Rubycon 120u//570V echt oder nicht?

OP #7854069
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Hallo Frage an die Experten: hab einen Elko von Aliexpress bekommen - echter Rubycon oder nicht? wenn Fälschung, dann ist das aber ne verdammt gute... die Abweichung in der Schrift ist minimal

#7854166
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Daniel W. schrieb:

Woran hast du das erkannt?

Vorurteil und selbst "antrainierter" Reflex: Aliexpress ist natürlich und automatisch eine Fälschung. Genauso wie Baumarktwerkzeug immer schlecht ist und die Schüler heute alle dumm und faul sind...

Merke: Solche dummen "Ja" "Nein" Antworten (vom Grundsatz) sind nicht Wert und zeigen nur Vorurteile oder (und) eine "nette" Variante des ausgestreckten Mittelfingers bzw. die typischen (Nicht-) Antworten schlechter Lehrer...

Beitrag #7854169 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7854172
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Darius schrieb:

Daniel W. schrieb:

Woran hast du das erkannt?

Vorurteil und selbst "antrainierter" Reflex: Aliexpress ist natürlich und automatisch eine Fälschung. Genauso wie Baumarktwerkzeug immer schlecht ist und die Schüler heute alle dumm und faul sind...

Merke: Solche dummen "Ja" "Nein" Antworten (vom Grundsatz) sind nicht Wert und zeigen nur Vorurteile oder (und) eine "nette" Variante des ausgestreckten Mittelfingers bzw. die typischen (Nicht-) Antworten schlechter Lehrer...

Merke: Mit ein wenig Erfahrung kann man quasi jedem Kommentar von hinz ein + geben und jedem von Dir ein -. Öfters auch ein Doppelminus.

#7854215
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Peter K. schrieb:

H. H. schrieb:

Beide gefälscht

kann ich fast nicht glauben - der defekte stammt aus einem Sony-TV-Netzteil-Brikett und war original drin

Alle Rubycon Elkos, die bei mir als Ersatz oder original auf Mainboards (der letzten 20 Jahre) sind, haben die Sollbruchstelle auf dem Deckel ähnlich einem "K" angeordnet. Frag doch mal bei Hersteller nach.

Beitrag #7854238 wurde von einem Moderator gelöscht.
OP #7854254
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bin noch nicht von Fälschung überzeugt; Type müsste 450RXW120 sein - SV steht für Surge Voltage; wie https://de.aliexpress.com/item/1005008575894112.html

Michael L. schrieb:

Sollbruchstelle auf dem Deckel ähnlich einem "K" angeordnet

rxw manufacturer's special personalized series. the explosion-proof pattern is +-shaped aircraft bottom, not the traditional k-shaped bottom. this is specially personalized by the manufacturer

Gast #7854341
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Peter K. schrieb:

also wenn jetzt behauptet wird, in Sony-TV-Netzteilen werden counterfeit Teile verwendet, fall ich vom Glauben ab...

Welchen Grund sollte Rubycon haben diese Elkos geheim zu halten?

Und weshalb sollten sie so abweichend von allen anderen ihren Elkos bauen und kennzeichnen?

OP #7854556
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Nachtrag:

  • das Brikett funktioniert wieder

  • Ursache für den Defekt des Elkos waren C2/C3 statt 680nF hatten die noch 400nf und 0,56nF; dadurch lief die Spannung am Elko auf über 560V hoch (Leerlauf, hab bei 560V abgebrochen); gleicher Effekt wie bei den LG-Netzteilen im Standby (die mit den üblen gelben 820nF-Carli-Cs)

  • im (ähnlichen) Plan eines Delta APD-90DD markiert die defekten Teile

  • nach wie vor halte ich die beiden 120uF/570V-Elkos für echt

  • hab in meiner Restekiste noch einen ähnlichen Elko gefunden - Serie RXW, der auch in keinem Katalog auftauft; ich vermute kundenspezifisch für Delta gemacht

Angehängte Dateien:
#7854577
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Peter K. schrieb:

dadurch lief die Spannung am Elko auf über 560V hoch (Leerlauf, hab bei 560V abgebrochen)

Im Leerlauf arbeiten BD1, C2, C3 als Spannungsverdoppler und die Spannung an C1 kann auf 650V ansteigen. C1 ist mit 570V also schon unterdimensioniert. Erst unter Last ist der Blindstrom über C2, C3 vernachlässigbar, d.h. BD1 arbeitet als Brückengleichrichter und über C1 liegen 320V an.

Wozu diese Spannungsverdopplerstufe dienen soll, kann ich mir nicht erklären. Im Datenblatt des DAP013 ist sie nicht zu finden.

