Schlüssel zweimal rumdrehen - wozu?

Gast #4346093
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Teo D. schrieb:
> Wegen der Versicherung.
> Wenn die spitzkriegen das bei einem Einbruch, durch diese Tür, nur 1x
> Verriegelt war zahlens nich!

So kenne ich das auch von meinen Eltern.
Das war wohl mal so eine Vorschrift.
Ob das heute noch so ist??? Ich mache es jedenfalls.
Gast #4346224
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schlösser werden idr nicht "gepickt" bei einem einbruch.

die beste art eine lausige wohnungseingangstür aufzumachen ist einen 
hebel unter die tür zu schieben, die tür oben ein stück einzudrücken, 
und dann den ganzen mist mit gewalt aus den angeln zu drücken.

und nur der vollständigkeit halber: eine unverschlossene, nur 
eingeschnappte tür habe ich bei meinen nachbarn die sich ausgeschlossen 
hatten in unter einer minute offen - ohne irgendwelches training, beim 
ersten versuch. das war richtig grotesk.
#4346370
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Joachim B. schrieb:
> wer wo wie?
> kenne ich nicht, warum auch wenn es sowas gibt.
> 
https://www.wagner-sicherheit.de/sicherheitstechnik/einsteckschloss-bks-selbstverriegelnd-haustuer.html

und in Verbindung mit einem RFID Schlossystem (z.B. Anykey) ist ein 
Schlüssel überflüssig. Besonders praktisch, wenn man ein schlafendes 
Kind auf dem Arm hat und den Schlüsselbund nur grob an die Klinke halten 
muss ohne erst den richtigen Schlüssel zu suchen und dann diesen in das 
Schloss zu bringen und es noch zu drehen. Achja, in Ermangelung eines 
Schließzylinders haben Lockpicker auch keine Chance.

Aber der Nachteil ist auch klar: So ein System kostet nen guten 1000-er. 
Ist halt Luxus, aber mir gefällt es :)
#4346551
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Julian B. schrieb:
> Und wenn dann mal die Tür zugefallen ist wirds richtig teuer.

Nicht zwingend. Da die RFID Tags mit Kunststoff ummantelt sind kann man 
sie problemlos irgendwo verstecken, wo man nicht damit rechnet. (Hab ich 
aber bisher nicht und auch in den letzten 5 Jahren noch nie gebraucht)
Mann muss sich halt daran gewöhnen, den Schlüssel mitzunehmen. Muss ich 
aber auch, wenn aussen nur ein Knauf dran ist. Da die meissten Haustüren 
Mehrfachfalze haben kann man da nicht so einfach mit ner alten 
Plastikkarte rein, wie das bei einer Innentür ist. Also kostet das hier 
eben auch den Schlüsseldienst.
#4346734
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Paul B. schrieb:

> Da ist es immer noch am Besten, die Tür gleich ganz auszuhängen und gut
> wegzuschließen, um sie vor Beschädigung zu schützen.

Nun, die LKW-Wagenheber-Methode ist durchaus üblich da sie leise
ist. Viel mehr als ein paar cm drückt man die Zarge so aber nicht
auseinander. Bei zweimaligen Schliessen reicht das dann möglicher-
weise nicht zum Öffnen der Tür.
#4346825
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genervt schrieb:
> beim Absperren soll man den Schlüssel zweimal rumdrehen.
>
> Wozu? Ist doch egal wo der Bolzen bricht wenn einer die Tür aufreißt.


