Jod-131 über Europa kommt von Störfall in Norwegen!

Persönliche Seite #4930009
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Dazu mal eine Frage, wie solche Aktivitäten überhaupt gemessen werden:

IRSN berichtete bereits Anfang Februar über erhöhte Werte von I-131, zum 
Beispiel in Frankreich von 0.31 µBq/m³ für particulate I-131 (keine 
Ahnung wie man "particulate" eindeutscht) mit einer Unsicherheit von 
0.01 µBq/m³.

Um das mal in etwas greifbareren Einheiten darzustellen:

Das ist 1 Zerfall pro Kubikmeter und Woche mit einer Unsicherheit von 
weniger als 2 Zerfällen pro m³ und Jahr.

Wie werden solch winzige Aktivitäten überhaupt gemessen?

Bei sochen Messungen ist ja auch die zeitliche Auflösung wünschenswert, 
um z.B. Aktivitätsmuster mit meteorologischen Daten abgleichen zu 
können.

Feinstaub sammeln?
#4930103
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Johann L. schrieb:
> Wie werden solch winzige Aktivitäten überhaupt gemessen?

Hier geht es ja um die Aktivität von Jod-131.
Jod liegt nicht gasförmig vor sondern ist an Staubpartikel gebunden.
Wenn 1.000.000m³ Luft durch einen geeigneten Filter pumpt hat man die 
Aktivität in konzentrierter  Form im Filter vorliegen. Das währen dann 
schon 0.31Bq. Und die kann man mit rel. kurzer Messzeit bestimmen.
#4930126
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Uhu U. schrieb:
> Dafür haben die Qualitätsmedien die Meldung erst gebracht, als RT sich
> ihrer annahm...

Nüchtern betrachtet ist da nicht einmal ein Sack Reis in China 
umgefallen, sondern allenfalls ein einzelnen Reiskorn.

Die durchschnittliche Radonbelastung in Innenräumen liegt in D bei 59 
Bq/m³. Hier geht es den Berichten zufolge um 0,00000031 Bq/m³.

Wer das also in die Medien brachte, der war nicht auf Information aus, 
sondern auf Effekt.
#4930140
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A. K. schrieb:
> Nüchtern betrachtet ist da nicht einmal ein Sack Reis in China
> umgefallen, sondern allenfalls ein einzelnen Reiskorn.

Na, na... Die Strahlenbelastung war wirklich nicht besorgniserregend, 
ganz im Gegensatz zur Ursache, die mal wieder vertuscht werden sollte: 
beschädigte Brennelemente mit Freisetzung von Radioaktivität in die 
Umwelt. An der Quelle wird die Radioaktivität nicht zu vernachlässigen 
gewesen sein.

Und wie zu erwarten: Verschwörungstheorien über Ursachen im Reich des 
Bösen ließen nicht lange auf sich warten...

Kennen wir das Muster nicht (nur) aus der jüngsten Geschichte?
#4930141
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Was für einen journalistischen Stellenwert hat denn eine Meldung ala 
"winzige Erhöhung der Jod-131-Konzentration, keine Ahnung woher es 
kommt?" und das noch dazu zu Hoch-Trump-Zeiten? Die, die die Zahlen 
einordnen können, denken sich "Na und" und die anderen verfallen wieder 
in apokalyptische Panik und schlucken Uran-Globuli.

So bedenklich der Unfall an sich (und seine PR des Betreibers dazu) in 
Norwegen ist: Genau wegen diesen apokalyptischen Volksidioten (die sich 
an RT berauschen, weil sie gegen die BILD-Dosis schon abgestumpft sind) 
taucht so initial faktenarmes Zeug nicht mehr gross in der Presse auf. 
Jetzt, wo klar ist, wo das herkommt, eben schon. Und wie man sieht, 
sehen die Volksidioten auch hier wieder gleich eine Verschwörung.

So, und jetzt macht mich negativ.
Persönliche Seite #4930154
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Max M. schrieb:
> Johann L. schrieb:
>> Wie werden solch winzige Aktivitäten überhaupt gemessen?
>
> Hier geht es ja um die Aktivität von Jod-131.
> Jod liegt nicht gasförmig vor sondern ist an Staubpartikel gebunden.
> Wenn 1.000.000m³ Luft durch einen geeigneten Filter pumpt hat man die
> Aktivität in konzentrierter  Form im Filter vorliegen. Das währen dann
> schon 0.31Bq. Und die kann man mit rel. kurzer Messzeit bestimmen.

Okay, danke. Zumindest plausibel.

Und I-131 wird dann anhand des Gamma-Spektrums identifiziert?

Was ich aber nicht verstehe ist; Zitat aus obiger IRSN Pressemitteilung:

> In France, particulate I-131 reached 0.31 µBq/m³ and thus the total
> (gaseous + particulate fractions) can be estimated at about 1.5 µBq/m³.

Der gasförmige Anteil am I-131 wurde also wohl nicht gemessen sondern 
nur geschätzt, ist allerdings um den Faktor ca. 4 größer als der 
partikelgebundene Anteil.  Wie das? Wegen des nicht zu 
vernachlässigenden Dampfdrucks von Jod?


