Suche exakten Schaltplan von TDA2030 Audio Modul

OP #7813052

Ich habe in der Bucht einen kleinen Audio-Leistungsverstärker auf TD2030A-Basis erworben. Was fehlt, ist eine exakte Dokumentation. Habe zwar den Verkäufer kontaktiert, aber man ist ja ungeduldig und wer weiß, wann da was kommt. Deshalb hier mal die Frage, ob jemand weiß, wo man die Infomationen bekommen könnte oder gar selber eine solche besitzt und hier teilen würde.

Ich habe im Netz sowohl Datenblatt wie auch die (single ended) Schaltung gefunden, aber die Bauelemente stimmen ganz und gar nicht mit der Realität überein.

Angehängte Dateien:
#7813067

Hallo,

Die verbauten Widerstände sind tatsächlich hochohmiger als in der Schaltung aus dem Dabla. Jedenfalls wird es eine Endstufe mit Ausgangselko sein. Aufgrund der einfachen Bauweise sollte sich ein Schaltbild anhand der Leiterbahnen auf der kleinen Platine noch erstellen lassen unter Benutzung einer Lupe.

mfg

#7813087

H. H. schrieb:

https://bizweb.dktcdn.net/100/522/662/files/tda2030.png

Supi, 1R vor der LED wird aber ziemlich hell

Christian S. schrieb:

Die verbauten Widerstände sind tatsächlich hochohmiger als in der Schaltung aus dem Dabla.

Ist wohl besser.

Christian S. schrieb:

Jedenfalls wird es eine Endstufe mit Ausgangselko sein

Leider, der TDA2030 hätte besseres verdient aber dann jammert die Kundschaft wieder wegen bipolarer Versorgungsspannung.

#7813118

Christoph K. schrieb:

Ich habe in der Bucht einen kleinen Audio-Leistungsverstärker auf TD2030A-Basis erworben. Was fehlt, ist eine exakte Dokumentation.

...

Deshalb hier mal die Frage, ob jemand weiß, wo man die Infomationen bekommen könnte

Du hast sie doch auf dem Foto? Bis auf die Dioden und Kerkos ist auch alles beschriftet. Die Grundschaltung ist in jedem Datenblatt und die exakten Werte findest du auf deiner Platine. Es ist doch nur eine Handvoll Bauteile. Wie faul kann man sein?

"Dokumentation" vom Hersteller ist auch ein Witz. Der wird verbauen, was gerade da ist. Z.B. bei der LED eine beliebige Farbe.

#7813126

Ich schliesse mich den Meinungen der Antwortgeber an. Trotzdem findet man mit etwas Ausdauer die CAD Schaltungen solcher Module im Internet. Zumindest sehr ähnliche Versionen. Aber wie gesagt, lehnen sich diese Module ohnehin mehr oder weniger gut an die Datenblatt Grundschaltung an.

#7813133
Gast #7813224

Matthias S. schrieb:

Der war schon vor 25 Jahren Mist.

Ich mit 2 dieser Chips als Teenager eine Partybox auf Lochraster gebaut. Die habe ich einigen Jahren treuer Dienste an meinen ehemaligen Jugendclub verschenkt.

Also sooooo schlecht kann er nicht sein.

Das diese China Module aber immer zu kleine Elkos und Kühlkörper haben, geht mir allerdings auf die Nerven. Mit diesen Modulen hätte meine Box das erste Wochenende nicht überlebt.

#7813237

H. H. schrieb:

Heinrich K. schrieb:

Der Kühlkörper ist viel zu klein, also: Spielzeug!

Alle dachten es sei professionelle PA-Technik....

Ich nicht! Mir war, im Gegensatz zu den Anderen, sofort von Anfang an klar, dass das ein Pipifurzverstärker ist und dass der nichts mit professioneller PA-Technik zu tun hat.

Gast #7813240

Otto K. schrieb:

H. H. schrieb:

Heinrich K. schrieb:

Der Kühlkörper ist viel zu klein, also: Spielzeug!

Alle dachten es sei professionelle PA-Technik....

Ich nicht! Mir war, im Gegensatz zu den Anderen, sofort von Anfang an klar, dass das ein Pipifurzverstärker ist und dass der nichts mit professioneller PA-Technik zu tun hat.

Du bist ein ganz großer Held!

OP #7813253

Ich will ihn benutzen als Kleinleistungsverstärker, um einen Spiralhall mit einer 15 Ohm Treiberspule zu betreiben. 5V Betriebsspannung. Vielleicht 3 W maximal und evtl. sogar noch mit Glühbirnen als Kompressor. Dafür dürfte der Kühlkörper ausreichend sein, zur Not montiere ich ihn mit dem Kühlkörper ans Gehäuse. Der liegt doch auf Masse?

(Firma: matzetronics) #7813257

Sherlock 🕵🏽‍♂️ schrieb:

Ich mit 2 dieser Chips als Teenager eine Partybox auf Lochraster gebaut.