Genau DAS habe ich bis vorgestern auch gedacht, und mich immer nur 
geärgert, wenn jemand die Kellertür zwei Mal abschloss. Nun hatten sie 
aber eingebrochen, bei uns im Haus, und den beiden Nachbarhäusern. Nur 
bei uns sind sie rein gekommen, weil nur ein Mal zugedreht war. Haben 
das Holz der Zarge einfach so weit weggehebelt, bis sie vor den Riegel 
kamen. Bei den doppelt verschlossenen Nachbarshäusern haben sie es nicht 
geschafft.
#4346975
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In meinem Haus kann ich das Schloss sage und schreibe 4 mal umdrehen! 
Man sieht auch wie das Schloss jedes mal ein bisschen weiter rausdreht. 
Nur nach der zweiten oder vierten Umdrehung kann man aber den Schlüssel 
rausziehen, so dass man gezwungen wird, mindestens 2 mal zu drehen bevor 
man das Haus verlässt.

Ich frage mich jetzt noch warum nicht einfach bei der ersten Umdrehung 
das Schloss gleich so weit rausdreht...
Genauso bei den ganzen Sicherheitsfeatures die erst bei der zweiten 
Umdrehung aktiv werden, wenn man sich die vorhergehenden Posts 
durchliest.
#4347174
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Christian B. schrieb:
> Joachim B. schrieb:
>> wer wo wie?
>> kenne ich nicht, warum auch wenn es sowas gibt.
>>
> https://www.wagner-sicherheit.de/sicherheitstechni...
>
> und in Verbindung mit einem RFID Schlossystem (z.B. Anykey) ist ein
> Schlüssel überflüssig. Besonders praktisch, wenn man ein schlafendes
> Kind auf dem Arm hat und den Schlüsselbund nur grob an die Klinke halten
> muss ohne erst den richtigen Schlüssel zu suchen und dann diesen in das
> Schloss zu bringen und es noch zu drehen. Achja, in Ermangelung eines
> Schließzylinders haben Lockpicker auch keine Chance.
>
> Aber der Nachteil ist auch klar: So ein System kostet nen guten 1000-er.
> Ist halt Luxus, aber mir gefällt es :)

Ich hätte gerne so ein System, bin mir aber unsicher, ob diese Systeme 
nicht unsicher sind.

Bei BMW etc. sind die keyless-entry-Systeme ja Einfallstor für 
Autodiebe.
#4347429
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Der Schlossermeister sagt:

" Viel hilft viel"

Ein gutes Schloss, eine Metalltür aus Stahl ( Also kein Holz
oder Alu ) Hintergreifhaken, Mehrfachverriegelung usw.,
dann nimmt sich der Einbrecher das Fenster vor :)

http://polenschluessel.de/

Ich habe gute Erfahrungen mit meiner gläsernen Werkstatt.
Jeder potenzielle Einbrecher sieht, da ist nix zu holen.
( Und er sieht zwei Rottweiler :)

Grüße Bernd
#4347475
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Uwe S. schrieb:
> Bernd F. schrieb:
>> ( Und er sieht zwei Rottweiler :)
>
> Die sind leicht überwunden, wie wir jetzt wissen ;-)
>
>
> Beitrag "Re: Ultimative Alarmanlage"

Das mit den Rottweilern war ein Scherz.

Das mit dem Glas nicht. Es macht Lärm, große Glasscheiben
zu zerstören. Jedes vorbeifahrende Auto sieht den Typ mit
Taschenlampe.

Bisher hilft es.

Grüße Bernd
#4347792
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J. A. schrieb:
> Ich hätte gerne so ein System, bin mir aber unsicher, ob diese Systeme
> nicht unsicher sind.

Es gibt die Systeme mit verschiedenen Verfahren, Anykey von Eff Eff 
gehört zu den einfacheren. Dort wird meines Wissens nur die Transponder 
ID ausgelesen. Vorteil ist, daß man billig (ca. 50ct bei Pollin) an 
Transponder kommt. Ein Verlust ist also finanziell kein Problem, 
nochzumal man verlorene Schlüssel ja löschen kann (Ok, ist hier nicht 
ganz so komfortabel, da man alle Schlüssel löschen muss und anschließend 
die noch vorhandenen wieder freigeben. In der Praxis ist das aber in 10 
Minuten erledigt, wie ich festgestellt habe, also nicht wirklich 
aufwändig)
Es gibt auch andere Systeme, die dann z.B. mit speziellen Transpondern 
arbeiten und dort unterschiedliche Sicherheitsverfahren haben. Der 
Nachteil ist halt, daß diese Systeme deutlich teurer sind und auch die 
Transponderkosten schnell bei 50€ und mehr liegen. Deshalb hab ich mich 
für das einfachere Entschieden.

