10mg Pulver abwiegen mit Hausmitteln (ohne genaue Waage)

Gast #7135958
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Moin,

Wie genau soll es denn werden?
Ich würde messbare 1g oder 10g gleichmäßig auf Ebener Fläche verteilen 
und die Fläche dann in 10 gleiche Teile unterteilen. Und das dann so oft 
bist du bei 10mg angekommen bist.

schönen Gruß,
Alex
Gast #7135963
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Walter schrieb:
> Siehe Titel. Ideen?

100g abwiegen und in 10000 gleiche Teile teilen ?

10.24g abwiegen und 10 mal Menge genau halbieren.

Oder wie Tabletten: 10g davon mit 10kg Steckmittel gleichmässig mischen, 
dann 10g davon nutzen. Notfalls Streckmittel wieder entfernen, z.B. wenn 
es wasserlöslich ist und das andere nicht.

Balkenwaage mit einer Briefmarke als Gegengewicht, die wiegt 50mg, also 
passende Balkenlänge.
#7135988
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ref: 
https://www.kueche-co.de/inspiration/magazin/tipps-tricks/abwiegen-ohne-waage
"1 Esslöffel (EL) entspricht ca. 15 ml, ein Teelöffel (TL) ist für ca. 5 
ml gut."

ref: 
https://www.kaufberatungen.com/mehl-gramm-gr-in-milliliter-ml-umrechnen/

"5 Gramm Mehl entsprechen 7.5 ml."

jetzt musst du nur noch das spezifische Gewicht deines speziellen 
"Pulvers" kennen. Mithilfe des "Halbierungs-Tricks" von Walter Tarpan 
gehts dann weiter.

Das mit der Halbierung geht sogar ohne Balkenwaage, wenn du einfach ein 
Blatt Papier geeignet faltest, so daß es als "Behältnis" jeweils ein 
Teil des Pulvers aufnimmt. In der Mitte jonglierst du das Blatt über 
einen Bleistift oder so.
#7136016
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Georg A. schrieb:
> Zumal die auch wirklich nicht mehr teuer sind:

Das verlinkte Teil mag brauchbar sein, wenn man „ungefähr so zwischen 5 
und 15mg, aber bestimmt nicht mehr als 20mg“ haben möchte. Für 
„9,5…10,5mg – und das bitte reproduzierbar“ müsste man etwas mehr 
Aufwand betreiben; die günstigen Sachen fangen da bei ca. 200€ an.

Das ist, wie mit Multimetern oder diesen digitalen Schieblehren: die 
letzten Ziffern auf der Anzeige solcher Billigteile sind allenfalls als 
Tendenz zu gebrauchen.
#7136064
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anstelle des halbierens des Mess-Gutes kannst du auch einfach ein DIN-A4 
Blatt passend zurecht schnibbeln. Es hat typ. 80g/qm, also ca. 5 Gramm 
(=5000 mg) pro Blatt.

Du brauchst also das Material von "ein fünfhundertstel" von einem 80 
Gramm A4 Blatt, welches ca 20 x 30 = 600 qcm groß ist. macht 1,2 
Quadrat-Zentimeter Papierschnipsel.

Da gibts ja Gottseidank auch noch Cent-Stücke, welche ziemlich genau 16 
mm Durchmesser haben. Macht nach Adam Riese eine Fläche von 2 qcm, die 
du als Papierschnipsel aus deinem A4 Blatt rauslösen kannst.

Mit etwas Gehirnakrobatik und Mathematik bekommst du raus, dass du noch 
ca. die Dicke der Münze bei der Hälfte zufügen musst, um auf 1,2 qcm zu 
kommen.

