N-Mosfet Ersatz Schaltnetzteil

Gast #6283243
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Hallo,

ich bin aktuell dabei, das Netzteil von einem Phillips TV zu richten.
Dort sind Q9101, R9109, D9104, R9110 und R9113 defekt.
Bei dem Regler U9101 war ich mir nicht sicher und habe einen 
vorsichtshalber bestellt.

Den FET bekomme ich nur über Mouser oder China her und bin deshalb auf 
der Suche nach einer Alternative.
Da es leider keinerlei Dokumente zu dem Regler gibt bin ich mir bei dem 
Ersatz vom Q9101 N-FET nicht sicher.

Das Datenblatt vom Orginal:
https://docs.rs-online.com/c97b/0900766b8143d6ff.pdf

Habe bereits bei Reichelt geschaut, was es an alternativen gäbe und bin 
auf diese zwei gestoßen:

https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A200/UDSTM-POWERMOSFET-STX-6NK60Z_EN.pdf

https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A100/irfbc40%23INR.pdf

Schaltnetzteile sind absolut nicht meine Welt, deshalb bitte ich um 
Ratschläge.

Grüße Alex
Angehängte Dateien:
Gast #6284201
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Hallo und vielen Dank!

Nur aus Interesse, wären die von mir ausgesuchten FETs passend, wenn die 
isoliert wären oder war ich da komplett daneben?
Bzw. könnte man die auch selber isolieren?
Würde gerne wissen, auf was man generell bei der Auswahl achten muss und 
was es für Möglichkeiten gibt.

Grüße Alex
Gast #6284233
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Alex schrieb:
> Würde gerne wissen, auf was man generell bei der Auswahl achten muss

Auf alle technischen Daten.

Spannungsfestigkeit der Gate-Source Strecke
Spannungsfestigkeit der Drain-Source Strecke
Kapazität der Gate-Source Strecke
Kapazität der Drain-Source Strecke
Elektrische Belastbarkeit (Stromstärke)
Thermische Belastbarkeit
Form und Isolation
Pinbelegung
Verlauf von Ugs versus Ids
Threshold Spannung
Eigenschaften der Body Diode

Damit kannst du dich ein ganzes Jahr beschäftigen.
Gast #6285048
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Alex schrieb:
> Hallo und vielen Dank!
>
> Nur aus Interesse, wären die von mir ausgesuchten FETs passend, wenn die
> isoliert wären oder war ich da komplett daneben?
> Bzw. könnte man die auch selber isolieren?
> Würde gerne wissen, auf was man generell bei der Auswahl achten muss und
> was es für Möglichkeiten gibt.
>
> Grüße Alex

Auf die Pinanordnung musst du als erstes ACHTEN!! Es gibt sogenannte 
Reverse-Typen, deren Pinlage 180 Grad VERTAUSCHT ist!! Zudem MUSS die 
Mindestspannungsfestigkeit 360 -600/800 VAC(!!) plus 10% !!! 
(Sicherheitszugabe sollte immer bei der Spannungs- und 
Stromverträglichkeit unbedingt als  Mindestwert benutzt werden, wenns 
nicht gleich erneut " knallen" soll!!).

Isoliert heißt: Nur PVC-Gehäuse T220 o. ä. -Typenklasse verwenden!!! 
Niemals Typen mit "Nackt"-Anschraubfläche!!! Wenn ORIGINAL EBENFALLS AUS 
PVC-Gehäuse war!! sonst Stromschlaggefahr!!!. Drain oder Gate- Pin ist 
hier meist die Schraubfläche!! Achtung: Da liegen ca 320 bis 380 VDC!!! 
an!!!


Selbst isolieren? NEIN!!!!!!!!!!!!!!!!!
Finger weg von Eigenisolierung mit irgendwelchen Materialien im 
Netz-Bereich !!!! Durchschlaglichtbogen-Gefahr wegen 
"Rechteckspannung"(""Zerhacker-Spannungs-Impulse"") ab diesem Fet oder 
Thyristor!!! auch bei Schutzfolien oder solchem Zeug!!
#6285110
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TVFutzi schrieb:
> Auf die Pinanordnung musst du als erstes ACHTEN!! Es gibt sogenannte
> Reverse-Typen, deren Pinlage 180 Grad VERTAUSCHT ist!!

Ein Mosfet im TO220-Gehäuse mit vertauschten Anschlüssen?
Zeig mal!

TVFutzi schrieb:
> Mindestspannungsfestigkeit 360 -600/800 VAC(!!) plus 10% !!!

Der Original-Mosfet hat 650V Spannungsfestigkeit.
Selbstverständlich Gleichspannung, da es Wechselspannungs-Mosfets für 
6A/650V nicht gibt.

TVFutzi schrieb:
> Isoliert heißt: Nur PVC-Gehäuse T220 o. ä.

PVC...so,so.

Du bist irgendwie auf dem falschen Dampfer.
#6285126
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Alex schrieb:
> Nur aus Interesse, wären die von mir ausgesuchten FETs passend, wenn die
> isoliert wären oder war ich da komplett daneben?

Du warst nicht komplett daneben.

Alex schrieb:
> Bzw. könnte man die auch selber isolieren?

Kommt darauf an, wo der Mosfet drangeschraubt ist. Bei einem internen 
Kühlblech reicht eine Spannungsfestigkeit von 600 Volt. Das ist bei 
etwas Sorgfalt auch für einen Bastler kein Problem.

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