Ich habe aber auch keine Angst davor, daß irgendwer im Vorbeigehen die 
Transponder ID ausliest, da ich immer noch den Autoschlüssel mit daneben 
hängen habe. Die beiden scheinen auf der selben Frequenz zu arbeiten, da 
ich, wenn beide im Einflussbereich des Schlosses sind, die Tür nicht auf 
bekomme. Genauso verhält es sich mit dem Transponder meiner 
Schwiegermutter für die Müllschleuse sowie meinem Hausschlüssel und der 
Zeiterfassung auf Arbeit. Es ist also ein sehr weit verbreitetes System, 
was bedeutet, daß man Transponder in allen Möglichen Varianten bekommt.

Achja, es sind imho 32 Transponder anlernbar (bei diesem System), 
vermutlich incl. der Master und Clear Karte, macht noch 30 nutzbare.

Das System hilft auch gegen Schlagschlüssel und anderes, da ich die 
Version habe, welche kein Zylinderschloss beinhaltet. Somit kann man es 
auch nicht aufbrechen
#4347868
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Christian B. schrieb:
> Vorteil ist, daß man billig (ca. 50ct bei Pollin) an Transponder kommt.

Und da jeder Halbpfosten mit dem entsprechenden Equipment den 
Transponder in deiner Tasche auslesen kann, ist das natürlich ein 
Riesenvorteil...

Der Angriff ist also völlig unbemerkt durchführbar - kein Geklopfe vom 
Schlagschlüssel, kein Pick-Maschinchen, kein rumgeschraube mit der 
Glocke. Einfach hereinspazieren mit einer Elektronik, die dem doofen 
Schloss den 50-Cent-Transponder vorgaukelt.
#4348039
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Zumindest bei einem Haus ist es doch egal, ob man einmal oder zweimal 
abschliesst.

Da gehen die Einbrecher sowieso durchs Fenster oder die Terassentür. Da 
kann man schön in Ruhe hinter dem Haus arbeiten statt die ganze Zeit von 
der Strasse aus gesehen zu werden.

Gruss
Axel
#4348322
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Uhu U. schrieb:
> Und da jeder Halbpfosten mit dem entsprechenden Equipment den
> Transponder in deiner Tasche auslesen kann, ist das natürlich ein
> Riesenvorteil...

Na dann mach das mal so schnell bei Cristian der ja gleich drei oder 
mehr EM4102 Transponder in der gleichen Tasche trägt :)

Wobei ich heutzutage auch was anderes verwenden würde. Selbst das 
geknackte Mifare Classic kann man, wenn man es richtig anstellt, so 
sicher bekommen das ist nicht mehr jeder Halbpfosten schaft.
Selbst ein Vollpfosten nicht :)
#4348391
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Uhu U. schrieb:
> Und da jeder Halbpfosten mit dem entsprechenden Equipment den
> Transponder in deiner Tasche auslesen kann, ist das natürlich ein
> Riesenvorteil...
>
> Der Angriff ist also völlig unbemerkt durchführbar - kein Geklopfe vom
> Schlagschlüssel, kein Pick-Maschinchen, kein rumgeschraube mit der
> Glocke. Einfach hereinspazieren mit einer Elektronik, die dem doofen
> Schloss den 50-Cent-Transponder vorgaukelt.