Voila, da hast du deine 10 mg
Beitrag #7136084 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7136131
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1 m2 80Gramm Papier wiegt 80 Gramm. Man bräuchte also nur 1/8.000 m2 
Papier passend zuschneiden. Da 1m2 10.000 cm2 hat, würde 1,25cm2 
benötigt. Ich denke ein Streifen mit 5mm Breite und 25mm länge lässt 
sich bei etwas Sorgfalt hinreichend genau zuschneiden. Dann brauchts nur 
mehr eine entsprechend genaue Balkenwaage, die auf solche winzigen 
Gewichte reagiert.
Bei ner Flüssigkeit gehts naturgemäss einfacher. eine 1ml Spritze kann 
mit ner 100er Gradierung geliefert werden. Man könnte das Pulver in der 
9fachen Menge eines Lösungsmittels auflösen, dann bräuchte man 
entsprechend 10 Teilstriche,
vorausgesetzt Pulver und Lösungsmittel liegen sehr nahe an Dichte 1.
Gast #7136241
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Walter schrieb:
> Siehe Titel. Ideen?

Geht nicht. Schnapsidee.
Bei dieser Menge handelt es sich vmtl. um eine hochgiftige Substanz. Der 
geringste Wiegefehler führt zum Tod.

Ich habe mir u.a. eine solche Juwelier-Waage (50g/1mg) gekauft. Die 
haben alle eine Luftschutz-Abdeckung. Der geringste Luftzug oder 
Vibrationen verfälschen bereits das Meßergebnis.
Für *10mg aber brauchst bereits eine 0,1mg* Waage.

Das 10mg-Wiege-Problem liegt weniger im Zuwiegen, als im Wegwiegen. Was 
zuviel ist, muß weider heraus, und was zuwenig ist, muß wieder hinein. 
Bei dieser Menge kannst du also eine zeitlang herumspielen: abhängig von 
der Feinheit und Dichte des Pulvers.
Deckel auf, Pulver rein, Deckel zu, warten bis sich die Anzeige 
stabilisiert, Deckel auf, Pulver rein/raus, Deckel zu .. usw .

Wiegen kann wie Rauchen Tödlich enden  !
#7136275
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Rudi Ratlos schrieb:
> Geht nicht. Schnapsidee.
> Bei dieser Menge handelt es sich vmtl. um eine hochgiftige Substanz. Der
> geringste Wiegefehler führt zum Tod.
Unwahrscheinlich, sogar bei einem Wägefehler.
> Ich habe mir u.a. eine solche Juwelier-Waage (50g/1mg) gekauft. Die
> haben alle eine Luftschutz-Abdeckung. Der geringste Luftzug oder
> Vibrationen verfälschen bereits das Meßergebnis.
> Für 10mg aber brauchst bereits eine 0,1mg Waage.
KERN ACJ oder ALJ dürfte passen: Eichgenauigkeitsklasse I. Jetzt fehlt 
nur noch der geeignete dauerhafte Standort.
Gast #7136438
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Measure the mass of an eyelash with a DIY microbalance

https://www.youtube.com/watch?v=ta7nlkI5K5g

"It has a precision of about 5 micrograms, and I measured a single 
eyelash at about 35 micrograms.  The balance is built from an analog 
panel meter that is controlled by a servo loop which optically monitors 
the meter's position. Adding mass to the meter's needle requires that 
the servo loop add more current to maintain the needle's position.  This 
additional current is read, and converted to a mass value."
Moderator #7136473
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Nichtverzweifelter schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Nimm eine genaue Wiege.
>
> Und sing ein Wiegenlied dazu.

Mutter und Kind vor einer öffentlichen Personenwaage:

"Mami, schau mal, da steht eine Wiege."

"Das heißt nicht Wiege, sondern Waage."

"Mami, gerade hat sich darauf eine Frau gewaagt."

"Das heißt nicht gewaagt, sondern gewogen."

"Mami, darf ich mich auch mal wogen?"

"Das heißt nicht wogen, sondern wiegen."

"Mami, dann ist das also doch eine Wiege."
Gast #7136594
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Der war gut, Yalu .


Zum Thema Sprache und Verständnis:
Percy N. schrieb:
> Unwahrscheinlich, sogar bei einem Wägefehler.
Du gehst von 1 mini-Schuß Heroin aus, ich gehe von 100 
Löschblatt-LSD-Trips aus. Designerdrogen sind tw. noch schlimmer.
Spritzmittel, Medikamente, chem.Waffen. ..


