VFD defekt ?

OP #5980685
Hi

Kann ein VFD defekt sein, wenn die Heizung glimmt und der Getter intakt 
ist?

Aber der Reihe nach:
Ein Magnat 400 ist defekt, war in einer Werkstatt, die konnten ihn nicht 
reparieren, es ist unbekannt, was die daran gemacht haben.

Der Fehler: Läßt sich nicht einschalten, Ursache: Standbye-Spannung 
fehlt, -repariert.

Jetzt leuchtete das VFD wie eine Glühlampe, Heizspannung viel zu hoch - 
Trafo falsch gesteckt.

Jetzt läßt sch der Verstärker ein- und ausschalten, das VFD zeigt aber 
nichts an.
Heizung glimmt, der VFD-Kontroller bekommt 5V und ca. -25V, das VFD 
bekommt Signale vom Kontroller...
(Firma: matzetronics)
Peter N. schrieb:
> das VFD
> bekommt Signale vom Kontroller...

Sowohl Grid als auch Anode müssen gegenüber dem Heizfaden (aka Kathode) 
positiv werden (mit deinen 25V), damit das entsprechende Segment 
leuchtet.
Dabei sind die Anoden meist über mehrere Digits miteinander verbunden 
(Segmente) und auf die Grids wird das Multiplexen gelegt.
Ein Oszi an ein paar Grids und Anoden sollte schnell Gewissheit geben.
Auch korrekt angesteuerte VFD altern, was sich in nachlassender 
Helligkeit (ggf nur einzelner Segmente) äußert. Verbastelte VFD sterben 
am häufigsten durch Durchbrennen der Heizung, das läßt sich leicht 
prüfen. Und natürlich kann man ein VFD auch mechanisch kaputt kriegen, 
etwa indem man das Vakuum rausläßt. Auch das äußert sich durch 
(einmaliges, heftiges) Aufleuchten der Heizdrähte.

Ansonsten wurden alle Tips schon genannt. Heizung mit Spannung (typisch 
3 .. 9V) beaufschlagen, so daß sie gerade nicht sichtbar glimmt. Anoden 
und Gitter mit einer positiven Spannung von ca. 25V ggü. der 
Glühkathode beaufschlagen. Wenn dann nix leuchtet (und sei es nur 
dunkel) dann ist was ernsthaft karpott. Zündspannung liegt typisch 
deutlich unter 20V, mehr Spannung braucht man für die Helligkeit; bei 
einem Multiplex von typisch 12:1 oder größer ist das auch nötig. Die 
Anzahl der Gitter läßt sich mit dem bloßen Auge leicht nachzählen, dito 
die Anzahl der Anoden je Gitter.
Hallo,

Peter N. schrieb:
> Jetzt leuchtete das VFD wie eine Glühlampe, Heizspannung viel zu hoch -
> Trafo falsch gesteckt.
>...
> Heizung glimmt, der VFD-Kontroller bekommt 5V und ca. -25V, das VFD
> bekommt Signale vom Kontroller...

wenn VFD stark überheizt werden verdampft die emitierende Beschichtung 
und sie sind danach taub.
Ein paar kleine VFD haben bei mir dafür keine Sekunde gebraucht als ich 
die Heizung versehentlich an 5V statt 1V hatte...

Gruß aus Berlin
Michael
Michael U. (amiga) schrieb:

>wenn VFD stark überheizt werden verdampft die emitierende Beschichtung
>und sie sind danach taub.
>Ein paar kleine VFD haben bei mir dafür keine Sekunde gebraucht als ich
>die Heizung versehentlich an 5V statt 1V hatte...

Naja, da der TO von einem glühbirnenähnlichen Leuchten durch 
Überspannung wegen falsch gestecktemm Trafo berichtete, wird's das wohl 
damit auch gewesen sein.
OP
Der VFD-Kontroller ist ein PT6311B.
Das VFD hat 10 Gitter und nach der Anzahl der restlichen Pins 17 
Segmente (Punktmatrix).

Heizspannung ca. 5V~
Spannung Heizung -> Masse ca. -20V bis -25V schwankend (vermutlich durch 
die Heizungswechselspannung).
Spannung Gitter/Segmente -> Masse Rechecksignal -25V/+5V.

An allen Gittern/Segmenten liegt die Rechteckspannung (bis auf einen 
Anschluß).
Das Timing der Signale zueinander kann ich nicht feststellen.
Die Signale verändern sich, wenn ich am Drehencoder (Lautstärke) drehe.

Aber das einzige, das in der Anzeige leuchtet, ist das Glimmen der 
Heizung...
(Firma: matzetronics)
Peter N. schrieb:
> Aber das einzige, das in der Anzeige leuchtet, ist das Glimmen der
> Heizung...

Naja, dann hast du die Beschichtung der Heizfäden weggebraten.Da 
emittiert dann nix mehr. Man kann den Faden mit Überspannung zum 
Emittieren bringen, aber der stört dann den Blick auf die Digits.
Ist also hinüber. Wenn das kein Standarddisplay ohne Sonderzeichen ist, 
stehen die Chancen auf Ersatz nicht so gut.

Peter N. schrieb:
> Der VFD-Kontroller ist ein PT6311B.

Netter kleiner Chip. Hat auch noch ein paar Eingänge und macht sich gut 
als Frontplatten Controller.
Matthias S. schrieb:

> Naja, dann hast du die Beschichtung der Heizfäden weggebraten.Da
> emittiert dann nix mehr. Man kann den Faden mit Überspannung zum
> Emittieren bringen, aber der stört dann den Blick auf die Digits.

Man könnte es ja mal mit der höheren Heizspannung versuchen.
Dann wüsste man, das Deine Vermutung stimmt und das man dann
wohl wirklich ein neues VFD braucht.
OP
Erstmal mühsam das VFD ausgelötet (warum müssen bei doppelseitigen 
Platinen die Durchkontaktierungen immer so dünn sein...?).

In dem VFD steht "10-BT-271NK" auf einem Aufkleber außen "10-BT-280NK", 
"311", "628234".

Bei genauerem Hinsehen scheinen die "Ziffern" aus 13 Segmenten zu 
bestehen.
Angehängte Dateien:
OP
Mal eine Rückmelung:

Das VFD scheint tatsächlich defekt zu sein.

Ich habe von einem einfachen 7-Segment VFD mal ein paar Gitter und 
Anoden an die Platine angeschlossen. Einige Segmente leuchten und 
verändern sich beim Betätigen des Drehencoders. Also die Elektronik 
funktioniert.

Jetzt ist die Frage: Welche VFD könnte man als Ersatz nehmen?

9 14-Segment-Stellen, Sichtfeld 15*100mm.
Die Symbol-Stelle und die Text-Anzeigen wären wohl nicht so wichtig.

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