Unterschiedliche Leds im selben Stromkreis

OP #6092586
Lesenswert?

Hallo Zusammen,

Ich möchte 4 Leds mit einem 100mAh und 3,7V Akku betreiben. Dabei habe 
ich 2 blinkende SMD Leds bereits parallel angeschlossen was auch soweit 
funktioniert. Wenn ich nun aber 2 normale Leds ebenfalls parallel 
anschließen leuchten nur noch diese. Hat wahrscheinlich etwas mit den 
Widerständen zu tun oder? Hat jemand eine Idee wir man das Problem lösen 
könnte?
Ich bin für jeden Tipp dankbar!
OP #6092615
Lesenswert?

Gast #6092626
Lesenswert?

Soweit ich weiß dürfen die blinkenden LED's ohne Vorwiderstand betrieben 
werden. Bei den anderen beiden LED's würde ich Testweise je einen 1k 
Widerstand vorschalten. Das hört sich viel an, aber bei 5000mcd ist das 
sogar erforderlich, weil sonst deine Augen zu stark geblendet werden!
Gast #6092695
Lesenswert?

Elektrofurz schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Woher weißt Du das?
>
> Das weiß ich noch von Früher, als ich vor 5 Jahren mit Elektronik
> angefangen habe.

Grundwissen.
Manches weiß man eben. Achja, ich habe gehört, es soll sogar 
Datenblätter dazu geben :-)
Bei meinem Früher, 20 Jahre her, bei 5mm Blinkled, war die Spannung 
zwischen 7 u. 9V.
Beitrag #6092716 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6092739
Lesenswert?

Max S. schrieb:
> ALso laut Berechnung brauche ich 10 Ohm.Lohnt sich das ?:D

Meine Güte, jetzt mach doch mal vor jeder Diode einfach nur einen 
Widerstand davor! Im Prinzip sind die vier Widerstandswerte egal, sie 
werden am Ende irgendwo zwischen 100 Ohm und 1k liegen. Das kannst du 
dir dann selber je nach Geschmack aussuchen. Bei den Werten, die ich 
genannt habe, wird schon nix kaputt gehen.
Gast #6092752
Lesenswert?

Max S. schrieb:
> Also laut Berechnung brauche ich 10 Ohm.Lohnt sich das

Ja lohnt sich. Weil es danach funktioniert.

Ich habe allerdings Zweifel an der Richtigkeit deiner Berechnung. 
Unterschiedliche LEDs brauchen unterschiedliche Widerstände. Da müssten 
also schon vier Werte heraus kommen, nicht einer.
Gast #6092760
Lesenswert?

Max S. schrieb:
> ALso laut Berechnung brauche ich 10 Ohm.Lohnt sich das ?:D

Dann lasse in halt weg. Dann leuchten deine LEDs nur einmal kurz auf und 
sind dann gleich durchgebrannt.

Für die Berechnung des Vorwiderstands darfst du aus dem Datenblatt nur 
den "Forward Current" beachten! Der "Peak Forward Current" darf nur für 
Impulsbetrieb beachtet werden.
Gast #6092770
Lesenswert?

Und mach mal ein Foto von den vier LED's wenn sie eingeschaltet sind. 
Ich will mal sehen wie hell die dann sind!

Spannend wird auch sein, ob die beiden blinkenden LED's in der Lage sind 
asynchron zu blinken, oder ob der Innenwiderstand der Batterie das 
verhindert.
Gast #6092791
Lesenswert?

Elektrofurz schrieb:
> Eine stabilisierte Spannungsquelle wäre hier jetzt von Vorteil!

Hast du vor, die 2,4V LED an einer Konstanten Spannung von exakt 2,4V zu 
betrieben?

Falls ja, informiere dich mal darüber, wie weit diese Eigenschaft der 
LED Materialstreuungen unterliegt und wie sich sich bei steigender 
Temperatur verändert.
Gast #6092797
Lesenswert?

Max S. schrieb:
> Woher weiß ich welche Werte die Widerstände haben müssen?

Eigentlich: gar keiner passt.