Das will ich aber sehen. Wie gesagt, erstens ist der Schlüssel nicht 
immer in der selben Tasche (aber zugegeben nahezu immer auf der gleichen 
Seite) aber es sind 3 Transponder am Schlüsselbund. Wenn du die auslesen 
willst bekommst du, meinem Verständnis nach, eine Veroderung aller, sich 
im Lesebereich befindlichen Transponder. Sprich: Für einen 
nachbautransponder bekommst du hier nur unsinnigen Datenmüll. Außerdem 
habe ich noch von keinem Wohnungseinbrecher gehört, der mit derartigem 
Equipment ausgerüstet ist und damit umzugehen weiss. Dafür ist einfach 
die Verbreitung dieser Schlösser an Haustüren zu gering, es lohnt nicht. 
Also geht ein potentieller Einbrecher lieber zum Nachbarhaus, an ein 
Schloss mit Zylinder, das kennt er, damit kann er arbeiten. (Und das 
auch ohne mir aufzulauern und so nah zu kommen, daß es in den meissten 
Situationen auffallen würde)

Man kann sich alles schlechtreden, ich persönlich sehe das aber als eher 
unkritisch an. Um an die Transponderdaten zu kommen muss man schon sehr 
hohe kriminelle Energie aufbringen, das lohnt sich bei mir aber 
definitiv nicht, diesen Aufwand zu betreiben. Somit ist das Schloss 
allein schon wegen der Seltenen Verbreitung sicherer als ein 
herkömmliches Zylinderschloss
#4348401
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Christian B. schrieb:

> Wenn du die auslesen
> willst bekommst du, meinem Verständnis nach, eine Veroderung aller, sich
> im Lesebereich befindlichen Transponder.

Mit einer geeigneten Richtantenne wird man die Antwort des Transponders 
ans Schloss auch aus nicht unmittelbarer Nähe empfangen können. Man 
nimmt also einen Schlüsselinhaber als Kompizen, ohne dass der es 
merkt...

> Dafür ist einfach
> die Verbreitung dieser Schlösser an Haustüren zu gering, es lohnt nicht.

In Hotels sind die alles andere, als selten...

> Man kann sich alles schlechtreden, ich persönlich sehe das aber als eher
> unkritisch an. (Warum hab ich ja eben hinreichend erörtert)

Es ist der typische Pioniers-Mist: Secutity by obscurity. Wie sowas 
läuft, kennt man aus der Automobilindustrie.
Gast #4348421
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Christian B. schrieb:
> Wie gesagt, erstens ist der Schlüssel nicht
> immer in der selben Tasche (aber zugegeben nahezu immer auf der gleichen
> Seite) aber es sind 3 Transponder am Schlüsselbund. Wenn du die auslesen
> willst bekommst du, meinem Verständnis nach, eine Veroderung aller, sich
> im Lesebereich befindlichen Transponder. Sprich: Für einen
> nachbautransponder bekommst du hier nur unsinnigen Datenmüll.

Nur, wenn Du die mit einem einfachen Lesegerät ausliest, welches 
eindeutige Daten erwartet.

Sinnvoller bei unbekanntem Datagrammen ist es aber, den Signalstrom 
aufzuzeichnen und dann auszuwerten. Mit ein bißchen Signalverarbeitung 
bekommst Du da locker die 3 Transponder getrennt, wenn das Signal nur 
lang genug ist, und dann probierst Du alle durch.
#4348481
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Uhu U. schrieb:
> Christian B. schrieb:
>
>> Wenn du die auslesen
>> willst bekommst du, meinem Verständnis nach, eine Veroderung aller, sich
>> im Lesebereich befindlichen Transponder.
>
> Mit einer geeigneten Richtantenne wird man die Antwort des Transponders
> ans Schloss auch aus nicht unmittelbarer Nähe empfangen können. Man
> nimmt also einen Schlüsselinhaber als Kompizen, ohne dass der es
> merkt...
>
>> Dafür ist einfach
>> die Verbreitung dieser Schlösser an Haustüren zu gering, es lohnt nicht.
>
> In Hotels sind die alles andere, als selten...
>
>> Man kann sich alles schlechtreden, ich persönlich sehe das aber als eher
>> unkritisch an. (Warum hab ich ja eben hinreichend erörtert)
>
> Es ist der typische Pioniers-Mist: Secutity by obscurity. Wie sowas
> läuft, kennt man aus der Automobilindustrie.

