Hi,
ich überlege seit einiger Zeit mir einen MP3 Player zu bauen.
Die Anforderungen sind zunächst simpel: Line-Out, (mikro-)SD-Karte, eine
Random-Funktion die nicht versucht innerhalb von 10 Titeln viermal das
gleiche Lied zu spielen, kompakt.
Google wirft zwar jede Menge Projekte aus, nur habe ich noch nichts
halbwegs aktuelles gefunden.
Ich dachte daran, einen kleinen AVR32 zu nehmen und den direkt MP3
dekodieren zu lassen.
Ideen?
Links?
Macht schon Sinn.
Da kannste dann nen ordentlichen DAC+Pufferstufe einbauen für guten
Höhrgenuss ohne dich dumnm und dusselig zu zahlen für highend Player.
Außerdem kannste es leichter reparieren wenn maln Defekt auftritt.
Hab sowas auch schon vor, allerdings mit AVR und externem Decoder (mit
I2S für DACs, kann zusätzlich ogg, aac und wma). Wird dann irgendwann
(tm) fertig.
Wäre schön, wenn es im Internet mal einen simplen Mp3-Player geben würde
mit Atmega8 und eine Anpassung an den VS1011. Am Besten im
Standalone-Betrieb...
Aber die Dinger funktionieren fast alle nur mit dem alten nicht mehr
erhältlichen VS1001...
Wäre schön wenn mal einer sowas hier bauen würden und dazu einen
Sourcecode veröffentlichen würde, dann hätte ich interresse an einem
Nachbau ;-)
Am Besten mit Mega8 oder Mega32 und VS1011 und 6 Tasten für die
Bedienung.
Gruß Martin
Martin M. schrieb:> Aber die Dinger funktionieren fast alle nur mit dem alten nicht mehr> erhältlichen VS1001...
Wie wäre es damit den Code einfach selbst anzupassen?
Beispiele für den VS1011 gibt es doch sogar im Netz.
Dominik S. schrieb:> Wie wäre es damit den Code einfach selbst anzupassen?> Beispiele für den VS1011 gibt es doch sogar im Netz.
Hab ich noch nie gemacht und dauert auch eine Weile.
Martin
Martin M. schrieb:> Hab ich noch nie gemacht
Dann ist's ja höchste Zeit was dazu zu lernen :D
Mal davon gibt's ja wie gesagt schon Beispiele zur Ansteuerung des
VS1011, man muss das ja eigentlich nur noch anpassen bzw. das drumherum
schreiben.
> und dauert auch eine Weile.
Klar... Einen fertigen kaufen geht am schnellsten.
Selber bauen lohnt sich doch meist nur wenn man was spezielles haben
möchte.
Dann poste ich für die Faulenzer mal mein Testcode ;)
Per UART (8.3 Dateiformat) wird die Datei auf der SD Karte ausgewählt
und abgespielt.
Mitm VS1053 wirds dann abgespielt.
Der Code kann ja noch angepasst werden für Display und 6 Tasten.
hab da auch schon mal überlegt. ich hätts eher auf basis des : smt32F4
discovery - boards gemacht.
bietet sich ja an (hat sogar schon ne 3,5 mm klinke drauf)
wenn man nur mehr zeit hätte
Ja, nee, hust Betreff und so, nen ATMega+VSxxx ist nicht mehr so ganz
2012. :-)
Nen STM32F4Discovery frisst hier auch schon länger Staub, mangels
Entwicklungs-Umgebung wird es das aber auch wohl weiter machen.
Noch viel länger liegt hier ein EVK1101, zu dem habe ich nicht nur die
Entwicklungs-Umgebung mit dem AVR-Studio 6 sowieso schon installiert,
das hat auch schon nen SD-Sockel drauf plus USB sowieso.
Habe ich nur garnicht mehr dran gedacht, da muss ich dann nur mal den
-UES Stein gegen nen aktuellen AT32UC3B0256 tauschen.
Falls dann irgendwann mal, viel später, tatsächlich etwas Software
läuft, das Ding einfach in ein kleineres Format kippen, fertig. :-)
Ist ja bald Weihnachten...
Rudolph Riedel schrieb:> Nen STM32F4Discovery frisst hier auch schon länger Staub, mangels> Entwicklungs-Umgebung wird es das aber auch wohl weiter machen.
Tipp: CooCox
Martin Wende schrieb:> Macht schon Sinn.
Haha :) der ist gut!
Zu Lernzwecken, Zeitvertreib, just for fun, klar. Aber redet doch nicht
von "portabel" und "Laufzeit" und so ernsthaften Sachen. Und das
gesparte Geld anzusprechen ist wie immer absurd, wenn man viele Stunden
Entwicklungsarbeit reinsteckt und danach ein Gerät hat, das in den
meisten Punkten nicht mit einem billigen China-MP3 Player mithalten
kann.
Ich glaub nicht, dass man damit sparen könnte. Bauteile kosten einzeln
sicher mehr wie ein fertiger Player. (Platine fertigen, Bauteile
bestellen, Hardware zum Chip brennen, Porto, Lehrgeld ..)
Um die Kosten gehts ja auch ned ;)
Transportabel ist doch mit SMD und 2 seitiger Bestückung kein Problem.