Denn dein Akku hat nicht 3.7V  sondern 4.2V wenn voll und 2.5V wenn 
leer.

Wenn du blaue oder weisse LEDs anschliessen willst, wollen die oft 20mA 
für normale Helligkeit und verlangen dabei 4.2 bis 3.6V je nach 
Exemplar.

2.5V reicht also gar nicht, 4.2V an einer 3.0V benötigenden LED braucht 
60 Ohm als Vorwiderstand aber ein 3.6V benötigendes Exemplar ist dann 
bei vollem Akku nur halb so hell. Bei 3.6V am Akku fast aus während die 
erste LED noch halbhell leuchtet.

Akku und LED ist also eine blöde Kombination.

Glücklicherweise verwendest du rote 50mA LEDs die nur 2.0 bis 2.5V 
benötigen. (4.2-2.0)/0.05 sind 44 Ohm, nimm einen 43 oder 47 Ohm 
Widerstand für volle Helligkeit pro LED.

Besser wären Konstantstromregler wie BCR405 oder noch besser BCR430U mit 
extrrnem Transistor und nur 0.2V Verlust, denn die halten den Strom auch 
bei sinkender Akkuspannung konstant.
Gast #6092798
Lesenswert?

Stefan ⛄ F. schrieb:
> Hast du vor, die 2,4V LED an einer Konstanten Spannung von exakt 2,4V zu
> betrieben?

Selbstverständlich. Das geht natürlich nur mit den Blink-LED's, weil die 
schon die entsprechende Blinkelektronik in sich selbst drin haben.
Normale LED's dürfen natürlich nur mit einer KSQ- oder einem 
Vorwiderstand betrieben werden!
OP #6092824
Lesenswert?

Elektrofurz schrieb:
> Max S. schrieb:
>> ALso laut Berechnung brauche ich 10 Ohm.Lohnt sich das ?:D
>
> Meine Güte, jetzt mach doch mal vor jeder Diode einfach nur einen
> Widerstand davor! Im Prinzip sind die vier Widerstandswerte egal, sie
> werden am Ende irgendwo zwischen 100 Ohm und 1k liegen. Das kannst du
> dir dann selber je nach Geschmack aussuchen. Bei den Werten, die ich
> genannt habe, wird schon nix kaputt gehen.

Werde es mal mit 10 Ohm und 100 Ohm versuchen
Gast #6092829
Lesenswert?

Derart niedrige Vorwiderstände deuten idR darauf hin, dass die 
Spannungsmarge viel zu klein ist.

Bei vollem Akku blendets dann und bei fast leerem Akku leuchtets 
praktisch nicht mehr.

Wie sich die Blinkleds da verhalten ist nochmal was anderes.
Beitrag #6092833 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6092958
Lesenswert?

#6092977
Lesenswert?

Elektrofurz schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Woher weißt Du das?
>
> Das weiß ich noch von Früher, als ich vor 5 Jahren mit Elektronik
> angefangen habe.

Tatsächlich, gerade habe ich mal 2 x-beliebige Datenblätter angesehen. 
Die Leds benötigen wohl keinen Vorwiderstand, solange sie im 
Nennspannungsbereich betrieben werden. Bei höheren Spannungen nimmt man 
dann wohl besser eine Z-Diode zur Spannungsbegrenzung.
Gast #6093230
Lesenswert?

Diese Blinkleds muss es schon seit über 30 Jahre geben, denn ich weiss 
noch genau, wie mein Vater damals Eine nach Hause gebracht hat. Ich war 
noch ziemlich jung. Jenes Modell brauchte auch keinen Vorwiderstand, 
beim Spannungsbereich bin ich unsicher, meine aber, ging bis 12V.
Ich konnte mir damals überhaupt nicht erklären, wie man eine 
Blinkschaltung so klein hinkriegt. Es war die Zeit meiner ersten 
Schaltungen, so mit klassischem astabilen Multivibrator und so.

Beitrag "Wie funktioniert eine Blink-LED mit integrierter Schaltung?"

Gruss Chregu

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren