Wasserstandserkennung Zisterne

OP #8088896
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Grüß Gott miteinander! Ich hoffe, allen geht es gut. Ein neues Problem. Die Zisterne meines Onkels, die aus einer alten Schlammgrube entstanden ist, soll 2 Wasserstände(voll/leer) erkennen. Dazu hatten wir uns eine Schaltung(s.Anlage) überlegt, die probeweise Übertage und auch ein paar Monate in der Zisterne selber problemlos funktioniert hat. Nun ist die Anzeige fehlerhaft. Jeweils 2 Elektroden (Anschlüsse A/B und C/D) aus rostfreiem Stahl sollen eine Art Widerstand darstellen: unendlich groß, wenn die Elektroden nicht mit Wasser umgeben sind und endlich, wenn sie unter Wasser stehen. Ähnlich dem Prinzip eines regensensors. Ein 4011 dient als Komparator und Schmitt-Trigger. Seit ein paar Tagen zeigen die LEDs falsche Zustände an (LEDs gehen an, obwohl nicht leer). Der 4011 ist in Ordnung. Unsere Vermutung ist,dass die Elektrolyse mittlerweile hier reinspielt und die Messung zunichte macht. Aber ist Spekulation. Alternativen wie Schwimmschalter oder Ultraschallsensor sind bei ersten Versuchen schon gescheitert(Mechanik war nach kurzer Zeit zugepampt, für Sensor kaum zugänglich u.v.m).

Hat jemand von euch eine Idee, wie man das zuverlässig und günstig auf Dauer hinbekommen kann? Wir würden die Idee mit den beiden Elektroden gerne beibehalten, da keine Mechanik im Spiel - aber kein Muss. Vielleicht AC statt DC verwenden, aber wie dann am einfachsten zuverlässig auswerten?

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#8088903
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Sicher wäre AC besser, aber wenn die Mechanik nicht verhindert, dass feuchter Schlamm an der Wand hängen bleibt aus dem die Elektroden ragen, dann hilft das alles nichts.

Ein uC kann nicht nur an seinen Pins AC erzeugen undit fem ADC messen, sondern auch den anderen Widerstand zwischen unterschiedlichen Werten umschalten, und sich damit auf die Konditionen anpassen, und gleichzeitig Plausibilitätskontrolle durchführen (oben nass unten trocken) oder eine Pumpe starten, die die Elektroden mit Leitungswasser sauber spritzt.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #8088907
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OP #8088914
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Der kostet aber über 1000€! Das übersteigt leider unser Budget

Lothar M. schrieb:

Wie hoch ist denn dieses Budget? Solche Ultraschallmessgeräte gibts auch billiger:

https://www.amazon.de/dp/B0H87VSBKD https://www.amazon.de/dp/B0FMY36D24 https://www.voelkner.de/products/13987889/Ultraschall-Fuellstandsmesser-mit-digitaler-Anzeige.html

Budget: 50€ max. Aber es ist kein senkrechter Zugang zur Wasseroberfläche aus Sicht eines Schallsensors möglich (es liegt nur ein PVC Rohr (10cm Durchmesser) zur Grube, und das Zugangsrohr steht auch in einem Winkel zur Grube). Die Elektroden hängen frei in der Grube in 2 verschiedenen Höhen und sind nicht an der Aussenwand befestigt.

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #8088915
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Elektroden aus Silberdraht, damit man gleichzeitig was gegen Keime tut. Und ich meine richtigen Silberdraht aus dem Goldschmiedebereich, nicht dieses Versilberte Kupfer für die Elektronik. Bestromen immer nur dann, wenn man auf der Steuerkiste einen Taster drückt. Damit erst dann die vorgesehene Anzahl der LED leuchten. Grün = voll Rot = hast noch ca 10% drin.

Für die Anzeige "Voll" kann man auch rot+grün zusammen leuchten lassen, das vereinfacht den Drahtverhau. Wie die Drähte sitzen müssen, da sollte man drauf kommen. Passt alles in ein gelochtes Kabelrohr, das dann im Wasser steht.

#8088937
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Füllstandsmessung mit Einperleffekt. Das Teil misst den Luftdruck im Schlauch. Muss ab und zu pusten, dadurch Dreckunempfindlich. Gibt's hier auch irgendwo einen Thread zu. k.A. ob man das mit 50€ hinbekommt.