Dann noch was:

Wenn die obigen erhöhten Werte von I-131 von Ende Januar wirklich auf 
den Vorfall in Halden vom 24. Oktober zurückzuführen sind, dann wären 
zwischenzeitlich etwa 9 Halbwertszeiten vergangen (I-131 hat 
Halbwertszeit von ca. 8 Tagen), d.h. was Ende Januar gemessen wurde 
müsste sich aus 1/2000 des im Oktober entwichenen I-131 speisen.

Dann müsste die erhöhte Aktivität doch viel früher aufgefallen sein, 
insbesondere weil der Störfall vom 2016-10-24 bereits in einer 
Pressemitteilung vom 2016-10-25 mitgeteilt wurde und also bekannt war:

https://www.ife.no/en/ife/ife_news/2016/pressemelding-utilsiktet-utslipp-av-radioaktivt-jod-ved-haldenreaktoren

Wie das ganze gehandhabt wurde ist jedoch nicht to dolle...

http://bellona.org/news/nuclear-issues/2017-03-norways-halden-reactor-a-poor-safety-culture-and-a-history-of-near-misses
#4930160
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Uhu U. schrieb:
> Na, na... Die Strahlenbelastung war wirklich nicht besorgniserregend,
> ganz im Gegensatz zur Ursache, die mal wieder vertuscht werden sollte:

Ich kann auch ganz gut mit der Vorstellung leben, dass es nichts zu 
vertuschen gab. Sowas kommt tatsächlich ab und zu vor. Also dass da eben 
in China ein Reiskorn umfiel und unter totaler Missachtung der eminenten 
internationalen Bedeutung niemand darüber berichtete. Bis dann jemand 
ein Thema "Hilfe, Radioaktivität, Tschernobyl" draus machte.

> An der Quelle wird die Radioaktivität nicht zu vernachlässigen
> gewesen sein.

Um wirklich signifikant zu sein, müsste es irgendwann oder irgendwo 
bedeutendere Messwerte gegeben haben. Weltweit wird permanent 
Radioaktivität überwacht, allerdings nicht unbedingt auf solche winzigen 
Dosiswerte. Also entweder unterdrücken alle Staaten und Institutionen im 
Umkreis um den Fall konspirativ sämtliche relevanten Ereignisse, oder es 
war wirklich nicht relevant.
#4930168
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Johann L. schrieb:
> Dann müsste die erhöhte Aktivität doch viel früher aufgefallen sein,

Eben. Der zeitliche Abstand erklärt mühelos die Dosis und die weite 
Verteilung. Nicht aber, wieso das vorher keiner gemerkt haben sollte. 
Aber hier ist natürlich viel Spielraum für Verschwörungstheorien.

> Wie das ganze gehandhabt wurde ist jedoch nicht to dolle...

Das ist wohl meistens so, wenn man genauer hinsieht.
#4930171
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A. K. schrieb:
> Weltweit wird permanent
> Radioaktivität überwacht, allerdings nicht unbedingt auf solche winzigen
> Dosiswerte.

An der Quelle können die aus zwei Gründen nicht winzig gewesen sein:

- Verdünnung durch Verwirbelung über ganz Europa
- es sind etwa 9 Halbwertszeiten vergangen seit dem Vorfall

Dem sollte schon auf den Grund gegangen werden.

Und das Wirken von RT als Hecht im Karpfenteich der Qualitätsmedien 
sollte man wirklich nicht unterschätzen... Ohne den käme Letzteren 
womöglich die Wahrheitsliebe völlig abhanden.
#4930184
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Johann L. schrieb:
> Dazu mal eine Frage, wie solche Aktivitäten überhaupt gemessen werden:

https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/luft-boden/spurenmessungen/spurenmessungen.html

"Vier dieser Sammler haben einen besonders hohen Luftdurchsatz, so dass 
ein großes Probenvolumen erreicht und damit ein empfindlicher Nachweis 
künstlicher Radionuklide möglich wird."

Zu Fukushima, direkt danach: "In der Probe vom 24.3.2011 (Messung vom 
25.3.2011) wurden erstmals Jod-131 mit einer Aktivitätskonzentration von 
58 Mikrobecquerel pro Kubikmeter Luft sowie Cäsium-137 nachgewiesen."
Persönliche Seite #4930194
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A. K. schrieb:
> Johann L. schrieb:
>> Dazu mal eine Frage, wie solche Aktivitäten überhaupt gemessen werden:
>
> Frage ich mich auch. Das erinnert mich etwas an die Chancen
> unterirdischer Neutrinodetektoren.

hm, schade.  Hatte auf ne Antwort von Dir gehofft.

Ah, danke für den Link :-))

Georg A. schrieb:
> Was für einen journalistischen Stellenwert hat denn eine Meldung ala
> "winzige Erhöhung der Jod-131-Konzentration, keine Ahnung woher es
> kommt?"

Sehe ich auch so.  Ohne die Ursache zu kennen schießen nur die 
Spekulationen ins Kraut, was dann ja auch geschah.

> Uran-Globuli

Jod-Globuli :-)

> Genau wegen diesen apokalyptischen Volksidioten (die sich an RT
> berauschen, weil sie gegen die BILD-Dosis schon abgestumpft sind)
> taucht so initial faktenarmes Zeug nicht mehr gross in der Presse auf.
#4930203
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Johann L. schrieb:
> hm, schade.  Hatte auf ne Antwort von Dir gehofft.