Also ob ein Einbrecher so einen Aufwand treiben würde, um in ein Haus 
einzubrechen. Es dauert wenige Sekunden, um 80% der Häuser zu öffnen und 
in der Regel gibt es da max. 1000€.

Das ist nicht wie bei Autos, wo 60.000€ Karren auf Bestellung geklaut 
werden und professionell ins Ausland verschoben.

Gruss
Axel
(Firma: port29 GmbH) Persönliche Seite #4349018
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Eddy C. schrieb:
> Ähh... Nö, UID ist klonbar, Keys einfach knackbar, da bleibt nichts mehr
> richtig anzustellen.

Sag das mal den Herstellern.
Ich habe hier gerade das AXIS A1001 und A4011-E auf dem Tisch liegen. 
Der Controller kostet 500€, das Lesegerät 400€. Und was kann das Teil? 
UID von Karten lesen + 4 Digits PIN.

Wo ich mir dann denke, was die Ings. da für ein Zeugs geraucht haben, 
als die so ein System gebaut haben.
#4359319
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> Meist hilft es schon, wenn das eigene Haus sicherer ist als das
> des Nachbarn.
Das ist Quatsch bzw. passt nur bei Gelegenheitsdieben, die vielleicht 
ein Fahrrad für den Weg nach Hause klauen wollen. Aber sonst denk doch 
mal wie ein Einbrecher...

Du hast eine Siedlung mit 20 baugleichen Häusern. Eines davon hat eine 
umfangreiche Alarmanlage. In welches Haus willst Du rein?
Moderator #4359524
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Operator S. schrieb:
> Ich frage mich jetzt noch warum nicht einfach bei der ersten Umdrehung
> das Schloss gleich so weit rausdreht...

Das habe ich mich auch schon gefragt.

Bei meiner Wohnungstür ist der Nocken des Schließzylinders pro Umdrehung
gerade einmal für 45° im Eingriff, für die restlichen 315° dreht der
Zylinder leer.

Hätte der Schießzylinder einen um 180° versetzten zweiten Nocken auf der
Welle, könnte – wenn ich das richtig sehe – der Schließbolzen mit nur
einer statt zwei Umdrehungen vollständig ausgefahren werden, ohne dass
dazu weitere Modifikationen am Schloss oder Schließzylinder erforderlich
wären. Auch das erforderliche Drehmoment zum Schließen und Öffnen würde
dadurch nicht erhöht.

Wäre der Versatz zwischen beiden Nocken nur 90°, würde evtl. sogar eine
halbe Umdrehung ausreichen. Allerdings müsste dann der Schließzylinder
anders (komplizierter) aufgebaut sein, so dass er den Schlüssel schon
nach der halben Umdrehung wieder freigibt.

Ich sehe gerade, dass Schließzylinder von den einschlägigen Herstellern
oft optional mit zwei statt einem Nocken angeboten werden. Diese werden
"Biffarnocken" genannt und sind wohl primär für Türen dieses Herstellers
gedacht. Die Frage wäre, ob diese Doppelnocken auch zu herkömmlichen
Türschlössern kompatibel sind. Dann müsste man ja nur den Einfachnocken
im Schließzylinder durhc einen Doppelnocken ersetzen und könnte dann die
Tür mit nur einer Umdrehung sicher schließen.
#4359556
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Yalu X. schrieb:
> Die Frage wäre, ob diese Doppelnocken auch zu herkömmlichen
> Türschlössern kompatibel sind.

Die üblichen Kastenschlösser für Schließzylinder sind so gebaut, dass 
der Nocken nicht über das Profil des Schließzylinders ragen darf, damit 
man den Zylinder in den Kasten einführen kann - das geht nur, wenn der 
Zylinder nur einen Nocken hat.