Alternativ tatsächlich kapazitive Messung via µC, da ist die Elektrode nicht mit DC beaufschlagt, was auch bei 5V und maximal 100µA binnen endlicher Zeit jedes Metall auflöst...

#8088938
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Paul F. schrieb:

Hat jemand von euch eine Idee, wie man das zuverlässig und günstig auf Dauer hinbekommen kann?

Einperlsensor, um die Höhe der Wassersäule zu messen. Dann kommt nichts elektrisches mit dem Inhalt der Zisterne in Kontakt.
Beitrag "Ein Füllstandmesser auf Einperlungsbasis"

"zuverlässig" und "günstig" sind dabei etwas schwierig zu vereinbaren, sonst hätten "zuverlässig" und "teuer" keinen Markt.

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(Firma: Q3) #8089066
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Wenn es um Langlebigkeit und Schmutzwasser geht, gibt es eigentlich nur sinnvolle Lösungen, die den direkten Kontakt mit der Brühe vermeiden. Alles andere verrottet, verklebt, vergammelt.

Da bleiben nur Ultraschall oder Radar auf die Oberfläche.

Ein Problem bleibt: So eine Grube ist auch ein Biotop und es ist unvermeidlich, wenigstens einmal im Jahr dafür zu sorgen, dass nicht Spinnengewebe (und das mit Schmutz, Insekten, Staub, Sand u.ä. gut gefüllt) oder Moose u.a. den Sensoren die Sicht versperren.

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#8089125
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Ich hätte jetzt auch mal in Richtung geschlossenes Rohr aus nicht ferromagnetischem Material gedacht, das senkrecht in die Brühe taucht, in dem sich Reed-Schalter verstecken und auf dem sich ein Styropor-Donut, der mit Magneten gespickt ist, großzügig hin und her bewegen kann.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #8089130
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Jörg K. schrieb:

hydrostatische Druckmessungen. ... eintauchende Hängesonden mit Kapilar-Ausgleichsleitung.

Also sowas wie https://www.ebay.de/itm/127955800549

Da würde ich aber um die Löscher vorne einen stabilen Luftballon machen und den mit ein wenig sauberem Wasser füllen. Oder 5 normale Luftballone übereinander ziehen...

#8089157
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Luftballons sind nicht wasserdicht und erst recht nicht biosicher. Die Brühe im Ballon wird über die Zeit auch gammelig. Wenn, dann eine stabile Gummihülle aus Silikon, plus ein nicht gammelndes Öl, z.B. auch was aus Silikon. Oder man gewöhnt sich an, alle halbe Jahr Ballon und Wasser zu tauschen und den Sensor zu reinigen.

Flunder schrieb:

in Richtung geschlossenes Rohr

So ein Reedmessstab ist die Industrielösung für Füllstandsmessung in sehr widrigen Umständen. Nachteil: man muss viele Kontakte unterbringen und ebenso viele Widerstände. Das bildet dann ein Poti, stufig zwar, aber immerhin absolut sicher, sofern der Auftrieb des Donuts riesig im Vergleich zum Gewicht ist, und das Gewicht groß. Mit zu wenigen Kontakten kann es passieren das der Donut "drüber" oder "drunter" ist, was man nicht merkt, und durch die Beobachtung der Signale kann man auch sagen "hat sich in den letzten 24h nicht bewegt = klemmt".

#8089180
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Man könnte einen Bluteinfusionssack als Druckwandler einsetzen. Schlauch anbringen - Drucksensor im Trockenen. Solche Säcke scheinen aus sehr hochwertigen chemikalienbeständigem Material gefertigt. Ich habe vor damit Versuche zu machen.

Allerdings kränkelt so ein Verfahren daran, dass es praktisch unmoeglich ist so eine Anordnung hermetisch dauerhaft dicht zu kriegen. Deshalb sind Pumpen unterstützte Methoden hinsichtlich solcher Bedenken eine technisch bessere Lösung.