Der BFS Artikel macht zumindest klar, dass es kein Windei ist und man 
etwas in der Grössenordnung möglicherweise messen kann. Aus der BFS 
Seite ergibt sich für eine dort aufgeführte Messstation eine 
Nachweisgrenze von um die 2µBq/m³, wenn ich die Grafik richtig 
interpretiere. Was für die Werte hier nicht reicht, aber vielleicht geht 
das mit etwas mehr Aufwand auch.

Interessant ist auch, dass man das Iod 131 in der um viele 
Zehnerpotenzen grösseren Strahlung anderer Substanzen tatsächlich noch 
identifiziert kriegt.
Gast #4930227
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MAKE TUBES G. schrieb:
> Weitere Infos dazu:

Wow, das ist ja mal eine richtig seriöse Quelle.

1. Es wurde in deutschen Medien schon vor Wochen berichtet. Google Jod 
131 über Europa. Welt, Tagesspiegel, Focus usw. Wieso behauptet RT, die 
Öffentlichkeit würde erst jetzt davon erfahren?

2. Es wurde damals schon als sehr unwahrscheinlich erklärt, dass das Jod 
aus einem nuklearen Störfall oder einem Atombombentest stammt, da die 
anderen radioaktiven Begleitelemente fehlen. Was soll das Gejammer mit 
dem "russischen Aggressor"?

3. Es wurde schon vor 2 Wochen für wahrscheinlich erklärt, dass die im 
übrigen äußerst geringen Mengen sehr wahrscheinlich aus Medizinmaterial 
entweder bei der Herstellung oder beim Handling stammen. Dafür spricht 
das Fehlen von Begleitelementen. Das mit dem Vorfall in Norwegen in 
Verbindung zu bringen ist Spekulation, mehr nicht.

Also sorry, wenn RT als seriös wahrgenommen werden möchte, dann sollten 
sie mal weniger rumspekulieren und bei telepolis 
(https://www.heise.de/tp/features/Beinaheunfall-in-Norwegen-3648067.html) 
abschreiben und besser recherchieren.
Gast #4930242
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A. K. schrieb:
> dass man das Iod 131 in der um viele
> Zehnerpotenzen grösseren Strahlung anderer Substanzen tatsächlich noch
> identifiziert kriegt.

Da wird auch keine "Strahlung" gemessen. "Strahlung" siehst Du nur 
bedingt an, wo sie herkommt und dazu brauchst Du hohe Konzentrationen. 
Das wird mit Massenspektrometer auseinandergenommen.
#4930259
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Timm T. schrieb:
> Das wird mit Massenspektrometer auseinandergenommen.

Das ändert aber wenig an der Dimension der Aufgabe. Wenn du so viel Luft 
nach Mikropartikeln filterst, dass genug mit Iod 131 dabei sind, dann 
hast du auch eine Unmenge anderer mit dabei. Fast alle nicht radioaktiv. 
Das macht den Heuhaufen, in dem du die Stecknadel suchst, noch vielmals 
grösser.
#4930269
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Timm T. schrieb:
> 1. Es wurde in deutschen Medien schon vor Wochen berichtet. Google Jod
> 131 über Europa. Welt, Tagesspiegel, Focus usw. Wieso behauptet RT, die
> Öffentlichkeit würde erst jetzt davon erfahren?

Möglicherweise ist der im RT Artikel vorgenommene Bezug auf den Störfall 
in Norwegen das, was RT neu eingebracht hat. Allerdings wirkt genau das 
aufgrund des zeitlichen Abstands und der Halbwertszeit reichlich 
unwahrscheinlich.
Gast #4930285
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A. K. schrieb:
> Das macht den Heuhaufen, in dem du die Stecknadel suchst, noch vielmals
> grösser.

Ach, da kann man viel machen. Vorher eine GC, damit trennst Du schon 
über die Säule viel raus. Dann machst Du eine Trennung über die MS. Der 
Vorteil ist, wenn Du genau weisst, dass Du nach Jod 131 suchst, nimmst 
Du ein Quadrupol-MS, das läßt nur das Jod 131 zum Detektor durch. Damit 
kannst Du einzelne Atome detektieren.

Du sammelst also erstmal über eine Woche, selektierst dann und kannst 
einzelne Atome des Isotopes nachweisen. Das ist viel empfindlicher als 
eine Gammaspektrometrie, bei der Du 8 Tage warten musst, bis ein Atom 
zerfällt oder auch nicht... ;-) Gamma ist dafür weniger aufwendig, 
deswegen nimmt man das zur Überwachung an AKWs.
#4930472
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A. K. schrieb:
> Timm T. schrieb:
>> 1. Es wurde in deutschen Medien schon vor Wochen berichtet. Google Jod
>> 131 über Europa. Welt, Tagesspiegel, Focus usw. Wieso behauptet RT, die
>> Öffentlichkeit würde erst jetzt davon erfahren?
>
> Möglicherweise ist der im RT Artikel vorgenommene Bezug auf den Störfall
> in Norwegen das, was RT neu eingebracht hat. Allerdings wirkt genau das
> aufgrund des zeitlichen Abstands und der Halbwertszeit reichlich
> unwahrscheinlich.

