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Forum: Platinen doppelseitige Platine versiegeln?


Autor: I_ H. (i_h)
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Moin

Hab gestern mal meine erste doppelseitige Platine geätzt und bestückt. 
Hab vor dem Löten beide Seiten mit Plastik versiegelt, weil ich danach 
oben ja lauter Bauteile drauf hab.
So ganz das Wahre ist das aber nicht, zwar fließt das Zinn bei 
Masseflächen nicht sonstwohin, aber es lötet sich ziemlich bescheiden 
(trotz 380°C).

Gibt es außer verzinnen noch eine Möglichkeit die Oberseite dauerhaft zu 
konservieren?

Autor: Michael H* (Gast)
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ich nehm den photolack als "lötstopplack". beim ersten belichten ganz 
normal das platinenlayout mit leiterzügen, pads, usw... dann entwickeln 
und ätzen. beim ätzen selbst halte ich die umgebung dunkel. nach dem 
ätzenvorgang und waschen mach ich eine zweite belichtung mit einer 
negativmaske der ganzen pads. nach dem entwicklen ist dann der photolack 
von den pads weg, bleibt aber auf dem rest der leiterbahnen.
sieht dann so aus wie im anhang.
das kupfer wird mit der zeit also nicht mehr so unansehnlich und beim 
löten schlägt sich der photolack als lötstopplack auch ganz gut. es 
verfließt grad bei massepads praktisch nichts mehr.
auch wenn mal ein bisschen zinn auf leiterbahnen spritzt, wo es nicht 
hingehört, bindet es nicht und kann "abgebrochen" werden.

oder gleich professionell mit lötstopplaminat.
http://www.octamex.de/shop/?page=shop/flypage&prod...

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Gute Idee, koennte man zumindest bei doppelseitigen Platinen f"ur die 
Oberseite machen.

Autor: I_ H. (i_h)
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Mache meine Platinen per Tonertransfer, sprich deine Methode fällt wohl 
raus. Klingt ansonsten aber nicht schlecht.

Autor: pcbfreak (Gast)
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>@ I_ H. (i_h)

>Hab gestern mal meine erste doppelseitige Platine geätzt und bestückt.
>Hab vor dem Löten beide Seiten mit Plastik versiegelt, weil ich danach
>oben ja lauter Bauteile drauf hab.
>So ganz das Wahre ist das aber nicht, zwar fließt das Zinn bei
>Masseflächen nicht sonstwohin, aber es lötet sich ziemlich bescheiden
>(trotz 380°C).

>Gibt es außer verzinnen noch eine Möglichkeit die Oberseite dauerhaft zu
>konservieren?

Plastik ist nicht zu empfehlen wenn noch gelötet werden muß.

Es gibt Lötlackspray der eine gutes Löten auch nach Wochen ermöglicht.

Plastikspray ist dagegen eher geeignet um die komplette Schaltung gegen
Feuchtigkeit zu versiegeln.

Wenn du die Platine allerdings lieber Verzinnen willst, kannst du auch 
Fittinglötpaste aus dem Baumarkt (Heizung und Sanitär,bei den 
Kupferrohren) nehmen,satt aufpinseln und mit Heisluftfön flächig 
aufschmelzen.
Mit Spiritus und Zahnbürste dann reinigen ,fertig.

Gruß MArtin

Autor: Michael H* (Gast)
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es gäb da noch die händische methode: einen leicht löslichen lack 
auftragen und mit einem pinsel in spiritus die pads freipinseln.
nicht lachen, das hab ich zu anfgangs auch so gemacht =)
ist ne sch* arbeit aber mit n bisschen übung und ner engelsgeduld wird 
das recht schnell recht hübsch.

aber wenn du tonertransfer machst, hast du vllt auch einen laminator. 
damit könntest du das oben von mir erwähnte resist schon mal aufbringen. 
zum belichten tuts, grad wenns eh nur für den lötstopplack ist, auch ein 
alter gesichtsbräuner.

Autor: I_ H. (i_h)
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Dann werd ich demnächst mal Lötlack probieren. Danke soweit :)

Autor: Winfried (Gast)
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Denkt auch an die Gesundheit: Plastikspray und Fotolack werden beim 
verbrennen sicherlich besonders giftige Dämpfe abgeben. Damit füttert 
man den Krebs in der Lunge...

