AVR OSCCAL für Frequenz-Jitter

Gast #3432428
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Hallo,
ich möchte gerne das OSCCAL Byte eines ATmega32M1 nutzen um die 
Störausstahlung zu verwischen.
Gibt es Gründe warum die nicht funktionieren wird?
Im Datenblatt in "Figure 29-20. Calibrated 8MHz oscillator frequency 
versus osccal value" lese ich bei 8MHz einen ASCCAL Wert von 96 ist das 
immer so solange ich den nicht selbst kalibriere?
Ich dachte der Takt wird wärend der Fabrikation kalibiriert, wird das 
anders gemacht?
Vielen Dank Simon
Gast #3432429
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Simon schrieb:
> Im Datenblatt in "Figure 29-20. Calibrated 8MHz oscillator frequency
> versus osccal value" lese ich bei 8MHz einen ASCCAL Wert von 96 ist das
> immer so solange ich den nicht selbst kalibriere?
Ja

Simon schrieb:
> Ich dachte der Takt wird wärend der Fabrikation kalibiriert, wird das
> anders gemacht?
Hier wurde er auf 96 kalibriert

Simon schrieb:
> ich möchte gerne das OSCCAL Byte eines ATmega32M1 nutzen um die
> Störausstahlung zu verwischen.
Häää?
Gast #3432434
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Ingo schrieb:
> Simon schrieb:
>> ich möchte gerne das OSCCAL Byte eines ATmega32M1 nutzen um die
>> Störausstahlung zu verwischen.
> Häää?

Bei der EMV Messung haben wir bei der Störaustrahlung ein Maximum bei 
32MHz (gemessen wird ab 30Mhz). Die Vermutung liegt nahe, dass dies eine 
Harmonische des CPU-Takts ist.
Die Hoffnung ist, dass durch Änderung des Taktes diese Störaustrahlung 
verteilt und damit unter den zulässigen Bereich sinkt.
#3432441
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@Simon (Gast)

>Bei der EMV Messung haben wir bei der Störaustrahlung ein Maximum bei
>32MHz (gemessen wird ab 30Mhz). Die Vermutung liegt nahe, dass dies eine
>Harmonische des CPU-Takts ist.

Könnte sein.

>Die Hoffnung ist, dass durch Änderung des Taktes diese Störaustrahlung
>verteilt und damit unter den zulässigen Bereich sinkt.

Spread Spektrum arbeitet aber mit deutlich höheren Modulationsferquenzen 
als man sie mittels softwaremässiger Umschaltung des Kalibrierbytes 
hinbekommt. Aber einen Versuch ist es wert.
#3433704
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Detlef Kunz schrieb:
> Man kann den RC-Oszilator nicht über OSCCAL modulieren, da der Wert nur
> bei einem Reset vom Oszilator übernommen wird.

Doch, das geht schon.

Auszug aus dem Datenblatt, Abschnitt 8.5 "Calibrated internal RC 
oscillator":
"By changing the OSCCAL register from SW, see "OSCCAL ­ Oscillator 
Calibration Register" on page 33, it is possible to get a higher 
calibration accuracy than by using the factory calibration."

Du meinst das "Calibration byte", von dem mit Abschnitt 27.5 gesagt 
wird:
"The ATmega16M1/32M1/64M1 has a byte calibration value for the internal 
RC Oscillator. This byte resides in the high byte of address 0x000 in 
the signature address space. During reset, this byte is automatically 
written into the OSCCAL Register to ensure correct frequency of the 
calibrated RC Oscillator."
Gast #3433712
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Simon schrieb:
> Die Hoffnung ist, dass durch Änderung des Taktes diese Störaustrahlung
> verteilt und damit unter den zulässigen Bereich sinkt.

Bei jeder Änderung des Wertes im OSCCAL Register hüpft dann dein 
Oszillator auf eine andere Frequenz. Je nach Scangeschwindigkeit und 
Mittelung des Speki wird einem dann ein Mischspektrum vorgegaukelt, das 
nur vom Messgerät abhängt - was wird bei den einzuhaltenden Grenzwerten 
über das Zeitverhalten gesagt? Wenn du deinen µC nicht Vollzeit, d.h. im 
1/10-µs-Takt mit OSCCAL-Schreiberei beschäftigen willst, ist die 
Umschalterei nur Augenwischerei, weil du - wenn auch nur jeweils kurz - 
einen umherhüpfenden Peak erzeugst, der den Grenzwert überschreitet.
#3433889
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Wolfgang schrieb:
> über das Zeitverhalten gesagt? Wenn du deinen µC nicht Vollzeit, d.h. im
> 1/10-µs-Takt mit OSCCAL-Schreiberei beschäftigen willst, ist die
> Umschalterei nur Augenwischerei, weil du - wenn auch nur jeweils kurz -
> einen umherhüpfenden Peak erzeugst, der den Grenzwert überschreitet.

Das ist aber ein gängiges Verfahren, welches auch in dem PC eingesetzt 
wird, an dem Du gerade sitzt. Google mal nach "Spread Spectrum 
Clocking".
Gast #3434688
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Tim    schrieb:
> Das ist aber ein gängiges Verfahren, welches auch in dem PC eingesetzt
> wird, an dem Du gerade sitzt.

Klar, und je nach dem, in welchem Verhältnis die Bandbreite eines 
Empfänger zur Spreizbreite steht, wird das (Stör-)Signal abgeschwächt. 
Ein Speki, der meint, besonders gut zu sein, weil er schmalbandig 
arbeitet, kriegt dann davon entsprechend weniger mit.
#3434702
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Wolfgang schrieb:
> Tim    schrieb:
>> Das ist aber ein gängiges Verfahren, welches auch in dem PC eingesetzt
>> wird, an dem Du gerade sitzt.
>
> Klar, und je nach dem, in welchem Verhältnis die Bandbreite eines
> Empfänger zur Spreizbreite steht, wird das (Stör-)Signal abgeschwächt.
> Ein Speki, der meint, besonders gut zu sein, weil er schmalbandig
> arbeitet, kriegt dann davon entsprechend weniger mit.

Ja, genau das ist die Idee. Und es wird sogar behördlich anerkannt.

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