Nüchtern betrachtet:
RT bezieht sich auf einen "Artikel" bei Telepolis vom gleichn Tag, Link: 
"Forschungsreaktor Halden". Autor ist der (dort bisher nicht in 
Erscheinung getretene) Detlef zum Winkel. Dieser gibt in seinem Beitrag 
als Quelle den Beitra von http://bellona.org vom 3.3.2017 (Nils 
Bøhmeran). Dort wird wiederum auf NRPA verweisen, allerdings kein Link 
oder Dokument angefügt.
Bei NRPA (http://www.nrpa.no/en/search?q=IFE%20Halden) ist dazu nichts 
aus diesem Jahr zu finden. Letzter Beitrag vom 04.11.2016.

RT: "Der Forschungsreaktor Halden hätte beinahe im Oktober 2016 eine 
Katastrophe verursacht."
Telepolis: "Bellona klärt nun darüber auf, dass dieser Störfall ziemlich 
bedenklich gewesen sei. Er habe sich beim Hantieren des Personals mit 
beschädigten Brennelementen ereignet."
RT hat m.E. nichts substantiell Neues eingebracht, außer den von bellona 
geschilderten Sachverhalt via Telepolis auzugreifen, und aufzublähen.

Weiterer Artikel dazu: http://www.oekonews.at/?mdoc_id=1112909
übernommen wiederum von bellona. Keine weiteren Quellen.
Gast #4930475
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Ich habe von der Strahlung über Europa in den
Qualitätsmedien gehört. Dort wurde Russland
verdächtigt. Da ich die Info kurz nach dem Zwischenfall
in Frankreich hörte, dachte ich an einen Zusammenhang
damit. Danach habe ich nichts mehr über die Strahlung
gelesen bzw. gehört.

Die Angelegenheit mit Norwegen kam dann doch sehr
überraschend und das hat mich veranlasst den link
hier zu setzen. Solche Themen finden hier ja
großes Interesse. Viele Leute werden sicherlich
noch einen Zusammenhang mit Russland oder Frankreich
denken.

LG
old.
#4930727
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Abradolf L. schrieb:
> Wikipedia sollte man bei politischen Themen allerdings auch mit Vorsicht
> genießen, die haben auch meist eine bestimmte Einfärbung.

Klar. Aber wie meistens sind die Quellen unten aufgeführt. "Reporter 
ohne Grenzen" äusserte sich 2013 zu russischen Medien recht ausführlich: 
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/ROG-Russland-Bericht-2013_web.pdf
Zu RT ab Seite 32, darunter: "Chefredakteurin Margarita Simonjan 
bezeichnet Russia Today als »Verteidigungsministerium« des Kreml,
als »eine Waffe wie jede andere auch«."
#4930753
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Zum Thema Wikipedia gibt es einen interessanten Film:

Zensur – die organisierte Manipulation der Wikipedia und anderer Medien
https://www.youtube.com/watch?v=llj87Z666gs


Im Übrigen wundere ich mich nicht sonderlich, dass sich immer wieder 
dieselben Leute über RT echauffieren.

Macht euch einfach mal klar, dass man aus zwei verschiedenen 
Blickwinkeln in aller Regel einen besseren Überblick bekommt, als wenn 
man immer nur einäugig das ansieht, was die bringen, die sich sowieso 
einig sind...

Die Bewertung der Nachrichten bleibt einem sowieso nicht erspart, wenn 
man nicht auf dem geistigen Niveau einer Amöbe verharren will - da sind 
dissidente Stimmen, wie RT einfach nur hiflreich.

Zudem muss ich sagen, dass das was RT über Aleppo brachte, im nachhinein 
betrachtet, deutlich näher an der Wahrheit war, als das, was die 
Qualitätsmedien unisono auf uns herab pinkelten. (I.S. Mossul ist es 
ähnlich, nur mit verkehrten Vorzeichen: der Westen redet schön, wenn es 
sich nicht vermeiden läßt und schweigt ansonsten, während die Amis 
Bomben auf Zivilisten regnen lassen und RT bringt weitgehend sachliche 
Informationen ohne den moralischen Grundton, der die West-Berichte über 
Aleppo kennzeichnete.)
Gast #4935717
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Timm T. schrieb:
> Du kannst doch hier nicht mit Fakten kommen

Was denn für Fakten? https://blog.fefe.de/?ts=a6391bed
"Ein Zusammenhang zwischen dem Vorfall im norwegischen Forschungsreaktor 
Halden Ende Oktober und den leicht erhöhten Aktivitätskonzentrationen 
von Jod-131 Anfang dieses Jahres kann aufgrund der sehr kurzen 
Halbwertszeit von Jod-131 weitgehend ausgeschlossen werden. Jod-131 hat 
eine Halbwertszeit von 8 Tagen, das bedeutet"

Ich lese daraus kein Dementi.
Der Vorfall muss sehr schwerwiegend gewesen sein.