In den 80ern hat Merkur Elektronik in Steglitz auch Platinen mit dem Dings und teilweise auch mit externen Transistoren zur Leistungssteigerung verkauft. Aber die Schwingneigung hat zuerst die Hochtöner zerstört und dann die Platine selber. Selbst wenn es zuerst lief, konnte man sicher sein, das es spätestens bei der Party bumm macht.

Da ist jeder Aufbau mit den Sanyo STK0X0 stabiler gewesen. https://www.radiomuseum.org/tubes/tube_stk050.html?language_id=1

Gast #7813261

Matthias S. schrieb:

Selbst wenn es zuerst lief, konnte man sicher sein, das es spätestens bei der Party bumm macht.

Tja, dann muss ich etwas falsch gemacht haben, denn bei mir hat er viele Parties ohne bumm funktioniert. In meinem Fall zwei Stück als Brückenendstufe mit 18V Bleiakkus.

Die Schwingneigung ist mir bekannt, habe ich beim Basteln auf dem Steckbrett erlebt. Mit der richtigen Schaltung und dem richtigen Layout läuft er aber stabil. Im Datenblatt steht drin, worauf es ankommt.

#7813290

Laut Werbeaussage ab 5 V spezifieselisiert:

"TDA2030A Audioverstärkerplatinenmodul Single Mono 18W 5-12V Für...." https://www.ebay.de/itm/404849260164?mkevt=1&mkcid=1&mkrid=707-53477-19255-0&campid=5338757642&toolid=20006&customid=e3516a443bf4cc5f2dbbf119cd74d137&_trkparms=ispr%3D1&amdata=enc%3A11tjomrk9R_y2U5yZcPtTxA21

Ist das ein tolles Angebot!

da komischerweise ab 6 V:

https://www.ebay.de/itm/387570851768?var=0&mkevt=1&mkcid=1&mkrid=707-53477-19255-0&campid=5338932991&toolid=10044&customid=088457680b4c1023b0a430e3f84425ec

Besser wäre, wenn heutzutage alles ab 3,3 V schon funktionieren würde.

mfg

#7813307

Matthias S. schrieb:

Ich frage mich nur, warum man sich diesen antiquarischen, mit eingebauter Schwingneigung konstruierten IC Saurier heute noch antut? Der war schon vor 25 Jahren Mist.

Na ja, ist kein TBA810, TDA1020, TDA2002 sondern ein ordentlicher Leistungs-OpAmp.

Wenn die Leistung reicht, ist er ok.

Christoph K. schrieb:

Ich will ihn benutzen als Kleinleistungsverstärker, um einen Spiralhall mit einer 15 Ohm Treiberspule zu betreiben

Dafür ist er übertrieben und eher ungeeignet, von plus und Masse geht ja einiges ab, da bleibt bei 5V nichts mehr für das Ausgangssignal übrig.

#7813413

Otto K. schrieb:

Ich nicht!

Bitte Ironiedetektor justieren!

Sherlock 🕵🏽‍♂️ schrieb:

Tja, dann muss ich etwas falsch gemacht haben, denn bei mir hat er viele Parties ohne bumm funktioniert. In meinem Fall zwei Stück als Brückenendstufe mit 18V Bleiakkus.

Bei mir ebenso. Allerdings nur mit 12…14V im Auto. Siehe Bild.

Gruß Jobst

Angehängte Dateien:
#7813421

Sherlock 🕵🏽‍♂️ schrieb:

Matthias S. schrieb:

Selbst wenn es zuerst lief, konnte man sicher sein, das es spätestens bei der Party bumm macht.

Tja, dann muss ich etwas falsch gemacht haben, denn bei mir hat er viele Parties ohne bumm funktioniert. In meinem Fall zwei Stück als Brückenendstufe mit 18V Bleiakkus.

Dann musst Du wohl eine Fälschung erwischt haben ... ;-)

Christian S. schrieb:

Laut Werbeaussage ab 5 V spezifieselisiert:

"TDA2030A Audioverstärkerplatinenmodul Single Mono 18W 5-12V Für...." https://www.ebay.de/itm/404849260164? ... Ist das ein tolles Angebot!

da komischerweise ab 6 V:

https://www.ebay.de/itm/387570851768? ...

Lt. Bildern sogar die Hochvoltvariante des TDA2030 ...

Besser wäre, wenn heutzutage alles ab 3,3 V schon funktionieren würde.

Dann wäre es aber eben besser, wenn man Teile nehmen würde, die zumindest näherungsweise aus dem Heutzutage stammen würden ...

Christoph K. schrieb:

Ich will ihn benutzen als Kleinleistungsverstärker, um einen Spiralhall mit einer 15 Ohm Treiberspule zu betreiben. 5V Betriebsspannung. Vielleicht 3 W maximal

Wie willst Du mit 15Ohm und 5V an die 3W erreichen? Klappt ja noch nicht mal in Brückenschaltung (solange man keine weiteren Hilfsmittel einsetzt) ...

Gast #7813510

Christian S. schrieb:

Laut Werbeaussage ...

eben: Werbeaussage. Werbung weckt Wünsche. Werbung ist die Grauzone der Gauner zwischen Wahrheit und Betrug.

