UFxxxx sind deutlich schneller.
1N4148 sind zwar rel.. schnell, können aber nur wenig Spannung und Strom
ab.
Wenn du durch was anderes ersetzen willst, such nach
fast-recovery-Typen.
Kann man schätzungsweise denn sagen, wie hoch der Strom in der Schaltung
wird? Die 1N4148 können kurzzeitig doch 450mA.
Hätte die 1N4001 massig als bedrahtet da, wollte aber gerne auf SMD
setzen. Da hab ich geschaut und als Dioden hatte ich nur noch die
1N4148.
Oliver R. schrieb:> 30µs Reverse Recovery Time zu 50ns, also fast Faktor 1000.
Na mal nicht so übertreiben. Es sind 2µs zu 50ns, also Faktor 40.
Es könnte gut sein, dass die 1N400x auch geht. Die Sperrerholzeit greift
hier ja gar nicht, weil der Mechanismus anders ist. Die normale Messung
schaltet eine voll leitende Diode in Sperrichtung um, usw.. Das ist hier
aber nicht der Fall. Wenn die Umladung der Gatekapazität abgeschlossen
ist, ist die Diode den Rest der Einschaltzeit stromlos, somit gibt es
beim nachfolgenden Umpolen auch keine Ausräumzeit.
Wozu da überhaupt eine Diode drin ist, ist mit ein Rätsel. Ich schließe
das Gate direkt an die beiden Emitter.
Bzw. wenn etwas kritisch ist, dann die Sperrzeit, d.h. die Diode ist
falschrum.
Bei einem großen MOSFET und hohe Frequenz könnte die 1N4148 zu klein
sein. Wie viel Strom fließt kann man sich anhand der gate Charge und
Frequenz ausrechnen.
Die oben angegebenen 2 µs sind für nicht so übliche Bedingungen I_r =
2*I_f. Üblicherweise nimmt man da gleiche Werte. Die Zeit wird damit
dann länger. Bei den 1N400x gibt es auch mehrere Hersteller und so
gleich müssen die nicht sein. Wenn langsam genug (z.B. < 50 kHz)
geschaltet wird, geht auch die 1N4001.
Ulrich H. schrieb:> Die oben angegebenen 2 µs sind für nicht so übliche Bedingungen I_r => 2*I_f. Üblicherweise nimmt man da gleiche Werte.
Nö, üblicherweise nehmen alle Hersteller für die 1N400x und die UF400x
das Verhältnis I_r = 2*I_f und auch noch genau die gleichen Zahlenwerte.
Es ist absolut sinnlos, über Dioden zu diskutieren, wenn der Einsatz
(Lasttyp, Spannung, Strom, Frequenz usw.) vollkommen unbekannt ist.
Ob überhaupt eine Treiberstufe und welche Dimensionierung, kann daher
niemand sagen.
Z.B. für eine 12V Lüfter-PWM kann der AVR spielend einen Logic-level FET
direkt treiben. Noch einen Gate Pull-Down (10k) dranpappen und gut is.
Peter Dannegger schrieb:> Es ist absolut sinnlos, über Dioden zu diskutieren, wenn der Einsatz> (Lasttyp, Spannung, Strom, Frequenz usw.) vollkommen unbekannt ist.
Wenn du vor dem rumquatschen den Thread und verlinkten Artikel gelesen
hättest, hättest du erfahren können, daß Treiberspannung (15V) und Strom
(750mA) bekannt sind, die Schaltfrequenz zwar unspezifiziert, aber die
Schaltung ist für Einsatzzwecke vorgeschlagen, in denen die langsamere
Treiberschaltung 1 nicht mehr ausreicht, also hoch ist.
Eine exakte Analyse, welche Leistung in der Diode umgesetzt wird und
welches Schaltverhalten sich mit selchem Diodentyp ergibt könnte man mit
Spice machen, aber in der Hobbyelektronik ist man lieber
überdimensioniert, daher die UF4001.
MaWin schrieb:> Wenn du vor dem rumquatschen den Thread und verlinkten Artikel gelesen> hättest
Ich hab ihn gelesen, da ist keine konkrete Last angegeben, nur "(z.B.
1200V)".
Aber was die Anwendung des TO ist, steht dort nicht.