BTW:
Wozu braucht Norwegen, das riesige Öl- und Gasvorkommen
besitzt, aber kaum Bevölkerung hat überhaput Atomforschung? ???
Und warum dürfen die der EU fernbleiben aber das
Vereinigte Königreich nicht?
https://europa.eu/european-union/about-eu/countries/member-countries_de

LG
old.
#4935754
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MAKE TUBES G. schrieb:
> Was denn für Fakten?

Die gut nachvollziehbare Erklärung, dass Jod-131 aus KKW oder 
Kernwaffentest nicht allein daher kommt. Sondern immer auch andere 
radioaktive Substanzen dabei sind. Die hier nicht nachgewiesen wurden.

> Ich lese daraus kein Dementi.

Ist auch keines. Wenn man von einer Person oder Institution auf Anfrage 
kein echtes Dementi erhält, dann gibts zwei Möglichkeiten: Es wird 
gemauert - oder es gibts nichts zu dementieren. Such es dir aus.

Die an das BfS gestellte Frage steht bei fefe leider nicht drin, aber 
sie wird kaum "wo steht der explodierte deutsche Reaktor?" gelautet 
haben.

> Wozu braucht Norwegen, das riesige Öl- und Gasvorkommen
> besitzt, aber kaum Bevölkerung hat überhaput Atomforschung? ???

Atomforschung hat nicht nur Bezug zu Kernkraft, so gibts 
Neutronenstrahlung praktisch nur mit einem Kernreaktor. Ausserdem ist 
der von 1958, also schon etwas älter. Damals sah man das als die 
Energie der Zukunft.

> Und warum dürfen die der EU fernbleiben aber das
> Vereinigte Königreich nicht?

Ach herrje. Die Briten sind nicht mit Gewalt reingeprügelt worden, 
sondern mit 67% Zustimmung (1975) freiwillig beigetreten. Die Norweger 
hatten hingegen dagegen gestimmt (1994 52%), ebenso die Schweizer (2001 
77%).

Und natürlich dürfen die Briten auch wieder raus. Aber das ist wie bei 
einer Scheidung - völlig schmerzfrei geht die selten ab und auf dem Weg 
dorthin gibts dann von beiden Seiten allerlei schmutzige Wäsche.
#4935784
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RT als seriöse Quelle. Ahahaha, selten so gelacht. Die schreiben doch 
jeden Scheiß, der dem Putin grad in den Kram passt. Die Heldentaten der 
russischen Armee die die Zivilbevölkerung mit Streumunition bombardiert 
zum Beispiel. Äh halt, das war natürlich ein Fehler. Nein, es hat 
niiiiiiemals nicht Streumunition gegeben:

http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/russia-today-syria-war-cluster-bomb-footage-censorship-video-vladimir-putin-a7093141.html
Gast #4935792
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A. K. schrieb:
> Ausserdem ist
> der von 1958

Ah ja, dann ist ja alles in Butter. ;-)

A. K. schrieb:
> Aber das ist wie bei
> einer Scheidung - völlig schmerzfrei geht die selten ab und auf dem Weg
> dorthin gibts dann von beiden Seiten allerlei schmutzige Wäsche.

Wie verkauft man dem Volke das Ganze am besten?
Das Gleichnis mit der Ehe. Passt zwar gar nicht,
aber wird geglaubt - wirklich?

Nur weiter so!

LG
old.
#4935796
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Paul B. schrieb:
> Wenn es irgendwo einen Hammer tut, dann kommt immer die gleiche
> Beruhigungspille in der jeweiligen Landessprache: "Es hat zu keiner Zeit
> Gefahr für die Bevölkerung bestanden."

Yep, die sind sicherlich grad voll im Stress, die Trümmer wegzuräumen. 
Weshalb sie noch nicht nicht einmal dazu gekommen sind, das Copyright 
der Seite zu aktualisieren. ;-)

Aber du hast schon recht. Für die Bevölkerung ist der Unterschied 
zwischen keiner Information, weil man keine rausrückt, und keiner 
Information, weil es nichts gibt, nicht immer leicht zu erkennen.
#4935804
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MAKE TUBES G. schrieb:
> Ah ja, dann ist ja alles in Butter. ;-)

Immer schön alles auf den Kopf stellen, das ist die beste Position. Ganz 
besonders bei Argumenten.

> aber wird geglaubt - wirklich?

Es gibt bei manchen Personen Ansichten, die andere nicht widerlegen 
können. Nicht so sehr, weil es keine Argumente gäbe, sondern weil kein 
Argument beim Adressaten richtig herum ankommt.
#4935809
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A. K. schrieb:
> Für die Bevölkerung ist der Unterschied
> zwischen keiner Information, weil man keine rausrückt, und keiner
> Information, weil es nichts gibt, nicht immer leicht zu erkennen.

Das liegt in der Natur der Sache: Welcher "normale" Mensch ist mit 
jedweden Meßmitteln für Chemikalien, Radioaktivität etc. ausgerüstet?
Es bleibt ihm nur, aus (durch das Internet) zugänglichen, mannigfaltigen 
Quellen die Mosaiksteinchen zu sammeln und selbst ein Bild daraus 
zusammenzustellen.