Ich habe die gleiche Schaltung früher mal für starterlose Leuchtstofflampen verwendet, weil mich das Flackern zu sehr störte. Die 600V reichen zum Zünden aus und danach bricht die Spannung auf ~80V ein. Die Leuchtstoffröhre bekommt Gleichstrom, d.h. an einer Elektrode ist ein dunkler Bereich. Unter der Abdeckung fällt das aber nicht weiter auf. Und die Leuchtstoffröhre hält quasi ewig.

OP #7854594
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Peter D. schrieb:

Im Leerlauf arbeiten BD1, C2, C3 als Spannungsverdoppler und die Spannung an C1 kann auf 650V ansteigen

nur wenn C2/C3 stark unterschiedlich in den Werten - mit neuen Cs bleibt die Spannung brav bei 320V

H. H. schrieb:

Was sagt denn der Datecode?

A1338 - KW38/2013?!

p.s. diese goldigen SV570V-Teile hab ich bisher nur in Delta-Netzteilen gesehen

pps. schon erstaunlich, dass das IC an Pin14 die 600V aushält... nur die Diode D4 hatte aufgegeben (und natürlich der Elko)

#7854699
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Peter K. schrieb:

  • nach wie vor halte ich die beiden 120uF/570V-Elkos für echt

Das mag sein..

ich vermute kundenspezifisch für Delta gemacht

..und auch dies.

Peter K. schrieb:

p.s. diese goldigen SV570V-Teile hab ich bisher nur in Delta-Netzteilen gesehen

Allerdings verwundert es ein wenig. Auf den ersten Blick würde ich vermuten, daß die ja auch bei Rubycon ins Regal hätten greifen können.

Ich kann ja noch nachvollziehen, wenn man sich Elkos in Gold hüllen läßt, wenn das wie bei Audio/Car-Verstärkern zum Marketingkonzept gehört wie bei Sony: https://www.sony.de/electronics/mobile-es-serie/xm-4es, aber beim schnöden Netzteil, wo sich das eh keiner anguckt?

Gast #7854702
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Michael L. schrieb:

Ich kann ja noch nachvollziehen, wenn man sich Elkos in Gold hüllen läßt, wenn das wie bei Audio/Car-Verstärkern zum Marketingkonzept gehört wie bei Sony: https://www.sony.de/electronics/mobile-es-serie/xm-4es,

Und die dort verbauten Rubycon ZL sind ja normalerweise in schwarzen Kleidchen.

aber beim schnöden Netzteil, wo sich das eh keiner anguckt?

Alles sehr mysteriös.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7854838
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H. H. schrieb:

Oder von der marsianischen Filiale...

Aus des Frankreichs Marsien?

H. H. schrieb:

Alles sehr mysteriös.

Wobei das in die Jahre fällt, wo den Firmen auferlegt wurde, weniger Ausschuss und Abfall zu produzieren. Könnte mir daher vorstellen, dass das durchaus XX-Chargen gewesen sein können. Aber nach der Prüfung der Qualitätsdaten die Komponenten oder Teile so weit im unteren Feld bewegten, dass diese als kundenspezifisch Elkos mit einer andersfarbigen Folie überzogen wurden und günstig verklopft wurden.

(Firma: Funkenflug Industries) #7854885
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Im Leerlauf arbeiten BD1, C2, C3 als Spannungsverdoppler und die Spannung an C1 kann auf 650V ansteigen

... Wer baut so eine Scheiße ...?! Ist das schon wieder eine neue Masche zur geplanten Obsoleszenz? Maximaler Schaden bei Folienkondensator-Alterung?

OP #7854893
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die Frage ist: wer baut diese Kapazitäts-inkontinente Kondensatoren? also zumindest Carli ist dafür bekannt und viele Kondensator-Netzteile leiden ja auch darunter geplante oder ungewollte Obsoleszenz - der einfachste Weg geht über den BWLer "die Teile sind bei der Fa. Samxingxong 50% billiger, die Datenblattwerte sind gleich zu den teuren Rubycon, können wir die nicht einsetzen? das macht bei den 2Mio St/Jahr eine Einsparung von 200TEU - damit haben wir das GJ-Ziel Ratio für B-Teile schon fast komplett erreicht"

(Firma: matzetronics) #7854907
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Ben B. schrieb:

... Wer baut so eine Scheiße ...?!

Möchte ich auch mal wissen. Da gibt es doch millionenfach bewährte Designs und dann kommt da plötzlich einer mit einem Spannungsverdoppler - wohl, damit man extra teure Elkos braucht und nicht die, die jahrzehntelang gut funktionieren. Drecksdesign ohne Sinn dahinter. 20V/4,5A ist ja nun auch keine Raketentechnik.

