" MIN 16 mA (Recommended Operating Conditions).
Georg
Hardware Helfer schrieb:> ja, stimmt 16 mA bis 24 mA...>> Dann liege ich mit 20mA in der goldenen Mitte.
Die mußt du aber wie gesagt erst mal schaffen. Der PIC wird bei 20mA
nicht mehr 3.3V für LED und Vorwiderstand bereit stellen. Ein Teil der
Spannung wird im PIC selber verbleiben. Das Datenblatt sollte Kurven
oder Tabellen für U_OH vs. I_OH bzw. U_OL vs. I_OL haben.
XL
Axel Schwenke schrieb:> Der PIC wird bei 20mA nicht mehr 3.3V für LED und Vorwiderstand> bereit stellen. Ein Teil der Spannung wird im PIC selber verbleiben.
Da das SSR aber am Eingang direkt eine LED mit typisch 1,5V und
keinen eingebauten Vorwiderstand hat, ist die Dimensionierung
zwar knapp, aber möglich. Ich denke auch, das man da für jedes
Exemplar einen individuellen Vorwiderstand braucht und keinen
Universalwert ohne Kenntnis der genauen LED-Daten einbauen kann.
Gruss
Harald
PS: Irgendwie fällt mir da der Parallelthread: "Wozu braucht man
noch 5V o.ä." ein.
Harald Wilhelms schrieb:> Da das SSR aber am Eingang direkt eine LED mit typisch 1,5V und> keinen eingebauten Vorwiderstand hat, ist die Dimensionierung> zwar knapp, aber möglich.
solange man nicht alle Ports mit Strom beaufschlagt und den
Eigenverbrauch nie aus den Augen verliert, denn VCC und GND sind auch
nur endlich belastbar
Harald Wilhelms schrieb:> Da das SSR aber am Eingang direkt eine LED mit typisch 1,5V und> keinen eingebauten Vorwiderstand hat
Naja, wenn man sowieso einen zusätzlichen Vorwiderstand braucht, wird
sich ja auch noch der Platz finden für einen kleinen MOSFET, der mit 3V
sicher durchschaltet (ich höre schon das Geheul über die ungeheuren
Zusatzkosten).
Georg
Georg schrieb:> Harald Wilhelms schrieb:>> Da das SSR aber am Eingang direkt eine LED mit typisch 1,5V und>> keinen eingebauten Vorwiderstand hat>> Naja, wenn man sowieso einen zusätzlichen Vorwiderstand braucht, wird> sich ja auch noch der Platz finden für einen kleinen MOSFET, der mit 3V> sicher durchschaltet (ich höre schon das Geheul über die ungeheuren> Zusatzkosten).
Ein BC848 tut es auch und ist wahrscheinlich billiger.
Frank K. schrieb:> Ein BC848 tut es auch und ist wahrscheinlich billiger.
Bist du wahnsinnig? Da braucht man ja auch noch einen Basiswiderstand.
Wenn das so weitergeht, landen wir noch bei massiv goldenen Türklinken.
SCNR, XL
Frank K. schrieb:> Ein BC848 tut es auch und ist wahrscheinlich billiger.
oder noch billiger, man schaltet 3 Ausgänge vom PIC sofern frei parallel
so macht es Bosch bei der MUM44 um den Thyristor/Triac zu steuern, nur
das der PIC als HC Mos type nicht lange durchgehalten hatte, das
Ersatzteil war wieder kein CMOS PIC
Oha Schwabenplan...
Dann sind Deine Ausgänge aber undefiniert wenn der Controller "booted"
oder ein Reset kommt?!
Der 100 K nach Masse macht da schon Sinn.
stimmt, die Schaltung ist ganz einfach gehalten. So ist sie universal
einsetzbar. Mit Pull-Down Wiederständen habe ich auch schon gearbeitet.
Leider sind die BS170 sehr empfindlich, und ich möchte die Platine auf
einen geeignetet Treiber IC umstellen.
Was meinst Du mit empfindlich?
ESR?
Wann gehen sie denn in die ewigen Jagdgründe?
Sicher nicht durch die Pulldown Widerstände, hier auch ohne ie ;-).
Schon beim anfassen?
Wie sind Deine Erfahrungen?
Hardware Helfer schrieb:> lso jetzt wie im Bild mit einem BS170.> OK so ?>> 3,3 Volt PIC und BS an 5 V VCC.
wieviel Ports am PIC hast du denn belegt ? keine mehr frei das man 2-3
Ports koppeln kann ?