Ein verhältnismäßig altes Lied schlägt dem Faß die Krone mitten ins 
Gesicht:

https://www.youtube.com/watch?v=xziYxjCP0Lw

MfG Paul
#4935831
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Paul B. schrieb:
> Es bleibt ihm nur, aus (durch das Internet) zugänglichen, mannigfaltigen
> Quellen die Mosaiksteinchen zu sammeln und selbst ein Bild daraus
> zusammenzustellen.

An mannigfaltigen Quellen hapert es hier etwas, wenn du die Redundanz 
rausnimmst. Wenn 10 Leute das gleiche sagen, aber alle die gleiche 
Quelle verwenden, dann wird es zwar lauter, aber nicht zuverlässiger.

Bisher gibts eigentlich nur 2 echte Quellen, soweit ich das überblicke: 
(1) vom NRPA über Halden im Oktober und (2) vom IRSN die Jod-Werte. Der 
Rest schreibt ab, käut wieder und spekuliert, hat aber keine eigenen 
Informationen. Die Aussage des BfS ist auch bloss eine von etwas 
Sachkenntnis getrübte Erkenntnis aus (1), (2) und dem Umstand, dass 
sonst nichts vorliegt.
Gast #4935852
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MAKE TUBES G. schrieb:
> Der Vorfall muss sehr schwerwiegend gewesen sein.

Ja, allerdings. Von Okt bis einschliesslich Feb sind etwa 15 
Halbwertszeiten vergangen. Die Konzentration müsste also im Oktober 
30.000 mal höher gewesen sein. Inzwischen hätte sich das Zeug aber über 
halb Europa verteilt. Also muss die Anfangskonzentration lokal noch 
höher gewesen sein. Und das hat man im Okt nicht messen können, jetzt 
aber schon?

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das was mit dem Vorfall im Okt zu tun 
hat. Genau das sagt die Antwort. Klar, dass das den VTlern nicht 
gefällt, aber das ist deren Problem.
Persönliche Seite #4936000
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Russland hätte den Spekulationen, dass es auf russischem Gebiet "pöff" 
gemacht hat, doch einfach entgegentreten könne, indem eigene Messwerte 
veröffentlicht werden.

Oder haben die keine Messatationen?  Oder ist das alles streng geheim? 
Haben die nix aus ihren Katastrophen (Kyschtym, Tschernobyl) gelernt?

Immerhin betreibt Russland, in der Ecke, wo zum ersten mal erhöhte I-131 
Werte gemessen wurden ebenfalls "Anlagen", etwa auf Kola.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Kola
https://de.wikipedia.org/wiki/Andrejewa-Bucht
https://de.wikipedia.org/wiki/Sajda-Bucht

Und was auf Nowaja Semlja so alles gumgammelt, das will man glaub ich 
garnicht so genau wissen.

Ist doch nur eine Frage der Zeit bis da was raussuppt.  Und bei der 
russischen Informations"kultur"...
Persönliche Seite #4936229
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Uhu U. schrieb:
> Johann L. schrieb:
>> Russland hätte den Spekulationen, dass es auf russischem Gebiet "pöff"
>> gemacht hat, doch einfach entgegentreten könne, indem eigene Messwerte
>> veröffentlicht werden.
>
> Und wer garantiert dir, dass solche Daten nicht reine Fantasie sind? Wo
> der Putin doch so ein perfider Hund ist?

Das ist jetzt eine Denksportaufgabe für dich.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4936361
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Johann L. schrieb:
> Russland hätte den Spekulationen, dass es auf russischem Gebiet "pöff"
> gemacht hat, doch einfach entgegentreten könne, indem eigene Messwerte
> veröffentlicht werden.

Du hast damals also auch geglaubt,
dass der Irak Massenvernichtungswaffen hat?
was sind da nicht alles für Dokumente in die Kameras gehalten worden...

Anschläge in der Türkei kommen von der PKK...
klar, damit man dagegen endlich durchgreifen kann

"Frauen in Deutschland bekommen mehr Kinder."

-wo Du hinguckst wird gelogen und verdreht. Der eine mehr,
der andere weniger zwar,
aber da sollen ausgerechnet die Russen,
die ausser Bodenschätze und Waffen nix zu exportieren haben,
anders sein?

in welcher Welt lebst Du eigentlich?
Gast #4936386
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● J-A V. schrieb:
> die Russen,
> die ausser Bodenschätze und Waffen nix zu exportieren haben

Ich kaufe dort Ersatz für EM34 und EM80.
Zwei Ural-Motorräder mit Beiwagen sind
dieses Jahr hier vorbeigefahren und Lada
(Geländewagen) werden immer häufiger.

MAKE TUBES G. schrieb:
> BTW:
> Wozu braucht Norwegen, das riesige Öl- und Gasvorkommen
> besitzt, aber kaum Bevölkerung hat überhaput Atomforschung? ???
> Und warum dürfen die der EU fernbleiben aber das
> Vereinigte Königreich nicht?
> https://europa.eu/european-union/about-eu/countries/member-countries_de

Nach Bedenkzeit:
Weil die EU-Mitglieder nicht am Kuchen knabbern sollen.
Die Forschung unterliegt dort nicht der EU-Gesetzgebung.
So wie es Steueroasen gibt, gibt es auch Forschungsoasen.