>> Für 10mg aber brauchst bereits eine 0,1mg Waage.
> KERN ACJ oder ALJ dürfte passen: Eichgenauigkeitsklasse I.
> Jetzt fehlt nur noch der geeignete dauerhafte Standort.

Und das nötige (einmalig) Kleingeld.
#7136794
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Yalu X. schrieb:
> "Das heißt nicht wogen, sondern wiegen."
> "Mami, dann ist das also doch eine Wiege."

Humorloser Einwurf:

Genau hier liegt der Ursprung ser Verständnisschwierigkeiten des Kindes: 
hätte die Muttw3r korrekt von "wägen" gesprochen, dann wäre die 
Verwechslung unterblieben.

Bedauerlicherweise macht sogar der Duden diesen Unsinn mit und 
behauptet, das Partizipn Perfekt von "wiegen" sei "gewogen" statt 
"gewiegt" (wer wissen möchte, wo das,außerhalb der Kinderpflege 
gebraucht wird, der frage einen Koch).
#7136896
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Kutte R. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>
>> Genau hier liegt der Ursprung ser Verständnisschwierigkeiten des Kindes:
>> hätte die Muttw3r korrekt von "wägen" gesprochen, dann wäre die
>> Verwechslung unterblieben.
>
> Percy hat leider immer noch nicht verstanden, das er einen
> Minderheiten-Dialekt für allgemeinverbindlich hält.

Kutte scheint nicht kapieren zu wollen, dass in einem 
wissenschaftlich-technischen Forum das Verb "wägen" Gemeingut sein 
sollte.

Leider zeigt die Erfahrung, dass hier noch nicht einmal die Bedeutung 
von "Begriff" allgemein bekannt ist, wie sichvimmer wieder an der 
Verwechslung mit "Bezeichnung" erweist.
Gast #7136917
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Möglichkeit A: Wenn die Dichte bekannt ist, einen entsprechenden 
Hohlkörper bauen und vermessen.

Möglichkeit B:
Einen drehspulmesswerk-Zeiger bearbeiten, dass er z.b. eine Platte am 
Ende hat. Dass Messwerk so ausrichten, dass der Zeiger bei 0 Zuladung 
fast waagerecht (bisschen nach unten, gegen Anschlag) ist und nach oben 
läuft.

Der (zusätzlich notwendige) Strom zum ausrichten des Zeigers ist dann 
proportional zum (zusätzlichen) Gewicht.
Gast #7136928
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Ich würde in eine Apotheke gehen und eine Kleinigkeit kaufen.
Dann freundlich fragen, ob mir der Apotheker (oder die PTA)
10mg des mitgebrachten Pülverchens abwiegen könne. Natürlich
verschweige ich, dass es sich dabei um eine gefährliche Substanz
handelt. :-)
Gast #7137240
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A. S. schrieb:
> Möglichkeit B:
> Einen drehspulmesswerk-Zeiger bearbeiten, dass er z.b. eine Platte am
> Ende hat. Dass Messwerk so ausrichten, dass der Zeiger bei 0 Zuladung
> fast waagerecht (bisschen nach unten, gegen Anschlag) ist und nach oben
> läuft.
>
> Der (zusätzlich notwendige) Strom zum ausrichten des Zeigers ist dann
> proportional zum (zusätzlichen) Gewicht.

Du hast sehr schön beschrieben was ich weiter oben schon als youtube 
link gepostet habe.
Gast #7137288
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tmo schrieb:
> Du hast sehr schön beschrieben was ich weiter oben schon als youtube
> link gepostet habe.

Whow, dass ist ja noch besser: ich hätte das wie bei einer Balkenwaage 
manuell mit einem Labornetzteil kompensiert.