Man hat dann einfachn Player der macht was man will.
zB geht mir bei dne kaufbaren Playern auf den S*ck, dass die nach
Interpreten ala ID3 Tag sortieren etc.
Nun höhr ich aber von manchen Interpreten nur 1-2 Lieder, daher mache
ich mir lieber ne Ordnerstruktur.
Wer ne Idee zum DAC?
>aufwand zu nutzen steht heutzutage in keiinem vernünftigem verhältnis.>>MP3-/Video-Player INTENSO Video Shooter, 4 GB
Darauf kommt es bei einem Bastlerprojekt doch gar nicht an.
Ich will einen Wecker der MP3 spielt und mir die Innen-
und Aussentemperatur anzeigt. Samstag und Sonntag soll das
Teil die Klappe halten.
Und wenn wir immer nur kaufen und nichts mehr selber machen
werden wir von den Chinesen als innovationsarmes Entwicklungsland
einfach überrant.
Finde auch, dass das nicht mehr so viel Sinn macht. Lieber einen kaufen
der von rockbox (http://www.rockbox.org/) unterstützt wird, dann kann
man sich softwareseitig noch beliebig austoben und bekommt gleich FLAC
und Ogg Decoder mit dazu.
MicroSD haben z.B. die Sansa Geräte, die kommen nämlich von Sandisk.
Wenn man noch dran herumbasteln will kann man z.B. oft intern irgendwo
an den I²C dran: http://www.rockbox.org/wiki/SansaConnect#I2C_bus
8.3 ist es nur weil ich noch die alte SDHC/FAT32 Lib aus dem Forum hier
genutzt habe.
Bei der Neueren lässt sich das lange Format per define mitkompilieren.
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_FAT32
Rudolph Riedel schrieb:> Nen STM32F4Discovery frisst hier auch schon länger Staub, mangels> Entwicklungs-Umgebung wird es das aber auch wohl weiter machen.
Bei mir liegen auch zwei rum :D Wollte das damit auch mal probieren,
aber naja...Mantel des Schweigens drüber
Ich hatte dann http://ww1.microchip.com/downloads/en/AppNotes/01367A.pdf
gefunden...die verwenden den Helix MP3 Decoder. Leistungsmässig sollte
das auf dem STM32 dann auch locker passen.
Zumindest den Audioteil kann man mit dem DiscoveryBoard komplett
erschlagen. SD Karte muss man dort dann noch dran fummeln.
Ich würde aber auf jedenfall irgendein OS dafür benutzen.
Beruflich benutz ich Keil und RTX, was sehr komfortabel ist. An den
OpenSource Entwicklungsumgebungen bin ich verzweifelt. Zumindest wenn es
dann auch um C++ Benutzung ging.
CooCox fand ich aber sehr angenehem und das hat sogar out of the Box
recht gut funktioniert mit reinem C Code.
Verwende auch einen STM32F4, am Anfang habe ich Keil als
Entwicklungsumgebung benutzt: einfach für den Einstieg, hat aber 32KByte
Begrenzung in der Lite-Version. Inzwischen bin ich auf die Toolkette aus
Eclipse, Code-Sourcery und Atollic GDB-Server(ver.1.4) umgestiegen. Hat
etwas gedauert bis alles funktioniert hat. Der aktuelle GDB-Server von
Atolic (ver.1.6) hat sich beim Debugen sofort selbst beendet. Erst als
ich die ältere Version nahm(1.4), hat es auch funktioniert.
Falls jemand sich das Einrichten der Eclipse Umgebung ersparen möchte,
unter diesem Link gibt es eine schon eingerichtete Eclipse Umgebung:
http://code.google.com/p/multipilot32/downloads/list?can=1&q=&colspec=Filename+Summary+Uploaded+ReleaseDate+Size+DownloadCount
Oder man extrahiert nur den ST-Link-GDB-Server(V1.4) aus den Dateien:
vrobotix-ide-pro-0.0.5.7.0.part1.rar bis -part4.rar.
Ein Arbeitskollege von mir bastelt zur Zeit an einem MP3 Player auf der
Basis der F4 Discovery Board. Funktioniert schon recht überzeugend und
der Klang ist ausgezeichnet wie ich mich selber überzeugen konnte.
Zur Zeit existieren:
USB memory FAT16 Filesystem
FW MP3 Decoder
5 Band Equalizer
Steuerung z. Zt. mittels C.L. Terminal ( Touch screen LCD interface ist
geplant)
Der CPU Auslastung ist unter 50%.
Entwicklungsumgebung ist CooCox V150 mit GCC ARM V4.6/2011
Ich finde das vorerst schon sehr beeindruckend und beweist dass man mit
dem F4 schon einiges auf dem Gebiet anfangen kann. Auch braucht man
keine spezielle MP3 Decoder ICs wie die VS... Typen.
mfg,
Gerhard
holger schrieb:> Ich will einen Wecker der MP3 spielt und mir die Innen-> und Aussentemperatur anzeigt. Samstag und Sonntag soll das> Teil die Klappe halten.
Der Raspberry Pi ist da eine gute Basis.
holger schrieb:> Und wenn wir immer nur kaufen und nichts mehr selber machen> werden wir von den Chinesen als innovationsarmes Entwicklungsland> einfach überrant.
das kommt sowieso.
dafür haben wir jahrzehnte lang gesorgt.