Ein Bekannter von mir konstruierte einen Unterwasser Drucksensor mit Mineral-Öl und Nitrile Handschuhmaterial als Wasser/Öl-Barriere. Hat damit ziemlich dauerhafte Unterwasser Druckwandler geschaffen die jahrelang überleben. Nur Einfrieren ist für den Sensor tödlich. Das Nitril Material scheint ausreichen beständig zu sein.

#8089182
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Es gibt auch Schwimmerschalter, welche man oft auch seitlich an Tauchpumpen angebracht sieht, zu kaufen. So einen an einem Rohr fixiert in die Zisterne absenken Fertig ist der untere, nasse Schalter. Hab ich auch einen in meiner Zisterne um die Pumpe bei Wasser Aus zu deaktivieren.

So was zum Beispiel: https://www.amazon.de/Schwimmschalter-Wasserstandsregler-Rechteckiger-Schwimmerschalter-Wasserstandssensorschalter/dp/B0CYM15KRW

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Persönliche Seite #8089184
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Paul F. schrieb:

Jens M. schrieb:

Gibt es Erfahrungen mit den Drucksensoren aus China? Zumeist mit Stromschnittstelle.

Moin Jens, wenn du den Drucksensor TL-136 meinst, dazu gibt es einiges an (positiven) Berichten im Netz (u.a. hier https://www.youtube.com/watch?v=eztjJrg7F94) Ist aber in erster Linie für kontinuierliche/stufenlose Füllstandsmessung angedacht.

Danke Paul, schaue ich mir an.

Naja, wenn ich was stabil Kontinuierliches habe, sind Schaltpunkte daraus ja leicht ableitbar.

Gruß Jens

#8089258
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Am Ende unserer abschüssigen Straße ist eine unterirdische Fäkaliensammel- und Pumpstation (die das wieder bergauf bis zum höher gelegenen Hauptsammler befördert). Immer wenn die Jungs zur Wartung oder Störungsbehebung kommen, versuche ich mir das anzuschauen. Obwohl das eine hochprofessionelle und "Kosten sind egal" Anlage ist, sind da einfache Schwimmerschalter verbaut. Allerdings mehrere in Redundanz (auch zwei Pumpen a 10kW die immer schön abwechselnd laufen). Angeblich würde alles andere nicht lange genug leben.....

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#8089297
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Jens M. schrieb:

Gibt es Erfahrungen mit den Drucksensoren aus China? Preislich irgendwo zwischen 20 und 40€.

Ich habe ein paar davon im Einsatz. In Frischwasser und in Zisternenschmodder. Als Modell "versenken mit Schlauch im Kabel" und auch als klassischer Aufschraubsensor unter dem Tank. Klasse. Klappt seit Jahren super. Einer war mal kaputt weil undicht. Bei zu schlimmem Bodenbelag einfach hängend installieren, sodass we nicht am Boden liegt.

Beispiellink, ob das der beste Händler ist weiss ich nicht: https://de.aliexpress.com/item/1005008477970186.html?isdl=y&aff_fsk=_c4Bef2CJ&src=PrecisDEBS&aff_platform=aff_feeds&aff_short_key=_c4Bef2CJ&pdp_npi=4%40dis%21EUR%2156.55%2136.19%21%21%21%21%21%40%2112000045322012523%21afff%21%21%21&_randl_language=de&locale=de_DE&region=DE&site=glo&n=true&is_redirect=n&cn=23555774122_193822277715&cv=12000045322012523&dp=EAIaIQobChMI7r6hotS8lgMVlAuiAx15bxILEAQYAyABEgLhL_D_BwE.Cj4KCAjw16_UBhBaEi4A-iOL9T-Ci6Q3CQ5Zqtkzva1qw0PcG0jwI8g4tInKPiAuzSTekKcLjqL0dtV4GgLxlw.0AAAAAqSLCK_HlV6_TMmuUW5XTxkpXD2T7&rd=10458077197807589715&gad_source=1&gad_campaignid=23555774122&gbraid=0AAAAAqSLCK_HlV6_TMmuUW5XTxkpXD2T7&gclid=EAIaIQobChMI7r6hotS8lgMVlAuiAx15bxILEAQYAyABEgLhL_D_BwE

Grüsse Jan

Bin leider zu doof den link passend zu kürzen/mit Text zu maskieren.

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