Ich hab den ganzen Thread hier gescannt, ob jemand schon so eine Idee 
hatte. Aber natürlich schaue ich dabei nicht in YouTube Links oder 
englische Zitate.
#7137888
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Percy N. schrieb:
> Für sehr kleine Stoffmassen bietet sichceine Glasfadenwaage an.

interessanter Hinweis. Siehe:
https://www.solstice.de/cms/upload/pdf/Veroeffentlichungen/Fliege.pdf

> Machteilig ist, dass man sie selbst tuehen und auch justieren muss;

und für Leute,die sich mit Minderheiten-Dialekten nicht so gut 
auskennen: Google antwortet auf das Stichwort "tuehen" mit "Meintest du: 
ziehen ", scheint zu stimmen, siehe auch obiger Link.
Gast #7138335
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Wegstaben V. schrieb:
> damit verschliesst du dich gegebenenfalls interessanter
> Informationsquellen

Wenn jemand mit 2 oder 3 Worten beschreibt, was sich dahinter verbirgt, 
dann natürlich

Aber ein hingerotzter Videolink mit langem Zitat in Englisch kostet 
meist die 10fache Zeit, zu erkennen, ob es überhaupt was sinnvolles 
beitragen will.
#7138370
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Die Antwort kommt aus einem anderen Thread:

Harald W. schrieb:
> Ein typischer Spruch aller Präzisionsmeßtechniker lautet:
> Was passiert, wenn sich eine Fliege auf eine Eisenbahnschiene setzt?
> Die Schiene biegt sich (meßbar) durch! :-)

Durchbiegung mit dem Laserinterferometer messen und zum Kalibrieren 
einfach Zuckerkörner (siehe oben) oder Papierschnipsel (dito) verwenden.
Gast #7138567
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Kutte R. schrieb:
> aber woher weiß Google das? Ich habe mich redlich bemüht herauszufinden,
> was das Verb tuehen bedeutet und wo/wie und von wem es (vielleicht sogar
> in einer wissenschaftlich-technischen Fachsprache) verwendet wird. Also
> bitte klär mich auf: wer spricht so?

So spricht niemand, so schreibt man nur. Schau auf der Tastatur welche 
Buchstaben neben den im Text verwendeten liegen. Das hilft manchmal 
weiter.
Boel Rtfolg
Gast #7138910
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Referenzwerte sind oft hilfreich, wie etwa ein gestrichener Esslöffel 
Haferflocken ungefähr 15 Gramm, Puderzucker 15 Gramm, ÖL 15 Gramm, Mehl 
10 Gramm, Milch 10 Gramm, Honig 25 Gramm.

"1 Prise ist die Menge, die zwischen Zeigefinger und Daumen gehalten 
werden kann."

Beim menschlichen Haar heißt es, dass es 1 cm trocken rund 2,1 mg wiegen 
soll.
http://www.personenwaage-online.de/wie-viel-wiegt/wie-viel-wiegen-haare-und-wie-viel-nasse/
Papier müsste standardisierter sein - kommt aber drauf an.

Jetzt müsste man nur noch schauen, wie man das mit dem Vergleichswiegen 
hinbekommt.

Ein Besuch in der Apotheke kann auf jeden Fall interessant werden. Eine 
Frage ist ja, ob noch traditionell abgewogen werden kann, und wenn ja, 
wie gut.
#7139376
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Ach ja, noch was, abgesehen von der Luftfeuchte: Die Gewichtsangaben für 
irgendwelche Pulver in Löffeln sind fürn Allerwertesten.

Erstens ziehen diverse Stoffe wie schon gesagt Wasser, und gerade in 
Pulverform mit der großen Oberfläche um so mehr. Gerade dann, wenn man 
sehr polare Stoffe wie Salze hat. Diese lieben polare Wassermoleküle und 
diese lieben wiederum diese polaren Salze. Ebenso Stoffe wie Zucker mit 
vielen OH-Gruppen.

Zweiter Punkt: Packungsdichte von Schüttungen. Je nachdem wie die 
Partikelgrößen und ihre Verteilungsdichten und Formen sind, können stark 
unterschiedliche Packungsdichten entstehen. Die Größenverteilungen 
hängen wiederum davon ab, mit welcher Maschine und Drehzahl zerkleinert 
wurde. Ebenso, wie sie vorher durch Vibrationen etc. verdichtet worden 
sind. Das funktioniert höchstens bei exakten Formen wie würfelförmigen 
Pulvern von Kristallzucker, aber auch dieser zieht Wasser aus der Luft, 
wie oben gesagt.

