Drucksensor "springt"

OP (Firma: keine) #3809455
Hallo.

Ich habe folgendes Problem. Ich will mit PC und einer DAQ-Karte von NI 
Druckwerte erfassen. Ich erfasse auch noch Temperaturen mit 2 pt100 über 
dieselbe Karte und das funktioniert ausgezeichnet. Die Druckwerte 
scheinen jedoch plötzliche unrealistische Sprünge zu machen. Da ich 
nebenbei noch ein richtiges Manometer betreibe, sehe ich dass der Sensor 
zwar überwiegend die richtigen Werte ausgibt aber diese ärgerlichen 
"Sprünge" müssen irgendwie raus.
Angeschlossen ist er ganz normal über einen analogen Ausgang der 
DAQ-Karte und einen GND Anschluss. Spannung von 24V bekommt der Sensor 
über ein seperates Netzgerät.


Villeicht hat ja hier einer eine Idee.
Gast
Möglicherweise stimmt der Output ja.
Auch Druck(luft)systeme können Resonanzen ausbilden oder ein Regler 
spinnt ganz einfach.
Normalerweise kann man bei den Systemen von NI nicht viel falsch machen. 
Aber vielleicht entsteht der Blödsinn auch erst in der Auswertung. Also 
im Rahmen der Signal-/Messwertaufbereitung oder das Teil geht einfach in 
die Begrenzung, wobei dann die Ergebnisse meist Lustig und nicht 
interpretierbar sind.
Schau Dir mal explizit die Rohwerte an. Sehr kurzzeitige Sprünge im 
System kann man nicht sehen.
Darüber hinaus kann es auch Probleme mit der Anbindung (Verschraubung 
oder Verschlauchung) geben.
Wir hatten auch mal das Problem, dass, trotz firmeninternen Verbotes, 
die Verbindungen mittels Teflonband abgedichtet wurden.
Masse dieses Netzgerätes mit der der DAQ Karte verbunden?

Gibt es sicher keine Sprünge in der Druckversorgung? Kompressor springt 
an und erhöht druck? Dein Manometer wird das nicht darstellen weil oft 
zu träge.

Was ist das für ein Drucksensor?

Ich hatte schon Sensoren die eine art Sägezahn im Milivolt Bereich 
(Sensor 0-10bar / 0-10V) hatten. Sowas ist nicht gemeint?
OP (Firma: keine)
Thomas K. schrieb:
> Masse dieses Netzgerätes mit der der DAQ Karte verbunden?
Ja, ist es.

> Gibt es sicher keine Sprünge in der Druckversorgung? Kompressor springt
> an und erhöht druck? Dein Manometer wird das nicht darstellen weil oft
> zu träge.

Kann ich definitiv ausschliessen. Diese Sprünge finden auch statt wenn 
ich einfach den stinknormalen Druck im Raum messe. Und eine plötzliche 
Druckänderung um 7 Bar würde ich bestimmt merken. :D



> Was ist das für ein Drucksensor?

Sensor ist so einer 
http://www.conrad.de/ce/de/product/506324/Edelstahl-Relativdrucksensor-mit-Gewinde-B-B-Thermotechnik-DS-EDM-D-R60B-60-bar?queryFromSuggest=true

und da dran hängt eine Ausertelektronik
http://www.conrad.de/ce/de/product/502139/Auswertelektronik-fuer-Keramischen-Relativdrucksensor-B-B-Thermotechnik-DS-MOD-10V-12-24-V/?ref=detview1&rt=detview1&rb=1
>
> Ich hatte schon Sensoren die eine art Sägezahn im Milivolt Bereich
> (Sensor 0-10bar / 0-10V) hatten. Sowas ist nicht gemeint?

Sägezahn? Sorry, da steh ich jetzt auf dem Schlauch.
Musst du wirklich bis 60 bar messen?
2, 5mV pro bar ist nicht wirklich viel, wären bei 60 bar gerade mal 
180mV.
Da wäre also erstmal eine Verstärkung auf z.b. 5V erforderlich bevor es 
zum ADC geht.

Leider hast du nichts zum Einsatzzweck geschrieben, denn es könnte auch 
andere Lösungen geben.
Gast
Marco M. schrieb:
> Kann ich definitiv ausschliessen. Diese Sprünge finden auch statt wenn
> ich einfach den stinknormalen Druck im Raum messe. Und eine plötzliche
> Druckänderung um 7 Bar würde ich bestimmt merken. :D

Wie sehen die Druckänderungen aus? Sind das Spike oder Sprünge?
Was macht die Versorgungsspannung vom Sensor? Ist die absolut sauber?
Mißt du ratiometrisch?
Gast
Also ohmscher Brückensensor. Gibts die Sprünge auch bei einer 
Widerstandsmessung direkt an den Sensoranschlüssen ohne 
Auswerteelektronik?
Dann dürften das Wackler in der Verkabelung sein. Oder der Sensor ist 
defekt.
Wenn dort keine Sprünge auftreten die Masseverbindungen prüfen und ev. 
einen Elko DIREKT über die Betriebsspannung der Auswerteelektronik.
Wenn ansonsten die Werte passen könnte man schnelle Sprünge per Software 
ignorieren.

Z.B 2, 4, 6, 10, 20, 30, 40 wäre ok

Und bei 2, 20, 5, 10, 50, 20 würde man Sprünge > 10 ignorieren was dann

2, 5, 10, 20 ergeben würde.
OP (Firma: keine)
Hallo.
Schön dass sich hier einige so reinhängen. Ich versuche mal die Fragen 
zu beantworten die ich auf Anhieb verstanden habe.

Marc Vesely schrieb:
> Kannst du es mal ohne Auswertelektronik versuchen ?

Leider nicht. Der Sensor wird über die elektronik angeschlossen.

Thomas O. schrieb:
> Musst du wirklich bis 60 bar messen?
> 2, 5mV pro bar ist nicht wirklich viel, wären bei 60 bar gerade mal
> 180mV.
> Da wäre also erstmal eine Verstärkung auf z.b. 5V erforderlich bevor es
> zum ADC geht.
>
> Leider hast du nichts zum Einsatzzweck geschrieben, denn es könnte auch
> andere Lösungen geben.

Messen muss ich nur bis 35 bar. Leider hab' ich diese Hardware quasi 
schon vorgesetzt bekommnen und muss sie jetzt zum laufen bringen.

Wolfgang A. schrieb:
> Wie sehen die Druckänderungen aus? Sind das Spike oder Sprünge?
> Was macht die Versorgungsspannung vom Sensor? Ist die absolut sauber?
> Mißt du ratiometrisch?

Es sind kurze oder auch längere Spitzen. Manchmal hält er einen 
vollkommen irrealen Wert auch mal 10 oder 20 Sekunden. Es ist wirklich 
chaotisch. Ich weiss nicht was du bei der Spannung mit "sauber" meinst 
aber ich habe über diese NI DAQ Karte auch noch 2 pt100 Sensoren im 
Betrieb die absolut super funktionieren.

??? schrieb:
> Also ohmscher Brückensensor. Gibts die Sprünge auch bei einer
> Widerstandsmessung direkt an den Sensoranschlüssen ohne
> Auswerteelektronik?
> Dann dürften das Wackler in der Verkabelung sein. Oder der Sensor ist
> defekt.

Ohne Auswertelektronik kann ich den Sensor nicht benutzen. Er wird über 
diese mit Spannung versorgt. Ich habe zwei verschiedene identische 
elektroniken und Sensoren. Ich habe diese getauscht und auch die 
Verkabelung schon komplett ersetzt. Keine Änderung des Problems.

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