Hallo,
in den Eval-Boards findet man immer die Disconnect-Möglichkeit mit 2 NPN
und einer Handvoll Widerständen.
Was spricht dagegen, das einfach so zu machen? Die GPIOs sind zumeist ja
5V-Tolerant, auch ohne Vcc:
On-Off
|--/| 3V3 /
,--| / |-------/ -----.
| |/__| | STM32F103VC
| ------------------
| 1k5 | |
| ,--[==]-------| GPIO(Connect) |
<--5V-' | | |
| | |
<--DP----+-------------| USB_DP |
USB-B | |
<--DM------------------| USB_DM |
| |
<--GND-. -------------------
| |
| |
--- ---
(Bild ohne RC-Filter in den Datenleitungen / Schutzbeschaltung)
Ehrlich gesagt habe ich mich das auch schonmal gefragt. Und hab es auch
ausprobiert und hat (natürlich) funktioniert. Hab mir auch schon
überlegt, sicherheitshalber noch zwischen R und dem Controller eine
Diode einzufügen - Schließlich muss der µC das Signal ja nur High
treiben um die Anwesenheit am Bus zu signalisieren. Insofern würde mich
schon auch der Grund interessieren, wieso das alle mit den Transistoren
machen...
Das Demo-Board muss einfach ein paar Bauteile mehr haben damit es teurer
verkauft werden kann...
GPIO Pin reicht.
Externer Quarz vorsehen, damit USB garantiert tut. Mit dem internen kann
es eventuell Probleme geben!
Danke für Eure Antworten, werde mich also gelassen auf einen simplen
Widerstand beschränken:-)
@Thomas: Unabhängig vom USBLC6 sollte der Flankensteilheit wegen doch
streng genommen noch ein RC-Tiefpass (27Ohm/18pF) nachgeschaltet werden,
oder?
(Gast) == schrieb:> @Thomas: Unabhängig vom USBLC6 sollte der Flankensteilheit wegen doch> streng genommen noch ein RC-Tiefpass (27Ohm/18pF) nachgeschaltet werden,> oder?
Das Referenzboard hatte keinen drin. Und hier wurde mir gesagt, es sei
nicht nötig.
Was meinen die anderen dazu?
Gruß
Tom
Streng genommen sollte man die Impedanz auf 90Ohm anpassen. Nachdem ich
aber davon recht wenig Ahnung habe und das ganze in meinem Fall nur 'ne
Spielerei war, habe ich beschlossen das erstmal zu ignorieren und zu
schauen, ob es auch so geht und daher einfach an 3 PCs und 2 Hubs
getestet.
Allerdings erinnere ich mich, irgendwo gelesen zu haben, dass ein
kommerzielles Produkt bei der USB Zertifizierung auch die Flanken
einhalten muss. In diesem Fall können dann die R/Cs schon wichtig
werden.
Nachtrag: Hatte gerade nochmal Zeit, um ein wenig rumzustöbern. Das hier
scheint schonmal wichtige Tipps zu geben:
http://www.usb.org/developers/usbfaq#sig7
BTW: Ich hatte damals rein instinktiv 22Ohm Widerstände in die D+/D-
Leitungen eingebaut, allerdings kein C. Scheint so ganz brauchbar zu
sein. Aber vielleicht kann mal jemand mit etwas mehr Analog-Ahnung uns
Digitalos zur Erleuchtung verhelfen?
Hallo,
hab die Schaltung mit dem 1.5k Pullup noch nicht ganz verstanden: muss
der Prozessor den Pin auf Low ziehen, damit der Host einen Teilnehmer am
Bus erkennt???
Bis jetzt hab ich das mit den Transistoren auch installiert - nach
diesen Beiträgen, werd ich sie aber später wieder weglassen - und ohne
den Pin nach low zu ziehen, erkennt der Host einen Teilnehmer, kann aber
nicht mit ihm kommunizieren.
Liegt das daran, dass der Pin auf low gezogen werden muss - und warum
ist das so???
Gruß
Oliver
Kuck Dir lieber mal meine Schaltung von oben an.
Du brauchst keinen Pull-Up sondern einen Pull-Down. Solange Data+ auf
GND liegt erkennt Dein PC noch kein Gerät, d.h. Du initialisierst erst
mal Deine USB Software auf dem µC und dann ziehst Du den Data+ auf High.
gruß
Tom
Hannes S. schrieb:> Hab mir auch schon> überlegt, sicherheitshalber noch zwischen R und dem Controller eine> Diode einzufügen - Schließlich muss der µC das Signal ja nur High> treiben um die Anwesenheit am Bus zu signalisieren. Insofern würde mich> schon auch der Grund interessieren, wieso das alle mit den Transistoren> machen...
Die Diode braucht man nicht, da die Pegel auf den Datenleitungen bei
3,3V liegen.
Warum Transistoren: Das kann dir nur der Mitarbeiter von STM erklären,
der das beim ersten Board so entworfen hat. Die anderen Boards sind
wahrscheinlich so übernommen wurden. Olimex kopiert größtenteils auch
nur die bereits existierenden Schaltungen, sei es ihre eigenen oder die
von STM. Das ist auch der Grund, warum die an den JTAG-Ports so viele
Pull-Ups haben, obwohl die beim STM32 nicht mehr nötig sind.
Thomas Burkhart schrieb:> Das Referenzboard hatte keinen drin. Und hier wurde mir gesagt, es sei> nicht nötig.>> Was meinen die anderen dazu?
Bei kommerziellen Projekten, die durch die Zertifizierung müssen,
sollten sie drin sein. Man kann über die Widerstände und die
Kondensatoren wie gesagt die Flankensteilheit verändern. Die optimalen
Werte, um ein gutes Augendiagramm zu bekommen, hängen aber auch von
anderen Faktoren wie dem Layout ab - hier kann man also nur Empfehlungen
geben.
Fazit: Ein GPIO-Pin mit Widerstand dran reicht - ich setze das selber
auch bei kommerziellen Projekten so ein.
Dann muss man halt zwischen floating und high umschalten. Aber
eigentlich müsste das bei allen STM32 machbar sein. Es ist nur ein
bisschen Registerfummelei nötig.