Mal ein kleines Beispiel: Abgewogen waren 140mg direkt aus der Dose in 
der Küche. Einige Sekunden lang drüber gehaucht und diese haben 5mg 
Wasser angelagert. Die gleiche Geschichte mit einer Prise Salz von 
154mg, die nach einigen Sekunden Anhauchen auf 160mg "anwuchs"

Für den Alltag ist diese Ungenauigkeit egal, aber da sind auch 
Genauigkeiten im mg-Bereich egal. Aber hier funktionieren solche 
Löffelgeschichten mit Pulvern nicht.

Na ja, mal wieder ein typischer Fred für das µC-Forum: Irgendjemand 
stellt eine offensichtliche Trollfrage, und die Autisten stürzen sich 
darauf und überbieten sich mit absurden Ideen.
Gast #7139388
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J. S. schrieb:
> Mal ein kleines Beispiel

Das geht ja noch.

Versuch mal 1g Natriumhydroxid im Sommer abzuwiegen.

Kaum hast du vom Löffelchen ein paar Kügelchen auf die Waagschale 
geworfen, kleben die dran fest und zerfliessen im angesaugten Wasser.

Wäre ja egal wenn sie danach in die Tute fallen wurden, aber das Wasser 
klebt sie fest.

Seit dem wiege ich direkt ins Döschen.

Noch blöder wenn das Natriumhydoxid als Plättchen vorliegt, erst zeigt 
die Waage nur 0.6g, beim nächsten Plättchen 1.4g, und dann steigt die 
Anzeige auf 2g wegen dem Scheiss Wasser.
Gast #7139506
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J. S. schrieb:
> Euch ist wirklich nicht klar, dass das Gewicht von Papier auch davon
> abhängt, wie viel Wasser es aus der Luft gezogen hat?

Die Annahme bei den meisten Vorschlägen hier ist, dass der TO eine Waage 
im Grammbereich hat. Und z.B den Stapel Druckerpapier auswiegt.

Dass bei Messungen im mg-Bereich eksikatoren Pflicht wären und 
Fingerabdrücke das Ergebnis beeinflussen: geschenkt.
(Firma: Privat) #7139542
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Bei einer so feinen Einstellung von 1 - 10 Mg sollte man
auch noch die Wiege-Umgebung berücksichtigen. Da kann schon
ein kleiner Lufthauch das Ergebnis verfälschen.

Am besten beim Wiegen nicht atmen.

Was die Apotheken betrifft, bin ich mir nicht so sicher, ob
die das können. Wofür brauchen die sowas, wenn sie ihre
Pillen und Kapseln über den Großhandel beziehen ? Auch wenn
sie mal selber Hustensäfte oder Salben machen, kommt das eher
auf einen Milli-Liter-Bereich oder Gramm-Bereich raus.
Meine Stamm-Apotheke macht auch noch manche Medikamente selber.
Das sind dann Grippekapseln, Bromelain, Prostata-Kapseln, Schlafsäfte
usw. Die sind dann auch wesentlich billiger als die Markenware. Und die 
haben viel Erfolg damit, weil die Menge der Wirkstofffe der Markenware 
entspricht. Bloß machen die ja nicht nur eine Kapsel sondern vl. 
Tausend(e).
Beim Abwiegen kommen die dann leicht in den Zehntel-Gramm oder
sogar Gramm-Bereich für solch große Mengen. Da steht dann auch
eine variable Menge an Milligramm (z.B. 325-354) für einen Wirkstoff
drauf. Aber das ist eher dem Zusammenmischen geschuldet. Da kannst
du noch so gut mischen, ein minimaler Unterschied gibt es da immer.
Das ist auch weiter gar nicht schlimm, im Gegensatz zu z.B. Herz-
Blutdruck Medikamenten, wo die mg - Anzahl genau stimmen muß.
#7139962
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Hallo zusammen, hallo Heinz B.

