Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik SN7416N / Buffer Ansteuern


von Michael (Gast)


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Hallo,
ich experementiere gerade mit dem PIC16F887 und wollte mehrere LEDs 
ansteuren.
Da der PIC von sich aus nicht genug Leistung hat will ich zwischen den 
LEDs und den Pin Ausgängen einen Buffer schalten, genauer den SN7416N.
Jedoch werde ich aus dem Schaltbild in dem Datenblatt auf Seite 2 beim 
besten willen nicht schlau.
Ich weiß wie ein Transistor funktioniert und wie man einen Ansteuert 
aber so wie die da verbaut sind ergibt das für mich keinen Sinn.
Es würde mich auch mal interessieren, warum die Schaltung überhaupt so 
aufwändig ist.
Theoretisch bräuchte man doch nur einen Transistor pro Pin.
Ich hoffe jemand kann mir helfen diese Schaltung zu verstehen.

SN7416N Datenblatt:
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/sn7416.pdf

von MaWin (Gast)


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Michael schrieb:
> aber so wie die da verbaut sind ergibt das für mich keinen Sinn.

Was ist an Input und Output so unverständlich ?

Der 7416 schaltet nur gegen Masse und berenzt den Strom nicht, also muss 
die LED in Richtung +5V mit einem passenden Vorwiderstand geschaltet 
werden. Die LED darf maximal 40mA benötigen.

An den Eingang kommt, oh Wunder, ein Ausgang deines uC. Da der beim 
Einschalten zunächstmal den Ausgang als Eingang konfigutiert hat, ein 
TTL Schaltkreis offene Eingänge als high interpretiert, sind die LEDs an 
bis deine Initialisierung durchlaufen ist.

von Hp M. (nachtmix)


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Michael schrieb:
> Es würde mich auch mal interessieren, warum die Schaltung überhaupt so
> aufwändig ist.


Hauptsächlich wegen der Schaltgeschwindigkeit und für eine einheitliche 
Schaltungsauslegung. Der Störabstand der Logikpegel ist für die Praxis 
ein weiteres wichtiges Kriterium.
Diese 74er TTL-Serie ist i.W. ja nicht dafür gedacht Lämpchen zu 
treiben, sondern sie umfasst eine vielzahl von logischen Funktionen, 
Flip-Flops, Decodern, Schieberegistern etc., um damit richtige Computer 
zu bauen.
Vor dieser TTL-Serie,die mit einheitlich +5V betrieben wird, gab es 
andere Ansätze (RTL, DTL), die aber z.B. unterschiedliche 
Versorgungsspannungen benötigten, oder mühsame Berechnungen erforderten 
was man an einen Ausgang anschliessen kann, oder schlicht zu langsam 
waren.

Als diese 74er-ICs Mitte der 1960er Jahre herauskamen, war es eine 
grosse Erleichterung zu wissen, dass man an einen Eingang einfach bis zu 
10 Eingänge von ICs der gleichen Serie anschliessen kann, und dass man 
nichts weiter als eine +5V Versorgung braucht, und dass man damit 
garantierte und recht kurze Gatterlaufzeiten erreichte.

P.S.:
Ein bischen Sorge habe ich aber, ob du Standard-TTL heute überhaupt noch 
bekommst, oder ob du dafür schon Liebhaber-Preise bezahlen musst.
Es gab in den nun wohl 50 Jahren seit Erscheinen der 74er Serie doch 
einige Weiterentwicklungen, wie 74LS.., 74HC.., und spezielle 
Schaltkreise für den Betrieb vom peripheren Geräten, die mittlerweile 
preisgünstiger sein dürften als die echten Oldies.

Michael schrieb:
> Ich hoffe jemand kann mir helfen diese Schaltung zu verstehen.

Scha dir mal das Innenleben der 7400 an. Dann wirst du den gleichen 
Schaltungsaufbau wiedererkennen, mit der Ausnahme, dass man dort die 
"richtige" und meistens verwendete Gegentakt Endstufe (Totem Pole) 
eingebaut hat, während der 7416 nur die untere Hälfte davon hat.

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