Vermutlich ist das ein alter Zopf der entstand, als man das 
Kastenschloss für Bartschlüssel einfach mit geringstmöglichem Aufwand so 
modifiziert hat, dass es für einen dem Bartschlüssel grob ähnlichen 
Schließzylinder passt.
Moderator #4359674
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Uhu U. schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> Die Frage wäre, ob diese Doppelnocken auch zu herkömmlichen
>> Türschlössern kompatibel sind.
>
> Die üblichen Kastenschlösser für Schließzylinder sind so gebaut, dass
> der Nocken nicht über das Profil des Schließzylinders ragen darf, damit
> man den Zylinder in den Kasten einführen kann - das geht nur, wenn der
> Zylinder nur einen Nocken hat.

Stimmt, das ist ein gewichtiges Gegenargument.
#4360003
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magic s. schrieb:
>> Meist hilft es schon, wenn das eigene Haus sicherer ist als das
>> des Nachbarn.
> Das ist Quatsch bzw. passt nur bei Gelegenheitsdieben, die vielleicht
> ein Fahrrad für den Weg nach Hause klauen wollen. Aber sonst denk doch
> mal wie ein Einbrecher...
>
> Du hast eine Siedlung mit 20 baugleichen Häusern. Eines davon hat eine
> umfangreiche Alarmanlage. In welches Haus willst Du rein?

In das, wo es am wahrscheinlichsten ist, dass ich erwischt werde ?

Eher nicht.

Sondern in das ohne Alarmanlage, was am lohnensten aussieht. Sind ja 
noch 19 da.

Gruss
Axel
#4360532
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Axel L. schrieb:
> In das, wo es am wahrscheinlichsten ist, dass ich erwischt werde ?
>
> Eher nicht.
>
> Sondern in das ohne Alarmanlage, was am lohnensten aussieht. Sind ja
> noch 19 da.

Eben, und wenn dann ein Schloss an einem Haus ist, welches der Dieb 
nicht kennt und mangels seiner Möglichkeiten auch nicht ohne mindestens 
größeren Unterschungsaufwand entschlüsseln kann, wie er es aufbekommt, 
dann nimmt er eben eines der restlichen 18 Häuser.

Ziel muss also nur sein, nicht das letzte der 20 Häuser zu sein.

Natürlich weiß man das vorher nie genau, aber 100%-ige Sicherheit gibt's 
nicht.

Bei uns in der Siedlung waren auch schon Diebesbanden unterwegs, sind 
von einer anderen Straße von hinten an ein Grundstück gefahren, haben 
beim haus die Terrassentür aufgehebelt und alles, was ging in den am 
Zaun geparkten Transporter geladen. Natürlich lief das Ganze Tagsüber 
ab.
Gast #4361269
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Christian B. schrieb:
> Ich kenne die Leute dort nicht, vermute aber, daß
> die Terrassentür nichtmal über Pilzkopfbeschläge verfügte

So what? Dann schneiden sie eben ein Loch in die Scheibe und öffnen von 
innen.

Eine geniale Lösung finde ich die Türbeschläge, wo man durch Hochziehen 
der Klinke die Dreifachverriegelung bedient, und dann nur noch mit dem 
Schlüssel sperrt. Dabei wird die Kraft für die Verriegelung nicht vom 
Schlüssel, sondern von der Klinke aufgebracht, äußerst Schlüssel- und 
Fingerschonend.

Hat allerdings zwei Nachteile, es geht nicht mit Knauf, und ich weiß 
nicht, wo man die hier bekommt.
#4361571
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Timm T. schrieb:
> Christian B. schrieb:
>> Ich kenne die Leute dort nicht, vermute aber, daß
>> die Terrassentür nichtmal über Pilzkopfbeschläge verfügte
>
> So what? Dann schneiden sie eben ein Loch in die Scheibe und öffnen von
> innen.