OP #7855295
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Michael L. schrieb:

Allerdings verwundert es ein wenig. Auf den ersten Blick würde ich vermuten, daß die ja auch bei Rubycon ins Regal hätten greifen können.

ich vermute mal, Delta als einer der größten Netzteilhersteller hat ein eigenes privates Regal bei Rubycon

Matthias S. schrieb:

Drecksdesign ohne Sinn dahinter

ja ne is klar, Delta ist ja ne kleine Klitsche ohne Knowhow...

#7855401
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Moin,

ich habe jetzt eine Weile den Schaltplan betrachtet, kann aber da keinen Spannungsverdoppler entdecken. Die Kondensatoren C2 und C3 sind doch nur Entstörbauteile, die parallel zu den Gleichrichterdioden geschaltet sind. Obschon 1µF ist dafür ein ganz schön fetter Wert.

Kann mir jemand den Sinn der Schaltung aus D4, D5, D2, L1, R6 und C4 erklären? Was hat vor allen Dingen eine 1N4007 (D2) hier zu suchen. Die ist doch für ein SNT schnarchlangsam. Das ist auch nicht, was das Datenblatt des DAP013F schaltungsmäßig vorschlägt.

Carsten

OP #7855406
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denk dir mal den C2 defekt - also entfernt - dann wird im Leerlauf ein Spannungsverdoppler draus; mit Last ist alles ok genauere Erklärung hier: Beitrag "Re: LG OLED65B7D: Problem mit der Standbyspannung" 2. der Plan ist evt. nicht von Delta original - muss nicht im Detail stimmen; aber eine langsame Diode hat manchmal z.B. bei Snubber schon Sinn - macht sich bei EMV in den höheren MHz-Bereichen bemerkbar 3. die Schaltung soll mMn eine PFC darstellen

#7855420
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Peter K. schrieb:

  • Ursache für den Defekt des Elkos waren C2/C3 statt 680nF hatten die noch 400nf und 0,56nF; dadurch lief die Spannung am Elko auf über 560V hoch (Leerlauf, hab bei 560V abgebrochen);

Wieso "dadurch"? Das passiert genau so bei völlig gleichen C2/C3. Auserdem sind das ja zwei Spannungsverdoppler, so dass die max. Spannung über alles eher bei 3xUp liegen würde. Der einzige Effekt, der auftauchen könnte bei einem schwächelnden C wäre eine geringere Endspannung bzw. langsamerer Spannungsanstieg, bzw. weichere Spannung. Möglich, dass das nur gemacht wird, damit das NT, wenn es als Weitbereichs-NT konzipiert wird, bei noch geringerer Netzspannung anspringt, und man hofft, dass das NT grundsätzlich anspringt, so dass die Spannung dann nicht zu weit steigt ...

#7855537
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Carsten W. schrieb:

ich habe jetzt eine Weile den Schaltplan betrachtet, kann aber da keinen Spannungsverdoppler entdecken. Die Kondensatoren C2 und C3 sind doch nur Entstörbauteile, die parallel zu den Gleichrichterdioden geschaltet sind. Obschon 1µF ist dafür ein ganz schön fetter Wert.

Ja, da habe ich mich geirrt. Für Spannungsverdoppler müssen die beiden Kondensatoren an den selben AC-Anschluß.

Carsten W. schrieb:

Kann mir jemand den Sinn der Schaltung aus D4, D5, D2, L1, R6 und C4 erklären?

Diesen Schaltungsteil mit Anzapfung des Trafos habe ich auch nicht kapiert. Vermutlich macht dieser eine Spannungsüberhöhung bei Schwachlast, sonst bräuchte man ja keinen speziellen 570V Elko. Es gibt auch andere Trickschaltungen für pulsierenden Betrieb, um unter die geforderte Standbyleistung (max 0,5W) zu kommen. Durch die periodische Abschaltung des Trafos hat man im Mittel weniger Verluste.

#7856005
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Peter K. schrieb:

Quatsch - selbst gemessen: mit neuen C2/C3 bleibt die Spannung am Elko bei 320V

Stimmt, war Quatsch. Hatte da noch einen Denkfehler drin bezüglich der ausgleichenden/symmetrisierenden Wirkung symmetrischer Cs in Bezug auf die Potentiallage der Gleichspannung zur Wechselspannung, was in dem Falle den Pumpeffekt verhindert (bzw. nur auf die erste Periode beschränkt), und ansonsten nur einen 1%-Ripple verursacht ...

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