Autor: I_ H. (i_h)
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Das Plastik-Zeug soll ja lauf Aufschrift lötbar sein. Kommt da trotzdem 
soviel Gift raus? Hat eigentlich keinen Rauch oder so beim Löten 
gegeben, nur leicht nach veschmortem Plastik gerochen.

Das Lösungsmittel im Plastik greift allerdings Toner an (und beim 
Aufsprühen riecht die Sache ziemlich ungesund). Dadurch ist der (ohnehin 
ziemlich schiefe) Bestückungsdruck etwas verlaufen. Andererseits ist der 
da drunter ziemlich kratzfest.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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I_ H. wrote:
> Das Plastik-Zeug soll ja lauf Aufschrift lötbar sein.


Durchloetbar ja, aber es verschlechtert die Loeteigenschaften sicherlich 
deutlich. Dazu hat man eigentlich SK10. Das macht aber so einen Dreck 
und ist unansehnlich dass man das immer danach abwaschen muss, ausserdem 
klebt es, da harzhaltig.

Autor: I_ H. (i_h)
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Mist, dann steh ich wieder am Anfang. Zur Versiegelung ist das Plastik 
halt eigentlich ganz hübsch, die Platine fasst sich schön an und bleibt 
sauber. Wenn das SK10 auch nach'm Trocknen klebt will ich das nicht 
unbedingt als Dauerkonservierung.

Na dann bleibt wohl doch nur verzinnen übrig. Schade, dann kann ich 
keinen Bestückungsdruck mehr machen. Werd mir mal die Fittingspaste 
besorgen.

Autor: holli_als_gast (Gast)
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oder umsteigen auf belichten und entwickeln =)
hab früher auch den toner umgebügelt und bereue den wechsel zum 
belichten und entwicklen keineswegs.

Autor: I_ H. (i_h)
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Ist ja witzig, ich hab früher belichtet und entwickelt, und empfinde den 
Tonertransfer als deutlich angenehmer. Benutze aber kein Bügeleisen 
sondern einen Laminator, damit klappt es bei fast allen Platinen beim 1. 
Versuch.

Hab aber schon eine Heißluftlötstation dastehen, von daher dürfte das 
Verzinnen nicht so aufwendig werden.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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I_ H. wrote:
> Na dann bleibt wohl doch nur verzinnen übrig. Schade, dann kann ich
> keinen Bestückungsdruck mehr machen. Werd mir mal die Fittingspaste
> besorgen.

Verzinnen solltest eigentlich sowieso immer ;)
Ich benutze Zinn+Plastik

Autor: Walter Tarpan (nicolas)
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Hallo miteinander,

ich habe auch zum ersten Mal eine Struktur, bei der ich Lötstoplack 
durchaus zu schätzen wüßte. Normalerweise bügele ich Toner bei 
einseitigen auf und bei doppelseitigen belichte ich.

Nur wie sieht das aus, wenn ich den Fotolack als Lötstop nutze - 
belichtet der nicht in den Tagen nach dem Ätzen nach? Und die 
Rückstände?

Ich wollte nämlich nicht meine Basteleien im finsteren Keller lassen, 
weil die Oberfläche sonst zerfällt...

Viele Grüße
Nicolas

Autor: Michael H* (Gast)
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Nicolas S. wrote:

> Nur wie sieht das aus, wenn ich den Fotolack als Lötstop nutze -
> belichtet der nicht in den Tagen nach dem Ätzen nach? Und die
> Rückstände?
solang du nicht nochmal entwickelst, bleibt der lack drauf. er verändert 
halt seine struktur, weil er belichtet wird. die wirkung bleibt davon 
aber völlig unbetroffen.

> Ich wollte nämlich nicht meine Basteleien im finsteren Keller lassen,
> weil die Oberfläche sonst zerfällt...
tut sie nicht =)

falls du stabileren schutz willst, kannst du den photolack einbacken.
Beitrag "Re: Probleme mit Glanzzinn von Conrad"

Autor: Thilo M. (Gast)
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Die richtige Vorgehensweise wäre:

- Photolack bis kurz vor dem Löten drauflassen
- mit Spiritus (einwirken lassen) Photolack komplett entfernen
- Spiritusrückstände mit Isopropanol entfernen
- Bauteile mit Flussmittel (Honig, EN29454, 1.1.1 mild aktiviert) 
verlöten
- Flussmittelreste mit Isopropanol vollständig entfernen
- Je nach Anforderung mit PU-Lack besprühen oder Tauchlackieren

So hab' ich's jedenfalls gelernt. ;)

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