Dafür hat man außerdem noch abschließbare Griffe. Oder praktischer 
zumindest solche mit Druckknopf (ich denke das rafft der Einbrecker von 
außen auch nicht so schnell, wie die zu öffnen wären).
#4361928
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Bernd F. schrieb:
> Im vierten Stock kein Thema, aber ebenerdig?

In Ex-Sovietischen Laendern (Staedten) habe ich gesehen
das selbst oberhalb des 3.-5. Stockes die Fenster
von aussen vergittert snd.

Sind die "Sondereinsatzkommandos" der betreffenden
Laender etwa besser als die hier anwesenden ?

Ich persenlich fand sowas als "Sicherheitswahn".
Aber das ist meine persoenliche Meinung.

Die Induviduen, die wirklich tagsueber einbrechen wollen,
schrecken sicherlich auch nicht ueber 1sekunde
"klirren" zurueck. Die sind eh schneller wieder vom Acker
als die alarmierte Polize vor Ort ist.
Die kann dann eh nur noch die "Schaeden" dokumentieren.

Gruss Asko.

PS: Ich persoenlich glaube nicht, das sich ein "richtiger"
Einbrecher mit aufschneiden einer Glasscheibe "aufhaelt".
Gast #4362001
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Bernd F. schrieb:
> Alle anderen Einstiegsmöglichkeiten?
> Fenster, Terrassentür?

Dach!

Ziegel runter, Unterdachbahn aufschneiden, Dämmung rausrupfen und 
Gipskarton eintreten.

Zumindest meinte mal ein Dachdecker, daß das bei passenden räumlichen 
Gegebenheiten durchaus üblich ist, wenn man wegen Glasbruchsensor oder 
Fensterkontakt nicht durch die Fenster kann.

Claus M. schrieb:
> Dafür hat man außerdem noch abschließbare Griffe.

Und die werden genutzt? Vor dem Urlaub mag das noch angehen, die 
abzuschließen. Aber täglich, jedesmal bevor man aus dem Haus geht? Und 
dann erstmal den Schlüssel suchen, wenn man auf den Balkon will? Das 
geht vielleicht 2 Wochen gut, dann bleiben die offen.
Gast #4362660
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Claus M. schrieb:
>> zumindest solche mit Druckknopf (ich denke das rafft der Einbrecker von
>> außen auch nicht so schnell, wie die zu öffnen wären).

Es sollte doch in einem Technikforum einigermaßen Konsens sein, daß 
securify by obscurity nicht funktioniert.

Denkst Du nicht, daß Weiterbildung, um auf dem aktuellen Stand der 
Technik zu bleiben, in jedem Berufszweig wichtig sein sollte?
#4372504
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Bei mir hat die Wohnungseingangstuer auch aussen
eine Klinke. (in einem Zweifamilienhaus)

Das hat Vor- wie Nachteile.

Normalerweise koennte JEDER herein.
Aber nur Normalerweise.

- Vorteil = Selbst wenn ich den Schluessel vergesse
            kann ich die Tuer problemlos oeffnen

- Nachteil = das koennte auch jeder andere

Damit mich keiner "ueberfaellt" stecke ich den
Schluessel von innen herein und schliesse
"einmal" ab. Keiner kommt herein ohne wenigstens
genuegend "Geraeusch" zu machen.
Ausserdem kann die Wohnung nicht abgeschlossen
werden, wenn ich nicht den Schluessel in der Hand habe.

(ein befreundeter Nachbar hat noch einen Schluessel
= Notfall-Schluessel)

Ich merke genau, ob ich selbst abgeschlossen habe
oder ob jemand anderess "da" gewesen ist.
Ich schliesse generell 2mal ab.
Ist nur 1mal abgeschlossen, weiss ich, das in der zwischenzeit
jemand anderes drinnen war.
(kann mman im persoenlichen Gespraech (selbst per
Handy) ganz schnell klaeren.

Gruss Asko.

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