Joachim B. schrieb:> wieviel Ports am PIC hast du denn belegt ? keine mehr frei das man 2-3> Ports koppeln kann ?
Also ein paar sind noch frei!
Einfach 2-3 parallel an das solid state?
Hardware Helfer schrieb:> Joachim B. schrieb:>> wieviel Ports am PIC hast du denn belegt ? keine mehr frei das man 2-3>> Ports koppeln kann ?>> Also ein paar sind noch frei!>> Einfach 2-3 parallel an das solid state?
genau, natürlich zusammen ein und ausschalten, aber so wird ein Port
nicht überlastet und du hast genug Reserven um bis zu 20mA zu treiben in
die IR LED (auch wenn das vielleicht nicht nötig sein wird)
2-3 Ports zusammen an Vorwiderstand und IR LED im S202....
warum man das darf ? weil Ports auf dem selben Siliziumchip dicht
beieinander liegen im Schaltverhalten, was mit getrennten Chips eben
nicht so einfach geht.
Erwähnte ich nicht schon das es in der Bosch MUM44 genauso gemacht wird
;-)
Hardware Helfer schrieb:> Also jetzt wie im Bild mit einem BS170.> OK so ?>> 3,3 Volt PIC und BS an 5 V VCC.https://www.fairchildsemi.com/datasheets/BS/BS170.pdf
Schau mal in Figure 5 auf Seite 3, wie weit Dein BS170 bei 3V schon
durchgeschaltet hat. Na? Fällt Dir was auf?
Es hatte schon seinen Grund, warum ich Dir einen BC848 empfohlen habe.
Nimm irgendwas so um 1.5k als Basiswiderstand (kommt nicht so genau
drauf an), dann passt das schon.
fchk
Frank K. schrieb:> Hardware Helfer schrieb:>> Also jetzt wie im Bild mit einem BS170.>> OK so ?>>>> 3,3 Volt PIC und BS an 5 V VCC.>> https://www.fairchildsemi.com/datasheets/BS/BS170.pdf>> Schau mal in Figure 5 auf Seite 3, wie weit Dein BS170 bei 3V schon> durchgeschaltet hat. Na? Fällt Dir was auf?>
Ja, mir fällt auf das dann schon etwa 100mA fliessen.
>> Schau mal in Figure 5 auf Seite 3, wie weit Dein BS170 bei 3V schon> durchgeschaltet hat. Na? Fällt Dir was auf?>
Ja, mir fällt auf das dann schon etwa 100mA fliessen.
Hardware Helfer schrieb:>>>> Schau mal in Figure 5 auf Seite 3, wie weit Dein BS170 bei 3V schon>> durchgeschaltet hat. Na? Fällt Dir was auf?>>>> Ja, mir fällt auf das dann schon etwa 100mA fliessen.
Aber nur bei 125°C. Außerdem sind das nur typische Werte. Vergiss die
Exemplarstreuung nicht.
Das Teil ist für 3V-Ansteuerung ungeeignet!
Mann. Das muss doch auffallen, wenn man dieses Bild sieht.
fchk
Frank K. schrieb:> Hardware Helfer schrieb:>>>>>> Schau mal in Figure 5 auf Seite 3, wie weit Dein BS170 bei 3V schon>>> durchgeschaltet hat. Na? Fällt Dir was auf?>>>>>>> Ja, mir fällt auf das dann schon etwa 100mA fliessen.>> Aber nur bei 125°C. Außerdem sind das nur typische Werte. Vergiss die> Exemplarstreuung nicht.>> Das Teil ist für 3V-Ansteuerung ungeeignet!> Mann. Das muss doch auffallen, wenn man dieses Bild sieht.>> fchk
Na hab ich denn nen Knick in der Pupille?
Bei 3 v locker 100mA!
Ottoka schrieb:
[BS170]
>> Das Teil ist für 3V-Ansteuerung ungeeignet!>> Mann. Das muss doch auffallen, wenn man dieses Bild sieht.>> Na hab ich denn nen Knick in der Pupille?> Bei 3 v locker 100mA!
Kannst du nicht lesen? Typische Werte. Exemplarstreuung
Laut Tabelle auf Seite 2 kann die Threshold-Spannung zwischen 0.8 und 3V
variieren. Als typischer Wert sind dort 2.1V genannt und dafür ist auch
die Kurve. Wo liegt die Kurve wohl für den pessimistischen Fall von 3V?
XL