Wobei Chinesen besonders unglaubwürdig sind:

  1. In China gelten Leistungs-Angaben (anders als bei uns) nur für einen ganz kurzen Moment.

  2. Sie sind dumm oder stellen sich absichtlich dumm: "upps, sorry, eigentlich verkaufe ich nur Damenunterwäsche. Diese Produkte habe ich von meinem verstorbenen Nachbarn übernommen und auch dessen Produktbeschreibung." (In Deutschland wäre man trotzdem verantwortlich)

Der Hersteller Espressif hatte mal ein Draft Datenblatt für den ESP8266 erstellt, in dem Wunschdaten aus der Planungsphase standen. Zum Beispiel die Ruhestromaufnahme: tatsächlich war sie viel höher. Das hat der Hersteller auch rasch korrigiert, aber die Händler haben mehr als 5 Jahre später immer noch aus dem Draft (oder voneinander) abgeschrieben. "upps, sorry, ich habe die Zahlen aus dem Datenblatt" (ja schon, aber aus dem Datenblatt, das dick und Fett als nicht zu veröffentlichender Entwurf gekennzeichnet war).

  1. Sie wissen, dass wir sie für Betrug nicht bestrafen können.

  2. Sie verkaufen sehr häufig gefälschte Bauteile, oft schlecht funktionierende. Wobei in diesem Fall die 5V vielleicht sogar stimmen, eben weil es eine Fälschung ist.

Meine Erfahrung bei QVC:

Ein Hersteller schickte Mustergeräte. Es wurden ein paar Mängel gefunden und behoben, dann der Auftrag erteilt, davon ein paar LKW Ladungen zu liefern. Was kam?: Der erste LKW war in Ordnung. Danach kamen wieder mangelhafte Produkte - teils sogar mit weiteren neuen Fehler weil man Teile weg optimiert hatte.

Eigentlich muss man bei Lieferungen aus China jedes einzelne Teil kontrollieren. Daran sind hier schon einige Händler gescheitert, die anfangs dachten, sie könnten hier den großen Reibach machen.

Deswegen ist QVC so teuer. Die Firma steckt viel Aufwand in die Kontrolle der Produkte, damit das Q für Qualität nicht zur Farce wird. Und wenn der Kunde doch mal unzufrieden ist, kann er problemlos (meist ganz kostenlos) umtauschen. Das treibt die Preise in die Höhe, deswegen ist QVC teuer.

OP #7813610

Christoph K. schrieb:

Ich will ihn benutzen als Kleinleistungsverstärker, um einen Spiralhall mit einer 15 Ohm Treiberspule zu betreiben. 5V Betriebsspannung. Vielleicht 3 W maximal

Wie willst Du mit 15Ohm und 5V an die 3W erreichen? Klappt ja noch nicht mal in Brückenschaltung (solange man keine weiteren Hilfsmittel einsetzt) ...

Ich will die 3W nicht „erreichen“, ich schätzte das als obere Schranke meiner Leistungsentnahme, weil der Einwand kam, daß Kühlkörper viel zu klein etc.

Danke, Jobst, für die Mühe, die Du Dir gemacht hast.

Und was 21. Jh. betrifft: ja, es ist antikes Equipment. Und es soll bei dem bleiben, nur die Ansteuerung sollte etwas vereinfacht werden. Es wurden in der Vergangenheit zunächst Netztrafos verwendet, die eine ECC82 betrieben und das Signal wurde dann mit einem AÜ auf 15 Ohm Ausgangsimpedanz heruntertransformiert. Später waren es Transistorstufen, aber immer mit einem AÜ. Der Versuch hier sollte endlich mal den AÜ eliminieren bei gleichzeitigem Beibehalten des antiken Spiralhalls. Und auch den Schaltungsaufwand reduzieren.

Man könnte natürlich auch einen Digitalhall/Delay und was nicht alles da einbauen. Aber es geht ums weitgehende Beibehalten des antiken Sounds.

Ich hänge auch nicht an den 5V, im Gegenteil. Und der Versorgungsbereich bietet mir ja die Möglichkeit, auch ohne Brückenschaltung auszukommen.

#7813777

Harald W. schrieb:

Dergute W. schrieb:

eisenlose Endstufe mit AC187/188 Transistoren

Aus welchem Material sind denn die Gehäuse der AC187/188 gefertigt? :-)

Du hast recht, das Gehäuse muss wohl Eisen enthalten, zumindest bleibt der AC178 am Dauermagneten kleben.

Ich dachte vorher immer, Germaniumtransistoren bestünden einfach nur aus einem tiefgezogenen Aluminiumbecher (wegen der besseren Wärmeabfuhr).

Angehängte Dateien:
#7813788

Hallo, Otto K. schrieb im Beitrag #7813777:

Ich dachte vorher immer, Germaniumtransistoren bestünden einfach nur aus einem tiefgezogenen Aluminiumbecher (wegen der besseren Wärmeabfuhr).

Dann wären es aber doch Aluminiumtransistoren...

rhf

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