Michael schrieb:
> Es würde mich auch mal interessieren, warum die Schaltung überhaupt so
> aufwändig ist.
Hauptsächlich wegen der Schaltgeschwindigkeit und für eine einheitliche
Schaltungsauslegung. Der Störabstand der Logikpegel ist für die Praxis
ein weiteres wichtiges Kriterium.
Diese 74er TTL-Serie ist i.W. ja nicht dafür gedacht Lämpchen zu
treiben, sondern sie umfasst eine vielzahl von logischen Funktionen,
Flip-Flops, Decodern, Schieberegistern etc., um damit richtige Computer
zu bauen.
Vor dieser TTL-Serie,die mit einheitlich +5V betrieben wird, gab es
andere Ansätze (RTL, DTL), die aber z.B. unterschiedliche
Versorgungsspannungen benötigten, oder mühsame Berechnungen erforderten
was man an einen Ausgang anschliessen kann, oder schlicht zu langsam
waren.
Als diese 74er-ICs Mitte der 1960er Jahre herauskamen, war es eine
grosse Erleichterung zu wissen, dass man an einen Eingang einfach bis zu
10 Eingänge von ICs der gleichen Serie anschliessen kann, und dass man
nichts weiter als eine +5V Versorgung braucht, und dass man damit
garantierte und recht kurze Gatterlaufzeiten erreichte.
P.S.:
Ein bischen Sorge habe ich aber, ob du Standard-TTL heute überhaupt noch
bekommst, oder ob du dafür schon Liebhaber-Preise bezahlen musst.
Es gab in den nun wohl 50 Jahren seit Erscheinen der 74er Serie doch
einige Weiterentwicklungen, wie 74LS.., 74HC.., und spezielle
Schaltkreise für den Betrieb vom peripheren Geräten, die mittlerweile
preisgünstiger sein dürften als die echten Oldies.
Michael schrieb:
> Ich hoffe jemand kann mir helfen diese Schaltung zu verstehen.
Scha dir mal das Innenleben der 7400 an. Dann wirst du den gleichen
Schaltungsaufbau wiedererkennen, mit der Ausnahme, dass man dort die
"richtige" und meistens verwendete Gegentakt Endstufe (Totem Pole)
eingebaut hat, während der 7416 nur die untere Hälfte davon hat.