Platine versiegeln

OP #1419147
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Hallo,
Ich habe vor, meine selbst geätzten Platinen gegen Oxidation, usw. zu 
versiegeln. Nun meine Frage: Welches Produkt kann ich am besten 
verwenden, und womit kann ich die Platine am besten reinigen?
Ich habe es bereits mit Spiritus versucht, aber den Gestank hält ja 
keiner aus.
Gast #1420248
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Zum Reinigen grundsätzlich Isopropanol, und zwar direkt nach dem 
Löten. Sonst lässt sich das Flussmittel sehr schwer entfernen.
Plastik 70 ist zum Versiegeln OK, oder PU-Spray.

Von Spiritus rate ich dringend ab, da er einen leitfähigen Film 
hinterlässt (Vergällungsmittel). Das kann bei hochohmigen oder 
HF-Schaltungen zu Problemen führen.
#1420389
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Thilo M. schrieb:
> Mr Kaktus schrieb:
>> Nein, ist Isopropanol ist geruchlos. Es ist 100% Alohol.
>
> Naja, geruchlos ist es nicht ganz. Riecht etwas nach Arztpraxis. ;-)
> Aber 1000x angenehmer als Spiritus.

Beim Spiritus gibt es aber auch verschiedene Qualitäten. Hatte schon mal 
welchen aus dem Baumarkt, der roch schlicht widerlich und dann (oh 
Wunder) gleicher Hornbach, äh Baumarkt, aber anderes Produkt und Geruch 
wieder wie man Spiritus kennt (so eine grüne runde Kunststoffflasche 1 
L).
Gast #1420627
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>Am besten wohl mit einem Wattestäbchen, oder?

Ich nehm' dafür einen etwas härteren (antistatik-) Pinsel.
Das Propanol etwas einwirken lassen, dann löst sich der Lack auf.
Bei dickeren Schichten vorichtig abkratzen.
#1421117
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Ich habe auch gelegentlich mal ein Bedarf nach versiegelten Platinen.
Dazu ein Tip:
etwas Plastik in die Sprühflaschenkappe (Loch drin?) reindieseln und 
dann mit einem Pinsel den Lack auf die Platine auftragen. Geht viel 
besser als das rumgesprühe.Geht auch nicht so viel daneben und es stinkt 
nicht so heftig.

Isopropanol 98er dürfte den lack nicht oder nur schwer wieder anlösen, 
das Plastik verwendet als Lösemittel solch ein Ester, kein Alkohol. 
Dimethylester ??? oder so vom Geruch her.

Der Lack ist durchlötbar und nach erfolgter Notoperation an der Platine 
kann einfach etwas neuer Lack draufgepinselt werden.

Platinenbauer
#1422944
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Ich benutze immer folgende Vorgehensweise (mit Erfolg):

1. Platine strippen mit konzentriertem Entwickler
2. Spülen mit Wasser und GUT trocknen lassen
3. Lötlack SK10 DÜNN!!!!!!!! aufsprühen und trocknen lassen
3. Bohren, Bestücken, Löten
4. Flußmittelreste und SK10 mit Kontakt LR abwaschen, trocknen lassen
5. mit Plastik 70 versigeln

Hab Abstand davon genommen mit Spiritus zu reinigen. Trocknet nicht 
rückstandfrei und hinterlässt Schlieren.
Das "Problem" mit dem klebrigen SK10 ist mir wohl bekannt. Lieber 2x 
dünn drübersprühen als die Platine damit zu "ertränken". Dauert aber 1-2 
Tage bei Zimmertemperatur bis nichtmehr klebt. Das kann man 
beschleunigen z.B. im Ofen.
Manchmal lasse ich auch das Versigeln mit Plastik 70 weg und lassen den 
SK10 drauf. Hab hier ne Platine liegen neben mir da ist der SK10 7 Tage 
drauf und die klebt kein bischen mehr!
Gast #1423148
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Sebastian R. schrieb:
> also so wie ich das verstehe, muss man da im dunkeln bzw. abgedunkelt
> ätzen.
Ich hab eine 100W birne in einem Kellerraum dabei an.
Völlig problemlos. Daher klares nein, man muss nicht im Dunkeln ätzen.

> Kann mir auch nicht vorstellen dass der Photolack so gute
> LötSTOPeigenschaften hat, da er ja laut angabe vieler Hersteller lötbar
Dann versuch das mal bei Bungard-Platinen.
Die Stopp-Fähigkeiten sind bestens. Sogar bei Masseflächen mit dicken 
Thermals.

Zu den sonstigen mechanischen Eigenschaften:
Beitrag "Re: Probleme mit Glanzzinn von Conrad"

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