LG
old.
#4936390
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MAKE TUBES G. schrieb:
> Nach Bedenkzeit:

Grad "Herr der Ringe gelesen" und festgestellt, dass Sauron ein wenig 
wie "EU" klingt? ;-)

Aber weiter in diese Richtung gedacht könnte dann doch nur der Verdacht 
dahinter stehen, dass Norwegen den Reaktor benötigt, um sich mit eigenen 
Kernwaffen vor der EU zu schützen? Denn wie hier schon festgestellt 
wurde, brauchen sie ja keine Kernenergie.
Persönliche Seite #4936567
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J-A V. schrieb:
> -wo Du hinguckst wird gelogen und verdreht.

Und warum werden die Werte von IRSN ernst genommen?  So ernst, dass 
sogar die RT über Messwerte des "Klassenfeinds" berichtet.  Also 
besitzen sie selbst dort Glaubwürdigkeit.

Wenn es umgekehrt nicht der Fall ist oder wäre, dass hat das seine 
Gründe.  Einer davon ist, dass Russland an einem solchen Vertrauen (und 
den Implikationen, z.B. Kontrolle über Meldungen oder Berichterstattung) 
offenbar nicht interessiert ist.

Aber das alles ändert nichts daran, dass die RT-Meldung m.E. nichts 
anderes als Überttreibung und Desinformation ist.  Und mit der 
Auffassung, dass ein Zusammenhang mit Halden überaus unplausibel ist, 
steh ist auch nicht alleine.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4936865
Lesenswert?

A. K. schrieb:
> dass Norwegen den Reaktor benötigt, um sich mit eigenen
> Kernwaffen vor der EU zu schützen? Denn wie hier schon festgestellt
> wurde, brauchen sie ja keine Kernenergie.

Forschung für die Zukunft.
wenn die Gletscher zerflossen sind und das Öl alle ist,
wollen die nicht auf dem atomaren Abgleis stehen.
Ein richtiges Kraftwerk ist das dort ja auch nicht,
sondern ein Forschungsreaktor wimre.

Ein Staubsturm über einer Erz-haltigen Wüste (Australien)
bringt da bestimmt mehr Trommelfeuer in die Luft.

MAKE TUBES G. schrieb:
> Ich kaufe dort Ersatz für EM34 und EM80.
> Zwei Ural-Motorräder mit Beiwagen sind
> dieses Jahr hier vorbeigefahren und Lada
> (Geländewagen) werden immer häufiger.

grad mal ein paar hundert Moppeds...
Beitrag #4937389 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #4938404
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Kara B. schrieb:
> Hinsichtlich der offenen und fairen Informationspolitik der russischen
> Behörden kann man ja mal hier nachlesen:

Hinsichtlich der offenen und fairen Informationspolitik der japanischen
Behörden kann man ja mal hier nachlesen:

https://en.wikipedia.org/wiki/State_Secrecy_Law

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2017/02/woher-stammt-die-radioaktivitat-uber.html

Nach dem Verständnis von 'kara' bestimmt alles haltlose
Unterstellungen.

LG
old.
(Firma: ...) #4938471
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>http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2017/02/wo...

>Nach dem Verständnis von 'kara' bestimmt alles haltlose
>Unterstellungen.

Tut mir leid, diese seriöse Informationsquelle kannte ich noch gar 
nicht.

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2010/01/einfuhrung-fur-neueinsteiger.html

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2016/09/911-liste-der-vielen-zufalle.html
Gast #4938692
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A. K. schrieb:
> Wird Zeit das Breitbart auch Deutschland erobert.
> Damit RT endlich Konkurrenz kriegt.

Früher lief ja pressTV auf Astra.
Der war besser als RT, deshalb wurde
der Sender wegzensiert. Einige
Moderatoren sind dann zu RT gewechselt.
Ich meine, ohne die Press TV Abschaltung
hätte RT nicht den Stellenwert erlangt.
Auf Breitbart freue ich mich sehr.
Ich hoffe die bringen ein deutschsprachiges
Programm.

Kara B. schrieb:
> diese seriöse Informationsquelle kannte ich noch gar
> nicht.

Dazu noch Hörstel und Kenfm, dann bist Du gut dabei.

LG
old.
#4938746
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Uhu U. schrieb:
> ie Nachrichten muss man schon selbst
> bewerten, wenn man nicht auf dem geistigen Niveau einer Amöbe verharren
> will...

Das Bewerten und vor Allem das Hinzuziehen verschiedener 
Informationsquellen ist mir gestern schon übel angerechnet worden:
Beitrag "Re: Jod-131 über Europa kommt von Störfall in Norwegen!"

Manch Einer hat hier die Devise: Einfalt statt Vielfalt!

MfG Paul
#4939219
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Timm T. schrieb:
> Also sorry, aber Breitbart als "Nachrichten" zu bezeichnen - die
> unterbieten das geistige Niveau einer Amöbe ja noch.

