defekter µC Bluray-Player

OP #4704111
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Hallo,

ich bin nun schon seit einigen Tagen mit einem defekten Bluray-Player 
beschäftigt.
Der Player lässt sich nicht mehr einschalten, weder mit Tasten noch mit 
Fernbedienung, es leuchtet nur die Standby-LED.
Zuerst hatte ich das Schaltnetzteil in Verdacht, da dieses nur 17V 
liefert anstatt der im Service Manual angegebenen 32V. Dies hat sich 
jedoch nicht als Fehler herausgestellt, da die Spannung von einem 
Steuer-µC beim Anschalten über eine Steuerleitung auf 32V angehoben 
wird.

Nach genauerem untersuchen dieses µC stellte ich fest das dieser im 
Standby sehr heiß wird (ca. 40-50C). Dieser Chip ist auch für das 
Verarbeiten der Fernbedienungssignale zuständig, 3.3V liegen am Chip 
an...
Am Quarz konnte ich auch nichts vernünftiges messen.

Also offentsichtlich ist dieser Chip wohl defekt, die Frage ist nun ob 
es sich lohnt hier weiter zu machen...

Den µC (UPD78F1165) gibts beim Chinesen, das Problem ist nur das dieser 
ja auch mit der entsprechenden Firmware geflasht sein muss...
Von LG gibt es ein Firmware-update mit diesem wohl auch der MICOM 
gennante Chip geflasht wird... vielleicht kann man damit irgendwie einen 
neuen Chip vorm Einbau flashen???
Angehängte Dateien:
OP #4706068
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Schade, also hat hier keiner einen Rat für mich.

Somit muss das Gerät dann wohl nach gerde mal 3 Jahren in die Tonne 
wandern.
Ich verstehe nicht wie sich ein Mikrocontroller einfach so verabschieden 
kann, da wurde wohl extrem preisgünstige Hardware verbaut. Hätte ich 
nicht erwartet bei einem Markenhersteller. Sieht für mich fast nach 
geplanter Obsoleszenz aus...
Gast #4706072
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Der muss nur mal eine kurze Überspannung gesehen haben, dann isser hin.
(bzw. vielleicht nichtmal der ganze Controller sondern nur I/O Ports...)
Wenn ein Gerät keine ordentlichen Schutzschaltungen hat (wovon ich bei 
Consumer Ware mal ausgehen) dann gibts da durchaus möglichkeiten warum 
der "einfach so" kaputt gehen kann ;-)
Gast #4706076
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R. H. schrieb:
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> Ich verstehe nicht wie sich ein Mikrocontroller einfach so verabschieden
> kann, da wurde wohl extrem preisgünstige Hardware verbaut. Hätte ich
> nicht erwartet bei einem Markenhersteller. Sieht für mich fast nach
> geplanter Obsoleszenz aus...

Ich denke nicht, dass der uC die eigentliche Ursache war. Habe schon 
billige Geräte gesehen, die an den Buchsen einen ESD-Schutz im Layout 
vorgesehen hatten, dieser jedoch nicht bestückt war. Das wäre eine 
Variante. Die häufigere Variante ist dann die Auslegung des Netzteile. 
Billige Elkos, ungenügender Transientenschutz, etc.
Geplante Obsoleszenz oder ungenügende Auslegung - das ist hier die 
Frage.

Klar, den uC kannst Du ersetzen, aber ob die Firmware im Netz reicht ist 
die große Frage. Vermutlich liegt noch ein Bootloader dazwischen, den Du 
brauchst aber nirgends Downloaden kannst.

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