Heinz B. schrieb:
> Was die Apotheken betrifft, bin ich mir nicht so sicher, ob
> die das können. Wofür brauchen die sowas, wenn sie ihre
> Pillen und Kapseln über den Großhandel beziehen ?

Was du alles weisst...
Zur Grundausstattung jeder Apotheke in Deutschland gehört eine 
Analysenwaage, mit der man 1mg exakt abwiegen kann. Der Unterschied 
zwischen Genauigkeit und Auflösung ist ja in diesem Forum ausreichend 
bekannt.
Heutzutage ist ja alles elektronisch und bis vor einigen Jahren war es 
auch elektromechanisch. Selbst vor diesen Zeiten war ein Apotheker in 
der Lage 1mg mit einer Handwaage abzuwiegen. Es gab auch die entspr. 
Gewichte. Grob betrachtet war z.B. ein 1mg Gewicht ein Flitter Alu-Folie 
in einer dreieckigen Form, aber mit einem Knick, damit man es mit einer 
Pinzette anfassen konnte. Die üblichen Gewichtssätze mit 1-2-5-10-20... 
Staffelung gab es natürlich auch. Kosteten ein Heidengeld, und die 
Nacheichung alle 10 Jahre nochmal einen ordentlichne Batzen.

Eine allgemeine Frage:
Hier wird ja immer nur von diesen 10mg des TO gesprochen.
Habe ich das übersehen oder wurde schon mal gesagt, was genau gewogen 
werden soll?

73
Wilhelm

PS:
Foto einer Handwaage, die gab es auch viel kleiner.
https://westfalen.museum-digital.de/object/690
Gast #7139999
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Wenn du 10 mg abwiegen willst/musst, brauchst due eine entsprechende 
Waage.
Möglichkeiten: eine kaufen oder jemanden ausfindig machen, der eine hat 
(z. B. Apotheke)
Alle anderen Vorschläge hier sind unbrauchbar!

E-Fuzzi
Gast #7140032
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Wilhelm S. schrieb:
> Heutzutage ist ja alles elektronisch und bis vor einigen Jahren war es
> auch elektromechanisch.

In der Ausbildung vor 35 Jahren als Laborant hatten wir mechanische 
Analysenwaagen aus Nostalgie mit Auflösung von 100µg. Produktiv waren 
die viel zu teuer. Wo mehr als einmal im Monat gemessen wurde, stand 
eine Sartorius. Durch geringe Größe und hohe Schnelligkeit waren die 
Anforderungen an den Standort deutlich geringer, die Kosten gering.
Gast #7140102
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zur Glasfadenwaage:
> interessanter Hinweis. Siehe:
> https://www.solstice.de/cms/upload/pdf/Veroeffentlichungen/Fliege.pdf

Ein sehr schöner Artikel von 1991! Im Anhang die nur-Text-Version.
Noch was zur damaligen Qualität: der 24kB-Text enthielt nur einen 
Tippfehler (Galsfaden statt Glasfaden).
Als Referenzgewicht verwenden sie 15 Meter 0,25mm-Kupferdraht (4,35g), 
von dem sie 20, 40 und 60 mm ablängen und so auf 5,8, 11,6 und 17,4 mg 
kommen.

Allerdings komme ich auf eine andere Masse des 15m-Drahtes:
0,125*0,125*3,1415926*15*8,92=6,56789

4,35g schaut eher nach 0,204 mm aus, oder es war kein Kupfer, sondern 
etwas mit der Dichte von circa 5,91:
0,102*0,102*3,1415926*15*8,92=4,37327
0,125*0,125*3,1415926*15*5,91=4,35159

Die drei Autoren sind Verfechter des anschaulichen und praxisnahen 
Unterrichts, siehe auch
Helmut Dittmann, Helmut Näpfel, Werner B. Schneider Die zerrechnete 
Physik. (aus "Wege in der Physikdidaktik", Band 1, Palm & Enke, Erlangen 
1989)
https://www.solstice.de/veroeffentlichungen/zerrechnete-physik/
https://www.solstice.de/cms/upload/pdf/ZerrechnetePh-neu.pdf
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