Timm, jetzt denk mal scharf nach:
Breitbart setzt einen Text in die Welt und das ist.... na, kommst du 
nicht drauf? Aber, aber, Junge, du bist doch sonst nicht so 
begriffsstutzig...























































Natürlich ist das eine Nachricht von Breitbart, was sonst ;-)

Und nun schlaf weiter, dass deine schlechte Laune endlich aufhört...
Gast #4939286
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Uhu U. schrieb:
> Breitbart setzt einen Text in die Welt und das ist

Wenn ein Hund an die Laterne pinkelt, ist das auch eine Nachricht. 
Trotzdem muss ich die nicht lesen, oder? Obwohl die erstens 
inhaltsreicher und zweitens wirklichkeitsnäher als die von Breitbart 
ist.
Persönliche Seite #4939327
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Um mal wieder zum Originalthema zurück zu kommen:

Gibt es seriöse Quellen, die einen Zusammnhang zwischen den I-131 
Messungen und dem Störfall in Halden herstellen?

Bellona schreibt in [1] bereits am 3. März:
1
In Summary
2

3
[...] The iodine 131 detected over Europe in January cannot be linked to
4
the October release from Halden, due to both the relatively small quantity
5
released from Halden and the short half-live of iodine 131.

Das Argument mit der Halbwertszeit von I-131 wurde ja bereits oben 
erörtet, d.h. bis zu den Messungen etwa in Polen mit 6 µBq/m³ sind seit 
Halden ca. 11 Halbwertszeiten vergangen (9 HWZ von oben war ein 
Tippfehler von mir).

Und in [2] weiter:
1
Nils Bøhmer, Bellona's managing director and nuclear physicist said some
2
of the evidence points to the iodine 131 originating in Poland or Hungary.
3

4
[...] Quotes from the NRPA spokeswoman Astrid Liland parallel to Bøhmer's
5
suggestion that the point of the iodine's origin as central to Eastern
6
Europe.
7

8
She told the Barents Observer [3] that the highest concentrations were
9
noted in Poland, Norway and Northern Finland. By those indications, she
10
said, Eastern Europe is the most likely place of origin. But she cautioned
11
that bad weather at the time the readings were taken helped obscure their
12
point of origin.
13

14
It may take some time to establish the cause of the iodine readings, and
15
in the meantime the bloggosphere and social media may draw conclusions of
16
its own. The biggest consequence of the readings seem for the moment to be
17
fear, levels of which, like the iodine readings, should return to normal.

Interessant finde ich auch folgende Fußnote in der IRSN-Meldug von oben:
1
The Pb-210 concentration detected by IRSN peaked at 1600 µBq/m³
2
in January, four times higher than the usual mean value.

[1] 
http://bellona.org/news/nuclear-issues/2017-03-norways-halden-reactor-a-poor-safety-culture-and-a-history-of-near-misses

[2] 
http://bellona.org/news/nuclear-issues/2017-02-minor-radiation-spike-over-eastern-europe-cause-more-fear-than-harm

[3] 
https://thebarentsobserver.com/en/ecology/2017/02/radioactive-iodine-over-europe-first-measured-finnmark
Persönliche Seite #4939730
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A. K. schrieb:
> Johann L. schrieb:
>> Dazu mal eine Frage, wie solche Aktivitäten überhaupt gemessen werden:
>
> Frage ich mich auch. Das erinnert mich etwas an die Chancen
> unterirdischer Neutrinodetektoren.

Hab endlich mehr dazu gefunden.

Spoiler : Weder Gaschromatographie noch Massenspekrometrie spielen 
eine Rolle.

SD22N von Apantec verwendet einen 2 x 2 Zoll (7 Zoll tief) NaI-Kristall 
als Gamma-Szintillator, z.B. im AM3F, einem "continuous air monitoring 
system designed to measure the particulate, iodine and noble gas 
activity in a sample airstream".

http://www.apantec.com/SDA100.asp
http://www.apantec.com/am3f.asp

Das Gerät arbeitet mehrstufig:
1
The SD220N detects the gamma events and provides the spectral information
2
to an external SDA3E analyzer unit. The sample gases, with particulate
3
and iodine activity removed, enter the noble gas sampler for measurement.

Lower Limit of Detection: 1e-11 µCi/m³. Ein Curie sind 3.7e+10 Bequerel, 
die untere Detektionsgrenze liegt also bei ca. 0.37 µBq.

Die Technologie taugt also dazu, Aktivitäten im genannten Bereich zu 
messen.  Natürlich nach Filtration entsprechend großer Volumina.

Der Mirion IM201M "Mobile Iodine Monitor" verwendet ebenfalls einen (mit 
Thallium dotierten) NaI-Kristall als Szintillator, erreicht allerdings 
nur 3.7 Bq/m³ -- ist eben nur ein kleines (200kg, ca 120kg Pb), 
portables Gerät mit kleinerer Pumpmenge, Kristall, etc.  Aber selbst das 
stellt ein 1024-kanaliges γ-Spekrometer dar.

http://www.gammadata.se/products/radiation-detection/area-and-environmental-monitoring/particulate-iodine-and-noble-gas-monitors/im-201m-mobile-iodine-monitor/
http://www.gammadata.se/assets/Uploads/144105EN-C-IM201M.pdf

Garnicht sooo weit weg von Neutrino-Detektoren, die aber minunter etwas 
großere Szintillationsvolumen verwenden, etwa IceCube mit 1 km³.

https://de.wikipedia.org/wiki/IceCube

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